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Hepatitis - Eine Leberentzündung mit unterschiedliche Ursachen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Weltweit sind viele Menschen mit Hepatitis-Viren infiziert, ohne von ihrer Leberentzündung zu wissen. Deshalb wird die Infektion oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. 

Schätzungen zufolge sind allein in Deutschland etwa eine Million Menschen mit Viren infiziert, die eine Hepatitis auslösen können. Da die Symptomatik der Leberentzündung von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein kann, wissen viele Betroffene nichts von der Infektion ihrer Leber. Die offensichtlichen und typischen Lebersymptome (z.B. Gelbfärbung der Augen und der Haut), tritt nur bei einem Teil der Patienten auf. Manche Betroffenen klagen über Symptome wie Fieber, Erschöpfung und schnelle Ermüdung, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Die meisten Patienten denken bei diesen Beschwerden zuerst an eine Art Grippe. Ein Drittel der Infizierten hat jedoch keinerlei Beschwerden.

Liegt dennoch eine Leberentzündung vor, ist das ein Hinweis auf einen chronischen Krankheitsverlauf. Die Folgen der „verborgenen“ Infektion können durchaus dramatisch sein. Durch die Entzündung werden Leberzellen zerstört, es kann zu einer Leberzirrhose und zu Leberkrebs kommen.

Verlauf einer Hepatitis

Die Hepatitis beginnt immer mit einer Schädigung von Leberzellen (=Hepatozyten). Durch den Leberzellschaden kommt es durch chemische Botenstoffe (=Zytokine) zur Einwanderung von Entzündungszellen (=weiße Blutkörperchen) in die Leber. Die Leberzellen sind in ihrer Funktion beeinträchtigt, einige sterben ab (=Nekrose).

Eine Hepatitis verläuft in vielen Fällen völlig symptomlos. Ist ein gewisser Schweregrad der Entzündung erreicht, können unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Leistungsschwäche auftreten.

In einigen Fällen mit akutem, schwerem Verlauf kommt es durch die eingeschränkte Funktion der Leberzellen zur Ansammlung des gelben Blutabbaustoffs Bilirubin im Körper, was bei einer starken Leberzellschädigung die Gelbsucht (=Ikterus), eine Dunkelfärbung des Urins und eine Entfärbung des Stuhls hervorruft. Durch einen Anstieg der Gallensäuren im Blut kann es zu Juckreiz kommen.

Besteht eine "massive Hepatitis" kann es zum akuten Leberversagen kommen. Hierbei treten Persönlichkeits- und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma (=hepatische Enzephalopathie), Ikterus, ein süßlicher, an rohe Leber erinnernder Mundgeruch (=Foetor hepaticus) und ein Zittern der Hände (=Flapping tremor) auf. Im Verlauf kommt es zu einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes, da die Leber ein wichtiger Produzent von Gerinnungsfaktoren ist.

Eine Hepatitis kann akut oder chronisch verlaufen. Die akute Form ist durch ihr plötzliches Auftreten und das Abklingen nach Wochen oder Monaten gekennzeichnet. Eine chronische Hepatitis besteht länger als sechs Monate und zeigt kaum Besserungstendenzen.

Eine chronische Hepatitis kann nach Jahren durch Vernarbung des Lebergewebes zu einer Leberzirrhose führen.

Als häufigste Auslöser für die Hepatitis werden Viren verantwortlich gemacht.

Die häufigsten sind die Hepatitisviren:

Die Übertragungswege sind unterschiedlich. Einige werden durch Schmierinfektionen (Hepatitisviren A, E), über Blut (z.B. Nadelstichverletzung) und Blutprodukte, sexuell oder während der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen (Hepatitisviren B, C, D).

Auch bei anderen Infektionskrankheiten kann eine Hepatitis als so genannte Begleithepatitis auftreten (z.B. Pfeiffersches Drüsenfieber durch Epstein-Barr-Virus, Zytomegalie durch Zytomegalie-Virus, Coxsackievirus-Infektionen, Malaria durch Plasmodien).

Auch durch den Konsum leberschädigender Stoffe kann es zu einer Hepatitis kommen. Dies sind vor allem Alkohol und bestimmte Medikamente (z.B. Isoniazid, Methyldopa, Halothan, Tetrazykline). Auch eine Paracetamolvergiftung oder Pilzvergiftungen können eine schwere Hepatitis auslösen.

Bei der seltenen Autoimmunhepatitis greifen aus ungeklärter Ursache körpereigene Immunzellen das Lebergewebe an.

Die biologische Lebertherapie - von René Gräber

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 5.10.2014 aktualisiert


   
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