Alternative Therapie
 
MSM - Methylsulfonylmethan

MSM - Methylsulfonylmethan: Wundermittel der Natur?

Was ist MSM und wie wirkt es?

Methylsulfonylmethan (MSM) ist eine chemische Verbindung, die sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Organismus natürlicherweise vorkommt. Der Mensch nimmt bei einer ausgeglichenen Ernährung einige Milligramm MSM pro Tag mit der Nahrung auf.

MSM ist wichtig für den Stoffwechsel des Menschen. Es gilt als Schwefellieferant des Körpers. Schwefel wird zur Herstellung von Aminosäuren benötigt. Diese haben nicht nur lebenswichtige Funktionen für den Stoffwechsel, sondern werden zum Aufbau von Proteinen benötigt, die unter anderem in Haaren, Knochen, Zähnen, Muskeln sowie in der Haut vorkommen. Durch die Bildung einer Disulfid-Brückenbildung tragen die schwefelhaltigen Aminosäuren zu einer Stabilisierung der Proteinstrukturen bei.

Am Beispiel der schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein konnte in Versuchen mit radioaktiv markiertem MSM gezeigt werden, dass ein Teil des Schwefels tatsächlich aus dem zugeführten Methylsulfonylmethan stammt.

Welche Prozesse kann MSM beeinflussen?

Aufgrund des Zusammenspiels von MSM in vielen Stoffwechselprozessen wird seit langer Zeit darüber nachgedacht, wie man durch Zufuhr von MSM physiologische Prozesse günstig beeinflussen kann. So wurde zum Beispiel ein Mangel an der schwefelhaltigen Aminosäure Cystein in Zusammenhang mit Arthrose diskutiert.

Insbesondere bei Gonarthrose (Arthrose der Knie) konnte ein Versuch zeigen, dass bei konsequenter Einnahme von 6g pro Tag MSM über 14 Wochen, die Schmerzen reduziert wurden. Diese Erfahrungswerte sollen jetzt durch weitere wissenschaftliche Studien untermauert werden.

Auch bei anderen Störungen des Muskelsklett-Systems kann MSM einen positiven Einfluss entfalten. Die bei Sportlern auftretende Schleimbeutelentzündung (Bursitis) und der berühmte Tennisarm sind nur zwei Beispiele, für die die Wirksamkeit von MSM erprobt wird.

Ähnlich wie Knoblauch stärken Schwefelverbindungen wie MSM das Immunsystem. Auch bei Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis) wird MSM mit zufriedenstellenden Ergebnissen erprobt. Mehr dazu lesen Sie unter dem Stichwort Allergie.

Besteht ein Bedarf an MSM?

In wieweit ein Bedarf an zusätzlich zugeführtem MSM besteht hängt von vielen Faktoren ab. Diese variieren innerhalb verschiedener Kulturkreise sehr stark und sind zudem vom Gesundheitsstatus, Ausmaß der körperlichen Beanspruchung und von der individuellen Ernährungslage abhängig.

Die Ernährung hat sich in der modernen Gesellschaft stark gewandelt. Als Beispiel sei hier ein Vergleich zwischen dem MSM-Gehalt in Rohmilch im Vergleich zu pasteurisierter Milch angeführt.

Erstere enthält immerhin zwischen 2 bis 5 Milligramm/kg MSM, wogegen pasteurisierte Milch nur noch ein Zehntel der Menge beinhaltet. Lauch, Zwiebeln und Knoblauch weisen besondere Schwefel-Verbindungen auf, deren gesundheitsfördernde Eigenschaften ein Bestandteil der Volksmedizin und der modernen Phytotherapie sind. Die Schwefelverbindungen in diesen Pflanzen sind bereits sehr gut untersucht. Allerdings ist der Verzehr dieser natürlichen Schwefellieferanten oft mit Unverträglichkeiten verbunden oder einfach nur Geschmackssache.

MSM gibt es einzeln als Tabletten, Kapseln oder auch als Pulver als Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Häufig wird es mit Glucosamin und Chondroitin kombiniert.

 

 

 

 

Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker