Schlankheitsmittel - Schlankheitspillen - Abnehmmittel
Schlankheitsmittel, Schlankheitspillen - Pülverchen & Co. für Sie
bewertet
von: Heilpraktiker René Gräber, Gesundheitspägoge der
Sebastian-Kneipp-Akademie
Schlankheitsmittel haben immer dann Hochkonjunktur, wenn es darum geht ein paar Kilos zu verlieren. Der Markt
bietet eine Vielzahl von unterschiedlichsten Präparaten die alle zu dem Ergebnis "Gewichtsreduktion" beitragen
sollen.
Die Schlankheitspillen lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen, grundlegend ist zuerst einmal die
Differenzierung von frei verkäuflichen Produkten und jenen die ausschließlich über ein ärztliches Rezept erhältlich
sind.
Entwässerungsmittel, Abführmittel und Schlankheitstees
Zu der ersten Produktgruppe, den frei verkäuflichen, zählen unter anderem Entwässerungsmittel, Abführmittel und
Schlankheitstees. Diese bewirken lediglich einen kurzfristigen Erfolg durch eine vermehrte Ausscheidung von
Körperwasser.
Freudige Erfolge von 3 – 5 verlorenen Kilos in der ersten Woche können zwar durchaus verzeichnet werden, sind
jedoch reine Illusion, da bis zu diesem Grad noch kein Körperfett abgebaut wurde.
Einige dieser Mittel können jedoch sehr gut zu Beginn einer Diät, Fastenkur oder zur Entschlackung sinnvoll sein.
Bekannte Produkte aus diesem Bereich sind neben dem Brennesseltee, auch Dragees wie zum Beispiel von Sanhelios
oder das Biofax von Strathmann, deren Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis sind.
Nicht zu vergessen u.a. auch der Pu-Erh-Tee, der immer noch als "Fettkiller"
angepriesen wird.
Fettbindende und sättigungsfördernde Mittel
Eine andere Möglichkeit ist die Einnahme von fettbindenden und sättigungsfördernden Mitteln.
Zur Fettbindung wird gerne das aus Schalentieren gewonnene Chitosan in den Tabletten verwendet. Die
Funktionsweise ist folgende, ungefähr eine halbe Stunde vor der nächsten Mahlzeit werden 1- 2 Tabletten des
Produkts eingenommen.
Im Magen quellen diese auf und binden durch ihre spezielle Faserstruktur einen Teil der aufgenommenen Fette aus
der Nahrung. Dieser Anteil der Fette gelangt somit nicht mehr in den Nahrungskreislauf, sondern wird auf direktem
Wege, unverdaut wieder ausgeschieden. Derartige Fettabsorber gibt es auch aus pflanzlichen Fasern vornehmlich aus
Zitrusfrüchten. Besonders bekannt dürfte ihen Formoline L 112 sein, dass
nach diesem Vorbild arbeitet. Die Anzeigen in sämtlichen "Frauen"-Zeitschriften dürfte wohl jede(r) schon einmal
gesehen haben. Ein ähnliches Präparat ist Liposorb, das Lipo
3c oder auch das neu auf den Markt gekommene KiloControl von
Avitale.
Das Präparat Goodlife 2000 kombiniert zum Beispiel das Chitosan mit Mate
und Chrom.
Mahlzeitenersatz-Pulver
Diätetische Lebensmittel als Nahrungsersatz wären eine andere Alternative dem Fett den Garaus zu machen. Hierbei
handelt es aber um eine reine Geschmackssache, im wahrsten Sinne des Wortes.
Solche Ersatzmahlzeiten bestehen hauptsächlich aus Eiweißkomponenten und werden in Pulverform angeboten (z.B.
das Almased Vitalkost Pulver). Daraus mischt man sich durch die Zugabe
von Flüssigkeit (Wasser, Magermilch, Fruchtsaft) einen flüssigen Speiseersatz, der über einen längeren Zeitraum die
herkömmlichen Mahlzeiten ablöst.
Der bekannteste "Urvater" dieser Diätform sind die Produkte von SlimFast, wie zum Beispiel das Slim Fast Pulver; Varianten davon sind u.a. das Optifast und das Modifast. Da diese Art der Diät
doch recht eintönig und gewöhnungsbedürftig ist suchen viele Diätwillige nach anderen Möglichkeiten.
Quellstoffe als Appetithemmer und Appetitzügler
Appetithemmer stehen ganz hoch im Kurs: CM3 Alginat (siehe auch CM3 Diät), Bionorm, Matricur, Natuvit Extra, Perix (Samenhüllen der Ispaghula-Pflanze) oder Lorex und
Glukomannan-Propol (mit dem "Wirkstoff" Konjak bzw. Konjakmehl) sind beispielsweise solche Präparate.
Die geschluckte Kapsel aus verschiedenen Quell- und Sättigungsmitteln dehnt sich im Magen durch die Magensäfte
auf ein Vielfaches ihres ursprünglichen Volumens aus und mindert so den Appetit. Eine recht gute Möglichkeit seinen
Hunger einzudämmen - aber Fett ist dabei noch keins verbrannt.
Aber den Fettverbrennungseffekt verspricht die Gruppe der:
"Fettkiller" und Fatburner
Und da wären wir beim nächsten Angebot, den so genannten Fatburnern. Sie kurbeln den Stoffwechsel an und dadurch
wird im Körper in der gleichen Zeit mehr Fett verbrannt. Der bekannteste Wirkstoff ist wohl die Aminosäure
L-Carnitin.
Andere Wirkstoffe wie zum Beispiel Chitosan sollen die Aufnahme von Fett im
Darm unterbinden.
Besondere Vorsicht ist vor ephedrinhaltigen Fettkillern geboten. Ephedrin in seiner reinen Form ist zwar
mittlerweile in Deutschland verboten, man kann es teilweise aber noch über das Ausland beziehen. Ephedrin erhöht
den Blutdruck und somit den Stoffwechsel, dies kann jedoch soweit gehen (z.B. bei zu hoher Dosierung), dass es in
extremen Fällen zu einem Kreislaufkollaps oder Herzbeschwerden kommen kann. Pflanzliches Ephedrin wird gern in so
genannten Stackern angeboten, die hauptsächlich in der Bodybuilderszene zur Gewichtsreduzierung
Anwendung finden.
Rein pflanzlich zur Appetitdämmung und Stoffwechselanregung gibt es zum Beispiel eine medizinische Tinktur
namens Gracia Novo, aufgrund einer speziellen Zusammenstellung verschiedener Pflanzenauszüge soll hier
eine höhere Fettverbrennung und eine schnellere Sättigung angeregt werden.
Kohlenhydratblocker
Eine relativ neue Gruppe der Abnehmittel sind die Kohlenhydratblocker.
Hier kommt "endlich" der Gedanke zum Tragen, dass nicht nur Fett fett macht, sondern auch das Kohlenhydrate (allen
voran der Zucker) ebenfalls für Übergewicht und andere zahlreiche Erkrankungen verantwortlich sind.
Alle mir bekannten Kohlenhydratblocker beruhen z.Zt. auf dem Wirkstoff Phaseolin,
der aus Kidney-Bohnen gewonnen wird.
Rezeptpflichtige Medikamente zum Abnehmen
Bei starker und krankhafter Fettleibigkeit kann man über den Hausarzt Medikamente zur Gewichtsreduktion
beziehen.
Xenical basiert auf dem Wirkstoff
Orlistat. Darin enthalten ist ein Stoff der ebenfalls im Verdauungstrakt die Fettverbrennung hemmt. Zusammen mit
ausgewogener Ernährung können mit diesen Medikamenten Erfolge erzielt werden.
Ein weiteres Mittel ist Reductil (mit dem Wirkstoff Sibutramin).
Sibutramin ist ein indirektes Sympathomimetikum. Es hemmt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Noradrenalin und
Serotonin in die Nervenzelle. Dadurch wird eine Erhöhung des Blutdruckes und der Herzfrequenz, eine Erweiterung der
Atemwege und ein erhöhter Energieverbrauch bewirkt. Ebenso stellt sich eine gewisse "Euphorie" und eine Hemmung des
Hungerzentrums im Gehirn ein - kein Wunder das so etwas beliebt ist. Wenn da nicht nur die Nebenwirkungen wären. Da
Reductil nur auf Rezept erhältlich ist, bestellen viele das LIDA. LiDa ist der Handelsname
von Sibutramin in China.
Daneben gibt es weitere Medikamente die das "Hungerzentrum" im Gehirn direkt dämpfen, wie zum Beispiel:
Das solche Mittel z.T. ein erhebliches Risiko bergen zeigte der Skandal um das Abnehmittel Acomplia.
Indirekt wirkende Mittel (die nicht direkt in den Stoffwechsel eingreifen) sind zum Beispiel homöopathische
Mittel wie das Cefamadar oder das Redumax.
Schwitzhosen und andere Mittel um Abzunehmen
Ja... und dann gibt es da noch die Schlankheitsmittel, die man nicht einnimmt, sondern "anwendet". Dazu gehören
solche Dinge wie Schwitzhosen (oder auch Sauna Pants) und andere "Geräte", sowie die
verschiedenen Präparate zum eincremen, wie zum Beispiel das Trimgel oder
Abnehmpflaster wie das "Innov Patch".
Sinnvolle Schlankheitsmittel und Schlankheitspillen
Da stellt sich sofort die Frage: Gibt es überhaupt so etwas wie sinnvolle Schlankheitsmittel?
Nun, ich kenne fast alle Präparate auf dem Markt und ich muss sagen, dass einige davon durchaus Sinn machen
können. Dazu zählt für mich zum Beispiel Chronoslim.
Auch das Präparat Akiba Day & Night hört sich von den
Inhaltsstoffen relativ "vernünftig" an, ebenso wie die Schoenenberger
Schlankheitskur, sowie das Turbo Slim.
Die sog. Kohlenhydratblocker gehören "eigentlich" auch dazu - halte
ich aber für zu teuer.
Diese Webseite will Ihnen helfen, sich im Dschungel der Schlankheitsmittel zurecht zu finden. Teilweise muss ich
mich bei einigen Schlankheitspillen durch "neutrale" Wortwahl schützen, und zwar vor den Firmen selbst, die diese
Mittel herstellen. Manche reichen nämlich schnell und gerne Klagen und Abmahnungen ein...
Der schnellen Übersicht halber, habe ich für alle Abnehmmittel ein René-Gräber-Siegel eingeführt, mit dem Sie
auf einen Blick sehen, was ich von den Mitteln halte. Dieses Siegel spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder,
die ich mir aufgrund von Anwenderberichten, den Inhaltsstoffen und evtl. Studienergebnissen gebildet habe.
Sie finden drei Rene-Gräber-Siegel:
Bei allen genannten Schlankheitsmitteln und Schlankmacher-Mitteln ist ein langfristiger Erfolg trotzdem nur dann
gesichert, wenn der "Diättreibende" auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung achtet. Dies
selbstverständlich auch für die wenigen Präparate, die ich mit "Empfehlenswert" bewertet habe.
Ich muss noch erwähnen, dass ich mit keiner der Herstellerfirmen irgendeine Vereinbarung habe oder in sonstiger
Form mit diesen verbunden bin.
Ich wünsche Ihnen für Ihre Gesundheit alles Gute!

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge (SKA)
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert
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