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Heilkraft aus dem Meer: Chlorella Algen und Spirulina Algen?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Wer das Wort „Algen“ hört, denkt sofort an den grünen Belag auf den Scheiben seines Aquariums oder an undefinierbares Grünzeugs, was man als Tang im Meer umher treiben sieht.

In Asien z.B. werden teilweise diese Algen auch zum Verzehr genutzt, was man aber in unseren Breiten eher als eine exotische Form der Kochkunst ansehen mag. Auf der anderen Seite, wenn wir selbst auch Pflanzen essen, in Form von Obst und Gemüse, warum sollten dann Algen keine Alternative für eine ordentliche Ernährung sein?

Was also steckt nun wirklich in den Algen? Zwei besonders bekannte und beliebte Vertreter dieser Zunft sind Chlorella pyrenoidosa und Spirulina.

Schauen wir uns einmal die beiden genauer an und versuchen die Vorzüge zu erhellen.

Algen

Chlorella Algen und Spirulina Algen der Vergleich

Es gibt viele Arten von „Algen“. Dabei ist dieses Wort nicht unbedingt ein wissenschaftlicher Begriff. Denn was in der Populärwissenschaft unter „Algen“ kursiert, sind oft komplett verschiedene Lebensformen, die biologisch nichts miteinander zu tun haben. So auch in unserem Fall.

Chlorella pyrenoidosa ist eine Alge, die zu den Pflanzen gezählt wird. Ihre Zellen haben, wie bei jeder Pflanze, einen Zellkern und eine stark ausgeprägte Zellwand. Chlorella zählt somit zum Reich der Eukaryonten (Eukaryoten ist die neuere Bezeichnung), die sich durch einen komplett vorhandenen Zellkern auszeichnen.

Spirulina dagegen scheint die entwicklungsgeschichtlich ältere Lebensform zu sein, denn ihre Zellen enthalten keinen ausgeprägten Kern. Deswegen gehört Spirulina dem Reich der Prokaryonten (Prokaryoten ist die neuere Bezeichnung) an. Damit ist Spirulina auch keine Alge, sondern ein Bakterium.

Die Zellwand ist ebenfalls deutlich schwächer ausgeprägt und scheint eher einer Membran zu gleichen, wie sie bei den tierischen Zellen vorkommt. Was beiden gemeinsam ist, ist die Energiegewinnung durch Photosynthese auf Chlorophyllbasis. Und das Chlorophyll ist auch der Grund, warum beide eine grüne Farbe haben, wobei das Grün von Spirulina mehr ins blau-grün tendiert. Von daher hören wir für Spirulina auch oft die Bezeichnung als „Blau-Alge“. Andere Bezeichnungen für Chlorella und Spirulina sind „Mikro-Algen“, da die Einzeller mikroskopisch klein sind.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Formen ist ihr Lebensraum. Chlorella gedeiht nur in Süßwasser, Spirulina dagegen kann in Süß- und Salzwasser florieren.

Chlorella pyrenoidosa – das Portrait

Eigentlich ist die Zusatzbezeichnung „pyrenoidosa“ nicht richtig. Der sollte nämlich richtigerweise „vulgaris“ lauten. Aber im Laufe der Jahrzehnte haben sich alle, einschließlich der Wissenschaftler, an diesen Namen so gewöhnt, dass er bis heute der Gebräuchlichste ist. Aber Namen sind Schall und Rauch und ändern auch in diesem Fall nichts an den Fakten. Und die sehen so aus:

Chlorella ist der am besten untersuchte Modellorganismus der Wissenschaft. Denn eine intensive Erforschung der Alge endete in dem Verständnis für die Bedeutung des Chlorophylls und der Photosynthese, die für praktisch alle Pflanzen die typische Art der Energiegewinnung darstellt.

Ein wichtiger Grund, warum Chlorella ein „Liebling“ der Wissenschaftler wurde, liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an ihrer einfachen Kultivierbarkeit. Und diese Eigenschaft ist eine günstige Voraussetzung für die Kultivierung und Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln.


Was aber enthält denn Chlorella an wichtigen Nährstoffen?

Der Stoff mit der höchsten Menge ist das Chlorophyll. Dies hat bei Chlorella eine 10-fach höhere Konzentration als z.B. in Alfalfa (Luzerne), aus dem normalerweise kommerziell verwertetes Chlorophyll gewonnen wird. Damit ist Chlorella mit die chlorophyllhaltigste Lebensform, die wir kennen. Aber auch die anderen Nährstoffe können sich sehen lassen. Hier einmal eine Zusammenfassung der wichtigsten Nährstoffe:

Makro-Nährstoffe in Chlorella

Makro-Nährstoff

In Prozent

Proteine

58,4

Fette

9,3

Kohlenhydrate

23,2

Ballastoffe

0,3

Asche

4,2

Feuchtigkeit

4,6

Kalorien

411cal/100 Gramm

Auffallend ist hier der außerordentlich hohe Proteinanteil von fast 60 Prozent.

Ein Vergleich mit anderen Proteinquellen zeigt wie hoch dieser Anteil bei der Alge ausfällt:

Proteine pro 100 Gramm Biomasse

Quelle

Gramm

Chlorella

58

Rindfleisch

24-27

Hühnerfleisch

24

Fisch

18-29

Weizen

13

Eier

13

Reis

3

Kartoffeln

3

Ein hoher Proteingehalt ist eine Sache. Aber enthalten diese Proteine auch Aminosäuren, die wir zu den essentiellen Aminosäuren zählen? Dies ist von Interesse, da die essentiellen Aminosäuren nicht vom Organismus selbst produziert werden können, sondern über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Aminosäuren in Chlorella
Die essentiellen Aminosäuren sind mit einem „*“ gekennzeichnet.

Aminosäure

Prozent

Aminosäure

Prozent

Alanin

4,3

* Methionin

1,3

Arginin

3,3

* Phenylalanin

2,8

Asparaginsäure

4,7

Prolin

2,5

Glycin

3,1

Serin

2

Glutaminsäure

5,8

* Threonin

2,4

Histidin

1,1

* Trypotophan

0,5

* Isoleucin

2,3

* Valin

3,2

* Leucin

4,7

Andere

11,4


Weiter geht’s mit einem Blick auf die Vitamine, die Chlorella zu bieten hat:

Vitamine in Chlorella

Vitamin

mg/100gr.

Vitamin

mg/100gr.

A (Aktivität)

51.000 IE

C

10,4

B1

1,7

E

1,5

B2

4,3

Folsäure

0,09

B6

1,4

Inositol

132

B12*

0,13

Niacin

23,8

Biotin

0,2

Pantothensäure

1,1

* Die tägliche Zufuhr von 3 Gramm Chlorella gewährleistet eine Versorgung des Organismus mit 4 Mikrogramm an Vitamin B12, was 70 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin B12 ausmacht.

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf die Mineralien, die Chlorella zu bieten hat:

Mineralstoffe in Chlorella

Mineralstoff

mg/100gr.

Mineralstoff

mg/100gr.

Calcium

221

Jod

0,4

Eisen

130

Magnesium

315

Phosphor

895

Zink

71


Des Weiteren enthält Chlorella noch weitere Spurenelemente, ebenso Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren.

Chlorella pyrenoidosa und seine biologischen Vorzüge

Aufgrund dieser Fülle an biologisch wertvollen Nährstoffen erhebt sich die Frage, ob Chlorella pyrenoidosa denn wirklich in der Praxis so gut aussieht wie in der Theorie. So liegen glücklicherweise inzwischen eine Reihe von interessanten Forschungsarbeiten vor, die gezeigt haben, dass Chlorella in der Lage ist, den Dioxingehalt in der Muttermilch zu senken, die Immunglobuline IgA zu erhöhen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17472477), blutdrucksenkend zu wirken, den Serumcholesterinspiegel zu senken, die Wundheilung zu verbessern und beschleunigen und den Immunstatus zu verbessern (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11347287).

Es gibt auch Hinweise, dass Chlorella in der Lage ist, Schwermetalle zu binden (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18800895)
(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20118630) und gegen oxidativen Stress wirksam zu sein (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19589628).

Chlorella scheint besonders für Schwangere geeignet zu sein, da es Arbeiten gibt, die zeigen, dass die Alge Schwangerschaftshypertonien und Anämien verhindern kann. Grund dafür scheint der hohe Gehalt an Folat, Eisen und Vitamin B12 zu sein(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20013055).

Betrachten wir als nächstes einmal die Spirulina genauer:

Spirulina – das Portrait

Das Cyanobakterium Spirulina als Nahrungsergänzungsmittel wird aus den Spezies Arthrospira platensis und Arthrospira maxima gewonnen. Im Vergleich zu Chlorella enthält Spirulina deutlich weniger Chlorophyll. Dafür kompensiert es diesen Nachteil durch einen deutlich höheren Proteinanteil, der bei über 70 Prozent liegt. Aber schauen wir doch mal genauer hin, was uns Spirulina zu bieten hat.

