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Was ist Darmpilz Candida Albicans? Sind Darmpilze Freunde oder Feinde?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Candida albicans ist ein Pilz. Aber das wussten Sie bestimmt schon. Candida Albicans gehört zu einer Gruppe von Pilzen die Candida heißen und diese gehören zu den Hefepilzen.

Candida Albicans gilt als Verursacher der Candidose (auch bekannt unter den Namen: Kandidose, Candidiasis, Candidamykose oder Soor).

Der Candida-Pilz ist bei Menschen häufig auf den Schleimhäuten zu finden: also in Nase, Rachen, Genitalbereich, sowie auf den Schleimhäuten des Verdauungstraktes. Candida kann aber auch zwischen Fingern und Zehen vorkommen und auf den Fingernägeln und Fußnägeln.

Bei etwa 75 % aller "gesunden" Menschen kann Candida nachgewiesen werden.

Candida Albicans

Grund dafür ist die Eigenschaft von Candida albicans, ein fakultativ pathogener Keim zu sein. Dies bedeutet, dass der Erreger nur unter bestimmten Voraussetzungen Symptome erzeugt, also die Infektion zum Tragen kommen lässt.

Unter normalen Umständen ist er zwar anwesend, aber nicht erkennbar. Er ist biologisch gesehen ein Saprobiont, d.h. er ernährt sich im Wesentlichen von „Abfällen“. In dieser Eigenschaft gibt es ein Gleichgewicht zwischen Keim und dem Immunsystem des Wirts, welches den Hefepilz zwar nicht vernichten kann, aber in der Lage ist, ihn ausreichend zu kontrollieren und nicht groß werden zu lassen. Erst wenn das Immunsystem Schwächen zeigt, dann ist der Pilz in der Lage, sich über Gebühr zu vermehren und symptomatisch zu werden.
Bei ernsthaften Immunschwächen wird dann eine Candidiasis eine tödliche Bedrohung für den Betroffenen. Die Abfall- bzw. Stoffwechselprodukte, die der Pilz selbst produziert, nehmen dann aufgrund seiner überdimensionalen Vermehrung ebenfalls überhand und „vergiften“ den Wirt.

Jetzt stellt sich für die meisten Menschen die Frage:

Ist Candida albicans ein Problem?

Unabhängig von einer möglichen Pilzbelastung muss man wissen, dass sich in unserem Verdauungstrakt viele Billionen Bakterien und Pilze aller Art tummeln. Mehr dazu finden Sie im Artikel: Die Verdauung des Menschen und die Bedeutung der Darmflora.

Oben schrieb ich ja bereits, dass Candida zu den "fakultativ pathogenen Erregern" gehört, was bedeutet, dass dieser nur unter bestimmten Bedingungen eine Krankheit auslösen kann.

Die Anwesenheit von Candida Pilzen verursacht in der Regel kaum Beschwerden - meistens werden diese von den Patienten nicht als solche interpretiert. Hierzu sollten Sie auch meinen Beitrag: Candida Albicans und Krebs lesen.

Jedenfalls bei fehlender oder verringerter Immunität (im Rahmen von anderen Grundkrankheiten / Medikamentengaben) werden die Darmpilze ein echtes und sehr akutes Problem.

Um die Therapie des Candida-Problems zu verstehen, sollte man noch ein paar Zusammenhänge mehr kennen:

Pilze an Haut- und Schleimhaut oder im Körper sind nicht nur unangenehm, sondern rufen in zahlreichen Fällen erhebliche Störungen vor, die nicht sofort offensichtlich sind.

In den letzten Jahren sind beim Menschen bezüglich Candidia und Darmpilzinfektionen ursächliche Zusammenhänge gefunden worden.

Zum Beispiel wurde herausgefunden, dass gesunde Menschen mit einer hohen Amalgambelastung ebenfalls von Candida Albicans befallen werden. Allerdings nicht in der pathogenen (krankmachenden) Form, sondern in einer schützenden Form. Mehr dazu lesen Sie im Artikel: Candida: Infektion oder natürlicher Schutz?

Candida Albicans sollte deshalb "richtig" behandelt werden. Er soll in seiner Pathogenität vermindert und nicht getötet werden, wie zum Beispiel durch Pilzpräparate wie Nystatin. Leider wird dies immer noch (auch von Heilpraktikern) generell empfohlen.

Wie eine empfehlenswerte Vorgehensweise aussehen kann, habe ich im Artikel: Candida Hilfe und Therapie beschrieben. Einen weiteren Beitrag den ich Ihnen unbedingt empfehle habe ich im Blog veröffentlicht: Candida Albicans und Krebs

Candida Albicans - Die Diagnose ist schwierig

Candida kann auch neurologische (Nerven) Störungen und Schleimhautprobleme verursachen, bei denen die herkömmlichen Untersuchungen oft unbefriedigend sind. Zum Beispiel können Stuhlproben fälschlicherweise negativ sein. Zu diesem Problem der Candida-Diagnose lesen Sie mehr hier: Candida Albicans - Diagnose

Serologien (Blutuntersuchungen) in Bezug auf den körperlichen Befall sind zum Teil wenig aussagekräftig und die Symptome derart verschwommen, dass dann manchmal eine "vegetative Labilität" oder ein "psychosomatisches Leiden" vermutet wird.

Damit wird vielen Patienten unrecht getan, denn die vermeintlich vegetativen und psychischen Symptome bessern sich nach einer konsequenten Therapie und der Behandlung des Pilzes fast immer.

Und nicht zuletzt muss ich die immer wieder verodnete sog. "Anti-Pilz-Diät" bei einer Candidose ansprechen. Auch hier wird häufig "unpassendes" empfohlen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.6.2014 aktualisiert



   
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