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Metabolic Balance Diät - Geschichte, Erfahrungen und Hintergründe

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Metabolic Balance (MB) ist ein Ernährungsprogramm, dass den Abnehmwilligen mal nicht mit allgemein gültigen Punktelisten und Menüplänen "beglückt".

Dafür gibt es aber mal wieder die Minimierung der Kohlenhydrate im Essensplan. Doch was ist dran an dem Metabolic Balance Plan?

Doch eins nach dem anderen...

Die Macher um den Münchener Arzt Dr. Wolf Funfack nennen es ein "Stoffwechselprogramm", welches sich in unterschiedliche Phasen aufteilt und bei dem jeder einzelne Teilnehmer gegen einen dreistelligen Betrag von seinem Arzt oder Heilpraktiker begleitet wird.

Und ich kann sagen, dass ich bereits mehrfach als Heilpraktiker "geworben" wurde, um auch dieses Programm in der Praxis anzubieten. Und so begann ich zu recherchieren:

Da traf ich zuerst einmal auf Berichte von "Stars und Sternchen" wie Jennifer Anniston, Kate Winslet und auch Sonja Kirchberger die angeblich auf die "Worte" des neuen Abnehm-Papstes schwören. Denn: der bei vielen als neuer "Messias der Diäten" betitelte, Allgemeinmediziner Wolf Funfack verspricht einen rasanten und kinderleichten Gewichtsverlust.

Wie? Ganz einfach, indem er den Stoffwechsel seiner namenhaften Patienten unter die Lupe nimmt - und diesen schließlich so verändert, dass die Pfunde regelrecht von allein purzeln; doch dazu später mehr.

Mythos, Wahn oder Wahrheit, mag sich jetzt so mancher Skeptiker fragen. Nun, die Frage ob Funfacks System (welches er „Metabolic Balance“ nennt) wirklich hält, was es verspricht, lässt sich nicht so einfach mit einem "Ja" oder einem "Nein" beantworten. Manche "Experten" sagen Nein, seine schlanken und ranken Fans sagen Ja. Trotzdem sind sich aber alle einig: das oberbayrische Örtchen Isen ist die neue Metropole der Schlanken und Schönen.

Eigentlich klingt alles wie im Märchen.

Vor zehn Jahren entwickelte der Landarzt aus dem idyllischen Örtchen Isen in Oberbayern einen Ernährungsplan, der seinen Patienten dabei helfen sollte schneller, einfacher und gezielter anzunehmen.

Von Plan zu Plan berücksichtige Funfack allerdings die individuellen Blutwerte, die jeder seiner Patienten mit sich brachte. Kein Ernährungsplan war also gleich. Da es in Isen aber wenige Stars und Sternchen gibt, die wirklich verzichten wollen, umfasst Funfacks Plan bei Weitem nicht nur Gemüse und Obst. Nein, im Rahmen der „Metabolic Balance“-Diät darf man auch Bier, Weißwurst und Süßigkeiten essen. Je nach den eigenen Blutwerten aber in mehr oder weniger großen und tragenden Mengen. Laut der Betroffenen half jeder einzelne Plan allerdings tatsächlich dabei, schnell die eigene Traumlinie zu erreichen. Und das ganz ohne wirklich hungern oder verzichten zu müssen. Eine Neuigkeit, die sich schnell herumsprach – auf der ganzen Welt.

Wer es letztendlich war, der Funfacks Plan nach Hollywood brachte, ist heute nicht mehr ganz so einfach nachvollziehbar. Heute hat sich jedoch sehr vieles verändert. Vor allem in Isen: Denn wo früher noch beschauliche Hütten und Bergpanoramen das Dörfchen zierten, finden sich heute ein großes Ortsschild und die weltweit bekannte Firmenzentrale von Metabolic. Aber das ist nicht das Einzige, was Isen von seinen Nachbarörtchen unterscheidet. Das ganze Dorf hat sich auf die schlanke Linie seiner Besucher eingestellt. Somit gibt es in den dortigen Biergärten, Restaurants und Lokalen nicht nur genaue Fett- und Nährwerteangaben zu jedem Gericht – es gibt sogar ganze Metabolic-Speisekarten.

Und was ist mit Dr. Funfack? Nun, dieser hat vor zwei Jahren seine Tätigkeit als Allgemeinmediziner im schönen Isental aufgegeben und kümmert sich jetzt ausschließlich um die Figurleiden der Schönen und Reichen. Trotzdem bleibt er seinen Wurzeln treu und hat Isen nicht den Rücken gekehrt.

Was ist das Metabolic Balance Programm eigentlich?

Mit dem Programm soll der gesammte Stoffwechsel unterstützt werden, die Insulinausschüttung wird niedrig gehalten und der Hormonhaushalt gestärkt.

Ziel der Metabolic-Balance sei eine „ganzheitliche Gewichtsregulierung und Gesundheitsförderung“.

Erreicht werden soll das mit einem individuellen Ernährungsplan für jeden einzelnen Teilnehmer.

Basis des Plans ist eine Bestimmung des sog. "Ernährungstypus". Dieser Ernährungstypus wird anhand einer Blutanalyse bestimmt, die in ein Labor gesendet wird.

Danach erfolgt die Einteilung in einen sog:

  • Kohlenhydrattyp
  • Eiweißtyp
  • Mischtyp

Danach wird ein Ernährungsplan erstellt. Erstellt wird dieser Plan von einem besonderen Computerprogramm.

