Kollagene
Kolitis
Kollagene Kolitis - Was nun?
Bei der kollagenen Kolitis handelt es sich um eine
chronische Entzündung der Darmschleimhaut des Dickdarms und des
Mastdarms.
Sie zählt (wie die lymphozytäre Kolitis) zu den
mikroskopischen Kolitiden, da makroskopisch keine Veränderungen
sichtbar sind. Die Inzidenz ist vergleichbar mit der einer
Colitis
ulcerosa oder eines Morbus Crohn.
Durch eine Verdickung der Bindegewebsschicht zwischen der
Schleimhaut des Dickdarms und den weiteren Schichten der
Darmwand kommt es zu einer gestörten Resorption
lebensnotwendiger Nahrungsbestandteile aus dem Stuhl.
Physiologisch ist die Darmwand sehr dünn und somit gut
permeabel für Elektrolyte, Wasser und weitere Stoffe. Durch die
Verdickung ist dieser Prozess kaum möglich, so dass
Mangelerscheinungen die Folge sein können.
Die Ursache für den Kollagenzuwachs ist bis heute noch nicht
geklärt. Man geht davon aus, dass es sich zum einen um eine
Reaktion auf toxische Einflüsse (z.B. infolge einer
Autoimmunerkrankung) handelt, welche die Darmwand angreifen.
Als weitere Entstehungsmöglichkeit wird ein Bakterien- oder
Virenbefall diskutiert.
Leitsymptom der kollagenen Kolitis ist ein wässriger,
schlecht zu kontrollierender Durchfall (Diarrhoe), der bei ausgeprägten
Formen sehr häufig pro Tag auftritt. Da die Resorption im Darm
gestört ist, kann kaum Wasser entzogen werden, welches somit im
Darm verbleibt und den Stuhl so flüssig macht. Daneben zeigen
sich Koliken, Übelkeit (teilweise mit Erbrechen),
Schweißausbrüche, Abgeschlagenheit und allgemeine Schwäche. Im
Verlauf kommt es durch den hohen Wasserverlust zu einer
Gewebeaustrocknung, reduzierter und konzentrierter
Harnausscheidung sowie einer Verschiebung im Elektrolythaushalt
(Gefahr eines Schocks). Unbehandelt führt die
Resorptionsstörung auch zu einem Gewichtsverlust, Organschäden
drohen.
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