Ist Jod in Algen bei Schildrüsen-Problemen gefährlich?

Algen sind bekannt dafür, dass sie im Wasser vorkommen. Den Aquarienbesitzern sind sie ein Dorn im Auge, da sie unbehandelt die klare Sicht auf das Innere des Aquariums trüben. Im Meer treiben größere Exemplare und ganze Algenteppiche die Badeurlauber aus den Gewässern, da sie ein Indikator für mögliche Wasserverschmutzung sein können. Dann gibt es noch die Algen, die man als Nahrungsergänzungsmittel einkaufen und verzehren kann. In Asien gibt es dann noch diese exotischen Gerichte mit Tang und ähnlichem, das gekocht oder sogar roh auf den Tisch kommt.

Aber was haben Algen mit Chlorella zu tun? Und was hat Chlorella mit der Schilddrüse zu tun? Ich erhalte immer wieder Fragen, wie sich das mit Schilddrüsen-Problemen und der Einnahmen von Algen (speziell Chlorella) und wegen des Jod-Anteils verhält. Es ist ja inzwischen kein Geheimnis mehr, dass ich von den Algen sehr viel halte und diese im Rahmen von „Entgiftungskuren“ und auch beim Heilfasten großzügig einsetze.

An dieser Stelle sei mir daher einmal gestattet für meine Heilfasten Anleitung Werbung zu machen 🙂 Sie können diese bestellen, wenn Sie hier klicken: Heilfasten Anleitung nach René Gräber 

Zurück zu den Algen und zur Chlorella: Immerhin handelt es sich bei Chlorella um eine Alge. Und die sind, wie viele Meeresfrüchte, voll mit Jod, was wiederum eine Schilddrüsenüberfunktion nur noch verschlimmern würde. Oder etwa doch nicht? Und hier kommt die gute Nachricht: Du darfst…

Chlorella vulgaris – eine Alge, die gesund ist

Es ist zwar richtig, dass es sich bei Chlorella vulgaris um eine Alge handelt. Aber das Wort „Alge“ allein ist mehr als missverständlich. Denn vieles, was man einfach als „Alge“ bezeichnet, hat mit Algen nichts zu tun – wie zum Beispiel Spirulina. Dazu kommt noch, dass (echte) Algen sowohl im Süßwasser vorkommen als auch im Salzwasser. Im Gegensatz zu Spirulina zum Beispiel kann Chlorella ausschließlich im Süßwasser gedeihen. Damit hängt der Gehalt des Jods dieser Mikroalge vom Jodgehalt des Süßwassers ab, in dem sie gedeiht. Der Jodgehalt des Süßwassers wiederum ist abhängig von dem Boden des Sees beziehungsweise der Flüsse, über die das Wasser in den See gelangt ist. Da in Europa und speziell in Deutschland die Böden sehr jodarm sind, bestehen keine großen Aussichten auf einen hohen Jodgehalt der in diesen Wassern gezüchteten Chlorella-Algen.

Aber Jod oder fehlendes Jod sind nicht die wahren Markenzeichen von Chlorella vulgaris, wenn es um den gesundheitlichen Nutzen dieser Alge geht. Hier stehen andere Merkmale im Vordergrund. Mehr dazu können Sie hier nachschlagen: Heilkraft aus dem Meer: Chlorella Algen und Spirulina Algen?

Interessant ist in diesem Zusammenhang der in diesem Beitrag angegebene Gehalt an Jod (0,4 Milligramm pro 100 Gramm). Das entspricht 4 µg/g (Mikrogramm pro Gramm).

Wieviel Jod braucht der Mensch?

Jod wird in der Schwangerschaft benötigt, um beim Fötus und nach der Geburt beim Neugeborenen die Entwicklung des Gehirns voranzutreiben. Ohne Jod kommt es zu irreversiblen Schäden im Verlauf dieser Entwicklung. Man kann davon ausgehen, dass ein Jodmangel zu diesem Zeitpunkt einen Verlust von 10 bis 15 IQ-Punkten mit sich bringt (Iodine deficiency as a cause of brain damage).

Kinder bis zum 9. Lebensjahr sollten, laut DGE, 100 bis 140 µg Jod pro Tag einnehmen. Alles, was älter ist als 10 Jahre, sollte sich mit Jod zwischen 180 und 200 µg täglich versorgen. Bei Schwangeren wird der Tageswert bei 230 µg und bei stillenden Müttern bei 260 µg täglich festgelegt, nicht zuletzt deshalb, weil ein heranwachsender Fötus beziehungsweise Säugling ebenfalls mit Jod versorgt werden muss.

Wenn wir, nur als reines Gedankenexperiment angenommen, uns nur über Chlorella-Tabletten mit Jod versorgen wollten, dann würden wir recht bald auf unüberwindbare Grenzen stoßen. Denn eine große Chlorella-Tablette enthält 500 Milligramm Chlorella, also ein halbes Gramm. Je nach Produkt und Hersteller kann das variieren. Es gibt Varianten mit 250 Milligramm oder 400 Milligramm pro Tablette und so weiter. Zum besseren Rechnen bleiben wir der Einfachheit halber bei den 500-mg-Tabs.

Wenn also 1 Gramm Chlorella 4 Mikrogramm Jod enthält, dann enthält eine 500-mg-Tablette nur 2 Mikrogramm Jod. Wenn wir als Erwachsene beziehungsweise älter als 10 Jahre mit einem täglichen Bedarf an Jod von 180 bis 200 µg diesen Bedarf über diese Tabletten decken wollten, dann müssten wir bis zu 100 Tabletten á 500 Milligramm einnehmen oder 50 Gramm Chlorella. Wir können an dieser Stelle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das des Guten eindeutig zu viel sein wird. Denn Chlorella vulgaris enthält noch eine Menge an anderen nützlichen „Stoffen“, die mit einer solchen Dosierung vollkommen überdosiert werden würden, was den gesundheitlichen Wert wieder zunichte machen würde. Denn des Guten zu viel ist eben nicht gut.

Eine ähnliche Bewertung von Chlorella bezüglich Jod und Jodgehalt kommt auch aus der Klinghardt-Academy. Im Blogbeitrag „Chlorella Vulgaris – Medicinal Food“ erfährt der Leser folgendes (übersetzt): „Da Chlorella eine Süßwasser-Alge ist, hat sie keinen signifikanten Gehalt an Jod zu verzeichnen. Und von daher können Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen Chlorella vulgaris ohne jegliche Einschränkungen zu sich nehmen.“ (Because Chlorella is a freshwater algae, it has no significant iodine content, therefore people with a dysfunction of the thyroid may take Chlorella without any restrictions.)

Die in diesem Beitrag angegebenen Dosierungen von 1 bis 2 Gramm zwei- bis dreimal täglich für eine allgemeine Prävention ergäben maximal 6 Gramm Chlorella oder 24 µg Jod am Tag. Das entspräche weniger als einem Achtel der minimalen Tagesdosis für Erwachsene. Ich sehe das übrigens genauso.

Aber selbst für den Fall, dass mit Chlorella eine Entgiftung durchgeführt werden würde (wozu sich diese Alge ausgezeichnet eignet), kommen bei einer maximalen Dosierung von 12 Gramm für die Entgiftung weniger als 50 µg Jod pro Tag zusammen. Und da Entgiftungen keine Langzeittherapien sind, sondern zeitlich sehr begrenzt, werden die zu diesem Zeitpunkt leicht erhöhten Jodzufuhren aus meiner Sicht kein Problem für den Organismus darstellen.

Die abschließende Beurteilung der Klinghardt Academy lautet: „Im Jahr 2001 befand Dr. R.E. Merchant, Professor für Anatomy und Neurochirurgie an der Medical School of Virginia: `Es wurden keine toxischen Effekte jemals unter der Gabe von Chlorella bei Labortieren oder Menschen gesehen, gleichgültig ob die Zellwände der Alge noch intakt oder bereits aufgebrochen waren.´“

Fazit

Chlorella ist definitiv keine adäquate Alternative bei der Therapie einer Hypothyreose. Dazu fällt der Jodgehalt zu verschwindend gering aus. Man kann davon ausgehen, dass der Jodgehalt nicht nur verschwindend gering ist, sondern so insignifikant, dass Chlorella vulgaris selbst bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) nicht in der Lage ist, die Überfunktion durch eine signifikante Mehrzufuhr an Jod zu verschlimmern.

Aktualisierung 6.3.2014

Jetzt konnte ich endlich einmal etwas ausführlicher eine Frage kommentieren, die sicher für alle Leser interessant ist.
Monika, Kommentar Nummer 3.

