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Flohsamen und Flohsamenschalen: Anwendung, Nutzen und Wirkung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Flohsamen gehört zu der Gattung der Wegeriche und wird überwiegend in Indien und Pakistan angebaut. Es handelt sich um eine einjährige krautige Pflanze, sie verholzt nicht. Der Flohsamen zählt zu den Heilpflanzen. Er kommt in zwei Formen vor, die sich aber von Aussehen und Wirkung her nur wenig unterscheiden: Der Indische Flohsamen (wissenschaftlich Plantago ovata) wächst neben Pakistan und Indien auch in vielen arabischen und asiatischen Ländern. Das Flohsamenkraut (wissenschaftlich Plantago afra) wächst in Südeuropa und in Asien.

Die Flohsamenschalen enthalten Ballaststoffe und Schleimmengen, die in Verbindung mit Wasser aufquellen. Dadurch wird die Verdauung unterstützt, womit Darmprobleme wie zum Beispiel Verstopfung oder Durchfall behandelt werden können. Auch beim Reizdarmsyndrom können durch den Verzehr der Flohsamen die Beschwerden gelindert werden. Im Rahmen einer Diät, werden auch immer wieder Quellstoffe (wie zum Beispiel die Flohsamenschalen) zum Abnehmen eingesetzt. Dazu sollten Sie mehr in meinem Artikel: Quellstoffe zum Abnehmen lesen.

Die Samenschalen sind leicht anzuwenden und können gut in den täglichen Ernährungsplan integriert werden. Für einen sanften Einstieg empfhielt es sich, zu Anfang über den Tag verteilt ein bis zwei Teelöffel der Samen in die Speisen, beispielsweise in das morgendliche Müsli, in einen Joghurt oder Obstsalat oder einfach in ein Glas Wasser einzurühren. Zusätzlich können die Samen zur Herstellung von glutenfreien Nahrungsmitteln hergenommen werden.

Wichtig: Während der Einnahme der Samen ist es wichtig, ausreichend Wasser zu sich zu nehmen, da es sonst in extremen Fällen zu einem Darmverschluss kommen kann.

 Flohsamenschalen

Wirkung und Anwendung der Flohsamen und Flohsamenschalen

Allgemein spricht man bei der Anwendung und der "Flohsamen-Wirkung" von Flohsamenschalen von einer stuhlregulierenden Wirkung. Durch die sogenannten Schleimpolysaccharide, die sich in den Samenschalen befinden, quellen die Flohsamen stark auf. Sie können bis zum 50-Fachen ihres Gewichts an Wasser aufnehmen.

Durch die hohe Wasserbindungsfähigkeit wird der Stuhl formbar (z.B. bei Durchfall / Diarrhoe) beziehungsweise vergrößert sich das Volumen (Verstopfung / Obstipation). Die Darmtätigkeit wird durch die vergrößerte Stuhlmenge angeregt und reguliert sich auf Dauer selbst. Bei Durchfall erhöhen die Flohsamen die Verweildauer des aufgenommenen Wassers und helfen deshalb auch hier. Somit wirken die Samen entweder abführend oder quellend. Außerdem sollen Flohsamen das Wachstum von Bakterien fördern, die zu einer guten und gesunden Darmflora beitragen.

In manchen Fällen kann es durch die Quellwirkung zu Völlegefühl, Appetitmangel oder auch Blähungen kommen. Aber auch Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich.

Die Dauer und Menge der Einnahme sollte vom Patienten ausprobiert und reguliert werden, da die Samen bei jeder Person unterschiedlich wirken können. In jedem Fall ist eine Beratung beziehungsweise Betreuung durch den Arzt oder Apotheker zu empfehlen. Grundsätzlich liegt die empfohlene Tagesdosis zwischen zehn und dreißig Gramm. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Nur durch ausreichend Wasser können die Flohsamen gut wirken. Außerdem wird durch ausreichendes Trinken Unverträglichkeiten vorgebeugt.

