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Fasten gegen Kopfschmerzen und Migräne

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Kopfschmerzen und Migräne können die unterschiedlichsten Ursachen haben. So unterscheidet die Medizin etwa zwischen Spannungskopfschmerzen, vasomotorischem und psychogenem Kopfschmerz.

Bei den Spannungskopfschmerzen sind die Betroffenen (wie der Name schon sagt), oft sehr angespannt - sei es durch körperliche Fehlhaltung, eine falsch angepasste Brille, zu wenig Schlaf oder beruflichen und familiären Stress.

Während die vasomotorischen Kopfschmerzen meist am frühen Morgen mit gleichzeitig sehr niedrigem Blutdruck auftreten, wird psychogenes Kopfweh durch Depressionen oder Psychosen ausgelöst, weshalb hier oft nur eine Psychotherapie Abhilfe schaffen kann.

Während eines Migräneanfalls hingegen ist den Betroffenen oft gleichzeitig übel, und sie sind sehr lichtempfindlich. Nicht selten kommt es auch zu Erbrechen und zeitweisen Wahrnehmungsstörungen.

Natürlich können Kopfschmerzen auch durch Gehirnerschütterungen, Blutungen oder Medikamente ausgelöst werden.

Obwohl nicht immer die Ursachen für eine Kopfschmerzattacke bekannt sind, können Betroffene selber oft am besten sagen, welche Auslöser in Frage kommen.

So ist es bei dem einen ein Nahrungsmittel oder eine hormonelle Umstellung, die den Schmerz auslöst, der andere reagiert mit Kopfweh, wenn er bei zu geringer Lichtintensität liest oder einen überfüllten Terminkalender hat.

Bei Migräne werden mittlerweile alle möglichen Dinge als Ursache vermutet. Die Schulmedizin bietet zwar unterschiedliche Schmerzmittel, die allerdings die Ursache nicht beseitigen und so auch keine dauerhafte Lösung sind.

Deshalb empfehlen viele Mediziner zusätzlich Autogenes Training, Jogging oder Aromatherapien, die bei jedem Patienten in unterschiedlichem Maße wirken.

Die Ursachen der Migräne und zahlreicher Kopfschmerzen

Ich möchte Ihnen nicht die naturheilkundliche Ursachenbetrachtung der Migräne vorenthalten.

Bei der Migräne gibt es aus naturheilkundlicher Sicht vier verschiedene Formen - bzw. Ursachen:

1. Fehlstellungen der Halswirbelsäule

Bei der Migräne ist meist der 1. und 2. Halswirbel betroffen. Dies sollte manualtherapeutisch untersucht werden. Einen Arzt oder Heilpraktiker zu finden, die das wirklich können, ist relativ schwierig. Hören Sie sich im Bekanntenkreis um. Auch einige Physiotherapeuten können das.

2. Die hormonell bedingte Migräne

Das ist die Form, die bei Frauen meist immer in Zusammenhang mit der Menstruation auftritt: vorher - während oder nachher. Diese Form spricht auf Homöopathie und Pflanzenpräparate recht gut an.

3. Die „chologene Migräne“

Hier liegt der Focus bei der Gallenblase. Entweder es wird zu wenig Gallensaft (von der Leber) gebildet oder die Gallenblase selbst ist eine Art "Störfeld". Auch bei dieser Form kann mit Homöopathie und Pflanzenheilkunde eine gute Besserung erzielt werden. Die Mittel sind aber völlig verschieden von denen, die bei der hormonell bedingten Migräne eingesetzt werden.

4. Die darmassoziierte Migräne

Der Darm und dessen "Fehlbesiedlung" ist das Problem. Versteckte und / oder maskierte Nahrungsmittelallergien können als Problem dazukommen. Das sind die bekannten Fälle bei denen Patienten zum Beispiel eine Migräne nach dem "Genuss" bestimmter Nahrungsmittel bekommen, wie zum Beispiel Käse, Rotwein oder Schokolade.

Hier kann das Heilfasten inklusive einer Darmsanierung ansetzen und wirklich dauerhaft das Problem beseitigen.

Wie gesagt: Das sind die naturheilkundlich-alternativen Betrachtung.

Ich kann aus Erfahrung sagen: wenn man den Fokus (=Problem) kennt und diesen behandelt, ist die Migräne kein großes Problem mehr.

Das Heilfasten ist bei der Form 3 und 4 sehr geeignet als Maßnahme.

Bei Punkt zwei kann eine Umstimmung bewirkt werden.

Ursache Nummer 1 erfordert meist andere und weitere therapeutische Hilfe, wie zum Beispiel:

Hat auch dies keine positive Wirkung, so sollten auch mögliche Ursachen im Mund-, Rachen-, und Bauchraum gesucht und behandelt werden. Beispielsweise ist es erwiesen, dass entzündete Zähne chronische Kopfschmerzen auslösen können.

Häufig sehe ich auch in der Praxis eine Kombination aus mehreren "Formen". Zum Beispiel kann eine Fehlstellung der Halswirbelsäule vorliegen und eine Störung in der Hormonachse.

Es ist in der Praxis nicht immer ganz einfach den Patienten zu erklären, warum das Problem oft ein längere Therapie erfordert. Natürlich sind auch vor und während des Fastens andere Erkrankungen zu beachten, die möglicherweise den Kopfschmerz mitbegründen wie zum Beispiel Blutdruckschwankungen oder Stoffwechselstörungen.

In all diesen Fällen wirkt eine Fastenkur aber positiv. Anders ist es, wenn die Kopfschmerzen durch Tumoren ausgelöst werden, denn hierbei ist Fasten nicht die Therapiemöglichkeit der Wahl.

Teilweise kommt es auch vor, dass leichte Kopfschmerzen erstmals zu Beginn einer Fastenkur auftreten. Dies hängt mit dem verstärkten "Ausspülen" der Giftstoffe aus dem Bindegewebe und der Entwässerung des Körpers zusammen.

Normalerweise gehen diese Beschwerden aber nach den ersten Tagen wieder zurück. Wichtig in diesem Zusammenhang ist aber, ausreichende Mengen Flüssigkeit zu sich zu nehmen und den Darm häufig zu entleeren.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert