Wiederkehrende Mittelohrentzündungen
Eine Fastenteilnehmerin schrieb mir:
Hallo Herr Gräber,
ich bin ganz glücklich mit dem fasten – morgen ist mein letzter Vollfastentag und mir gehts oberprima…aber ich kann nicht leugnen, mich auch wieder aufs essen zu freuen! Bin so einiges losgeworden an komischen Gebilden in den letzten Tagen!…
Ich habe eine Frage zu meinem 2-jährigen Sohn. Er mußte aufgrund einer starken Mittelohrentzündung über 10 Tage Infectomox einnehmen. Der Durchfall ist wieder weg, aber er hat seitdem starke Probleme mit der Haut (die fühlt sich stellenweise an wie Sandpapier und ist zeitweise entzündlich rot, v.a. im Gesicht). Wie kann ich bei dem Kleinen eine Darmsanierung durchführen (ich denke, er hat sie supernötig, denn das war nicht die erste Antibiose…)…soll ich mit ihm erstmal zu einem Heilpraktiker vor Ort oder gibt es in dem Alter eh nur eine Möglichkeit (ich habe mal von Simbioflor oder so ähnlich gehört)…?
Natürlich gebe ich keine individuellen Empfehlungen über das Internet. Ich empfehle immer, sich an jemanden vor Ort zu wenden, der sich damit auskennt.
Ich möchte diese Frage aber als Anlaß nehmen um grundsätzlich über dieses Problem zu berichten, denn es ist immer wieder das Gleiche: Antibiotika, Antibiotika und dann nochmals Antibiotika.
Nicht das ich gegen Antibiotika bin, aber gerade wenn ein Kind schon das x-te mal eine Mittelohrentzündung hat, ist das KEINE dauerhafte Lösung!
Ich zitiere deswegen immer wieder gerne den Chefarzt der Uni-Kinderklinik in Kiel, der mir 2003 erklärte:
„Antibiotika empfehle ich bei Kindern bis 14 Jahren immer parenteral zu geben – wegen der Darmflora.“
(„parenteral“ ist eine Infusion);
Dabei sind die Kinder einer naturheilkundlichen Behandlung extrem gut zugänglich! Und wenn sich die Mütter (die ja meistens mit Ihren Kindern in der Praxis erscheinen), an ein paar einfache Dinge hielten, wäre das mit den Mittelohrentzündungen erledigt.
Hier also mein Behandlungsschema NACH einer Mittelohrentzündung.
Mein bewährtes „Standardschema“ in den Intervallen sieht wie folgt aus:
a) drei Tage lang eine Gabe Silicea D6 drei mal täglich 3 Globuli
b) in der darauffolgenden Woche drei Wochen lang jede WOCHE einmal eine Gabe Sulfur D 12 (3 Globuli)
ab sofort: täglich zweimal 3 Tropfen Notakehl D5 Tropfen auf die Zunge und einen Tropfen hinter jedes Ohr (verreiben)
ab sofort: Start mit einem Probiotikum wie zum Beispiel: Bactoflor für Kinder (Apotheke)
ab sofort: Keine Kuhmilchprodukte und keine Süßigkeiten. Stattdessen Früchte oder Trockenfrüchte anbieten. Keine Sojaprodukte.
Für den Einzelfall muss dies natürlich variiert werden.
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Beitragsbild: pixabay.com – Anemone123

