Biologika in der Rheumatherapie – Gute Wirkung, gute Nebenwirkung

Diese Woche hatte ich wieder einen Patienten, der mich nach sog. Biologika in der Rheumatherapie fragte. Nun, ich bin zwar kein Pharmakologe, möchte aber dennoch Missverständnisse beseitigen. Einige denken, dass diese „Biologika“ etwas „gesundes“ seien: biologisch eben…

Biologika sind eine Klasse von Arzneimitteln, die mit Hilfe der Biotechnologie beziehungsweise gentechnisch veränderten Organismen (GMO) produziert werden. Daher die Bezeichnung „Biologika“. Auf der anderen Seite gibt es den Begriff „Biopharmazie“, die laut Wikipedia „ die Lehre vom Zusammenhang zwischen den chemischen und physikalischen Eigenschaften von Arzneistoffen und Hilfsstoffen sowie ihrer Darreichungsform und deren biologischen Effektivität in einem lebenden Organismus ist“, also keinerlei Bezug zu den Biologika hat.

Die Biologika die ich kenne, müssen intravenös verabreicht werden. Eines dieser Mittel ist Infliximab. Im Handel wird es unter dem Namen Remicade geführt. Innerhalb eines Zeitraums von bis zu zwei Stunden bekommen die Patienten mittels Infusion drei bis fünf Milligramm.

Durch den im Blutkreislauf vorhandenen Wirkstoffes werden dann für etwa acht Wochen die körpereigenen Fehlreaktionen des Immunsystems unterdrückt, sprich es werden keine Botenstoffe produziert, die Entzündungen auslösen.

Deshalb wird im Zusammenhang mit den Biologika auch von Immunsuppressiva gesprochen. Über den gesamten Behandlungszeitraum sind Kontrollen des Blutbildes notwendig, denn eine mögliche Nebenwirkung sind Blutbildveränderungen.

Mit Nebenwirkungen wie Fieber, Ausschlägen, Atemnot, Brustschmerzen, Juckreiz und Schüttelfrost muss ebenfalls gerechnet werden, dazu aber weiter unten mehr…

Wann greifen Rheumatologen zu Biologika wie Infliximab?

Da eine einzelne Infusion über 1000 Euro kostet greifen Rheumatologen nur dann zu Biologika, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten weitgehend „ausgeschöpft“ sind – wie es so schön heißt.

Auch bei Patienten, die beispielsweise an Morbus Crohn, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis oder auch rheumatoider Arthritis erkrankt sind, konnten ebenfalls gute Behandlungserfolge erzielt werden.

Neben Infliximab gibt es noch zwei weitere Biologika. Zum einen ist dies Adalimumab, im Handel unter dem Namen Humira erhältlich, und Etanercept, gehandelt unter dem Namen Markennamen Enbrel. Diese beiden Biologika müssen in wesentlich kürzeren Zeitabständen verabreicht werden, zirka alle vierzehn Tage. Darüber hinaus ist der Einsatz von Etanercept dadurch beeinträchtigt, dass es zahlreiche Nebenwirkungen hat. Deshalb kommt es nur bei schwer Erkrankten zum Tragen.

Es stellt sich die Frage, ob es heute immer noch diese beträchtliche Zahl an Nebenwirkungen gibt, und ob der Nutzen der Therapie die Risiken wettmacht. Aber der erste Dämpfer kommt vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum selbst. Und der steht in einer vollkommen anderen Beziehung.

Symptomatische Therapie = lebenslange Therapie

Der Einsatz von Biologika ist keine Therapie, die eine Heilung von Rheuma und anderen entzündlichen Erkrankungen zum Ziel hat, auch wenn die Lobgesänge der Schulmedizin hier überlaut zu vernehmen sind. Ein Beitrag von Prof. Radbruch, Immunologe und Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums in Berlin, veröffentlichte auf der Webseite des Forschungszentrums einen bemerkenswerten Beitrag (Immunological memory as driver of rheumatic inflammation).

Hier erklärt er, dass die supermodernen immunsuppressiven Therapien (Biologika) die Progression der entzündlichen Erkrankungen einschränken, aber die Erkrankungen nicht heilen können. Denn wenn die Behandlung gestoppt wird, dann flammt die Krankheit erneut auf. Damit wird eine solche Therapie zu einer lebenslangen Angelegenheit. Er vermutet, dass hier die Fähigkeit des Immunsystems, ein immunologisches Gedächtnis auszubilden, eine zentrale Rolle spielt. Nur dass in diesem Fall das Immunsystem einen „falschen Feind“ als Ziel in seiner Kartei abgeheftet hat.