Beim Kauf rate ich generell zu den reinen Flohsamenschalen. Diese sind frei von Zusatzstoffen, zum Beispiel Aromen, und werden von Patienten mit Unverträglichkeiten besser vertragen. Die Samen werden in vielen indischen Läden, aber natürlich auch in Reformhäusern und Apotheken angeboten. Die Samenschalen des Indischen Flohsamens sind eher rötlich oder dunkelbraun, die des Flohsamenkrauts gelbbraun oder hellrosa. Wirksam sind sie beide.

Übrigens: Wie man Flohsamenschalen im Rahmen des Fastens zur Darmreinigung einsetzt und wie sich durch ein richtig durchgeführtes und unterstütztes Heilfasten der Stuhlgang regulieren und der Darm "beruhigen" lässt, beschreibe ich detailliert in meiner Heilfasten-Anleitung.

Auch für Menschen ohne Darmprobleme können die Flohsamen sehr hilfreich sein. Wer nicht viele Vollkornprodukte isst, nimmt vermutlich nicht ausreichend Ballaststoffe zu sich. Diesen Mangel können schon ein bis zwei Teelöffel Flohsamenschalen ausgleichen. Die Flohsamen haben übrigens selbst keine Kalorien. Sie bestehen zum Großteil aus unverdaulichen Kohlenhydraten, die vom Körper wieder ausgeschieden werden.

Zur Wirksamkeit der Flohsamen bzw. Flohsamenschalen liegen zahlreiche Studien und Untersuchungen vor.

Im Folgenden habe ich einige Ergebnisse für Sie herausgesucht und kommentiert.

Studien zur Wirksamkeit

1. Plantago ovata consumption and colorectal mortality

Diese Studie untersucht die Inzidenz und Mortalität von kolorektalem Krebs in verschiedenen Provinzen in Spanien in Abhängigkeit vom Flohsamen-Konsum. Das Ergebnis zeigte eine inverse Korrelation zwischen Flohsamenkonsum und krebsbedingter Mortalität. Wer also mehr Flohsamen zu sich nahm, dessen Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, sank. Von daher folgern die Autoren, dass ein erhöhter Flohsamen-Konsum Grund zur Annahme gibt, protektive Eigenschaften gegen kolorektale Krebserkrankungen zu haben, was aber in weiteren Studien noch weitere Bestätigungen finden sollte.

Quelle: Journal of Epidemiology 2009;19(4):206-11. Epub 2009 Jun 27. Plantago ovata consumption and colorectal mortality in Spain, 1995-2000. López JC, Villanueva R, Martínez-Hernández D, Albaladejo R, Regidor E, Calle ME. Department of Preventive Medicine and Public Health and History of Science, Faculty of Medicine, Complutense University, Madrid, Spain.


2. Plantago ovata husk reduces plasma low-density lipoprotein (LDL) cholesterol, triglycerides, insulin, oxidised LDL and systolic blood pressure in hypercholesterolaemic patients

Ziel dieser Studie war es, den Einfluss von löslichen Ballaststoffen aus Flohsamenschalen auf Biomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und LDL-Cholesterin zu evaluieren. Die Studie wurde in Spanien, Frankreich und Holland multizentrisch, doppelblind, placebokontrolliert und randomisiert durchgeführt. Die Probanden wiesen leicht bis moderat erhöhte Cholesterinwerte auf. 126 Probanden erhielten 14 g Flohsamenschalen täglich, bzw. 128 Probanden erhielten Placebos als Kontrollgruppe. Die Studiendauer betrug acht Wochen. Es wurde ein Lipidprofil erstellt. Außerdem wurden Blutdruck, Insulin und oxidiertes LDL gemessen. Einige genetische Polymorphismen, die in einem bekannten Zusammenhang mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen, wurden ebenso gemessen.

Als Ergebnis fanden die Forscher, dass die Flohsamenschalen im Vergleich zu Placebo das Plasma-LDL-Cholesterin um 6 Prozent, das Gesamt-Cholesterin um 6 Prozent, Triglyceride um 21.6 Prozent, Apolipoprotein B-100 um 6.7 Prozent, oxidiertes LDL um 6.8 Prozent, Insulinkonzentrationen um 4.7 Prozent und den systolischen Blutdruck um 4 mmHg senkten. Alle Ergebnisse waren statistisch signifikant.

