Polypen
im Darm
Darmpolypen: Was bedeuten Polypen im
Darm?
„Auch große Probleme fangen einmal klein an...“ - zur
Geltung kommt diese Redensart besonders bei Darmpolypen,
die sich in den Schleimhäuten von Dickdarm oder Enddarm bilden
können.
Dickdarmpolypen fangen klein an und sind für gewöhnlich
keine Quelle von Symptomen. In einigen Fällen bleiben sie auch
klein und die Betroffenen verspüren keine erwähnenswerten
Probleme. In anderen Fällen können sie im Verlauf der Zeit
wachsen und zu Dickdarm oder Enddarmkrebs mutieren.
Die frühzeitige Erkennung eines Polyp im
Darm ist entscheidend
Die Schleimhaut im Dick- und Enddarm ist normalerweise frei
von Ausstülpungen oder Behinderungen, sodass der verdaute
Nahrungsbrei ungehindert durchkommt. Es können sich jedoch bei
einigen Menschen Polypen bilden. Das sind kleine Wucherungen,
die aus der Darmschleimhaut heraus, in den Darmkanal
hineinwachsen, durch den die unverdaulichen Nahrungsreste
transportiert werden.
Polypen sind entweder flach und ausgedehnt, mit einem
breiten Unterbau (sessile oder festgewachsene Polypen) oder
sehen aus wie herunter hängende Tropfen (gestielte
Polypen).
Das Risiko, Polypen zu entwickeln steigt mit dem Alter. Vier
von zehn Menschen, im Alter von 60 Jahren oder mehr, haben
bereits einen Polypen oder werden einen bilden; die meisten
Betroffenen haben gleichzeitig mehrere. Um nebenbei zu
erwähnen: die meisten Polypen werden nicht bösartig (maligne),
wenn auch einige mutieren können. Je kleiner der Polyp ist,
desto unwahrscheinlicher ist es, dass er sich zu Krebs
entwickelt.
Bei einigen Menschen werden die Polypen über eine
Erbkrankheit, die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP),
verursacht. Dieser Defekt besteht darin, dass im gesamten
Verlauf des Dickdarms zahlreiche (100 oder zuweilen
1.000) Polypen auftreten.
Menschen mit dieser vererbbaren Störung erkranken bis zu
einem Alter von 40 Jahren zu fast 100 Prozent an Dick- oder
Enddarmkrebs. Um der Entstehung von Krebs in solchen Fällen
vorzubeugen, kann auf ärztliche Empfehlung, der gesamte
Dickdarm entfernt werden.
Faktoren, die das Risiko für Polypen
im Darm erhöhen
- Fälle von Dick- und Enddarmkrebs oder Polypen in der
Familie
- Eine persönliche Krankenvorgeschichte bezüglich Polypen
oder entzündlicher Darmerkrankungen
- Rauchen, wenn auch nicht zur Zeit der Anfälligkeit für
diese Art von Erkrankung
- Zwei oder mehr alkoholische Getränke pro Tag
- Eine Diät mit einem hohen Anteil an tierischem Fett
(siehe auch Kapitel:
Diäten-Test)
- Übergewicht oder Fettleibigkeit (mehr dazu:
Ursachen von Übergewicht und
Folgen von Übergewicht)
Faktoren, die das Risiko für
Darm-Polypen reduzieren
Die Ergebnisse einiger Studien lassen schließen, dass
folgende Faktoren das Risiko, Dickdarmpolypen zu entwickeln,
reduzieren können:
- Verzicht auf das Rauchen und Einschränkung des
Alkoholkonsums
- Regelmäßiger Sport
- Die Einnahme von Nahrungsmittelergänzung
auf Kalziumbasis
- Die Einnahme von Acetylsalicylsäure, z. B. Aspirin®,
oder ähnlichen antientzündlichen Medikamenten
Die Polypen im Darm können in verschiedene Arten
klassifiziert werden. Mehr dazu im Artikel: Arten von
Polypen
Mehr zur
Diagnose und Symptomen von Polypen im Darm lesen Sie
hier.
Wie sind die Konsequenzen von Tumorzellen im
Polyp?
Wenn bei einer Koloskopie zum Beispiel ein Polyp
festgestellt wird, so wird er für gewöhnlich direkt entfernt.
Dazu muss ein dünner Draht durch einen Kanal im Koloskop
geschoben, die Schlinge um den Polypen gelegt und dann
abgetrennt werden. Sowohl sessile als auch gestielte Polypen
können auf diese Weise unschädlich gemacht werden.
Danach kann der Polyp unter dem Mikroskop genauer untersucht
werden, um eine exakte Zuordnung treffen zu können. Polypen
sind weitaus häufiger gutartig (benigne) als bösartig
(maligne). Bei gutartigen Polypen wird der Arzt Ihnen
regelmäßige Dickdarmuntersuchungen dazu raten, neu entstandene
Polypen früh genug zu entdecken und zu entfernen.
Wenn ein Polyp im Darm nur wenige mikroskopisch kleine
mutierte Krebszellen enthält, kann ein Eingriff per Koloskopie
erfolgreich durchgeführt werden. Wenn der Arzt Bedenken hat, ob
es bei dem Krebs über den Polypen hinaus zur Metastase
(weitere Verbreitung) gekommen ist, kann er zu weiteren
Behandlungen ggf. zu einer Operation raten. Dabei wird der
Darmbereich, aus dem der oder die Polypen im
Darm abgetragen wurden, zusammen mit den umgebenden Gewebe
und den Lymphknoten entfernt.
Spätestens die Diagnose "Darmpolypen" sollte Ihnen zum
Anlass dienen, Ihr bisheriges Verhalten und Lebensweise zu
überdenken: besonders Ihre Ernährung und Ihr Bewegungsverhalten
(siehe Risikofaktoren oben).
Jetzt ist noch Zeit, um zum Beispiel auch mit dem Heilfasten
noch eine tiefgreifende "Umstimmung" in ihrem Darm zu erzielen.
Wenn bereits die Diagnose Darmkrebs besteht ist Heilfasten nicht mehr
empfehlenswert.
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