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Arthrose: Der Gelenkverschleiß

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Arthrose (=degenerative Gelenkerkrankung) zählt zu dem Bereich "degenerative Rheumaerkrankungen".

Die Arthrose ist die häufigste degenerative Gelenkerkrankung. Sie entwickelt sich im Laufe des Lebens und wird meist im höheren Lebensalter (>65 Jahre) symptomatisch. Die Arthrose entwickelt sich langsam und hat primär keine entzündliche Ursache. Meist sind die großen Gelenke (z.B. Knie und Hüfte) unsymmetrisch betroffen.

Bei der primären Arthrose kann von der Schulmedizin meist keine Ursache gefunden werden. Hier werden dann wie so oft "genetische Faktoren" bemüht.

Die sekundären Arthrosen entstehen infolge von Unfällen (z.B. Meniskusschäden bei Knieverletzungen), Fehlstellungen (z.B. Genu valgum=X-Beine), starkem Übergewicht (=Adipositas), bei zu starker oder einseitiger Belastung (z.B. Leistungssport) oder auf dem Boden von anderen rheumatischen Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis).

Auch ist hier das Lebensalter ein entscheidender Faktor, nahezu jeder Mensch über 65 Jahre hat im Röntgenbild Zeichen von Arthrose, ohne dass bei jedem Symptome auftreten müssen.

Die Hauptursache der Krankheitsentstehung ist eine Knorpelschädigung. Diese führt im weiteren Krankheitsverlauf zum kompletten Abbau des schützenden Gelenkknorpels (=Knorpelglatze).

Da der Knorpel eine wichtige Schutzfunktion für den Knochen im Gelenkbereich ist und das Gleiten der Knochen im Gelenk bei Bewegungen unterstützt, entstehen bei Knorpelschäden und -verlusten Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und später auch Knochenschäden.

Frühe Symptome der Arthrose sind deshalb Anlauf-, Belastungs- und Ermüdungsschmerzen und ausstrahlende Schmerzen (z.B. Schmerzen im Knie bei Arthrose im Hüftgelenk).

Später kann es zu Dauerschmerzen, Nachtschmerzen und Muskelschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Wetterfühligkeit und Knochenreiben (=Krepitation) kommen.

Ist die Krankheit sehr weit fortgeschritten, verdicken und verformen (=deformieren) sich die betroffenen Gelenke meist und sie können instabil werden. Durch die entstandenen Fehlstellungen kommt zu Muskelschwund (=Muskelatrophie) und zu Muskelverkürzungen (=Muskelkontrakturen).

Bei einer klinisch stummen Arthrose, sind schon Knorpelschäden vorhanden, die aber aktuell keine Beschwerden machen.

Es kommt zu entzündlichen Schüben, die dann als aktivierte Arthrose bezeichnet werden. Dabei treten akute Schmerzen auf, das betroffene Gelenk ist überwärmt, druck- und bewegungsschmerzhaft und es kann zu einem Gelenkerguss mit Anschwellen (=Gewebewasseransammlung in der Gelenkhöhle) kommen.

Bei der klinisch manifesten Arthrose bestehen bereits Dauerschmerzen und Funktionsminderungen.

Am häufigsten betroffen sind das Kniegelenk (=Gonarthrose), das Hüftgelenk (=Coxarthrose) und die Gelenke der Wirbelsäule (=Spondylarthrose). Grundsätzlich kann aber jedes Gelenk von einer Arthrose betroffen sein.

Eine aktivierte Arthrose muss man diagnostisch gegenüber anderen entzündlich rheumatischen Erkrankungen abklären (z.B. reaktive Arthritis, Psoriasisarthritis).

Arthrose ist kein Schicksal!

Viele Therapeuten sind der Meinung, dass eine Arthrose nicht heilbar sein. Dies ist nach neuesten Erkenntnissen nicht korrekt.

Selbst defekte Knorpelzellen können sich wieder regenerieren. Voraussetzung ist aber:

1. Die Ursachen die zur Arthrose geführt haben, müssen geändert werden.

2. Es müssen noch Knorpelzellen vorhanden sein, die sich vermehren können.

Welchen Beitrag Heilfasten im Zusammenhang mit einer Arthrose zu leisten vermag, lesen Sie in meinem Beitrag Fasten bei Arthrose.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert