Heilerde
Anwendung und Nutzen der Heilerde
Heilerde zur innerlichen Anwendung beim Fasten
Heilerde wurde bereits in der Antike eingesetzt und hat auch noch heute in der Naturheilkunde einen
festen Platz. Bis heute wird als Heilerde eine von Adolf Just Anfang des letzten Jahrhunderts empfohlene spezielle
Lehmart genutzt: Löss.
Zur innerlichen Anwendung wird der Löss besonders fein gemahlen und hat deshalb eine große Oberfläche an
Mineralstoffen. So kann die Heilerde Gifte binden und Säuren puffern. Aus diesem Grund wird Heilerde gerne im
Rahmen einer Darmsanierung, einer Entgiftung und Entschlackung oder auch zur Stabilisierung der Darmflora eingesetzt.
Beim Fasten ist die Heilerde vor allem innerlich angewendet hilfreich, da sie einen zu sauren Magen beruhigen
und Sodbrennen lindem kann. Sodbrennen war sowieso die traditionelle Anwendung der Heilerde und ähnlich beliebt wie
Natron. Heilerde kann auch bei verschiedenen Darmreizungen eingesetzt werden.
Die genaue Wirkweise der Heilerde ist wissenschaftlich noch nicht genau geklärt. Wahrscheinlich kann sie
Stoffwechselprodukte der Darmbakterien binden und so eine gesunde Darmflora fördern. Aus diesem Grund wird Heilerde
gerne und wirkungsvoll gegen Blähungen (Blähbauch) und Durchfall eingenommen.
In der Heilerde sind außerdem viele wichtige Mineralstoffe enthalten wie zum
Beispiel:
- Kalium
- Calcium
- Magnesium und
- Natrium
sowie die Spurenelemente:
- Chrom
- Kupfer
- Eisen
- Selen und
- Zink
An den leicht erdigen Geschmack gewöhnt man sich recht schnell.
Heilerde erhalten Sie in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern. Andere Formen und Bezeichnungen sind
unter anderem auch Tonerde oder Mineralerde. Die bekannteste Heilerde, die Sie auch in jedem Reformhaus finden
ist von der Firma Luvos.
Anwendung der Heilerde
Während des Fastens ist die Einnahme von Heilerde als Pulver empfehlenswert:
Lösen Sie dazu ein bis zwei leicht gehäufte Teelöffel in einem Glas Wasser (ca. 200-300 ml).
Rühren Sie mit einem Löffel die Heilerde gut auf, sodass diese im Wasser ordentlich "herumwirbelt". Lösen tut
sich Heilerde im Wasser sowieso nicht...
Trinken Sie diese "rotierende Lösung" am besten in einem Zug aus. Füllen Sie das Glas nocheinmal mit etwas
Wasser, damit Sie die verbliebenen Reste der Heilerde noch mitbekommen (wäre doch schade um dieses schöne
Heilmittel...)
Halten Sie für "danach" noch ein Glas Wasser bereit, mit dem Sie den Mund ausspülen können, damit Reste der
Heilerde zwischen den Zähnen nicht so knirschen.
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