Als Ergebnis hielten die Forscher fest, dass Flohsamenschalen nicht nur LDL-Cholesterin senken, sondern darüber hinaus Triglyceride, Gesamt-Cholesterin, Apo B-100, oxid-LDL, Insulinresistenz und systolischen Blutdruck signifikant bei Patienten reduziert, die unter einer milden bis moderaten Hypercholesterinämie leiden. Von daher ist der Gebrauch von Flohsamenschalen gerade bei den Patienten zu empfehlen, die in die Kategorie von verschiedenen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie das metabolische Syndrom, fallen.

Quelle: Atherosclerosis. 2010 Aug;211(2):630-7. Epub 2010 Mar 17. Soluble fibre (Plantago ovata husk) reduces plasma low-density lipoprotein (LDL) cholesterol, triglycerides, insulin, oxidised LDL and systolic blood pressure in hypercholesterolaemic patients: A randomised trial. Solà R, Bruckert E, Valls RM, Narejos S, Luque X, Castro-Cabezas M, Doménech G, Torres F, Heras M, Farrés X, Vaquer JV, Martínez JM, Almaraz MC, Anguera A. Unitat de Recerca en Lípids i Arteriosclerosi, CIBERDEM, Hospital Universitari Sant Joan, IISPV, Universitat ROVIRA i VIRGILI, Reus, Spain.

3. Effect of two doses of a mixture of soluble fibres on body weight and metabolic variables in overweight or obese patients

In dieser Studie sollten unterschiedlich dosierte Ballaststoffe und deren Effekt auf Körpergewicht, Sättigungsgefühl, Lipidprofil und Glukosemetabolismus verglichen werden. An der doppelblinden, randomisierten Studie nahmen 200 übergewichtige Probanden teil. Diese wurden aufgeteilt in drei Gruppen. Die erste Gruppe erhielt zusätzlich zu einer kalorienarmen Diät zweimal täglich 3g Flohsamenschalen und 1g Glucomannan, die zweite Gruppe erhielt dies dreimal täglich und die dritte Gruppe erhielt ein Placebo. Es wurden Gewichtsveränderungen festgehalten, aber auch Sättigungsgefühl, diätetische Compliance, Lipidprofil, Glukosetoleranz, Insulinresistenz und C-reaktives Protein.

Die Gewichtsverluste waren in den beiden Flohsamenschalen-Gruppen größer als in der Placebogruppe. Allerdings war der Unterschied nicht statistisch signifikant. Anders verhielten sich die anderen Parameter, die alle deutlich verbesserte Werte im Vergleich zu Placebo zeigten und auch statistische Signifikanz aufwiesen.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass die 16-wöchige Ergänzung mit löslichen Ballaststoffen aus Flohsamenschalen von den Probanden gut vertragen wurde. Sie erhöhte den Sättigungsgrad bei den Probanden und verbesserte einige der Risikofaktoren für die Ausbildung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von denen die signifikante Abnahme der LDL-Cholesterinkonzentration als die wichtigste erscheint.

Quelle: British Journal of Nutrition, 2008 Jun;99(6):1380-7. Epub 2007 Nov 22. Effect of two doses of a mixture of soluble fibres on body weight and metabolic variables in overweight or obese patients: a randomised trial. Salas-Salvadó J, Farrés X, Luque X, Narejos S, Borrell M, Basora J, Anguera A, Torres F, Bulló M, Balanza R; Fiber in Obesity-Study Group. Human Nutrition Unit, Facultat de Medicina i Ciències de la Salut, Hospital Universitari de Sant Joan, Universitat Rovira i Virgili, C/Sant Llorenç 21, 43201 Reus, Spain.

4. Evaluation of prebiotic potential of refined psyllium (Plantago ovata) fiber in healthy women.

Prebiotika (auch Präbiotika genannt) sind unverdauliche Bestandteile der Nahrung (Ballaststoffe), die als „Nahrungsgrundlage" für Darmbakterien dienen. Daher ist eine ausreichend hohe Zufuhr an Ballaststoffen notwendig, um eine gut gedeihende Darmflora zu garantieren.