Die Frage lautete:

Hallo Herr Gräber, darf ich Sie fragen, wie Sie zur Untersuchung von Stiftung Warentest (Jan 2011) und der Aussage der WHO stehen – Zitatanfang: “Düngt man seinen Körper mit den Afa-Algenpräparaten “GSE Afa-Alge”, “Hannes Pharma Blue Green Alge” und “Wilco Blaugrüne Afa-Algen”, sollte man auf eine Überdüngung mit Algengiften achten: Im Labortest fand Stiftung Warentest in allen drei Afa-Algenpräparaten Spuren von in Cyanobakterien vorkommenden Microcystinen, diese Cyanotoxine können die Leber, Niere und Gehirn schädigen. Zusätzlich stufte sie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als vermutlich Krebs erregend ein. Deshalb rät Stiftung Warentest vom Verzehr des blaugrünen Wunders ab.” – Zitatende – Vorab herzlichen Dank und liebe Grüße, Monika

Meine Antwort:

Die Stiftung Warentest hat sich Anfang 2011 ziemlich ins Zeug gelegt, um nachdrücklich vor der „grünen Gefahr“ zu warnen. Erst erschien ein Beitrag am 27.1.2011 (test.de/presse/pressemitteilungen/Algenpraeparate-In-drei-Afa-Algen-Produkten-stecken-riskante-Substanzen-4196697-0/) und dann noch einer am 11.2.2011 (Algenpräparate: Die grüne Gefahr, test.de/Algenpraeparate-Die-gruene-Gefahr-4196341-0/). Beide Artikel sind sich einig, dass Algen gefährlich seien und keinen Nutzen für den Benutzer haben. Besonders merkwürdig ist die Behauptung im letzten Artikel, dass die Algen keine Wirksamkeitsnachweise vorzeigen können. Ich gebe zu, dass das „Algen-Marketing“ diverser Anbieter oft über das Ziel hinausschießt – ein typisches Mittel der Propaganda/Werbung, um möglichst vielen das Produkt schmackhaft zu machen. Aber dass die Warentester die wissenschaftliche Literatur zu den Algen nicht zu kennen scheinen, macht mich dann doch etwas betroffen. Wie kann ich Präparate bewerten, wenn ich nicht einmal die fundamentalen Fakten dazu berücksichtige? Kennen die Warentester diese Fakten wirklich nicht oder wird hier positives Material bewusst unter Verschluss gehalten? Was immer es ist, die Glaubwürdigkeit solcher „Expertisen“ und der, die sie veranstalten, wird dadurch wohl kaum erhöht.

Und wer behauptet das Gegenteil?

Hier wären zu nennen: NASA und ESA, die Spirulina zum Beispiel als Langzeitnahrungsmittel mit an Bord der Raumfähren nehmen. Eine etwas ältere Veröffentlichung der NASA aus dem Jahr 1988 (als man mit diesen Untersuchungen anfing), habe ich hier gefunden: http://ntrs.nasa.gov/archive/nasa/casi.ntrs.nasa.gov/19890016190_1989016190.pdf.

In diesem Dokument werden im Wesentlichen die Bedingungen für die Kultivierung von Spirulina beschrieben. Dabei ist es interessant zu erfahren, dass sich unter verschiedenen Bedingungen die Nährstoffinhalte von Spirulina verändern. Das heißt nichts anderes, als dass die auf dem Markt befindlichen Präparate weniger Inhaltsstoffe haben können, da die Kultivierung nicht unter optimalen Bedingungen erfolgt ist. Von daher ist es keine schlechte Idee, sich einmal umzuschauen, welcher Anbieter ein wirklich gutes Produkt anbieten kann. Was hier für Spirulina beschrieben wird, gilt ebenso für die echten Algen, wie zum Beispiel Chlorella vulgaris.

In der Datenbank von PubMed sind dann die relevanten wissenschaftlichen Arbeiten auch einsehbar. Für Chlorella gibt es über 4300 Arbeiten. Für Spirulina sind es über 1100. Hier sind die Veröffentlichungen mit anderen Algen und Cyanobakterien noch nicht mit berücksichtigt. Diese fast 5500 Arbeiten für Chlorella und Spirulina zusammen haben alle keine gesundheitlichen Wirkungen zeigen können? Darf nicht sein; denn bei der Stiftung Warentest haben nur zugelassene Medikamente eine gesundheitliche Wirksamkeit. Alles, was nicht vom BfArM zugelassen ist, ist damit für unsere Gesundheit ohne Belang („Auch andere Behauptungen über Süßwasseralgen, wie vielfach im Internet zu finden, dürften einer strengen Überprüfung nicht standhalten. Das gilt besonders für gesundheitliche Wirkungen. So verfügt keins der in Deutschland erhältlichen Algenprodukte über eine Zulassung als Arzneimittel.“). Ja, und die 5500 wissenschaftlichen Arbeiten zu Chlorella vulgaris und Spirulina sind in Deutschland auch nicht zugelassen, also kann man sie als insignifikant vernachlässigen. Witzig finde ich auch die Gleichstellung von „strenger Überprüfung“ = „Zulassung als Arzneimittel“. So einfach kann man es sich machen, wenn es um die Verdammung von unliebsamen Therapieformen geht.

