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Ein positiver Candida-Befund verunsichert viele Menschen. Besonders dann, wenn gleichzeitig Blähungen, Verdauungsprobleme, Müdigkeit oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten auftreten. Schnell steht der Verdacht im Raum, dass der Darmpilz für sämtliche Beschwerden verantwortlich sein könnte.

Und dann kommt häufig die nächste Frage: Kann Heilfasten helfen, die Pilze zurückzudrängen? Oder sollte man mit einer Fastenkur lieber warten?

Diese Frage beschäftigt mich in meiner Naturheilpraxis seit vielen Jahren. Bereits 2007 schrieb mir ein Leser, bei dem im Labor größere Mengen Candida nachgewiesen worden waren. Er schrieb:

„Sehr geehrter Herr Gräber,

bei Laboruntersuchungen wurde bei mir der Pilz Candida in großen Mengen festgestellt.

Auf der Suche nach mehr Infos bin ich auf Ihre Homepage aufmerksam geworden.

Besteht die Hoffnung, durch das Heilfasten den Pilz ins Gleichgewicht zu bringen?“

Meine damalige Antwort lautete sinngemäß: Bei einer ausgeprägten Candida-Problematik würde ich nicht sofort mit einer längeren Fastenkur beginnen. Zuerst sollten die Ursachen der Beschwerden geklärt und der Verdauungstrakt stabilisiert werden.

An dieser vorsichtigen Haltung halte ich grundsätzlich fest. Allerdings müssen wir heute genauer unterscheiden, was ein Candida-Befund überhaupt bedeutet und welche Rolle das Heilfasten tatsächlich spielen kann.

Deswegen habe ich diesen Beitrag nochmal grundlegend überarbeitet…

Also:

Candida im Stuhl – Ist das krankhaft?

Zunächst sollte man wissen, dass Candida-Hefepilze auch bei gesunden Menschen nachgewiesen werden können. Candida albicans gehört zu den Hefepilzen, die unter anderem die Schleimhäute besiedeln können, ohne zwangsläufig Beschwerden hervorzurufen.

Ein positiver Stuhlbefund bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine behandlungsbedürftige Pilzerkrankung vorliegt. Selbst wenn das Labor größere Mengen angibt, lässt sich daraus allein weder die Ursache der Beschwerden noch die Notwendigkeit einer Antipilztherapie ableiten.

Entscheidend sind unter anderem folgende Fragen:

  • Welche Beschwerden bestehen tatsächlich?
  • Gibt es Hinweise auf eine nachgewiesene Candidose?
  • Wurden kürzlich Antibiotika oder immunsuppressive Medikamente eingenommen?
  • Liegen Diabetes, eine Immunschwäche oder andere relevante Erkrankungen vor?
  • Können die Verdauungsprobleme auch andere Ursachen haben?

Gerade den letzten Punkt halte ich für wichtig. Blähungen, Durchfälle, Bauchschmerzen und Müdigkeit sind keineswegs spezifisch für Candida.

Eine Fructosemalabsorption, Laktoseintoleranz, Zöliakie, funktionelle Darmbeschwerden oder andere Störungen können ähnliche Symptome verursachen.

Wer bereits bei jedem Blähbauch an Darmpilze denkt, kann deshalb leicht in die falsche Richtung behandeln.

Ausführlicher beschäftige ich mich mit diesen Zusammenhängen in meinem Grundlagenbeitrag Was ist Darmpilz Candida albicans? Sind Darmpilze Freunde oder Feinde?.

Kann man Candida durch Heilfasten aushungern?

Die Vorstellung klingt zunächst überzeugend: Candida kann Zucker verwerten. Wer beim Fasten keine Nahrung mehr zuführt, entzieht dem Pilz seine Nahrungsgrundlage. Ganz so einfach funktioniert die menschliche Physiologie allerdings nicht.

Während des Fastens sinkt die Zufuhr von Kohlenhydraten erheblich. Der Organismus beginnt, gespeicherte Energie zu nutzen, die Fettverbrennung nimmt zu und die Bildung von Ketonkörpern steigt. Trotzdem bleibt Glukose im Körper verfügbar. Die Leber stellt sie unter anderem durch die Glukoneogenese selbst her. Unser Organismus muss schließlich auch während längerer Nahrungspausen bestimmte Gewebe mit Glukose versorgen.

Candida wiederum ist stoffwechselphysiologisch anpassungsfähig und nicht ausschließlich auf den Zucker aus unserer Nahrung angewiesen. Eine Fastenkur ist deshalb keine zuverlässige Methode, um Candida gezielt auszuhungern oder eine nachgewiesene Candidose zu behandeln.

Es gibt interessante experimentelle Untersuchungen über Ernährung, Stoffwechsel und das Wachstum von Hefepilzen. Daraus lässt sich bislang jedoch nicht ableiten, dass mehrtägiges Heilfasten eine Candida-Infektion beim Menschen beseitigt. Das bedeutet aber keineswegs, dass Fasten bei begleitenden Verdauungsproblemen grundsätzlich nutzlos wäre.

Warum sich Verdauungsbeschwerden beim Fasten trotzdem verbessern können

Aus meiner Praxis kenne ich zahlreiche Menschen, deren Verdauung sich während oder nach einer gut vorbereiteten Fastenkur deutlich verändert. Blähungen lassen nach, das Völlegefühl verschwindet und manche berichten über eine spürbar bessere Verträglichkeit ihrer Nahrung nach den Aufbautagen.

Eine mögliche Erklärung liegt darin, dass während des Fastens zahlreiche Lebensmittel wegfallen, die zuvor Beschwerden verursacht haben könnten. Auch verändern sich Verdauungsaktivität, Darmbewegung und Stoffwechsel. Das muss jedoch nicht bedeuten, dass Candida zurückgedrängt wurde.

Wenn beispielsweise Blähungen durch schlecht verträgliche Kohlenhydrate entstehen, können diese während des Nahrungsverzichts abnehmen, ohne dass irgendeine Pilzinfektion behandelt worden wäre. Genau hier ist eine saubere Unterscheidung wichtig: Eine Verbesserung der Symptome beweist noch nicht, dass die vermutete Ursache beseitigt wurde.

Darüber hinaus untersucht die Fastenforschung Veränderungen im Darmmikrobiom, im Glukosestoffwechsel und bei verschiedenen Entzündungsmarkern. Diese Erkenntnisse sind interessant, lassen sich aber nicht ohne Weiteres auf eine Candida-Therapie übertragen.

Wann ich vom Heilfasten zunächst abraten würde

Bei einem ansonsten gesunden Menschen ist ein isolierter Candida-Stuhlbefund für mich kein ausreichender Grund, eine Fastenkur grundsätzlich auszuschließen. Anders sieht es aus, wenn deutliche gesundheitliche Beschwerden oder zusätzliche Risikofaktoren vorliegen.

Besondere Vorsicht ist beispielsweise geboten bei:

  • anhaltenden Durchfällen und erheblichem Flüssigkeitsverlust,
  • ungeklärtem oder deutlichem Gewichtsverlust,
  • ausgeprägter körperlicher Schwäche,
  • Untergewicht oder Mangelernährung,
  • einer ungeklärten Darmerkrankung,
  • schlecht eingestelltem Diabetes oder
  • schweren akuten Infektionen und ausgeprägter Immunschwäche.

Bei einer tatsächlich invasiven Candidose steht selbstverständlich die medizinische Behandlung im Vordergrund. Heilfasten ist hier keine Ersatztherapie.

Auch Menschen mit Diabetes, insbesondere bei einer Behandlung mit Insulin oder bestimmten anderen blutzuckersenkenden Medikamenten, benötigen vor einer Fastenkur eine individuelle medizinische Beurteilung.

Meine praktische Empfehlung lautet deshalb: Zuerst klären, was tatsächlich vorliegt. Danach entscheiden, ob und in welcher Form gefastet werden kann.

Das ist etwas anderes als die pauschale Forderung, vor jeder Fastenkur zunächst sämtliche Candida-Pilze aus dem Darm beseitigen zu müssen.

Was ist mit der sogenannten Candida-Die-off-Reaktion?

Immer wieder berichten Betroffene, dass während einer Ernährungsumstellung oder Fastenkur zunächst Kopfschmerzen, Müdigkeit, Hautreaktionen und Verdauungsprobleme auftreten.

Im Internet wird das häufig als „Candida-Die-off“ oder Herxheimer-Reaktion beschrieben.

Die Erklärung lautet, dass massenhaft absterbende Hefepilze Stoffwechselprodukte freisetzen und dadurch den Körper belasten.

Für diese spezielle Erklärung im Zusammenhang mit Heilfasten gibt es allerdings keine ausreichenden klinischen Belege. Die klassische Jarisch-Herxheimer-Reaktion ist zudem aus einem anderen medizinischen Zusammenhang bekannt, insbesondere nach der antibiotischen Behandlung bestimmter bakterieller Infektionen.

Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder Müdigkeit zu Beginn einer Fastenkur können ganz andere Ursachen haben:

  • Koffeinentzug,
  • Veränderungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts,
  • niedriger Blutdruck,
  • eine unzureichende Vorbereitung auf das Fasten oder
  • eine nicht erkannte Erkrankung.

Deshalb halte ich es für problematisch, stärkere Beschwerden während des Fastens automatisch als erwünschte „Entgiftungsreaktion“ zu interpretieren.

Wenn Beschwerden ungewöhnlich heftig werden oder anhalten, müssen sie ernst genommen werden. Gegebenenfalls ist das Fasten zu beenden und die Ursache medizinisch abzuklären.

Was ich vor einer Fastenkur empfehlen würde

Wenn bei jemandem Candida nachgewiesen wurde und gleichzeitig Verdauungsbeschwerden bestehen, würde ich zunächst die Gesamtsituation betrachten.

1. Die Ernährung überprüfen

Eine dauerhaft zuckerreiche, stark verarbeitete Ernährung halte ich unabhängig von einem Candida-Befund für ungünstig.

Ich würde deshalb zunächst Süßigkeiten, zuckerreiche Getränke, Alkohol und stark verarbeitete Produkte reduzieren und auf eine möglichst naturbelassene Ernährung umstellen.

Von extremen Anti-Pilz-Diäten, bei denen praktisch sämtliche Kohlenhydrate gestrichen werden, halte ich dagegen wenig. Eine solche Ernährung kann unnötig einseitig werden, ohne dass damit eine Candida-Erkrankung zuverlässig behandelt würde.

In der naturheilkundlichen Praxis geht es mir vielmehr darum, eine Ernährung zu finden, die den Stoffwechsel unterstützt, den Darm nicht unnötig belastet und langfristig durchgehalten werden kann.

Mehr dazu habe ich in meinem ausführlichen Beitrag über die Candida-Anti-Pilz-Diät geschrieben.

Gerade bei wiederkehrenden Verdauungsproblemen lohnt es sich, die eigene Ernährung genauer zu betrachten. Häufig liegt hier ein wichtiger Ansatzpunkt, ganz unabhängig davon, ob Candida im Stuhl nachgewiesen wurde.

Welche Lebensmittel ich in diesem Zusammenhang für besonders interessant halte und welche verbreiteten Ernährungsgewohnheiten ich kritisch sehe, bespreche ich auch in meinem kostenlosen Ernährungs-Newsletter. Dort erfahren Sie unter anderem mehr über drei Nahrungsmittel, die man aus meiner Sicht besonders beachten sollte.

2. Die Darmflora berücksichtigen

Eine stabile bakterielle Darmgemeinschaft ist für die Gesundheit des Verdauungstraktes wichtig.