Da Flohsamen und -schalen ein hohes Maß an Ballaststoffen enthalten, liegt die Vermutung nahe, dass Flohsamen positive Effekte auf die Darmflora ausüben können.

Die vorliegende Studie aus dem Jahr 2008 ging der Frage nach, von ein Verzehr von Flohsamenschalen einen Effekt auf Bifidobakterien hat und ob diese Bakterien überhaupt in der Lage sind, die Schalen zu verwerten. Die Studie wurde mit elf gesunden Frauen durchgeführt.

Diese Frauen erhielten über den Zeitraum von einem Monat täglich 7 Gramm Flohsamenschalen. Während des Beobachtungszeitraums wurde die Entwicklung der Population der Bifidobakterien zu verschiedenen Zeitpunkten bewertet.

Resultate: Es gab keinen Hinweis, dass die Zahl der Bakterien unter der Diät mit Flohsamenschalen sich signifikant erhöht hatte. Jedoch galt diese Beobachtung nur für die Frauen (5 von 11), die keine erniedrigten Werte für Bifidobakterien zu Beginn der Studie zeigten. Bei 6 von 11 Frauen mit erniedrigten Werten zu Beginn der Beobachtungszeit stiegen die Populationen signifikant an.

Eine gleichzeitig verlaufende in vitro Untersuchung ergab, dass die Flohsamenschalen unverdaut nicht von den Bakterien verwertet werden können. Erst eine simulierte Verdauung mit Magen- und Pankreassekreten ermöglichte es den Bakterien, die Schalen als Kohlenstoffquelle aufzubrechen und zu verwerten. Das hierzu verwendete Nährmedium, auf dem die Bakterien wuchsen, war zudem frei von Zucker.

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Flohsamenschalen erst nach bestimmten Verdauungsprozessen für die Bakterien verwertbar werden. Für die Autoren sind die Flohsamenschalen nur dann von Bedeutung, wenn eine Unterbesiedlung der Darmflora mit diesen Bakterien vorliegt.

Mein Fazit zu dieser Studie: Ich sehe die Ergebnisse dieser Arbeit als viel positiver als es die Autoren zu tun scheinen. Denn ich halte es für einen „intelligenten" Effekt der Flohsamenschalen, nicht undifferenziert die Populationen von Bifidobakterien zu vermehren, auch wenn schon eine ausreichend hohe Dichte vorhanden ist. Denn Überpopulationen auch mit nützlichen Darmbakterien sind das komplette Gegenteil von nützlich. Daher ergibt sich für mich die Konsequenz, dass man Flohsamen und -schalen regelmäßig verzehren kann, ohne dass man Sorge tragen müsste, dass sich das Gleichgewicht der Darmflora zum Negativen verändert. Und: Eine Unterbesiedlung mit diesen Bakterien wird durch den Verzehr korrigiert.

5. Cholesterol reduction using psyllium husks - do gastrointestinal adverse effects limit compliance? Results of a specific observational study.

Diese Arbeit aus Berlin aus dem Jahr 2008 geht der Frage nach, wie gut Flohsamenschalen die Cholesterinwerte beeinflussen können. Außerdem gingen die Autoren der Frage nach, ob es zu gastrointestinalen Nebenwirkungen beim Verzehr der Schalen kommt.

Aber vielleicht erst noch was zu der Sache mit dem Cholesterin. Das Problem ist meiner Meinung nach weniger das Cholesterin, sondern die aus meiner Sicht völlig überzogene Therapie mit den Statinen. Ausführlich dazu habe ich in meinem Buch: Das Märchen vom bösen Cholesterin berichtet.

An der Studie nahmen 62 ambulante Patienten teil, die wegen einer Hypercholesterinämie und Problemen mit Verstopfung in Behandlung waren. Sie erhielten dreimal täglich 3,5 Gramm Flohsamenschalen und wurden in wöchentlichen Intervallen untersucht.