Ein Dilemma, für die Pharmaindustrie ein Festessen

In der Praxis ist das für die Patienten ein Dilemma, für die Pharmafirmen ein Festessen. Denn die Biologika sind mit mehr als 1000 Euro Therapiekosten (für Adalimumab) extrem teuer. Bei einer zweiwöchentlichen Applikation sind das Monatstherapiekosten von 2000 Euro – in etwa das Durchschnittsgehalt eines Ottonormalverbrauchers.

Die nächste Frage ist, was bekommt man als Patient für 2000 Euro im Monat? Antwort: In erster Linie bekommt der Patient ein Medikament, dass die Entzündungsprozesse eindämmt, die die Symptome seiner Erkrankung provozieren. Und diese Symptome können so heftig werden, dass die Lebensqualität der Betroffenen gegen Null tendiert. Vor allem die dabei auftretenden Schmerzen scheinen oft den Einsatz der Biologika zu rechtfertigen bei:

Da der Patient jedoch für den Rest seines Lebens auf diese Medikamente angewiesen sein wird, taucht eine weitere Frage auf: Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten und wie sieht es mit der Sicherheit und Verträglichkeit aus?

Und hier scheint man den Teufel mit dem Beelzebub vertauscht haben zu wollen.

Gute Wirkung und gute Nebenwirkungen: Die Sache mit dem Teufel und dem Beelzebub

Es war kein Geheimnis, dass eine Therapie, die die Immunfunktion unterdrückt, zu einer Reihe von Nebenwirkungen führen muss, wie eine erhöhte Infektionsanfälligkeit, ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen etc. Entsprechende Aussagen hatte ich in meinen beiden Beiträgen gemacht, die ich weiter oben zitiert hatte.

Aber jetzt, fünf Jahre und etliche Tausend Patienten später, sieht die Realität dieser Therapiemethode immer noch so fragwürdig aus wie zuvor.

Eine Arbeit aus dem Jahr 2006 (The comparative efficacy and safety of biologics for the treatment of rheumatoid arthritis: a systematic review and metaanalysis.) sprach zu diesem Zeitpunkt noch von einem Mangel an soliden Langzeitdaten, die die Sicherheit und Verträglichkeit der Biologika zeigen.

Die Arbeit von 2009 (Infectious complications associated with monoclonal antibodies and related small molecules.) spricht schon von einem Routineeinsatz der Biologika bei den oben erwähnten Indikationen. Sie spricht aber auch von einem stetig wachsenden Nebenwirkungsspektrum. Infektionen zum Beispiel sind hier nicht nur möglich, sondern die Regel.

Biologic agents in the treatment of glomerulonephritides. Diese Arbeit von 2015 diskutiert den Einsatz von Biologika bei einer weiteren möglichen Indikation, der Glomerulonephritis. Neben den positiven Effekten der Biologika bei dieser Erkrankung taucht wieder die Frage nach den Nebenwirkungen auf. Und hier klagen die Autoren, dass die wenigen Studien, die es dazu gibt, eine ähnlich hohe Nebenwirkungsrate zwischen alten, konventionellen Immunsuppressiva und Biologika zeigen.

Ein besonders „teuflischer“ Aspekt der Biologika scheint zu sein, längst vergessene Infektionserkrankungen wieder zum Leben zu erwecken zu können: Some case reports which suggest correlation between biologics and leprosy, Mini-symposium on problems on leprosy. Diese Arbeit vom Januar 2016 aus Japan berichtet von erfolgreichen Behandlungen der Patienten mit Biologika, die aber in einigen Fällen in einem Ausbruch von Lepra endete.