Besonders nach Antibiotikabehandlungen können erhebliche Veränderungen auftreten. Hier kann es sinnvoll sein, die Ernährung, die Ballaststoffversorgung und gegebenenfalls den Einsatz geeigneter Probiotika zu überprüfen.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass Probiotika keine einheitliche Therapie darstellen. Ihre Eigenschaften unterscheiden sich je nach Bakterienstamm, Dosierung und Anwendungsgebiet.

Auch fermentierte Lebensmittel können Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, sofern sie vertragen werden. Einen Candida-Befund kann man damit allerdings nicht zuverlässig beseitigen.

Die Darmflora ist ein komplexes Ökosystem. Wer sie beeinflussen möchte, sollte deshalb nicht nur an einzelne Präparate denken, sondern vor allem an die langfristigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

3. Vorhandene Erkrankungen behandeln

Bei einer tatsächlich nachgewiesenen Candidose kann eine gezielte antimykotische Behandlung notwendig sein. Welche Arzneimittel geeignet sind, hängt unter anderem vom Infektionsort und der Candida-Art ab.

Nystatin beispielsweise ist keineswegs grundsätzlich abzulehnen. Es wird bei bestimmten oberflächlichen Candida-Infektionen eingesetzt und nur in sehr geringem Umfang aus dem Darm aufgenommen. Eine bloße Candida-Besiedlung im Stuhl ist allerdings noch keine ausreichende Indikation für eine Behandlung.

In der Naturheilkunde interessieren mich darüber hinaus die Bedingungen, unter denen wiederkehrende Beschwerden entstehen. Dazu gehören Ernährung, Stoffwechsel, Medikamente und die allgemeine gesundheitliche Verfassung.

Meine Überlegungen zu ergänzenden Verfahren habe ich im Beitrag Die biologische Candida-Behandlung und Therapie zusammengefasst. Dabei muss zwischen traditionellen naturheilkundlichen Behandlungskonzepten und klinisch nachgewiesener Wirksamkeit unterschieden werden.

Welche Fastenform kommt bei Candida infrage?

Wenn keine medizinischen Gründe gegen das Fasten sprechen, kann man zunächst über eine moderate Form des zeitlich begrenzten Essensverzichts nachdenken.

Eine nächtliche Nahrungspause von etwa zwölf Stunden ist für viele Menschen leichter umzusetzen als der unmittelbare Einstieg in eine mehrtägige Fastenkur.

Das bedeutet nicht, dass zwölf oder sechzehn Stunden Nahrungspause Candida gezielt reduzieren. Eine solche Wirkung ist nicht ausreichend belegt.

Der mögliche Nutzen liegt vielmehr in einer besseren Mahlzeitenstruktur, der Reduktion ständigen Naschens und gegebenenfalls positiven Veränderungen des Stoffwechsels.

Wer sich näher mit unterschiedlichen Fastenformen beschäftigen möchte, findet in meinem Beitrag Fasten bei Candidabelastung: Wann hilft es, wann kann es problematisch sein? weitere Überlegungen. Einige dort beschriebene Wirkmechanismen sind allerdings noch Gegenstand der Forschung.

Für die konkrete Durchführung einer mehrtägigen Fastenkur empfehle ich meine Heilfasten-Anleitung mit Vorbereitung, Fastentagen und Aufbaukost.

Nach dem Fasten: Jetzt beginnt die eigentliche Ernährungsarbeit

Die eigentliche Arbeit beginnt für viele Menschen erst nach der Fastenkur. Wer anschließend wieder dieselben Lebensmittel in denselben Mengen isst wie vorher, wird unter Umständen auch dieselben Verdauungsprobleme entwickeln. Die Aufbautage bieten dagegen eine gute Gelegenheit, die Ernährung bewusst neu zu gestalten.

Ich lege dabei besonderen Wert auf:

  • eine langsame Steigerung der Nahrungsmenge,
  • leicht verträgliche, möglichst naturbelassene Lebensmittel,
  • eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß und Mikronährstoffen,
  • eine individuell angepasste Ballaststoffzufuhr,
  • das Beobachten möglicher Nahrungsmittelunverträglichkeiten und
  • eine langfristig vernünftige Lebensmittelauswahl.

