Wobenzym
Wobenzym - Enzymtherapie mit den bekanntesten Enzym-Tabletten
Die bekanntesten Enzym-Tabletten sind wahrscheinlich das Wobenzym, dass im Rahmen einer Enzymtherapie eingesetzt wird.
Eine Enzymtherapie wird bei verschiedenen Beschwerden oder Krankheiten wie Entzündungen, Muskelkater, Erkältungen, Rheuma, Venenleiden sowie
zur Unterstützung bei Chemotherapie und Bestrahlung angewendet, da sie als mittlerweile auch wissenschaftlich anerkanntes Naturheilverfahren für
den Patienten sehr viel verträglicher ist als die Behandlung mit synthetischen Arzneimitteln, die nicht selten Nebenwirkungen zur Folge
haben.
Zwar können bei der Enzymtherapie in seltensten Fällen auch Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder eine allergische
Reaktionen auftreten, doch ist hier generell eine wesentlich längere Anwendung möglich.
Die Bedeutung der Enzyme wird unterschätzt...
Was sind Enzyme eigentlich?
Enzyme sind Biokatalysatoren. Die kleinsten Bausteine der Enzyme sind Aminosäuren, welche sich, gemäß den Gesetzen der Biochemie und Physik,
in dreidimensionale Gebilde falten. Einige Enzyme benötigen zur Erlangung ihrer Aktivität sogenannte Co-Faktoren, wie zum Beispiel Metallionen
oder Vitamine.
Enzyme sind faktisch im ganzen Körper, sie sind an allen chemischen Prozessen beteiligt und für die Regulierung des Immunsystems zuständig,
sie versorgen den Körper mit Vitalstoffen.
Bei der Therapie werden Abwehrmechanismen in Gang gesetzt, welche die kranke Stelle im Körper heilen, indem sie die Ursache bekämpfen. Je nach
Stärke der Beschwerden oder Intensität der Krankheit wird der Patient vom Arzt auf eine bestimmte individuelle Dosis eingestellt.
Wobenzym ist eines der Präparate, die hier Anwendung finden. Es aktiviert das Immunsystem und gilt als gut verträglich. Das in Dragee-Form
einzunehmende Präparat kann auch prophylaktisch eingesetzt werden, zum Beispiel bei wiederkehrenden Infekten.
Wobenzym N zeichnet sich durch ein breites Proteasenspektrum aus. Es enthält alle in Wobe-Mugos E enthaltenen Proteasen (Papain, Trypsin,
Chymotrypsin), darüber hinaus aber auch das Bromelain und Pankreatin, die seit vielen Jahrzehnten in der Alternativmedizin bekannt sind.
Wobenzym N hat als dokumentiertes und klinisch bewiesenes Einsatzgebiet die „Entzündung“.
Wobenzym wird vor allem bei Rheuma, chronischen Entzündungen und Gefäßerkrankungen verschrieben, da hierbei auf positive empirische Daten
zurückgegriffen werden kann.
Bei akuten Entzündungen und Erkrankungen muss die Dosis relativ hoch sein.
Zur Therapie chronischer Entzündungen, verbunden mit Befindlichkeitsstörungen (Müdigkeit), eignet sich besonders Wobenzym N.
Dosierungsrichtlinien für Wobenzym
In der Regel werden systemisch wirkende Enzyme nüchtern eingenommen. Wobenzym sollte 30 bis 60 Minuten vor den Mahlzeiten unzerkaut und mit
viel Flüssigkeit eingenommen werden.
Die Dosis sollte mindestens 3 x 2 pro Tag betragen. Im Rahmen einer Stoßtherapie kann auch höher dosiert werden, z.B. 3 x 4 Dragees. Eine
Ausnahme macht hier Wobenzym N, welches in der Anfangsphase mit bis 3 x 5 in der Stoßtherapie mit 20 - 30 Dragees empfohlen wird. Ich empfehle
diese Stoßtherapie in der Praxis im allgemeinen "nur" für zwei, höchstens drei Tage.
Was man sonst noch wissen sollte:
Oral verabreichte Enzyme steigern die Resorption und damit die Wirkung anderer gleichzeitig verabreichter Medikamente, wie zum
Beispiel Antibiotika oder Zytostatika.
Verschiedene Studien zeigen, daß die Gewebekonzentration von Antibiotika und Zytostatika durch Enzymgaben erhöht wurde. Dies ist
besonders bei Patienten von Bedeutung, die wegen einer Resistenzschwäche über längere Zeit mit Antibiotika behandelt werden, wie zum Beispiel
Kinder mit Mukoviszidose.
Auch bei Erkrankungen, bei denen Antibiotika oder Zytostatika schlecht den Ort des Geschehens erreichen können (Prostata,
Nasennebenhöhlen, Mittelohr), hat sich die gleichzeitige Gabe von Enzymen bewährt. Man bezeichnet dies als die "Schlepperfunktion" der
Enzyme.
Bei Allergiepatienten muss man mit der Verordnung von Wobenzym und Enzymen generell vorsichtig sein, mit Ausnahme bei der Colitis Ulcerosa,
Multiple Sklerose, Neurodermitis und noch ein paar anderen.
Ein weiteres bekanntes Enzympräparat neben dem Wobenzym ist das Phlogenzym.
|