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Maca - Hilfe bei Potenzstörung und zur Leistungssteigerung im Sport?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Maca (Lepidium peruvianum) wird aufgrund seiner gesunden Eigenschaften auch peruanischer Ginseng genannt. Maca wächst in 3000 bis über 4000 Metern Höhe in den Hochebenen der Anden, wo es extremen Wetterbedingungen trotzt. Das robuste Kreuzblütengewächs wird bereits seit etwa 2000 Jahren angebaut. Das oberirdische Kraut kann als Gemüse verarbeitet werden. Besonders interessant ist aber die radieschenähnliche Knolle. Sie erreicht einen Durchmesser von bis zu acht Zentimetern und kommt in verschiedenen Farben vor: rot, schwarz, weiß, gelb oder violett.

Maca wird seit Generationen von der Andenbevölkerung wegen seiner „Kräfte spendenden“ und prosexualen Eigenschaften als Potenzhilfe und bei Potenzstörungen sowie zur Verbesserung der Libido verwendet. Schon die Inka sollen sich die Kräfte dieser Pflanze zunutze gemacht haben. Legenden zufolge haben sie sie sogar vor der Schlacht eingenommen, um ihre Kraft und Ausdauer zu stärken. Während der spanischen Eroberung soll Maca so begehrt gewesen sein, dass die Knollen zeitweise sogar als eine Art Währung eingesetzt wurden. Heute ist Maca bekannt, weil es die Potenz und Libido bei Männern verbessern soll.

Auch zur Steigerung der weiblichen Fruchtbarkeit setzen die Menschen das Mittel ein (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16042502).

Studien an Ratten haben gezeigt, dass Tiere, die mit Maca gefüttert wurden, eine höherwertige sexuelle Aktivität entfalteten als üblich (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11297856). Auch bei Kühen, Hunden und Meerschweinchen zeigten Studien eine gesteigerte Fruchtbarkeit.

Maca wird so auch als die "natürliche Alternative zum Viagra" bezeichnet. Viele wissenschaftliche Studien unterstützen diese Aussagen. In einer Untersuchung hatten neun Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren vier Monate lang Maca zu sich genommen. Schon nach zwei Wochen sei die Spermienzahl deutlich gestiegen und auch die Qualität der Samenzellen habe sich verbessert (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11753476).

Wie es scheint, hat der peruanische Ginseng also nicht nur eine positive Wirkung auf die Potenz, sondern ebenso auf die Fruchtbarkeit von Männern.

Dennoch ist bisher nicht klar, wie die stimulierende und spermienverbessernde Wirkung hervorgerufen wird. Denn interessanterweise ändert sich der Hormonhaushalt der Probanden bei den Untersuchungen nicht oder nur in sehr geringem Maße. In Laborversuchen konnte ebenfalls keine androgene Wirkung gefunden werden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16239088).

Viele Menschen weltweit machen sich dennoch die sexuell stimulierende Wirkung dieser Pflanze zunutze. Die Pflanze hat keinerlei bekannte Nebenwirkungen und kann auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Eine weitere positive Wirkung von Maca ist die Fähigkeit, zahlreiche menopausale Beschwerden zu verbessern. Eine Therapie mit Maca kann sich daher bei Symptomen der Menopause wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gefühlsschwankungen, Herzklopfen und Trockenheit der Vagina lohnen (zusammengefasst in http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21840656).

Möglicherweise besitzt die Knolle der Maca östrogenähnliche Wirkstoffe, die diese Beschwerden eindämmen.

Außerdem hat Maca neuroprotektive Wirkungen, das bedeutet, sie schützt das Nervengewebe vor Schädigungen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20633111).

Aber das ist noch nicht alles: Unter anderem eignet sich dieses Mittel ausgezeichnet als Nahrungsergänzung für den Muskelaufbau; für Sportler, vor allem für Natural-Bodybuilder. Außerdem erhöht sie generell die Anpassung an Stresssituationen aller Art und hilft dadurch auch, den vielen stressindizierten Krankheiten vorzubeugen.

Alles in allem scheint Maca ein hervorragendes Produkt bei vielen Beschwerden zu sein, außerdem gilt es als ein optimaler Nahrungsmittelzusatz für alle, die eine "Extraportion Energie" brauchen.

Wissenschaftler weisen allerdings darauf hin, dass es Maca-Wurzeln in verschiedenen Farben gibt und diese möglicherweise auch unterschiedlich wirken. So können die Inhaltsstoffe der roten Maca möglicherweise doch eine Rolle beim Androgenhaushalt spielen, während die schwarze Maca die Spermienzahl besonders stark beeinflusst. Die gelbe Maca scheint insgesamt weniger effektiv zu sein (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16174556).

Maca wird meistens in Kapselform angeboten, aber auch als Saft oder als Nektar kann man dieses Naturmittel beziehen. Anzumerken ist, dass die Menge an Maca-Pulver in den Nahrungsergänzungsmitteln weitaus geringer ist als die Menge, die die Andenbewohner üblicherweise zu sich nehmen. Für den Anfang wird eine Einnahme von etwa 5 g Maca pro Tag empfohlen. Diese Menge entspricht etwa einem gehäuften Teelöffel. Aber auch größere Einnahmemengen sind nach allen bisherigen Untersuchungen nicht schädlich.

Persönlich liegen mir allerdings keine Erfahrungen mit Maca vor. Dennoch reichen die mir vorliegenden Berichte und Studien, um Maca tatsächlich positiv zu bewerten.

Mehr dazu auch im Blog-Beitrag: MACA - Stark fürs Leben und stark für die Liebe? Dort können Sie auch eigene Erfahrungen berichten und diskutieren.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 05.01.2016 aktualisiert