Internetapotheken – Fehlende Kunden dank fehlendem Service
Alle paar Monate erscheinen sie in den Medien und sorgen vor allem bei klassischen Apothekern für große Sorgenfalten: Internetapotheken.
Nachdem der Streit um die freien Apotheken ohne Beratung der niederländischen Pharmakette Doc Morris für Deutschland entgültig vom Tisch ist, gibt es nun eine weitere Nachricht, die viele Apotheker freuen dürfte: Kaum ein Kunde in Deutschland nutzt die Option Internetapotheke.
Wie Forsa im Auftrag der Pharmatechnik GmbH repräsentativ erforscht hat, nutzt nahezu jeder Deutsche ausschließlich das Angebot der vor Ort anwesenden Apotheken, um sich hier ihre Medikamente zu besorgen oder sich in verschiedenen Punkten des gesunden Lebens beraten zu lassen.
Warum sind Internetapotheken so wenig beliebt?
Obwohl verglichen mit nahezu allen europäischen Nationen Medikamente in Deutschland einen hohen Preis besitzen, machen hierzulande Kunden kaum von der Möglichkeit Gebrauch, über das Internet aus dem Ausland die gleichen Medikamente zu bestellen.
Teilweise liegt dies an den mit der Bestellung verbundenen Versandkosten, die schnell den einheimischen Medikamentenpreis übersteigen können. Vor allem die mit dem Kauf des Medikamentes verbundene Beratung scheint jedoch für die allermeisten Deutschen das schlagende Argument zu sein, den Weg zur eigenen Apotheke um die Ecke nicht zu scheuen.
Dass es auch in Zukunft nicht entscheidend anders werden dürfte, ist ebenfalls ein Ergebnis der Umfrage. 86 Prozent der Befragten gaben an, das sie dem Konzept der Internetapotheke keine rosige Zukunft prophezeihen.
Vielmehr scheint es beim wachsenden Angebot an Medikamenten auch nötig zu sein, mehr und mehr Beratung in Anspruch zu nehmen. Eine Tatsache, die viele Apotheker hierzulande freuen dürfte.
Wenn Sie Erfahrungen mit Internetapotheken freue ich mich auf Ihren Kommentar, den Sie hier abgeben können.






Mittwoch, 18. März 2009 9:53
Hallo , lieber Rene!
Ich bestelle meine gesamten frei verkäuflichen Medikamente , z.B. auch alles , was ich für meine Fastenwoche gebraucht habe , über Internetapotheken.
Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
Allerdings wähle ich mir immer Apotheken in Deutschland aus.
Mit internationalen Apotheken habe ich auch keine Erfahrung.
Ab einem gewissen Bestellwertentfällt ja oft auch das Porto. Dann kann es sich schon lohnen.
Alles Liebe!
Christine
Sonntag, 5. April 2009 19:01
Ich tät auch gern, aber ich trau mich nicht so richtig: Manche Pharmaceutica sollen ja angeblich kaltblütig gefälscht sein.
Wer hat Erfahrung mit seriösen Lieferanten
z.B. VIAGRA…?
Samstag, 18. April 2009 11:37
Hallo lieber Rene´,
auch ich habe alle meine Fastenpräparate bei APONEO gekauft, habe dort auch schon Rezepte eingelöst, schon seit Jahren. Es lief alles immer prima und relativ schnell. Die Ware war gut verpackt und immer Top in Ordnung. Die Aushändigung der Pakete erfolgt nur an Erwachsene. -Und beim Preis hat man die Versandkosten schnell wieder herein, allerdings sollte man schon erst einmal die Internetapotheken vergleichen, ich habe APONEO ausprobiert und bin dabei geblieben.
Viele Grüße
Andre
Mittwoch, 6. Mai 2009 23:31
Da würde ich aber auch gerne wissen, wer da befragt wurde
Wir selbst und auch in meinem Umfeld sehr viele, bestellen bei den Internetapotheken und selbst auch bei der in Holland
Der Apotheker um die Ecke wird nur dann aufgesucht, wenn es ganz nötig ist. Das teilt sich also auch auf. Letztlich ist der Preis entscheidend und für eine Beratung ruf ich auch mal an oder schreibe vorab eine Email
Samstag, 30. Januar 2010 20:21
Hallo-Habe 4x in 2 Monaten beider Apo-rot in Hamburg homöopathische Mittel und Schüssler Salze
bestellt. Anmeldung: E-Mail-Kundennummer-Passwort. Nach 2 Tagen Bestelltes bekommen-versandkostenfrei per DHL. Fast 40% gespart. Kann ich wirklich empfehlen
Donnerstag, 25. März 2010 23:38
Bin zwar Apotheker in einer klassischen Apotheke, aber ich finde den Blogbeitrag trotzdem ein wenig einseitig.
Der Marktanteil deutscher Internetapotheken wächst kontinuierlich. Allein der Marktführer versendet täglich (!) circa 20.000 Pakete.
Bei so vielen Kunden kann Beratung im Einzelfall auch mal etwas dauern oder zu kurz kommen, in der Apotheke vor Ort kommt man sicher schneller dran. Aber wer genau weiß bzw. kennt, was er kaufen will, kann auch auf Beratung verzichten und nur nach dem Preis gehen.
Ich persönlich finde es nur schade bzw. unverständlich, dass soviele Rezepte mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln übers Internet bestellt werden. Denn:
- wegen der Preisbindung gibt es gar keinen Vorteil, es kostet in jeder Apotheke genau dasselbe
- die Apotheke vor Ort kann viel schneller liefern, und Beratung gibt’s auf Wunsch gleich mit dazu
Als umsichtiger und fairer Apothekenkunde würde ich daher nur teure, freiverkäufliche Arzneimittel übers Internet bestellen, wo man wirklich z.T. viel Geld sparen kann, und bei Rezepten ohne Rabattmöglichkeit die Apotheke vor Ort unterstützen.
Denn wenn jemand keine rosige Zukunft hat, dann sind das nicht wie oben behauptet die Internetapotheken, sondern kleinere Apotheken vor Ort, deren Umsatzrückgang durch den Kostendruck im Gesundheitswesen jetzt noch durch die Konkurrenz im Internet verstärkt wird.
Dienstag, 18. Mai 2010 15:59
Hallo Rene,
ich bestelle schon seit Jahren im Internet die frei verkäuflichen Artikel aus der Apotheke. Ich habe nur gute Erfahrungen mit verschiedenen Versandapotheken gemacht. Auf die sog. Beratungen in der Apotheke kann ich gerne verzichten, denn meistens beschränken sie sich auch nur auf den darinliegenden Begleitzettel.
Wenn ich jedoch ein Rezept einlösen muß, so gehe ich in die nächste Apotheke, weil das einfacher und schneller geht.
In ausländischen Apotheken bestelle ich nicht.
Donnerstag, 14. Oktober 2010 10:37
ashop apotheke – holland
wenn ich eine sammelbestellung am 23.9. bei der ashop apotheke aufgeben, hermes nicht imstande ist, das paket zuzustellen, dann warte ich heute immer noch auf mein geld, das mir schnell vom konto abgebucht wurde. alle reklamationen sind zwecklos, das paket ist wohl bei hermes verschwunden und ich bekomme daher kein geld zurück. nie etwas in der hand und trotzdem bezahlt, das ist für mich …. (naja).
vor dieser apotheke muss man sich fürchten – schaden EURO 47,63 – ist holland mitglied der EU ?
Dienstag, 28. Dezember 2010 19:04
Für Schweizer Kunden:
Sehr zu empfehlen: Schwarzwald Apotheke http://www.medikamente-sofort.ch
NIE wieder: Pestalozzi-Apotheke Lörrach (www.bio-apo.ch)
Ich habe meine Ergänzungsmittel fürs Heilfasten (Hepatos, die Phönix-Tropfen, Bitter- und Glaubersalz, Nepro-Rella) zuerst bei der Pestalozzi-Apotheke bestellt. Von dem Moment als, als meine Vorauszahlung dort eingegangen war, dauerte es ganze 23 Tage, bis das Paket versendet wurde! Auf zwei E-Mail-Nachfragen von mir wurde gar nicht erst reagiert. Unglaublich. Das Paket habe ich dann ungeöffnet zurück geschickt. Bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich mein Geld wieder zurück habe.
Ich bestellte dann dieselben Artikel kurzerhand bei der Schwarzwald Apotheke. Das Paket wurde dort am gleichen Tag wie der Zahlungseingang losgeschickt. Nur das Glaubersalz ist (bis jetzt) dort nicht erhältlich.
Montag, 14. Februar 2011 12:42
Ich finde diesen Bericht seeeeehr einseitig, man könnte fast schon glauben der Blog gehört einer Institution die gegen den Versandhandel von Medikamenten kämpft
….. Ein Test der Stiftung Warentest hat ergeben, dass auch in stationären Apotheken nur in seltensten Fällen die eigentlich notwendige Beratung angeboten wird. Warum also soll ich die dort zum Teil horrenten Preise bezahlen :-s …. Versandapotheken werden ganz klar ihren Marktanteil weiter steigern und gewisse Umsatzrückgänge besonders in kleineren Apotheken die nicht flexibel genug sind auch entsprechende Sonderangebote zu fahren sind in den letzten jahren durchaus schon merkbar. Daher bin ich mir sicher, dass die Anzahl der Apotheken in Deutschland in den nächsten Jahren stark zurückgehen wird, eigentlich finde ich das auch gut so denn die aktuelle Preispolitik in dem Bereich zeigt deutlich welche Gewinnspannen hier in den letzten Jahren schamlos ausgenutzt wurden
Freitag, 18. Februar 2011 0:23
Solange der Ölpreis so niedrig ist wie jetzt werden sich die Transportkosten in Grenzen halten. Dummerweise wird das nicht so bleiben. Hoffentlich gibt es zu diesem Zeitpunkt noch einen Nahversorger, sonst siehts schlecht aus wenn man plötzlich Antibiotika braucht und man muss in der Internetapotheke bestellen. Hubschrauberzustellungen sind dann bestimmt kein Schnäppchen.
Öl zum Sonderangebot, vielleicht gibts das auch noch irgendwo.
Es scheint wie wenn Medikamente normale Ware wäre.
Das ist es aber nicht. Es wird Konsequenzen haben, sei es im Preis oder in der Sicherheit. Die Apotheken in Deutschland sind im Gesundheitssystem integriert, rasche Änderungen von Gesetzten nur mit dem Ziel zu Sparen können gefährlich werden. Wenn der Kommerz die Politik und Legislatur manipuliert, und das war 2004 eindeutig der Fall, gibts bald eine Rutscher.
Warten wir erst das Jahr 2014 ab.
Dienstag, 5. April 2011 9:09
Kann Bodfeld-Apotheke und mycare empfehlen. Hat alles bisher super geklappt (online-Bestellung)!!!
Freitag, 13. Mai 2011 13:15
Einseitig ist der Artikel keineswegs. Man sollte jedoch beachten, dass die Studie (nach meiner Kenntnis) älter als 7 Jahre ist. Damals gab es die deutschen Internetapotheken wie sie heute existieren nicht. Und im Ausland bei Docmorris zu bestellen hatte natürlich seine Nachteile (“Teilweise liegt dies an den mit der Bestellung verbundenen Versandkosten, die schnell den einheimischen Medikamentenpreis übersteigen können.”). Zudem war zu dieser Zeit das Einkaufen über das Internet noch etwas Exotisches.
“86 Prozent der Befragten gaben an, das sie dem Konzept der Internetapotheke keine rosige Zukunft prophezeihen.” Die Zukunft hat uns eines Besseren belehrt. Und wie so oft überstieg die Realität die Vorstellungskraft des Menschen.