Nach den individuellen Laborwerten und anderen Angaben wird für den Teilnehmer ein ausgewogener und ganz persönlicher Ernährungsplan zusammengestellt. Aus einer Liste von Nahrungsmitteln kann man sich seine täglichen Menüs zusammenstellen.

Die Metabolic Balance Phasen

Metabolic-Balance teilt sein Programm in mehrere Phasen ein.

Phase 1:

So beginnen die Teilnehmer mit 2 Obsttagen zur Entschlackung (alternativ je nach Auswertung: Reistag oder Gemüsesuppentag).

Phase 2:

Im Anschluss startet die zweiwöchige "strenge Phase": Gegessen werden nun ausschließlich die Lebensmittel, die ausgehend von der Blutuntersuchung und Computeranalyse erlaubt sind. Die angegebenen Speisen werden ohne zusätzliches Fett zubereitet und die genauen Grammangaben müssen eingehalten werden. Erfahrungsberichten zufolge reduziert sich in kürzester Zeit das Gewicht bei gleichzeitiger Körperstraffung.

Laut der Erfinder des "Metabolic-Balance"-Programmes sind zwei Wochen ausreichend, um den menschlichen Körper komplett auf eine neue Ernährung umzustellen.

Phase 3:

Bis zur Erreichung der selbst gesteckten Ziele befindet sich der Teilnehmer dann in der dritten, einer gelockerten Umstellungsphase. Bisher "verbotene" Lebensmittel sollen selbständig langsam wieder in den Speiseplan integriert werden. Dabei wird erwartet, dass der Abnehmwillige sich selbst gründlich beobachtet und "Dickmacher" selbsttätig aus dem individuellen Speiseplan ausschließt.

Wie geht es danach weiter?

Danach geht man wie in jeder Ernährungsumstellung in eine lebenslange Erhaltungsphase. Denn wie jeder weiß - wer nach einer solchen Prozedur zu großen Mengen Schweinebraten, Eiscreme und zuckerhaltigen Limonaden zurückkehrt, wird wohl nicht lange Freude an den Erfolgen des Programmes haben.

Grundregeln bei Metabolic Balance

Aber auch das MB-Programm kommt nicht ohne einige Grundregeln aus, die akribisch eingehalten werden müssen.

So sollen Teilnehmer ihren Tag in genau drei Mahlzeiten einteilen, zwischen denen exakt 5 Stunden liegen. Diese Mahlzeiten müssen mit einem Eiweißanteil beginnen, und es ist auch nur eine "Eiweißsorte" pro Mahlzeit erlaubt. Nach 21 Uhr ist keine Nahrungsaufnahme mehr vorgesehen. Jeder bekommt eine bestimmte Menge Wasser vorgegeben, die am Tag getrunken werden muss, diese kann nicht durch Tee, Säfte etc. ersetzt werden. Zusätzlich soll man am Tag genau einen Apfel essen.

Erfahrungsberichte / Erfahrungen von Teilnehmern

Die Berichte aktiver und ehemaliger Teilnehmer sind sehr unterschiedlich.

Während eine Gruppe von leichten Schwächeanfällen und ständigem Hunger berichten, vergisst eine andere große Gruppe beinahe die Mahlzeiten und fühlt sich körperlich besser als je zuvor.

Einige Abnahmewillige berichten von geringer Abnahme, aber dafür dem Wegbleiben von Migräne, gutem Schlaf und größerer Stressresistenz.

Andere haben die körperlichen Beschwerden, wegen denen sie das Programm begonnen haben, nicht lindern können, aber dafür Gewicht verloren.

Viele berichten von Problemen, wenn sie sich ausserhalb ihres zugeschnittenen Essensplans bewegen, und immer wieder wird betont, dass man sich entscheiden müsse, die "verbotenen" Lebensmittel tatsächlich ein Leben lang zu meiden. Dabei schwanken die Pläne aber auch zwischen "ich darf fast alles essen" und "ich bin so übersäuert, dass ich nur Mango und Papaya essen darf, kein anderes Obst".

Eine Teilnehmerin jedoch war sehr skeptisch eingestellt: "Die Geschichte mit dem Blutabnehmen halte ich für ein bisschen Hokuspokus. Natürlich haben wir in unserer Gruppe unterschiedliche Mahlzeitenpläne erhalten. Aber ich vermute, dass die Blutuntersuchung lediglich kaschiert, dass wir aufgrund bestimmter Schlüsselwerte in vielleicht 3 oder 4 verschiedene Gruppen eingeordnet worden sind. So individuell sind die Pläne nämlich nicht. Lediglich die Mengenangaben schwanken - und das scheint eher gewichtsabhängig zu sein."

Genau so scheint es auch zu sein:

Ich habe versucht herauszubekommen, WAS da genau im Blut analysiert wird - bisher Fehlanzeige. Alles deutet aber darauf hin, dass es "nur" dazu reicht, den Teilnehmer in eine der sog. Typen:

  • Kohlehydrattyp
  • Eiweißtyp
  • Mischtyp

einzuteilen. Dies würde auch die grundsätzlich drei verschiedenen Ernährungspläne erklären, die dann erstellt werden.

Ich verfolge das weiter und werde berichten...

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert



   
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