Medizinisches Fasten
Medizinisches Fasten im Orient und Asien
Zum ersten Mal wurde das Fasten 2800 - 2600 v. Chr. in China erwähnt. Es entstammt dem Kräuterbuch des
chinesischen Kaisers Shen Nung. Außerdem finden sich auch beim Medizin-Kanon "Huang Ti" Erwähnungen, dass das
Fasten als Prophylaxe zum Schutz vor Krankheiten angewendet wurde. Schon zur damaligen Zeit war man davon
überzeugt, dass der gute Arzt bereits helfen kann, bevor die Krankheit sich entwickelt.
Die Sumerer nutzten das Fasten vorwiegend aus medizinischer Sicht. Auf gefundenen Tontafeln aus der Zeit ca.
2200 v. Chr. wurde die Behandlung eines Patienten mit Erkältung und Gastritis beschrieben. Darin wurde unter
anderem die Reichung einer Süßholzwurzel in Wasser ohne weitere Nahrung zur Genesung empfohlen. Desweiteren wurde
auch die ausschließliche Gabe von Amuna-Salz zum Fasten angeraten. Zusätzlich wurden noch Massagen und Waschungen
durchgeführt. Zudem wurde schon bei den Sumerern das auch heute noch bekannte Fasten unter dem Zusatz von Eiweiß
unter Vermeidung von Zwiebeln bei verschiedenen Krankheiten angewendet.
Auch im alten Ägypten finden sich zahlreiche Hinweise auf das Fasten. Unter anderem geht es darum, sich "beim
Trank zu mäßigen" und auch sonst sollte das exzessive Essen vermieden werden. Die Ägypter verwendeten für das durch
den Arzt verordnete medizinische Fasten den Begriff "HKR" (heker). Dieser lässt sich mit "hungern" übersetzen.
Derselbe Begriff wurde auch für einen appetitlosen Kranken benutzt. Aus der Spätzeit der Ägypter stammen Berichte
über das freiwillige Fasten. Eine Inschrift berichtet von einem Mann, der sich aus Trauer über den Tod seines
Stieres nichts mehr gegessen und getrunken hatte. Außerdem gibt es Überlieferungen, nach denen die Ägypter während
der Laichzeit keinen Fisch gegessen haben.
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