„Blau-Algen“, und hier besonders Spirulina, haben eine vergleichsweise primitive Struktur mit wenigen Stärkespeichern in den Zellen und einer wenig entwickelten Zellmembran. Dafür sind sie jedoch reich an Ribosomen, die für die Proteinproduktion verantwortlich sind. Diese spezielle Anordnung erlaubt eine schnelle Photosynthese und Proteinproduktion.

Die Abwesenheit von harten Zellwänden erlaubt die rasche und problemlose Assimilation der Spirulina-Proteine durch die Organismen, die die Cyanobakterien vertilgen. Spirulina-Proteine gelten als biologisch komplett, da sie alle 8 essentiellen Aminosäuren anbieten können, und das in einem physiologisch entsprechend richtigem Verhältnis.

Im Vergleich zu Chlorella: Chlorella bietet „nur“ 7 der 8 essentiellen Aminosäuren an. Dies kann man auch bei den meisten anderen Pflanzen beobachten, dass die vollständige Liste an essentiellen Aminosäuren nicht angeboten werden kann. Darüber hinaus erleichtert Spirulina die Aufnahme der Aminosäuren.

Unter normalen Bedingungen werden Proteine im Verdauungsprozess zerlegt und resorbiert. Probleme bei der Verdauung kann dann eine ordnungsgemäße Aufspaltung in Peptide und Aminosäuren verhindern und die Bioverfügbarkeit mindern. Spirulina bietet alle erforderlichen Aminosäuren in einer Form an, die 5 mal besser zu verdauen ist als Fleisch oder Sojaprotein.

Hier ein kurzer Blick auf die 8 essentiellen Aminosäuren:

  • Isoleucin: Wird benötigt für ein optimales Wachstum, Entwicklung der Intelligenz und die Regulierung des Stickstoffhaushalts des Organismus. Es ist die Basis für die Synthese anderer Aminosäuren.
  • Leucin: Stimuliert Gehirnfunktionen und erhöht das Energieniveau der Muskulatur.
  • Lysin: Ein Baustein für Antikörper. Es stärkt das Kreislaufsystem und unterstützt das normale Wachstum von Zellen.
  • Methionin: Eine wichtige Aminosäure für den Fettstoffwechsel, die die Gesundheit der Leber unterstützt. Es ist ein Anti-Stress-Faktor und beruhigt die Nerven.
  • Phenylalanin (Vorsicht bei Phenylketonurie): Wird von der Schilddrüse benötigt, um Thyroxin zu bilden, das den Stoffwechsel stimuliert.
  • Threonin: Verbessert die gesamte Verdauungstätigkeit und Enzymstatus.
  • Tryptophan: Verbessert die Verwertung der B-Vitamine, unterstützt die Funktionen des Nervensystems und stabilisiert Emotionen. Es vermittelt ein Gefühl der Ruhe.
  • Valin: Stimuliert mentale Kapazitäten und die Koordination der Muskulatur.

Neben den essentiellen Aminosäuren bietet Spirulina auch noch eine Reihe von nicht-essentiellen Aminosäuren an:

Spirulina kann 10 von 12 nicht-essentiellen Aminosäuren anbieten.

„Nicht-essentiell“ heißt nicht etwa, dass diese Aminosäuren vom Körper nicht unbedingt benötigt werden. Es heißt vielmehr, dass der Körper bei Bedarf diese Aminosäuren selbst herstellen kann. Dafür müssen aber die notwendigen Materialien seitens der Nährstoffe vorliegen. Auf der anderen Seite hat der Organismus weniger Arbeit zu verrichten, wenn die nicht-essentiellen Aminosäuren schon „schlüsselfertig“ zur Verarbeitung vorliegen.