Einige Biologika scheinen mit anderen verheerenden Nebenwirkungen aufwarten zu können: Risk for lower intestinal perforations in patients with rheumatoid arthritis treated with tocilizumab in comparison to treatment with other biologic or conventional synthetic DMARDs. Diese Arbeit untersuchte die Häufigkeit von Perforationen im unteren Bereich des Gastrointestinaltrakts. Hier scheint es einen Vertreter zu geben, der eine besonders hohe Häufigkeit zu vergleichbaren Substanzen hat. Zunächst scheint der Vergleich der Zahlen relativ „günstig“ auszufallen (37 Perforationen von rund 54000 Patientenjahren). Aber bei vier von elf Patienten, die mit dem speziellen Biologikum therapiert worden waren und eine Perforation erlitten, traten keine Symptome auf, die auf die Perforation hingewiesen hätten. Ein Viertel der Patienten mit Perforationen starb innerhalb der nächsten 30 Tage. Die Autoren warnen, dass unter dieser Medikation gastrointestinale Perforationen auftreten können, die symptomfrei oder mit nur sehr milden Symptomen verlaufen.

Herpes Zoster (Gürtelrose) scheint auch eine „beliebte“ Nebenwirkung der Biologika-Therapie zu sein: Relation between disease modifying anti-rheumatic drugs and herpes zoster in rheumatoid arthritis. Der Autor berichtet von einer doppelt so hohen Nebenwirkungsrate im Vergleich zu konventionellen Antirheumatika. In Japan vervierfachte sich diese Rate sogar.

Es gibt Grund zu der Annahme, dass Biologika zu den Medikamenten gezählt werden können, die mitochondriotoxisch wirken. Es gibt keine Arbeiten dazu. Aber da man ja in der Schulmedizin oft von Symptomen auf die Erkrankung schließt, erlaube ich mir an dieser Stelle ebenfalls eine symptomatische Begründung für diesen Verdacht: Most patients who reach disease remission following anti-TNF therapy continue to report fatigue: results from the British Society for Rheumatology Biologics Register for Rheumatoid Arthritis. Diese Arbeit vom Juni 2016 berichtet, dass Rheumapatienten zwar durch die Biologika-Therapie einen Therapienutzen erfahren, aber die Mehrzahl weiterhin unter Fatigue zu leiden hat. Ob hier wirklich eine toxische Wirkung auf die Mitochondrien die Ursache ist, das bliebe noch zu untersuchen. Aber ich würde bei Fatigue und ähnlichen Symptomen eine herabgesetzte Leistungsfähigkeit der Mitochondrien immer als eine primäre Ursache vermuten.

Das Biologika-Horrorkabinet der Nebenwirkungen

Wissenschaftliche Studien sind die eine Seite der Betrachtungsweise. Die andere Seite der Medaille ist das, was man in der Praxis gesehen und zu erwarten hat. In Sachen Nebenwirkungen für Biologika ist hier die amerikanische Webseite Drugs.com eine gute Quelle, da hier sehr detaillierte Informationen zu pharmazeutischen Substanzen veröffentlicht werden, die oft noch detaillierter ausfallen als dies in einem Beipackzettel der Fall ist. Der Grund liegt sicherlich auch darin, dass viele dieser Informationen für Fachkreise bestimmt sind und nicht, wie der Beipackzettel, auch für Patienten.

Ich habe mir diesen „erweiterten Beipackzettel“ für zwei Substanzen angeschaut: Infliximab Side Effects und Etanercept Side Effects. Unter dem Kapitel „für Fachkreise“ (for healthcare professionals) gibt es eine detaillierte Auflistung von Nebenwirkungen und deren prozentuale Häufigkeit. Die Angaben sind derart zahlreich, dass eine Aufzählung hier fast einem Report gleichkommt. Daher beschränke ich mich auf die auffälligsten Vertreter der Nebenwirkungen.

Immunologische Nebenwirkungen (wie erwartet), sind mit 10 Prozent und mehr mit die häufigsten: Virale Infektionen, Hautinfektionen, Atemwegsinfektionen, Sinusitis, Bronchitis etc., Kopfschmerzen und Schwindel bei beiden Substanzen mit 17 beziehungsweise 1 bis 10 Prozent als neurologische Nebenwirkung zu erwarten.

Allergische Reaktionen eines immunsuppressiven Medikaments, das klingt nach einem Paradoxon. Aber mit rund 1 Prozent bei Infliximab und bis zu 10 Prozent bei Etanercept wird das Paradoxon evidenzbasierte Wirklichkeit.

