Heilpilze

Universelles Heilmittel aus Asien: Der Reishi-Pilz

Der Reishi (Ganoderma lucidum) wird nicht ohne Grund von den Chinesen als „Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit“, „Pilz der Weisen“ oder „Göttliches Heilkraut“ sehr geschätzt. Denn wer das Pilzextrakt über lange Zeit einnimmt, soll damit nicht nur Krankheiten vorbeugen, sondern auch sein Leben verlängern können. Während die Asiaten seit mehr als 4.000 Jahren die Bedeutung des Reishi kennen, erfreut sich der Pilz hierzulande ebenfalls immer größer werdender Beliebtheit.

Was ist Reishi?

Der imposant wirkende Pilz, der vor allem auf Laubhölzern wächst, fällt wegen seines glänzenden Hutes schnell ins Auge. Hierdurch erklärt sich auch der deutsche Name Glänzender Lackporling, wobei sich allerdings in der Naturheilkunde und Medizin die japanische Bezeichnung Reishi durchgesetzt hat. Während der junge Pilz gelblich- weiß ist, färben sich der Stiel und der nierenförmige Hut im Alter dunkelrot. Obwohl der Reishi wahrscheinlich weltweit verbreitet ist, findet man ihn eher selten. Dies liegt daran, dass die Sporen extrem hart sind und der Pilz für die Keimung sehr hohe Ansprüche an die klimatischen Bedingungen stellt.

Seit etwa den 1970er Jahren wird der Reishi auch unter Laborbedingungen gezüchtet und kultiviert. Erst hierdurch ist es gelungen, das Heilmittel einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Während der gesunde Pilz zuvor nur reichen Chinesen zur Verfügung stand, stieg die jährliche Produktion bis 1997 weltweit auf etwa 4.000 Tonnen an. Da der Reishi sehr bitter schmeckt, ist er allerdings als Nahrungsmittel nicht geeignet. Doch sowohl das Pulver als auch der Extrakt machen ihn zu einem hervorragenden Vitalpilz.

Kostenlose Gesundheits-Newsletter von Rene Gräber

Was steckt im Reishi?

Der Reishi enthält sehr wirksame sekundäre Inhaltsstoffe. Mit den Triterpenen beispielsweise schützt sich der Pilz vor dem Befall von Mikroorganismen. Und auch in unserem Körper wirken die Triterpene stark antibakteriell und entzündungshemmend. Auch scheinen sie vor einer Tumorbildung, und damit vor der Entstehung von Krebs, zu schützen (Akihisa T. et al.: Anti-inflammatory and anti-tumor-promoting effects of triterpene acids and sterols from the fungus Ganoderma lucidum; Chem Biodivers; 2007; 4(2); S. 224-231).

Gleichzeitig konnte den Triterpenen blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen werden. Da sie außerdem die Histaminfreisetzung hemmen, können sie auch vor Allergien schützen (Nogami M. et al.: Studies on Ganoderma lucidum. VII. Anti-allergic effect; Yakugaku Zasshi; 1986; 106(7); S. 600-604).

Die Polysaccharide (Mehrfachzucker) des Heilpilzes stabilisieren das menschliche Immunsystem, wodurch unsere Abwehrkräfte gestärkt werden. Die Polysaccharide scheinen dabei unter anderem unsere Antikörper-Produktion anzuregen und das Wachstum der weißen Blutkörperchen zu beschleunigen (Bao X. et al.: Chemical modifications of the (1-->3)-alpha-D-glucan from spores of Ganoderma lucidum and investigation of their physicochemical properties and immunological activity; Carbohydr Res.; 2001; 336(2); S. 127-140).

Aufgrund der tumorhemmenden Eigenschaften schützen die Polysaccharide außerdem ebenfalls vor vielen Krebsarten.

Sicherlich sind viele weitere Inhaltsstoffe des Reishi für seine besondere Heilwirkung verantwortlich. So ist bekannt, dass der Pilz unter anderem wertvolle Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und essentielle Aminosäuren enthält. Viele der enthaltenen sekundären Inhaltsstoffe sind hingegen bisher kaum erforscht.

Deshalb untersuchen viele Wissenschaftler nicht einzelne Inhaltsstoffe des Reishi, sondern erforschen die Wirkungsweise des gesamten Pilz-Extrakts. Anhand mehrerer Studien an Mäusen wurde dabei beispielsweise gezeigt, dass der Extrakt des Pilzes die Leber schützt. Dies scheint unter anderem auf die antioxidative Wirkung zurückzuführen sein, durch die unser Körper entgiftet wird (Shieh Y.H. et al.: Evaluation of the hepatic and renal-protective effects of Ganoderma lucidum in mice; Am J Chin Med; 2001; 29(3-4); S. 501-507).

Der Extrakt des Reishi-Pilzes schützt bei regelmäßiger Anwendung nicht nur vor Tumorbildung, sondern auch vor Entzündungen. Dies konnte anhand unterschiedlicher Laborstudien bewiesen werden (Lakshmi B. et al.: Antiperoxidative, anti-inflammatory, and antimutagenic activities of ethanol extract of the mycelium of Ganoderma lucidum occurring in South India; Teratog Carcinog Mutagen; 2003; Suppl 1 S. 85-97).

Untersuchungen zeigen, dass der Reishi-Extrakt verschiedene Bakterien unter Laborbedingungen sehr effektiv abtötet (Yoon S. Y. et al.: Antimicrobial activity of Ganoderma lucidum extract alone and in combination with some antibiotics; Arch Pharm Res; 1994; 17(6); S. 438-442).


Anwendungsgebiete mit Reishi

Während wissenschaftliche Studien mehr und mehr positive Eigenschaften des Pilzes aufschlüsseln, kennt die traditionelle chinesische Medizin unzählige Leiden, gegen die Reishi außerdem hilft:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schlafprobleme
  • Diabetes
  • Atemwegserkrankungen wie Asthma und Bronchitis
  • Leberprobleme und Nierenprobleme
  • Hauterkrankungen
  • Magengeschwüre und Darmgeschwüre
  • Störungen des Fettstoffwechsels
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Krebs
  • Wechseljahresbeschwerden und Altersbeschwerden
  • Depressionen und Ängste, Nervenschwäche
  • Schmerzen aller Art

Die regelmäßige Einnahme von Reishi hilft aber vor allem bei der allgemeinen Stärkung unseres Organismus. Gleichzeitig beugt der Heilpilz den oben genannten Krankheiten vor.

Wodurch wird die Wirkung des Reishi beeinflusst?

Da noch nicht alle Inhaltsstoffe des Reishi gründlich untersucht sind, kennen wir nicht alle Substanzen, die die gesunde Wirkung des Pilzes begründen. Da es in natürlich entstanden Heilmitteln immer Schwankungen bei der Menge der Inhaltsstoffe gibt, kann auch die Wirksamkeit der Produkte unterschiedlich ausfallen. In Kultur gewachsene Pilze erhalten dabei optimale Bedingungen der Nährstoffzufuhr.

Da es dem Reishi vom Aussehen her sehr ähnliche Ganoderma-Arten gibt, kann es bei Wildsammlungen darüber hinaus leicht zu einer Verwechslung mit verwandten Pilzen kommen. Auch dies senkt dann natürlich die Wirksamkeit des jeweiligen Produkts (Paterson R. R.: Ganoderma - a therapeutic fungal biofactory; Phytochemistry; 67, 2006; S. 1985-2001).

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen recht unterschiedlich auf den Reishi reagieren. Während bei vielen bereits eine Tablette genügt, um den Blutdruck zu senken, können andere Personen über mehrere Tage jeweils zwei Kapseln einnehmen, ohne dass hieraus eine Besserung des Zustands eintritt.

Vitamin C scheint die positiven Wirkungen des Reishi-Pilzes noch zu fördern. Expertem empfehlen deshalb, parallel zur Einnahme von Reishi-Produkten Vitamin C-reiches Obst zu essen. Ebenfalls möglich ist natürlich die gleichzeitige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Ascorbinsäure enthalten.

Wie nehme ich Reishi ein?

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, der sollte Reishi regelmäßig zu sich nehmen. Denn das universelle Heilmittel wirkt vorbeugend gegen unterschiedlichste Krankheiten und Leiden. Es gibt unter anderem Reishi-Pulver, das Sie als Gewürz oder als Tee in Ihren täglichen Ernährungsplan integrieren können. Darüber hinaus ist das Pilzpulver auch in Tablettenform und als Extrakt in einer Zellulosekapsel erhältlich.

Letzteres ist sowohl als Medikament bei einigen schwerwiegenden Erkrankungen als auch für therapeutische Zwecke zu empfehlen. Einige Untersuchungen weisen darauf hin, dass nicht nur der Pilz selber, sondern vor allem auch dessen Sporen die wertvollen, gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe enthalten.

Kostenlose Gesundheits-Newsletter von Rene Gräber

Klicken Sie HIER um mich auf Facebook zu besuchen

Klicken Sie HIER um René Gräber auf Google Plus zu folgen...

Klicken Sie HIER für Informationen wie Sie meinen kostenlosen Newsletter anfordern können...

Klicken Sie HIER um mich auf XING zu besuchen...

Klicken Sie HIER um mir über Twitter zu folgen...

Interview mit René Gräber zum Heilfasten

René Gräber im Interview zur Ernährung

René Gräber über Diäten

René Gräber zur sogenannten Grünen Gentechnik