Eine dauerhaft ballaststoffreiche Ernährung kann die bakterielle Darmflora unterstützen. Bei ausgeprägten Unverträglichkeiten muss die Ballaststoffzufuhr allerdings individuell angepasst werden.

Die Aufbautage sollten nicht als lästige Pflicht betrachtet werden, sondern als wichtiger Bestandteil der gesamten Fastenkur.

Aus meiner Sicht ist diese langfristige Ernährungsarbeit häufig wichtiger als die Vorstellung, durch einige Fastentage einen bestimmten Pilz aus dem Darm zu entfernen.

Häufige Fragen zu Candida und Heilfasten

Darf ich fasten, wenn Candida im Stuhl nachgewiesen wurde?

Ein positiver Candida-Stuhlbefund allein stellt kein grundsätzliches Fastenverbot dar. Entscheidend sind der allgemeine Gesundheitszustand, mögliche Beschwerden, bestehende Erkrankungen und die geplante Fastenform.

Kann Heilfasten Candida vollständig beseitigen?

Dafür gibt es keine überzeugenden klinischen Belege. Candida kann auch bei gesunden Menschen vorkommen. Eine vollständige Entfernung sämtlicher Hefepilze aus dem Verdauungstrakt ist weder ein realistisches noch grundsätzlich notwendiges Therapieziel.

Hilft der Verzicht auf Zucker gegen Darmpilze?

Eine Reduktion von zugesetztem Zucker ist aus ernährungsmedizinischer Sicht häufig sinnvoll. Ob dadurch eine tatsächliche Candida-Erkrankung behandelt werden kann, ist jedoch nicht hinreichend belegt. Zuckerarme Ernährung ersetzt keine notwendige antimykotische Therapie.

Warum verschwinden Blähungen manchmal während des Fastens?

Während des Fastens werden zahlreiche Lebensmittel nicht mehr aufgenommen. Dadurch können auch Gärungsprozesse und Beschwerden abnehmen, die beispielsweise durch schlecht verträgliche Kohlenhydrate ausgelöst werden. Das ist kein Beweis dafür, dass Candida zurückgedrängt wurde.

Sollte ich Candida vor dem Fasten behandeln lassen?

Wenn eine tatsächlich behandlungsbedürftige Candidose diagnostiziert wurde, sollte diese angemessen behandelt werden. Bei einer bloßen Besiedlung ohne entsprechende Erkrankung ist eine Antipilztherapie dagegen nicht automatisch notwendig.

Mein Fazit

Wenn mich heute jemand fragt, ob er trotz eines positiven Candida-Stuhlbefundes heilfasten darf, antworte ich differenzierter als noch vor vielen Jahren.

Ein Candida-Nachweis allein ist weder eine Krankheit noch ein grundsätzliches Fastenverbot.

Gleichzeitig ist Heilfasten keine nachgewiesene Behandlung gegen Candida-Infektionen. Man sollte weder erwarten, die Pilze dadurch zuverlässig auszuhungern, noch mögliche Fastenbeschwerden vorschnell als Zeichen einer erfolgreichen Pilzbekämpfung ansehen.

Entscheidend ist nicht allein, ob Candida nachgewiesen wurde, sondern wie es dem betreffenden Menschen gesundheitlich geht.

Bei stärkeren Beschwerden steht deshalb zunächst eine vernünftige Diagnostik im Vordergrund. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann Heilfasten anschließend Teil eines umfassenderen naturheilkundlichen Gesundheitskonzeptes sein.

Daran hat sich meine grundsätzliche Haltung seit 2007 nicht geändert: Ich möchte nicht allein einen Laborwert behandeln, sondern verstehen, weshalb ein Mensch Beschwerden entwickelt und welche Maßnahmen ihm tatsächlich helfen können.