Weitere Bereiche, in denen Nebenwirkungen erwartet werden müssen, sind (ich fasse mich kurz, denn die Liste ist nahezu endlos): Gastrointestinale Probleme, kardiovaskuläre Nebenwirkungen, Hautveränderungen und -infektionen, onkologische Probleme (Lymphome, Leukämie, Melanome und andere), abnormale Leberfunktion, hämatologische Nebenwirkungen, Probleme bei der Muskulatur und Knochenapparat (Muskel- und Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen), Nierenfunktionsstörungen, Störungen des Stoffwechsels, urogenitale Infektionen, Konjunktivitis, Depressionen, Schlafstörungen, Fieber und (wie oben berichtet) Fatigue.

Alle diese nur unspezifisch erwähnten Nebenwirkungen, hinter denen sich eine große Zahl von spezifischen Symptomen und Beschwerden verbergen, haben eine Häufigkeit, die von Drugs.com als „häufig“ (= zwischen 1 und 10 Prozent der behandelten Patienten) oder als „sehr häufig“ (= 10 und mehr Prozent) bezeichnet werden.

Und da eine Therapie mit Biologika über einen extrem langen Zeitraum erfolgen muss, da sonst die Grunderkrankung wieder symptomatisch zu werden droht, darf man sich über solch desaströse Zahlen bei den Nebenwirkungen nicht wundern. Bei der Menge an verschiedenen Nebenwirkungen und der gleichzeitigen hohen Häufigkeit taucht bei mir die Frage auf, ob es überhaupt Patienten gibt, die vollkommen ohne Nebenwirkungen durch die Therapie gehen? Wenn sich Patienten in meiner Praxis das erste Mal vorstellen, prüfe ich immer erst einmal, ob die „Symptome“ die der Patient mitbringt, nicht Nebenwirkungen der Medikamente sein könnten. Bei zwei Dritteln (!) ist das nämlich so, wie zwei Übersichtsarbeiten bestätigen: Medikamente – Zwei Drittel der Patienten zeigen negative Reaktionen.

Und da gibt es noch ein weiteres „Geschmäckle“: Die Pharmafirmen fördern weiterhin sogenannte „Anwendungsbeobachtungen“, kurz AWB genannt. Diese AWB stehen unter Verdacht des verdeckten Pharmamarketings. Das US-Pharmaunternehmen Pfizer begann im April 2015 eine AWB für das Rheuma-Mittel Enbrel, 15 Jahre nach Markteinführung und kurz bevor die ersten „Konkurrenz-Mittel“ auf den Markt kamen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (Nr. 183, 2016), sollen bis zu 300 Ärzte daran teilnehmen, die dafür bis zu 650.- Euro PRO PATIENT bekommen sollen.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert dazu den Gesundheitsökonom Bernd Mühlbauer: „Diese Studie sei ganz eindeutig ein Marketinginstrument“ und „es sei sicher überhaupt kein wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn zu erwarten“. Dass diese Art des „Pharmamarketings“ eher die Regel ist, zeige ich u.a. auch in meinem Beitrag: „Pharmastudien – Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

Fazit

Biologika helfen Patienten mit Erkrankungen, die auf schweren Entzündungsprozessen beruhen. Sie helfen aber nur, die Symptome zu beseitigen. Eine Heilung kann der Patient hier nicht erwarten. Daher ist diese Therapieform wieder einmal so typisch für die Schulmedizin, die der Pharmaindustrie hiermit eine mehr als interessante Patientenklientel garantiert. Kein Wunder also wenn Wikipedia diesen Bereich als „zu den wachsenden Geschäftsfeldern der Pharma- und Biotechnologieindustrie“ beschreibt. Für die zu erwartenden Nebenwirkungen hat man dann ja noch weitere Präparate zur Verfügung.

Bei der Aussicht „Teufel oder Beelzebub“ kann ich jedem Patienten empfehlen, mit dem Arzt abzuklären, inwiefern es natürliche Methoden gibt, diesen Entzündungsprozessen beizukommen, die mit weniger Nebenwirkungen behaftet sind. Nach meiner Erfahrung kann man Rheuma heilen. Aber dazu sind Patienten mehr gefordert, als nur täglich „drei Mal Eine“ zu nehmen. In einer Übergangsphase kann eine Kombination beider Therapiekonzepte langfristig Biologika überflüssig machen. Aber dafür gibt es natürlich keine „evidenzbasierten“ Belege – und wird es wohl auch nie geben. Der Grund dafür ist nicht schwer zu erraten.

Die alternative Rheumatherapie verlangt von Patienten mehr als nur Tabletten und Infusionen: ohne eine Ernährungsumstellung ist nach meiner Erfahrung keine Heilung zu erreichen. Weitere zusätzlich geeignete Therapien sind: Wärmetherapie, Bäder, Bewegung, Homöopathie, Heilpflanzen und Akupunktur.

Mehr zum Thema Rheuma in meinem Beitrag:

Dieser Beitrag wurde von mir erstmalig im Dezember 2009 von mir erstellt und letztmalig am 8.8.2016 überarbeitet.

René Gräber

René Gräber

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18 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Avatar

    Helga L. Beschreibt eine Geschichte, die auch im Buch von Galina Schatalowa „Heilkräftige Ernährung“ erwähnt wird.

  2. Avatar

    An Christa:
    Über die Mailadresse kann ich Dich leider nicht erreichen.
    Nichts hilft besser bei Gelenkentzündungen als der heiße Sand am Meer. Man legt sich in den Sand und deckt sich damit zu, um nicht zu verbrennen. So bin ich unbewusst mein Gelenkrheuma los geworden. Die junge Schwedin Alma Nexö befreite sich vom Rollstuhl, indem sie täglich ungeschälte Kartoffeln (Bio) eine Ewigkeit kochte, den Rest zerdrückte und aß. Nach einigen Wochen konnte sie ihren Rollstuhl verlassen. Nachdem sie gesund geworden war, wollte sie anderen Menschen helfen. Sie klopfte an die Türen von Ärzten und Kliniken, stieß aber dort auf Misstrauen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Sie gab aber nicht auf, studierte, wurde Ärztin und begann zu heilen.

  3. Avatar

    @Ehrenfried v.02.06.2017
    Offensichtlich sind Sie des Lesens mächtig, daher empfehle ich Ihnen Herrn Gräbers Ratschlägen und Erfahrungen nachzugehen.
    Da gibt es eine ganze Menge an Informationen, die Ihnen helfen können, wenn Sie sich auf den Weg begeben möchten.
    Sie nehmen sich selbst an die Hand, in Eigenverantwortung Gesundheit und Lebensfreude zu erreichen.
    Das empfohlene HEILFASTEN ist der 1. geniale Schritt in die schmerzfreie Richtung.
    Viel Erfolg. Liebe Grüße aus Bayern.

  4. Avatar

    Ich nehme seit 2009 Enbrel, dieses Medikament hat mir aus dem Rollstuhl geholfen, nach 10 Wochen konnte ich wieder gehen!!
    Natürlich kenne ich die Nebenwirkungen und natürlich möchte ich damit wieder aufhören, doch die Angst, wieder im Rollstuhl zu landen ist leider viel größer…..
    Sollte es jemanden geben, der mir Rat geben kann, bitte an Email: christa4711@gmx.at
    Ich freue mich über jede Zuschrift!!! DANKE!!!

    Antwort René Gräber:
    Es ist keine Frage, dass bestimmte Medikamente erst einmal das Leben und Überleben sichern. Die Frage ist immer nur: zu welchem Preis. Zum Rat: ich würde raten jemanden vor Ort aufzusuchen, der Sie bei einer Umstellung begleitet und berät. Aus der Ferne wird das sicher nicht zu machen sein. Anregungen (mit Möglichkeiten der Therapie) finden Sie u.a. in den Links…

  5. Avatar
    Klaus Jürgen Obergfell

    20. August 2017 um 14:59

    Ich habe mir den dicken Wälzer vom Gesundheits Konz gekauft, der bekam sein Darmkrebs mit Heilerde und Fasten weg, ohne die brutalen Chemo-Therapien, die in den meisten Fällen die Patienten umbringen und nicht heilen. Big-Pharma hat auch alle Politiker im Sack, heisst, die sind alle ge….

  6. Avatar
    Baltensperger

    16. August 2017 um 14:45

    Nach sechswöchiger Therapie mit Adalimumab hatte ich genau gleich viel Schmerzen wie vorher. Dafür bekam ich aber Haarbruch. Am Morgen nach dem Frisieren lag jeweils ein lockerer Teppich von ca. 6cm langen Haarspitzen am Boden. Da habe ich diese Therapie abgebrochen, ein haarloser Zombie wollte ich nicht werden.