Resultate: Vier Probanden unterbrachen die Teilnahme aufgrund von Nebenwirkungen. Insgesamt beendeten 54 der ursprünglich 62 Patienten die Studie. Bei diesen 54 Teilnehmern sank der Cholesterinspiegel von anfänglich 252 auf 239 mg/dl Durchschnitt nach 3 Wochen Behandlung. LDL-Cholesterin sank von 174 auf 162 mg/dl. Triglycerid und zeigten keine Veränderungen. Bei den Nebenwirkungen zeigte sich eine vermehrte Häufigkeit in der ersten Woche der Behandlung, die danach deutlich abnahmen.

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Flohsamenschalen einen leichten bis mittleren cholesterinsenkenden Effekt ausüben können. Nebenwirkungen sind nicht unüblich, nehmen aber nach geraumer Zeit ab und sind in der Regel ungefährlich.

Mein Fazit: Es ist also möglich, Cholesterinwerte auch mit natürlichen Mitteln zu senken, ohne dabei die noch gravierenderen Nebenwirkungen von zum Beispiel Statinen auf die Leber, Muskulatur etc. in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem fällt die Senkung des Cholesterins eher „sparsam" aus, was den Organismus nicht seiner Cholesterinvorräte beraubt.

6. The right fiber for the right disease: an update on the psyllium seed husk and the metabolic syndrome.

Diese Arbeit ist eine Zusammenfassung der bis dato erlangten Erkenntnisse bezüglich Flohsamen und -schalen. Wir erfahren hier, dass die FDA im Jahr 2006 die gesundheitsbezogene Aussage legalisierte, dass Flohsamenschalen, Beta-Glukan in Hafer und Gerste das kardiale Risiko verringern können.

Es hat sich inzwischen auch als nahezu gesichert erwiesen, dass Flohsamen beziehungsweise deren wasserlösliche Ballaststoffe bei nicht insulinpflichtigen Diabetikern hilft, postprandiale Blutzuckerwerte und Insulinkonzentrationen zu senken.

Gleichzeitig wurde ein positiver Effekt auf Blutdruckwerte und Körpergewicht nachgewiesen. Durch die cholesterin- und triglyceridsenkenden Eigenschaften und den positiven Einfluss auf Körpergewicht und Blutdruck helfen die Flohsamenschalen bei der Behandlung eines metabolischen Syndroms.

7. Immunomodulatory Effects of Psyllium Extract on Helicobacter pylori Interaction With Gastric Epithelial Cells.

Diese Arbeit aus dem Jahr 2015 zeigte zum ersten Mal, dass ein Extrakt aus Flohsamen immunmodulierende Fähigkeiten besitzt. Diese Immunmodulation beruht auf einer entzündungshemmenden Eigenschaft der Flohsamen. Die Autoren berichten, dass eine Infektion mit Helicobacter pylori die Schleimhäute des Magens zu einer Produktion von Interleukin-8 und Nekrose-Faktor-kB anregt und damit zu einer erhöhten Entzündungsbereitschaft.

Zellkulturen mit humanen Krebszellen aus der Magenschleimhaut wurden mit unterschiedlichen Konzentrationen von Flohsamen-Extrakt vorbehandelt und dann einer Infektion mit H. pylori ausgesetzt. Danach wurden die Konzentrationen an Il-8 und NF-kB gemessen.

Die Vorbehandlung mit 5 und 10 Mikrogramm pro Milliliter Extrakt zeigte eine ausgeprägte Senkung der Konzentrationen von Il-8 von 64 beziehungsweise 74 Prozent. Die Konzentrationen für Il-8 nach der Infektion mit H. pylori zeigten ebenfalls deutlich verringerte Werte: 41 beziehungsweise 66 Prozent weniger Il-8. Die Autoren berichten ebenfalls von einer signifikanten Reduktion von NF-kB nach Infektion mit H. pylori, ohne aber genaue Zahlen zu nennen.

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Flohsamen-Extrakt eine potente entzündungshemmende Wirkung hat.

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Dieser Beitrag habe ich letztmalig am 26.11.2015 für Sie aktualisiert.