Diesen Vorteil kann Spirulina bieten:

  • Alanin: Stärkt Zellwände.
  • Arginin: Wichtig für die sexuelle Gesundheit des Mannes, da 80 Prozent der Samenflüssigkeit aus Arginin besteht. Hilft auch, den Körper zu entgiften.
  • Asparaginsäure: Hilft bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Zellenergie.
  • Cystein: Hilft bei der Aufrechterhaltung der Pankreasfunktionen, die wichtig sind für einen normalen Blutzucker und Kohlenhydratstoffwechsel. Es ist zu einem gewissen Grad fähig, Lebensmittelallergien und -intoleranzen zu lindern.
  • Glutaminsäure: Zusammen mit Glucose ist die Aminosäure ein wichtiger Nährstoff für das Gehirn. Sie kann eingesetzt werden, um Alkoholsucht einzudämmen und die mentale Gesundheit zu fördern.
  • Glycin: Verleiht Energie und erhöht die Verwendung von Sauerstoff in den Zellen.
  • Histidin: Stärkt die Schaltstellen des Nervensystems, speziell bei Hörsinn. Spezielle Formen der Taubheit sind mit der Aminosäure behandelbar.
  • Prolin: Eine Vorläufersubstanz von Glutaminsäure.
  • Serin: Hilft beim Aufbau der schützenden Fetthülle um die Nervenfasern.
  • Tyrosin: Verlangsamt das Altern der Zellen und unterdrückt das Hungerzentrum im Hypothalamus. Es kann aus Phenylalanin synthetisiert werden. Es spielt eine Rolle bei der Haar- und Hautfärbung und dem Schutz vor Sonnenbrand.

Nicht nur die Proteine und Aminosäuren sind wichtig für eine komplette Ernährung. Ohne die entsprechenden Mineralien ist ein normales Funktionieren des Organismus nicht denkbar.

Spirulina kann in Gewässern existieren, die mit Mineralien gesättigt sind und wo kaum eine andere Bakterien- oder gar Pflanzenart gedeihen würde. Spirulina gedeiht in alkalischen Gewässern, was seinen basischen Charakter ausmacht, und nimmt eine Reihe von Mineralien in seine Zellen auf.

Spirulina transformiert die Mineralien in eine organische Form, indem es Chelate mit Aminosäuren bildet (Chelat = Verbindung von Metall mit Aminosäuren oder Proteinen) und daher vom Organismus viel besser aufgenommen werden kann.

Hier die Liste von Mineralien und Mikronährstoffen, die bei Spirulina zu finden sind:

Ein Blick auf die Vitamine verrät uns, dass auch hier Spirulina einiges zu bieten hat:

(250 Prozent höhere B12-Konzentration als in Kalbsleber, die zuvor als die ergiebigste Quelle von natürlichem B12 angesehen wurde), Biotin, Inositol, Vitamin E etc. Carotinoide sind Vorstufen des Vitamin A, das vom Organismus auf Bedarfsbasis synthetisiert wird. Während Vitamin A in Tierleber vorwiegend zu finden ist, kann ein zu hoher Verzehr zu Vergiftungen führen. Auch hier hat Spirulina den Vorteil, nur die unproblematische Vorstufe in substantieller Menge anzubieten.

Nicht zuletzt basiert die Anreicherung von Vitamin A in Fischleber auf dem Verzehr von Spirulina und anderen Cyanobakterien seitens der Fische.

Ein weiterer interessanter und nicht unwichtiger Bestandteil, den Spirulina bieten kann, sind enzymatische Pigmente. Die „Mikro-Alge“ ist trotz ihrer geringen Größe reich an Pigmenten, die biochemisch für das Leben notwendig sind. Denn ohne Pigmente könnten eine Reihe von Organismen keine Enzyme produzieren, die gebraucht werden, um den Stoffwechsel zu betreiben. Diese sind: Chlorophyll, Phycocyanin, was dem Bilirubin beim Menschen entspricht und wichtig für die Leberfunktion und Verdauung ist, Porphyrin, der aktive Kernbereich des Hämoglobins, Phycoerythrin, Tetrapyrrol, Phytonadion, die bei metabolischen Prozessen eine Rolle spielen. Ohne sie würden enzymatische Abläufe soweit eingeschränkt werden, dass die Zellfunktion aufhören würde zu existieren.

Bei dieser geballten Ladung von Nährstoffen bleibt natürlich auch die Frage offen, wie es mit den Fetten, den Kohlenhydraten und Kalorien aussieht. Spirulina hat einen Lipidanteil von nur 7 Prozent, der zumeist in Form von essentiellen Fettsäuren vorkommt und der in der Lage ist, sogar Cholesterinspiegel zu senken. Diese Fettsäuren sind Gamma-Linolensäure, Alpha-Linolensäure, Linolsäure, Stearidonsäure, Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) – EPA und DHA sind die elementaren Omega-3-Fettsäuren in Fischöl – und Arachidonsäure.