Der Mangel an Wissen über die „Algen“ seitens der Stiftung drückt sich noch in einem andern Faktum aus: Die Leute hier scheinen den Unterschied zwischen Algen und Cyanobakterien nicht zu kennen. So wird Spirulina lustig als Alge diskutiert und bewertet, wo diese „Alge“ doch ein Bakterium ist und halt keine Alge. Das sind leider keine Spitzfindigkeiten, sondern ist elementare Biologie. Sonne und Mond sind auch nicht das Gleiche, nur weil beide kreisrund sind und im Weltall schweben. Dies ist für mich ein weiteres Indiz für den Verdacht, dass die beiden Artikel tendenziös geschrieben wurden. Auch die Tatsache, dass in einem zeitlich recht kurzen Abstand praktisch zwei „Werke“ gleichen Inhalts verfasst wurden, erinnert mich mehr an Beschwörung als an Aufklärung.

Ein weiterer Punkt, der in diesen Tests unterschwellig vermittelt werden soll, ist die „gottgegebene“ Verunreinigung mit Microcystin. Aber Microcystin ist kein Beiprodukt von Chlorella und Spirulina. Beide Organismen sind nicht in der Lage, dieses Toxin zu synthetisieren. Das Problem liegt vielmehr bei der Kultivierung von Algen und Spirulina. Denn die Lebensbedingungen, unter denen Algen und Spirulina gedeihen, sind auch optimale Lebensbedingungen für Microcystis aeruginosa (und einige andere Cyanobakterien), die dieses Toxin produzieren. Wenn also Produkte das Microcystin enthalten, dann ist das kein unumgängliches Problem, das leider Gottes hingenommen werden muss, sondern ein Zeichen, dass die Hersteller schlampig kultiviert haben. Denn Dioxin in Eiern ist auch keine unumgängliche Substanz, die wir mitessen müssen, wenn wir Eier essen wollen. Wenn dies als Grund hergenommen wird, vom Verzehr von Algen und Spirulina abzuraten, dann sollte die Stiftung Warentest vor dem Verzehr von Eiern warnen und sich auch einmal um die schlampigen Zulassungen von Medikamenten seitens der Arzneimittelhersteller sorgen. Hier wären dann mindestens zwei Artikel pro Tag notwendig.

Ob Microcystin Krebs erzeugt oder nicht, das halte ich für eine rein akademische Frage. Microcystin gehört nicht in die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel. Es ist vermeidbar durch entsprechende Vorkehrungen seitens des Herstellers. Um der Akademie zu ihrem Recht zu verhelfen und das krebserzeugende Potential zu diskutieren, kann ich nur sagen, dass es hier keinen Konsens gibt. Der, so scheint mir, ist aber auch nicht notwendig. Denn Microcystin hat eine so leberschädigende Wirksamkeit, dass der Patient mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher an einer Lebererkrankung stirbt bevor er eine Krebserkrankung entwickeln kann.

 

 

Datum: Freitag, 21. Februar 2014
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32 Kommentare

  1. 1

    Hallo Rene,
    In Ihrer Heilfastenanleitung empfehlen Sie Neprorella der Fa.Nestmann. Wird diese Alge nicht aus Japan importiert? Ist die Emfehlung noch aktuell ?
    LG.Manuela

    Antwort René Gräber:
    Ja, die sind immer noch aktuell. Ich suche zwar immer wieder nach „Alternativpräparaten“, aber die Nepro-Rella sind mittlerweile bei mir in der Praxis sehr bewährt.

  2. 2

    Hallo Rene,
    ich würde gerne nach ihrer Anleitung Heilfasten, wie ist Ihre Empfehlung bezüglich Algen, wenn schon einmal Hashimoto diagnostiziert wurde?
    VG

    Antwort René Gräber:
    In der Regel ist das aus meiner Sicht unproblematisch und ich lasse die Patienten „mit Algen“ fasten.

  3. 3

    Hallo Herr Gräber,
    darf ich Sie fragen, wie Sie zur Untersuchung von Stiftung Warentest (Jan 2011) und der Aussage der WHO stehen ?
    Zitatanfang:
    „Düngt man seinen Körper mit den Afa-Algenpräparaten „GSE Afa-Alge“, „Hannes Pharma Blue Green Alge“ und „Wilco Blaugrüne Afa-Algen“, sollte man auf eine Überdüngung mit Algengiften achten: Im Labortest fand Stiftung Warentest in allen drei Afa-Algenpräparaten Spuren von in Cyanobakterien vorkommenden Microcystinen, diese Cyanotoxine können die Leber, Niere und Gehirn schädigen. Zusätzlich stufte sie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als vermutlich Krebs erregend ein. Deshalb rät Stiftung Warentest vom Verzehr des blaugrünen Wunders ab.“
    Zitatende
    Vorab herzlichen Dank und liebe Grüße,
    Monika

    Antwort René Gräber:
    Diese Frage ist für alle Leser so interessant, dass ich diese oben im Artikel (in einer Aktualisierung) beantwortet habe!

  4. 4

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    obwohl ich jährlich faste um meine Ernährung wieder ins Gleichgewicht zu bringen (3 Tage Obst,Gemüse -3 Tage ohne jegliche Nahrung, nur Wasser) habe ich Ihr Heilfastenprogramm noch nicht durchgeführt.

    Bevor ich vor vielen Jahren mein jährliches Ernährungsumstellungsprogramm (um Ernährungsfehler wieder zu berichtigen) eingeführt habe, war meine Ernährung sehr schlecht – viel Zucker, Pizzas, wenig Obst und Gemüse. Nach einer Blutuntersuchung sagte mein Hausarzt: „Ihre Blutwerte sind miserabel. Wenn sie so weiter machen kann ich für nichts garantieren“. Ich habe daraufhin meine Ernährung vollkommen umgestellt auf „überwiegend Basische, Ernährung“ und zusätzlich Spirulina- und Chlorella-Algen. Nach einem halben Jahr hatte ich wunderbare Blutwerte und nach der Dunkelfeld-Methode schönes, frei fließendes Blut. Ich bin und bleibe eine Liebhaberin von Algen. Ich kann sie nur jedem empfehlen zur Entgiftung, Reinigung und wegen den hohen Nährwertes.

    Vielen Dank für Ihre Anregungen und Ihren Einsatz.
    Herzliche Grüße
    Sonja Alina

  5. 5

    Hallo!
    Ich hab die heilfastenanleitung verwendet,leider ist sie aber für mich nicht ganz geeignet, weil „Fruchtpudding“ zuviel Fructose enthält und das bei Fructoseintoleranz kontraproduktiv ist; bekam dadurch Prostatitis Schübe; ich denke mir es könnte mit Rharbarber oder Grapefruitsaft gehen und Papaya Zusatz – möchte es in der Fastenzeit wieder versuchen. Herzliche Grüße Franz!

    Antwort René Gräber:
    Der von mir vorgeschlagene „Fruchtpudding“ hat mit Pudding in klassischer Form nichts gemeinsam. In der neuen Auflage der Fastenanleitung gehe ich auf das Problem der Fruchtzucker-Intoleranz näher ein. Klar sollte aber sein, dass der Apfel bei dieser Problematik weggelassen werden sollte. Auch andere Früchte sollten während des Fastens auf jeden Fall vermieden werden.

  6. 6

    Hallo!
    Ich hab viele Entgiftungen hinter mir, somit auch viele Chlorellas geschluckt. Ich bin nicht die einzige Patientin, die nach reichlich Chlorella Tabs das Protein nicht mehr „verdauen“ kann. Übelkeit und erbrechen sind die Folge. Spirulina ist kein Ersatz. Was empfehlen Sie dann zu nehmen?
    Über einen Kommentar wäre ich dankbar.
    Grüsse. Sandra

    Antwort René Gräber:
    Das ist aus der Ferne nicht so einfach zu beantworten. Es kommt schon auch darauf an, welche „Entgiftungen“ man gemacht hat, welches Algenpräparat genommen wurde, in welcher Dosierung und wie lange. Dazu die Grunderkrankungen und weitere Medikamenten-Einnahme. Das kann in der Kommentarfunktion m.E. leider nicht gelöst werden…

  7. 7

    Hallo Rene,
    herzlichen Dank für die vielen aktuellen Informationen. Ich faste jetzt schon das 3. Jahr genau nach der Anleitung. Es ist sehr einfach und effizient. Selbst meine Frau macht jetzt schon das 2. mal mit. Nach jeder „Kur“ spüre ich die Verbesserung. Als erstes am Gewicht und an der mentalen Einstellung zu meinen Ernährungsgewohnheiten. Ich bin 60, nehme keine Medikamente, habe keine geundheitlichen Situationen, seit dem Heilfasten nicht mal mehr einen grippalen Infekt. Diesen Zustand wünsche ich mir dauerhaft. Ich kann das Heilfasten nur empfehlen. Danke nochmal für die Anleitung und bitte mach weiter so. Wir brauchen diese Alternativen zum Pharma-Politik-Krankheitskonglomerat.
    Herzliche Grüße und die besten Wünsche für unsere
    GESUNDHEIT und natürlich ein bisschen Glück wünscht Dietmar

  8. 8

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    ich faste seit Jahren – natürlich nicht durchgehend 🙂 – mit großer Begeisterung nach Ihrer Anleitung und habe diese an zahlreiche Patienten weiterempfohlen. Was ich immer gerne dazu gebe ist, dass es nicht zu Hungergefühlen kommt (oder selten) sehr wohl aber zu Appetit auf ein bestimmtes Lebensmittel, z.B. würzig, salzig, süß etc. Wenn ich die Patienten nun darauf aufmerksam mache, dass es zu genau diesen Anwandlungen auch während des Nicht-Fastens kommt, sondern ja auch im Alltag immer mal wieder auftaucht, können sie viel besser damit umgehen und verwechseln es nicht mit Hunger.

    Vielleicht ist es ja auch eine Anregung für mehrere…

    Herzliche Grüße
    Doris

  9. 9

    Hallo, Herr Gräber,was halten Sie von folgenden
    Äußerungen der Stiftung Warentest:
    „Und die meisten übrigen Produkte – Kapseln und Tabletten mit den Süßwasser­algen Chlorella oder Spirulina – sind „wenig geeignet“, um die auf der Packung geweckten Erwartungen zu erfüllen. So enthalten zwar alle drei Algensorten viel Eiweiß. Doch die getesteten Präparate decken trotzdem nur einen Bruch­teil des menschlichen Bedarfs: In der höchsten empfohlenen Dosis liefern sie täglich 1,1 bis 5,4 Gramm Eiweiß – ein 70 Kilo schwerer Mann braucht aber etwa 56 Gramm. Was die Algen gar bei erhöhter Belastung, etwa bei Sport­lern, Schwangeren oder Stress­geplagten, bringen sollen, ist nicht ersicht­lich. Obwohl manches der getesteten Produkte auf der Packung mit derlei Aussagen wirbt.Lieber abwechs­lungs­reich ernähren
    Es lohnt sich, sein Geld nicht für Algenpräparate auszugeben, sondern für eine abwechs­lungs­reiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Voll­korn­produkten, Kartoffeln. Mageres Fleisch liefert Eisen, fetter Seefisch wert­volle Fett­säuren, Milch­produkte spenden Kalzium. So gelangt eine Fülle an Vital­stoffen in den Körper – auch ohne Algen zum Schlu­cken“
    Besten Dank für Ihre Mühe im Voraus,
    Danielle

  10. 10

    Hallo Herr Graeber,

    ich verwende (fast) täglich Algen. Und zwar im Wechsel Chlorella, Spirulina und Afa Algen.

    Herzliche Grüße
    Hans-Hermann

  11. 11

    Lieber Herr Gräber,

    ich leide seit vielen Jahren unter Depression,Angsterkrankung, chronisches Schmerzsyndrom. Seit einer antidepressiven Medikation mit Beginn vor drei Jahren leide ich nun zusätzlich unter Colitis und ständigen Durchfällen. Glauben Sie, dass es auch in meinem Fall sinnvoll ist, es mit Heilfasten zu versuchen?

    Ich bin schon neugierig.
    Siegrun

  12. 12

    Sehr geehrter Herr Gräber,

    aufgrund Ihrer mehrfachen Empfehlungen über Chlorella, kaufte ich mir teures Bio Chlorella mit 240 Tabletten à 500 mg. Empfohlene Menge sind 3 x täglich 2 Tabletten mit viel Flüssigkeit. Weil ich meine Verträglichkeit prüfen wollte, nahm ich sowieso nur 2 x 2 Tabletten täglich. Jedoch die absolut, zumindest für die Außenwelt, nicht zumutbaren Nebenwirkungen, haben diesem Experiment nach 3 Wochen ein Ende gesetzt. Mein Darm beruhigte sich überhaupt nicht mehr und das „deutlich hörbar“. Gibt es für Chlorella eventuell verträgliche Alternativen?
    Herzliche Grüße

  13. 13

    Hallo Herr Gräber,

    ich bin an Hashimoto Thyreoiditis erkrankt und habe gelesen, dass Jod das Autoimmun-Geschehen negativ beeinflussen könnte, sprich zu neuen Schüben führen.Stimmt das? Ist Chlorella für mich trotzdem empfehlenswert?
    Liebe Grüße
    Lena H.

  14. 14

    Hallo ihr Lieben!

    Ich habe auch Hashimoto und mache seit vielen Jahren 1-2 mal im Jahr (Ostern + ev. im Herbst od. nach Lust u Laune) eine Heilfastenwoche lt. der Anleitung von René Gräber. Ich war völlig erstaunt, als meine Werte bei der letzten Untersuchung auf je 0,25 (vor 4jahren waren es noch 2,75) gesunken sind. Ich habe immer alle Produkte lt. dem eBook von R. Gräber eingenommen und hatte immer eine schöne Zeit. War beim Fasten immer voller Energie, klar im Kopf, hatte nie Schwindel nach dem Aufstehen, Kopfschmerzen odgl., wie ich es bei anderen Fastenvarianten kennenlernen durfte. Möchte es jedem empfehlen! Wenn möglich, habe ich mir dazu auch gerne ein paar Tage frei genommen; wenn nicht, habe ich im Arbeitsleben zu dieser Zeit stets Höchstleistungen erbracht!! Heilfasten ist Heilung!!

    Danke, René!! 🙂

    Die Investition in SICH SELBST (das Buch und die tollen naturreinen Produkte) ist jedenfalls jeden Cent WERT!!

    Liebe Grüße aus Oberösterreich
    Mara

    Ps: In Verbindung mit geistiger Reinigung (spirituelle Energiearbeit v.a. an sich selbst) ist das DIE BESTE KOMBI die es für mich gibt! Danke, MARYAM!! <3

  15. 15

    Hallo Herr Gräber,

    es wäre toll, wenn Sie auf den Kommentar Nr. 3 (von Monika) eingehen könnten: http://www.gesund-heilfasten.de/blog/jod-algen-schildruese/#comment-5565

    Gruß
    Rüdiger H.

  16. 16

    Lieber Rene, du empfiehlst in Deiner Heilfasten Anleitung (ich hoffe, ich habe noch das letzte update..Auflage 8…) die Neprorella Alge. Bei Welcher Firma hast du für Spirulina Alge gute Erfahrungen gemacht ? Ich habe Angst, dass bei schlechter Auswahl gifte enthalten sind.
    Liebe Grüße
    Tina

  17. 17

    hallo Herr Graeber, vielleicht koennen Sie mal einen Bericht dazu schreiben wie man Schilddruesenunterfunktion die wahrscheinlich von einer Nebennierenschwaeche ausgeloest wurde auf natuerliche Weise (Ernaehrung etc.) behandeln kann. Habe so viel schlechtes ueber levothyroxin gelesen (dass nach ein paar Monaten die Symptome sogar verschlechtert sind da die Nebennieren als eigentlicher Ausloeser durch das Schilddruesenhormon sogar eher noch belastet werden) dass ich gerne ohne Tabletten eine Besserung erreichen moechte. Vielen Dank!

  18. 18

    Hallo Herr Gräber,

    ich bin Diabetikerin Typ 2.und nehme Chlorella erst seit 2 Monaten und Basica auch,mir geht ja wunderbar,fühle mich sehr gut.Meine Frage: wie lange soll ich Chlorella annehmen??? 3 oder 6 Monaten?? zusätzlich darf ich auch Spirulina annehmen???Meine Ernährung habe radikal umgestellt,esse auch keine Fleisch mehr..als Diabetikerin mache ich mir trotzdem meine Sorgen..ob alles richtig ist was ich tue..Haben sie vielleicht ein paar Tipps für mich?? es ist möglich irgendwann diese Krankheit zu besiegen??
    Mit freundlichen Grüße Mari-Mariana

  19. 19

    Hallo Herr Graeber, ich habe in letzter Zeit viel ueber Lugol’s Soluntion (10% potasium iodine und 5% idone) gelesen. Das dieses Jod Praeparat hilft ist offensichtlich, nur ueber den Hauttest fuer Jod Unterversorgung sind die Gemuehter gespalten. Was glaueb sie kann ich testen ob mein Koerper Jod braucht indem ich einen Tropfen Jod auf der Haut verteile und wenn die Haut es absorbiert in weniger als 8 stunden ich davon ausgehen kann das ich Jod brauche?
    Mit freundlichen Gruessen Michaela

  20. 20

    Werde morgen wieder nach Renés Programm heilfasten, wie schon seit Jahren erfolgreich.
    Habe heute auch einem Freund in Griechenland
    die Mail zur Anforderung übersandt, den ich
    vor ein paar Tagen bei seinem Besuch hier bei
    mir in Berlin davon überzeugen konnte, da er sehr
    an Gicht leidet.Liebe Grüße an René – Hans May

