Rimonabant - Acomplia

Wirkstoff Rimonabant (Acomplia) - Als gefährliches Medikament eingestuft und endlich vom Markt genommen!

Der Wirkstoff Rimobant wird in Europa als Appetitzügler unter dem Markennamen Acomplia von der Firma Sanofi-Aventis vertrieben. Von den deutschen Krankenkassen gibt es keine Erstattung für Acomplia nicht, da es als sogenanntes Lifestyle-Medikament gilt. Die USA hat den Wirkstoff Rimonabant nicht zugelassen, da es starke Nebenwirkungen gerade im Bereich des psychischen Zustands haben kann.

Weil es auch in der EU mehrere Selbstmorde (Suizid) und Selbstmordversuche im Zusammenhang mit Acomplia gegeben, bestätigt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn.

Vom Juni 2006 bis Mai 2008 wurden etwa 80.000 Patienten mit Acomplia behandelt. Im Oktober 2008 gab ein Sprecher schließlich zu: "Die Risiken überwiegen die Vorteile." Angesichts der Nebenwirkungen und Todesfälle im Zusammenhang mit Acomplia halte ich diese Aussage geradezu für zynisch.

Wieder einmal muss ich die Frage stellen: Warum wurde dem Medikament in den USA wegen gravierender Nebenwirkungen KEINE Zulassung erteilt, aber in Europa schon?

Rimonabant wirkt direkt im Gehirn, wo die Ausschüttung von sogenannten Cannabinoidrezeptoren gehemmt wird. Dadurch wird das Hungergefühl unterdrückt, so dass der Patient weniger essen muss und dadurch an Gewicht verliert. Es war zunächst geplant, das Medikament auch zur Rauchentwöhnung auf den Markt zu bringen. Diese Wirkung konnte jedoch nicht ausreichend belegt werden, so dass Rimonabant auf diesem Gebiet nicht zugelassen wurde.

Die Nebenwirkungen von Rimonabant sind bei jeder Person anders, jedoch wurde nachgewiesen, dass es zu starken Nebenwirkungen auf die Psyche kommen kann. Besonders gefährlich ist die Einnahme von Rimonabant wenn bereits eine Depression bekannt ist, da diese verstärkt werden kann. Zudem traten auch bei nicht vorbelasteten Personen unter der Einnahme von Rimonabant plötzliche Suizidgedanken auf. Die gleichzeitige Einnahme von Antidepressiva und Rimonabant muss auf jeden Fall vermieden werden, da es zu unvorhergesehenen Reaktionen kommen kann.

Weitere Nebenwirkungen: Herz-Kreislauf-Probleme, Hautreaktionen und Übelkeit.

Generell wurde Rimonabant nur verordnet, wenn der Patient bereit war selbst etwas zur Gewichtsabnahme beizutragen. Die alleinige Einnahme der Tabletten bewirkte sowie keine wirkliche Gewichtsabnahme, nur in Kombination mit Sport und fettarner Ernährung kann eine dauerhafte Gewichtsabnahme erreicht werden.

Ich weiß aber, dass zahlreiche Patienten einfach nur die Tabletten verordnet bekamen.

Rimonabant war zudem nur für Patienten "empfehlenswert" die einen Body-Maß-Index von mehr als 35 hatten. Bei einem BMI von 35 ist bereits die Rede von Fettleibigkeit. 

Übergewicht mit Medikamenten zu behandeln ist nicht meines Erachtens sowieso nicht notwendig, da es geeignetere Methoden gibt, die nicht solche starken Nebenwirkungen mit sich bringen - die wie im Falle von Acomplia auch tödlich enden können.

Fazit: Übergewicht kommt meist von falschen Lebenumständen, die auch durch die Einnahme eines Medikamentes nicht verändert werden.

Weitere Gedanken zu Stopp von Acomplia habe ich Diät-Blog unter Acomplia: gefährliches Medikament endlich gestoppt geschrieben. Dort können Sie auch Ihre Meinung äußern.

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