Spirulina enthält nur sehr wenig Stärke oder Zucker. Diese liegen bei einem Wert zwischen 10 und 15 Prozent und kommen primär als Rhamnose und Glykogen vor. Diese beiden Polysaccharide werden von der Zelle leicht resorbiert mit nur einer geringfügigen Unterstützung seitens des Insulins. Damit kann Spirulina mit seinen „Zuckern“ eine ebenfalls schnelle Energiegewinnung anbieten, ohne die Bauchspeicheldrüse zu belasten oder Unterzuckerungen zu provozieren.

Mit nur 3,9 Kalorien pro Gramm Protein zeigt sich Spirulina als sehr ökonomisch. Um ein Gramm Protein vom Rind zu erhalten, müsste man 65 Kalorien verzehren, also fast 17 mal mehr Kalorien als bei Spirulina. Eine 500 Milligramm Tablette Spirulina enthält etwa 1 bis 2 Kalorien.

Es bleibt noch die Frage nach dem Salzgehalt, besonders wenn das Cyanobakterium aus dem Meer gewonnen wurde. Spirulina jedoch enthält nur 0,2 Milligramm Natrium pro Tablette (500 Milligramm). Dies liegt weit unter der Höchstgrenze von täglich 2000 Milligramm für Hypertoniker.

Gesundheitliche und medizinische Aspekte

Für Spirulina existieren mittlerweile eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen mit verschiedenen therapeutischen Aspekten. So konnte in vitro die Eisen-chelatisierende Wirkung gezeigt werden, die toxische Konzentrationen von Eisen eliminierte.(1)

Im Tierversuch zeigte Spirulina eine kardioprotektive (herzschützende) Wirkung gegen Doxorubicin, ein Krebsmittel (Chemotherapeutikum), ohne die Wirkung des Präparats zu beeinflussen.(2) Nach Schlaganfällen reduziert Spirulina die Schwere des Infarkts und verbessert die Beweglichkeit des Kranken.(3) Dies ist nur eine kleine Auswahl an in vitro und Tier-Versuchen mit Spirulina.

Es gibt aber auch einige Studien mit menschlichen Probanden; z.B. erhöht Spirulina das Körpergewicht von unterernährten Kindern und korrigiert deren Anämie.(4) Es hat gute Wirkung bei der Entgiftung von Vergiftungszuständen durch Arsen gezeigt.(5) Darüber hinaus sind eine Vielzahl von anderen Aspekten untersucht worden, die Spirulina als ein Nahrungsmittel zeigten, mit dem man nicht nur ernährungsbedingte gesundheitliche Probleme korrigieren kann, sondern auch Probleme chronischer Natur.

Besonderheiten

Wussten Sie, dass Spirulina sowohl von der NASA als auch von der European Space Agency (ESA) als eines der Hauptnahrungsmittel für Langzeit-Raumfahrt-Missionen vorgesehen ist.

Fazit:

Mit Chlorella pyrenoidosa und Spirulina haben wir ein Doppelpack in Sachen gesunder Ernährung, das nicht nur aus dem Wasser kommt, sondern auch mit allen Wassern der Ernährungskunst gewaschen zu sein scheint. Mehr Gesundheit in einer Zelle kann man kaum verlangen.

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Quellen:

(1) Barmejo-Bescós, P., Piñero-Estrada, E., &Villar del Fresno, A. (2008). "Neuroprotection by Spirulina platensis protean extract and phycocyanin against iron-induced toxicity in SH-SY5Y neuroblastoma cells". Toxicology in Vitro 22 (6): 1496–1502

(2) Khan, M., et al. "Protective effect of Spirulina against doxorubicin-induced cardiotoxicity." Phytotherapy Research. 2005 December;19(12):1030-7

(3) Wang, Y., et al. "Dietary supplementation with blueberries, spinach, or spirulina reduces ischemic brain damage." Experimental Neurology. May, 2005 ;193(1):75-84

(4) Simpore, J., et al. "Nutrition Rehabilitation of HIV-Infected and HIV-Negative Undernourished Children Utilizing Spirulina." Annals of Nutrition & Metabolism. 49, 2005: 373-380

(5) Mir Misbahuddin, AZM Maidul Islam, Salamat Khandker, Ifthaker-Al-Mahmud, Nazrul Islam and Anjumanara. Efficacy of spirulina extract plus zinc in patients of chronic arsenic poisoning: a randomized placebo-controlled study. (Risk factors ). Journal of Toxicology: Clinical Toxicology. 44.2 (March 2006): p135(7)

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert