Altapharm Basenpulver von Rossmann – Wirkung & Kritik

Das Altapharm Basenpulver von Rossmann wirbt mit Entsäuerung, Unterstützung des Stoffwechsels und einer ausgewogenen Mineralstoffkombination. Auf den ersten Blick klingt das nach einem soliden Basenpräparat mit Citraten und Spurenelementen. Ein genauer Blick auf die Zusammensetzung zeigt jedoch ein differenzierteres Bild.

Zwar enthält das Produkt Calcium-, Magnesium-, Kalium- und Natriumcitrate sowie relevante Spurenelemente wie Zink, Selen und Chrom. Gleichzeitig besteht die empfohlene Tagesdosis zu einem erheblichen Teil aus Maltodextrin. Rund 25 Gramm Kohlenhydrate pro Portion liefern über 100 Kilokalorien – ohne direkten Beitrag zur angestrebten Entsäuerung. Auch der Natriumgehalt ist nicht unerheblich und sollte im Kontext von Blutdruck und Gesamtzufuhr betrachtet werden.

Im folgenden Beitrag analysiere ich die Inhaltsstoffe, die physiologische Wirkung der Citrate sowie die Frage, ob die Zusammensetzung des Altapharm Basenpulvers fachlich überzeugt oder ob es sinnvollere Alternativen gibt.

Dieses Basenpulver von Altapharm soll nicht nur den Körper entsäuern, sondern auch den Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette verbessern. Dies bewirken laut der Drogerie-Kette Rossmann, deren Eigenmarke das Produkt ist, verschiedene Mineralien, einschließlich diverser Spurenelemente.

Die Inhaltsstoffe sind Calciumcitrat, Natriumcitrat, Kaliumcitrat, Magnesiumdicitrat, Eisen(ll)-sulfat,  Zinkoxid, Kupfer-(II)-sulfat, Chrom-(III)-chlorid, Natriummolybdat, Kaliumjodid und Natriumselenit. Siliziumdioxid ist nicht als Wirkstoff, sondern als Trennmittel deklariert.

Die Tages-Ration von 30 g besteht bei genauem Hinsehen aus 25 g Kohlenhydraten. Dazu gehört in erster Linie Maltodextrin. Die täglich empfohlene Dosis liefert zudem 372 mg Calcium, 300 mg Kalium, 267 mg Natrium und 90 mg Magnesium.

Die Spurenelemente der täglichen Dosis sind 5,6 mg Eisen, 4,5 mg Zink, 0,9 mg Kupfer sowie 75 µg Molybdän, 54 µg Chrom, 42 µg Selen und 93 µg Iod.

Citrate als Wirkstoffe zur Entsäuerung

Salze der Zitronensäure (Citrate) gelten als die effektivsten Mineralstoffe für die Entsäuerung bis in die Zellen hinein. Die Kombination der Spurenelemente unterstützt viele wichtige Enzym-Reaktionen, einschließlich des Immunsystems. Die ungünstigen Carbonate vieler Entsäuerungsmittel sind hier nicht enthalten, wodurch Magen-Darm-Probleme vermieden werden. Lactose und Gluten fehlen, außerdem ist das Basenpulver vegan.

Hingegen beinhaltet das Präparat eine immerhin erkleckliche Menge Natrium. Ungünstig erscheint dies im Hinblick auf den Blutdruck. Besonders fraglich ist die Entscheidung des Produzenten, ein Basenpulver auf den Markt zu bringen, das zu über 80 % aus Kohlenhydraten besteht.

Die Tagesdosis liefert auf diese Weise zusätzlich 456 kj (107 kcal). Zur beabsichtigten Wirkung tragen die Kohlenhydrate nicht bei und sind daher allenfalls als Füllstoff zu betrachten. Kostengründe scheinen hier nicht ausschlaggebend zu sein, vielleicht eher psychologische. Eventuell soll der Verbraucher das Gefühl bekommen, sich eine „ordentliche Menge“ einzuverleiben.

Fazit

Aus meiner Sicht wäre ein citratbasiertes Basenpulver ohne Maltodextrin und mit reduziertem Natriumanteil metabolisch günstiger zusammengesetzt.

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Dieser Beitrag wurde am 22.08.2022 erstellt und am 15.2.2026 überarbeitet.

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