Mittelmeer-Diät oder Kretadiät
Ist die Mittelmeerdiät gesund?
Die Mittelmeerdiät wird auch Kreta-Diät genannt und ist eine Ernährungsform, die von der
traditionellen Küche der Mittelmeerländer, insbesondere aber der Bewohner der Insel Kreta, abgeleitet wurde.
Aufgrund zahlreicher verschiedener Studien kamen Wissenschafter zu dem Schluss, dass die spezielle
Ernährungsweise dieser Menschen Grund für deren hohe Lebenserwartung sei.
Sieben-Länder-Studie und Lyon Diet Heart Studie
Bereits 1950 - 1960 wurde von Ancel Key die „Sieben- Länder - Studie“ durchgeführt, bei der über Jahre hinweg
das Auftreten von Arteriosklerose und von Krebserkrankungen in verschiedenen Ländern untersucht wurde. Die Bewohner
Kretas fielen positiv auf, da auf der Insel die wenigsten Erkrankungen auftraten.
Es folgte in den 1990iger Jahren die „Lyon Diet Heart- Study“, die ebenfalls einen Zusammenhang
zwischen der Ernährungsweise und dem Auftreten spezieller Erkrankungen sah. Weitere Studien im Jahre 2003 und 2006
bestätigten die Ergebnisse.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die darauf hinwiesen, dass die Lebenserwartung eines Menschen von vielen
verschieden Faktoren abhängt und nicht allein von der Ernährungsform.
Auch wurde angemerkt, dass die Wirkung dieser Kreta-Diät bzw. der Mittelmeer Diät hauptsächlich bei Griechen und
Spaniern Wirkung zeigte, während Deutsche und Niederländer beispielsweise kaum davon profitierten. Als ein Grund
hierfür wurde das kretische Olivenöl mit seinen Enzymen und hochwertigen Vitaminen angeführt.
Bei gründlichem Abwägen aller „Für“ und „Wider“ bleibt die Tatsache bestehen, dass es sich bei der Mittelmeer-Diät
um eine ausgewogene Mischkost handelt, die langfristig gesund ist und durchaus als Dauerernährung empfohlen werden
kann.
Auf dem Speiseplan der Kretadiät bzw. der Mittelmeerdiät stehen Fischgerichte, regelmäßiger Obst- und
Gemüseverzehr, viel Salat, Brot, sehr wenig Fleisch und dazu gelegentlich ein Gläschen Rotwein.
Zubereitet werden die Gerichte mit hochwertigem Olivenöl, frischen Kräutern und Knoblauch. Die Kreta- Diät
schränkt den Alkoholkonsum ein und verzichtet größtenteils auf Zucker und Fett.
Geringeres Alzheimer Risiko
Diese ausgewogene Nährstoffaufnahme ist gut für die Gesundheit, denn sie schützt die Blutgefäße vor gefährlichen
Ablagerungen, belastet weder Herz noch Kreislauf und soll sogar das Risiko an Alzheimer zu erkranken, um 40%
verringern.
Dies stellten amerikanische Wissenschaftler der Columbia University Medical Center in einer
mehrjährigen Studie mit 2258 Teilnehmern fest. Je konsequenter sich die Teilnehmer an die Vorgaben der
Mittelmeerdiät hielten, umso geringer wurde die Wahrscheinlichkeit einer Alzheimererkrankung.
Auch das Abnehmen ist mit der Kreta-Diät möglich. Allerdings eignet sich die Kreta-Diät zur Gewichtsreduzierung nur
dann, wenn die Kalorienaufnahme dementsprechend eingeschränkt und gleichzeitig einer sportlichen Betätigung
nachgegangen wird.
Die Vorteile der Mittelmeerdiät liegen in der Alltagstauglichkeit; darin, dass es keine absoluten Verbote
gibt, dass die Lebensmittel und Gerichte äußerst schmackhaft sind und sogar in den meisten Restaurants mediterrane
Gerichte auf der Speisekarte stehen.
Fazit: Als Ernährungsform zu empfehlen!
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