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Hanföl: Öl aus der Hanfpflanze

Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gepresst und gilt als eines der wertvollsten Speiseöle. Anders als das Harz der Hanfpflanze enthält der Samen keine erwähnenswerten Mengen an dem psychoaktiven THC (Tetrahydrocannabinol) und wirkt daher nicht berauschend, ebenso wie das daraus gewonnene Öl.

Aus der Naturheilpraxis von René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge

Man darf deshalb Hanföl nicht mit Haschischöl verwechseln. Haschischöl wird nämlich aus dem Harz der Pflanze gewonnen und ist somit weniger ein Öl als ein Harzextrakt.

Der unterschiedliche Geschmack, von kräuterartig bis nussig, ist bei Hanföl keine Seltenheit. Gekühlt und dunkel gelagert, ist es kein Problem, es über mehrere Monate aufzubewahren. Zum Würzen von Speisen und Salaten sowie als Brotaufstrich ist es als Speiseöl sehr gut geeignet. Zum Dünsten und Dämpfen von Speisen kann es ebenfalls genutzt werden.

Denn bei diesen schonenden Garmethoden bleiben die essentiellen Fettsäuren weitgehend erhalten. Allerdings ist es zum Braten und Frittieren unbrauchbar, da bei hohen Temperaturen die Fettsäuren zerfallen.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind es auch, die das Hanföl so wertvoll machen. Denn vor allem der hohe Anteil an essentiellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist bemerkenswert. Das Verhältnis liegt beim Hanföl etwa bei 3:1 (Omega 6:Omega 3), was genau dem Verhältnis entspricht, das für Menschen optimal ist (empfohlen wird 2:1 bis 5:1). Besonders geschätzt sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure, Alpha-Linolensäure und Gamma-Linolensäure.

Die im Hanföl enthaltenen Vitamine tragen ebenfalls zu einer guten Gesundheit bei. Hanföl ist reich an Eisen, Magnesium und Kalzium, auch enthält es viel Mangan und Zink. Da in den Samen auf der anderen Seite aber auch recht hohe Mengen an Cadmium gemessen wurden, empfehlen Fachleute, es nicht übermäßig zu verwenden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23088580).

Auf der anderen Seite ist der Gehalt an Cadmium in dem Hanföl aber vor allem auf die Belastung des Bodens zurückzuführen. Da es in vielen Düngemitteln und Pestiziden enthalten ist, gelten biologisch angebaute Hanfpflanzen als weitaus weniger mit Cadmium und anderen Schwermetallen belastet.

Nicht nur in der Küche ist Hanföl anwendbar. Das Öl bewährt sich auch immer mehr in der Medizin. In verschiedenen Bereichen angewendet, erkennt man immer mehr Vorteile der Hanfpflanze. Sowohl die äußere, als auch die innere Anwendung ist möglich.

Hanföl zur Hautpflege

Dank seiner vielen ungesättigten Fettsäuren verhilft Hanföl in Form von Seifen, Körpercremes, Shampoos und Duschgels zu Geschmeidigkeit und Gleitfähigkeit. Diese Fettsäuren lindern Probleme bei trockener Haut und kompensieren den Alterungsprozess der Haut.

Nachweislich hilft Hanföl bei chronischen Hauterkrankungen, wie Neurodermitis (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16019622).

Neben Neurodermitis gibt es weitere Indikationen für eine Einnahme von Hanföl, beziehungsweise besonders der ungesättigten Alpha- und Gamma-Linolenfettsäuren.

Bei Herzkreislauf-Erkrankungen bewirken etwa fünf Teelöffel Hanföl eine Abnahme der erhöhten LDL- und Cholesterinblutwerte. Auch in Tierversuchen wurde die cholesterinsenkende Wirkung des Hanföls bestätigt (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18418423).

Außerdem wird das Risiko auf plötzlichen Herztod nach einem Herzinfarkt rapide gesenkt. Gleichzeitig scheint Hanföl einer Ischämie (Minderdurchblutung eines Gewebes) vorzubeugen. Dies konnte bisher allerdings nur an Ratten gezeigt werden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17122327).

Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Fettsäuren des Hanföls können eine deutliche Reduktion der rheumatoiden Arthritis bewirken, ohne Nebenwirkungen hervorzurufen. Außerdem kann man damit auch prämenstruale Symptome bei Frauen deutlich verbessern.

Hochwertiges Hanföl

Damit die essentiellen ungesättigten Fettsäuren in dem Öl der Pflanze erhalten bleiben, müssen die Samen besonders schönend verarbeitet werden.

Beim Pressen in einer Ölmühle sollten Temperaturen von 60 °C nicht überschritten werden (Kaltpressung). Das Öl hat dann eine grün-gelbliche Farbe. Waren die Temperaturen höher, so ist das Hanföl wesentlich dunkler.

In dunkle Gläser abgefülltes Hanföl ist vor Sonneneinstrahlung geschützt. Dies ist ebenfalls wichtig, da auch das Licht die empfindlichen Doppelbindungen der Fettsäuren zerstören kann.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 11.12.2012 aktualisiert


   
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