  7. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber – meine Erfahrung:
    Kind, 12 Jahre, chronische juvenile Polyarthritis. In Österreich, Adamlimumab, Mittel der ersten Wahl. Zusatz im Arztbefund der Kinderrheumaklinik – nicht sparen mit Antibiotika, wenn Infekte auftreten …
    Sind jetzt bei einem TCM-Arzt. Keine Spritzen mehr. Der Rheumaarzt würde natürlich seinem Kind das alles spritzen …
    „Darf“ man natürlich selber bezahlen, Adalimumab wurde anstandslos bezahlt.
    Bin überzeugt, dass ich meinem Kind damit viele andere unangenehme Dinge erspare. Robert Franz finde ich auch sehr interessant (OPC, MSM, D3).

  8. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    es wäre schön, wenn es ein Mittel ohne Nebenwirkungen, das auch noch heilt, gäbe.
    Ich habe seid 30 Jahren eine Rheumatoide Arthritis und habe alles ausprobiert.
    Es hat nichts geholfen (außer Cortison, Nebenwirkungen sind bei mir nicht aufgetreten, liegt wohl an der geringen Dosierung, 6 mg/Tag).
    Jetzt hilft es auch nicht mehr, also letzter Ausweg Biological (versuche jetzt Olumiant 4mg) Nebenwirkungen ja, z.B. Zahnschmerzen, hoffentlich bricht mein Prostatakarzinom nicht wieder aus (befürchte allerdings ja).
    Falls Ihnen etwas einfällt würde ich Sie küssen.
    Gruß

  9. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    Die schlimmste Nebenwirkung ist oft die Krankheit selber! Ich hab seit Mitte der 1980er Jahre Bechterew. Bis vor wenigen Jahren habe ich gemeinsam mit meinem Arzt (Spezialisierung auf Ganzheitsmedizin) dagegen angekämpft. Von diesem Arzt habe ich auch Taiji gelernt und halte das für eine äußerst wirksame Waffe gegen die Krankheit. Ein genialer Chiropraktiker hatte womöglich einen noch größeren Anteil an der Tatsache, dass ich immer noch beweglicher als meine Altersgenossen bin. Ein Versuch mit der Ebringer-Diät (keine Stärke in der Nahrung) führte zur Erkenntnis, dass sie in meinem Fall bei den Gelenksentzündungen nicht wirkt. Die von mir bis dahin gar nicht so schlimm (weil einfach schon gewohnt) wahrgenommenen Probleme im Darm wurden damit behoben. Somit verzichte ich auf stärkehältige Nahrungsmittel mit Ausnahme von frisch gekochtem Reis. Eine Reihe von Entzündungen der Augen (Iritis) wurde mit am Schluss sehr großen Gaben an Kortison bei monatelanger Dauer behandelt. Dann bin ich endlich bei den TNF-Blockern gelandet. Seitdem hatte ich weder eine Iritis noch eine jener Wirbelblockaden, die eben so schmerzhaft wie hartnäckig sind. Entzündungsherde im Körper sind allerdings immer noch vorhanden und teilweise auch recht schmerzhaft. Ohne stärkefreie Diät entzündet sich mein Darm, die Sehnenansätze (am Nacken und in den Armen, Hüftgelenk) sind nach wie vor betroffen, usw..
    Mein Resümee: Wenn TNF Alpha Blocker die Symptome bekämpfen, ist das äußerst positiv zu sehen. Das erhöht die Lebensqualität! Sie scheinen außerdem ein Fortschreiten der Krankheit in manchen Bereichen zu verzögern und das kann man ebenfalls nicht hoch genug bewerten. Und in Kombination mit Taiji, Diät, Chiro und viel Bewegung gewinnt man Lebensqualität. Die erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten wiegt deutlich geringer als die positiven Effekte.

  10. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    der Begriff „Biologica“ ist durch die biotechnologische Herstellung gerechtfertigt. Es handelt sich ja bei den TNF-Hemmern auch um Antikörper, die schließlich Proteine sind. Die Pharmafirmen machen sich die Bezeichnung „Bio“ (klammheimlich) zunutze, um eine gute Verträglichkeit der TNF-Hemmer zu suggerieren. (Zu den Biologica im weiteren Sinne gehören auch Impfseren und Insulin-Präparate, heute leider auch gentechnisch produzierte Pharmaka).

    Die krassen Nebenwirkungen der TNF-Hemmer zeigen das Dilemma in vielen Bereichen der Pharmazie: Durch die Medikation tauscht der Patient eine Krankheit gegen die andere. Nur im Fazit erwähnen Sie kurz die biologischen Mittel im positiven Sinne, die ebenfalls Entzündungsreaktionen abmildern können. Viel zu wenig werden in dem Zusammenhang beispielsweise die pflanzlichen Flavonoide gewürdigt, die auf den TNF eine vergleichbare Wirkung erzielen wie die kostspieligen Pharmazeutika.

  11. Avatar
    bauchblubbern

    14. August 2016 um 09:05

    Lieber Herr Gräber, vielen Dank für diesen fundierten und umfangreichen Beitrag zur Therapie mit Biologica.

    Aufgrund einer schweren Ausprägung von Morbus Crohn wurde ich jahrelang mit Cortison und diversen Immunsuppressiva (u.a. auch Biologica wie Humira und Remicade) behandelt. Wie sie sehr treffend beschrieben haben, ist hier wohl keine wirkliche Heilung möglich und die Nebenwirkungen können teils sehr drastisch sein.

    In einer derartig schlechten gesundheitlichen Situation greift man allerdings zu jedem Strohhalm. Ich denke nicht, dass ich zu diesem Zeitpunkt in der Lage gewesen wäre allein naturheilkundlich behandelt zu werden.

    Allerdings haben die Medikamente nicht die erwünschten Erfolge verzeichnet und wenn ich mich zu Beginn gleich in naturheilkundliche Hände begeben hätte, wäre die Erkrankung sicherlich nicht so weit vorangeschritten. Ich danke Ihnen daher sehr für diese informativen Beiträge und hoffe dass sie noch mehr Menschen damit erreichen!

  12. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    eine Bekannte von mir hat Rheuma in den Augen und Ohren, es besteht die schlimme Aussicht, daß sie erblinden kann. Ich denke,
    daß dieser Frau mit fasten und dergleichen nicht geholfen werden kann. Rheuma kann ja
    fast überall im Körper auftreten- nicht nur
    in Gelenken, Muskel etc. Was würden Sie dieser Frau naturheilkundlich noch raten?

  13. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    vielen Dank für Ihre sehr guten und informativen Beiträge! Ich bin gerade in der Lage, mir einen Rheumatologen suchen zu müssen und keinen zu finden.
    Zu diesem Problem habe ich Ihnen eine E-Mail geschickt und um Rat gefragt
    Beste Grüße von Frau Herwig

  14. Avatar

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    Ihre Beiträge sind einfach wunderbar,
    aufklärend und motivieren dazu, sich mehr
    eigenveratnowrtlich um seine Gesundheit
    zu kümmern. Vielen Dank,
    anna maria

  15. Avatar

    Lieber René Gräber,
    habe Ihren vorangegangen Artikel nicht vollständig gelesen und möchte trotzdem einen Kommentar schreiben… Ich habe/hatte Rheuma. Meine Gelenke, besonders die Hände schmerzten so sehr, dass ich kein kleines Tuch mehr auswringen konnte… Sollte Tabletten nehmen und an einer „Studie“ teilnehmen. Ich wollte weder das Eine noch das Andere… Habe meine Ernährung radikal umgestellt. Überwiegend Rohkost (ca. 90%), mache regelmäßig Einläufe (auch Kaffee)… mein Gewicht ist reduziert…. aber das Wichtigste ist…. keine geschwollene, schmerzende Gelenke mehr!!! Kann Ringe tragen, die ich schon jahrelang nicht mehr benutzen konnte….. usw. Und dieses alles ohne ein einziges Medikament einzunehmen. Alle die Rheuma haben….. nur Mut…. es ist ein wunderbares Gefühl, ohne Schmerzen morgens wach zu werden….. Übrigens habe ich mit der Ernährungsumstellung mit 67 Jahren angefangen…. es ist nie zu spät…
    Danke für Ihre Beiträge!
    Mit freundlichem Gruß
    Helga

  16. Avatar

    Ja, leider gibt es bislang keine Rheumamedikamente, die nicht auch Nebenwirkungen hätten. Und sie heilen auch nicht, sondern verzögern den Krankheitsverlauf höchstens. Dabei ist eine Erkrankung, die der eigene Körper selbst gegen sich richtet, durchaus auch mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Eigenmitteln wieder heilbar!

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