Reizdarmsyndrom – keine Kopfsache, sondern ein Fall für Darmbakterien

Viele Ärzte sehen das Reizdarmsyndrom als ein Problem an, das der Patient „im Kopf“ und nicht im Bauch mit sich trägt. Aber wie es aussieht, wird das Reizdarmsyndrom durch ein bakterielles Überwachstum im Darm verursacht, so die Forschung in einer neuen Einschätzung.

Dieses übertriebene Wachstum von Darmbakterien konnten die Forscher in 60 Prozent der Fälle bei Patienten mit Reizdarmsyndrom, die häufig unter Durchfällen litten, beobachten. 30 Prozent aller Patienten mit Reizdarmsyndrom zeigten dieses Phänomen. Dieser Zusammenhang ist so deutlich, sagen die Forscher vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles (Link zur Studie), dass ein Arzt immer als erstes einen Test auf bakterielles Überwachstum bei Patienten mit Verdacht auf Reizdarmsyndrom durchführen sollte.

Diese Forschungsergebnisse verändern auch die Art und Weise, wie das Reizdarmsyndrom behandelt werden sollte. Bis jetzt haben die Ärzte nur versucht, die Symptome abzufedern, selbst jene, die an eine „echte Erkrankung“ glaubten. Gegen das „Überwachstum“ der Darmbakterien empfehlen die Forscher eine klassische schulmedizinische Therapie, wenn es darum geht Bakterien zu bekämpfen: Ein spezifisches Antibiotikum (Rifaximin) soll es richten – und es soll auch keine systemischen Wirkungen haben, da es nicht resorbiert wird und nur im Darm wirksam sein soll.

Fazit

Schön, dass man den Darmbakterien mehr Beachtung schenkt. Aber statt Antibiotika gibt es auch andere Alternativen. Zwölf dieser wirksamen Heilverfahren habe ich in einem Buch zusammengefasst: http://renegraeber.de/biologische-reizdarm-therapie.html

Die biologsiche Reizdarmtherapie

Datum: Montag, 16. Juli 2012
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3 Kommentare

  1. 1

    Reizdarmsyndrom lautete auch bei mir die Diagnose nachdem ich mich sieben Jahre im Wechsel mit Verstopfung, Durchfall und schmerzhaften Blähungen quälte. Ich soll halt kein Kohl mehr essen, und auch sonst nichts was die Darmwinde aktiviert. Dank der industriellen Nahrung allerdings waren meine Darmwinde aktiv wie nie, fiel mir besonders auf nach dem Verzehr einer Tütensuppe. (heute schüttelt es mich angewidert, wenn ich nur daran denke, wie ich als Ossi auf diese Werbetricks herein gefallen bin)
    Dann kam die Diagnose: Geflügeleiweisallergie. Jüppie, noch eine Allergie, und fast überall ist „Vollei“ drin.
    Ich habe nun im letzten Jahr meine Ernährung komplett auf natürliches biologisches Essen umgestellt, und es geht mir Dank der Bärlauch- Chlorella- Spirulina- Kur im April, weiterführend mit Gemüsebrühe und Kräutertees richtig blendend. Ich kann mein Lieblingsessen verzehren, Blumenkohl gekocht und leicht angebraten essen, ohne Probleme zu bekommen, und ich kann sogar Eier essen, dank Bio.
    Mit dem Industriezeug vergiften wir unseren Körper über Jahre hinweg, und ich freue mich jeden Tag, dass ich aufgewacht bin, bevor es zu spät ist.
    Jetzt will ich es noch schaffen mit dem verfluchten Rauchen aufzuhören, und dann bin ich erlöst.

    Danke an dieser Stelle an Herr Gräber, auch wenn ich mich hier für die Heilfastentips erst nach meiner erfolgreichen Umkrempelung angemeldet habe, habe ich doch bei Ihnen viele nützliche Tips gefunden!

  2. 2

    Im Beitrag: http://www.gesund-heilfasten.de/blog/junkfood-ist-gut-fuer-darmerkrankungen/ gehe ich auf die Zusammenhänge zwischen Junk Food (Ernährung) und dem Reizdarmsyndrom ein.

  3. 3

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    Seit 3 Tagen habe ich keinen Stuhlgang, nur leichte Winde und Schleimabgang, teils unkontrolliert. Die nach einem Abendbrot plötzlich aufgetretenen Magen- und Bauchschmerzen waren teils heftig. Am nächsten Tag erhielt ich vom Hausarzt Novaminsulfon. Die Schmerzen ließen nach, nur noch bei Druck auf den Bauch hatte ich noch Schmerzen. Der Gesamtzustand ist erträglich. Meine Tochter empfahl mir nun Glaubersalz. Ich möchte es noch nicht nehmen, da es hier heißt,…darf nicht bei entzündlichen Magen-Darmerkrankung und Darmverschluss angewendet werden. Der Zustand ist also unverändert! Was raten Sie?
    Mit freundlichen Grüßen
    Alfred Szulczewski

    Antwort René Gräber:

    in so einem Fall wäre ich tatsächlich vorsichtig mit Glaubersalz und würde zu anderen Mitteln greifen. Um eine Empfehlung abzugeben, reichen mir die Daten von ihnen nicht…

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