  21. 21

    als hashimoto-betroffene beschäftige ich mich mit dem zusammenhang von jod und funktionalen schilddrüsenstörungen.
    es scheint eine qualitative und eine quantitative jodproblematik zu geben – einmal die art der jodverbindung und zum anderen die aufgenommene menge so kann zb das jodat im „jodsalz“ nicht vertragen werden und heftige reaktionen (schwellungen, durchfall) auslösen oder zb beim verzehr von meeresalgen durch ein überangebot von jod ein entzündungsschub der schilddrüse ausgelöst werden.
    das kann auch durch einsatz von jodhaltigen medikamenten oder desinfektionsmitteln geschehen und auch bei menschen die nicht von einer schilddrüsenproblematik belastet sind kann es zu schweren und anhaltenden befindlichkeitsstörungen kommen.
    angesichts der hohen zahlen von schilddrüsenerkrankungen ist es kein ruhmesblatt der medizin weitgehend zu ignorieren dass nicht nur zuwenig sondern auch zuviel jod ein problem ist.
    wir brauchen eine transparente jodversorgung unter berücksichtigung von risikogruppen.

  22. 22

    Hallo! Ich habe eine Schilddrüsenfunktionsstörung und meine Schilddrüse reagiert auf vieles sehr empfindlich. Ich hatte mir eine Packung Bio-Spirulinapulver gekauft, weil mir versichert wurde, dass der Jodanteil verschwindend gering ist. Leider bekam ich nach einiger Zeit der Einnahme große Probleme mit meiner Schilddrüse, so dass ich die Einnahme des Pulvers beenden musste. Zu Chlorella kann ich nichts sagen, aber da in der Überschrift verallgemeinernd von ALGEN die Rede ist, sage ich: JA, Jod in Algen ist/kann bei Schilddrüsen-Problemen gefährlich/sein.
    Das ist meine Erfahrung. Viele Grüße Kerstin

  23. 23

    Lieber Rene Gräber,

    seit vielen Jahren faste ich immer wieder nach Ihrer Anleitung, interessiere mich auch für andere Möglichkeiten, da der Körper bei Abwechslung intensiver reagiert. Jedenfalls lege ich mich täglich auf meine Physikalische Gefäßtherapie BEMER und unterstütze alle Regelprozesse damit. Wollte Sie über diesen genialen „Gefäßschrittmacher“ einfach mal informieren, habe in sovielen Bereichen unglaubliches erlebt. Bitte schauen Sie sich den BEMER doch mal auf meiner http://www.bemerkenswert-gut.de Seite an, denn es wäre „unterlassene Hilfeleistung“ dies nicht zu tun. Bewundere Ihre Arbeit seit Jahren sehr und versuche eben auch meinen Teil beizutragen, Herzliche Grüsse aus München Margot Riesinger

  24. 24

    Unsere Vorfahren waren während ihrer Ausbreitung oft an Küstenstreifen angesiedelt. Dort gab und gibt es Jod – und mineralhaltige Nahrung. Also dürfte es vom Ansatz her keine Problem mit jodhaltiger Nahrung geben. Ich sehe das Problem auch in Form von Mineralmangel durch fortschreitende Auslaugung der Böden ! Könnte es sein, daß Nahrungsmittel aus dem Küstenbereich einen Teil der Probleme wieder ins Lot bringen würde ?

  25. 25

    Hallo Herr Gräber,
    ich lese fast jeden Block und heute möchte ich einmal Danke sagen, für all die guten Informationen.Ich habe 16 Jahre in einem Naturkostladen gearbeitet und viele Ernährungsberatungen durchgeführt. Wir habe seinerzeit bereits über Greenvalley Berlin unsere Chlorella und Spirulina Algen bezogen. Mein Kontakt zu Greenvalley besteht nun seit fast 20 Jahren.Super Kundenbetreuung, super Informationen sofort nach dem Reaktorunglückk in Japan gab es einen Rundbrief. Alles Alenge Produnkte werden nach der Ernte und nach dem Import in Deutschland überprüft.
    Die Spirulina „Alge“ ist eine Süßwasser „Alge“von der Spirulina Farm in Tamil Nadu,Süd-Indien, Bio-Naturland -(zertifiziert nach gesetzl. US-Bio-Richtlinien(NOP)u. von IMO Schweiz. Habe im Fasten sehr gute Erfahrungen mit ihr sammeln dürfen. Für mich sind diese kleinen Grünlinge ein Lebensmittel un dich mache jedes Jahr mit ihnen meine Frühjahrs und Herbstkur.
    Herzlichen Grüße Margitta Herbst

  26. 26

    Hallo Herr Gräber,

    ich habe die Stiftung Wartentest im Kontext ihres Algen-Tests von 02/2011 angeschrieben, vor allem auch im Hinblick Ihrer Einwände bzgl. mangelhafter Recherchen (und somit Kompetenzen?) und die zu vermutende Haltung zur (Nicht)wirksamkeit von nicht zugelassenen Arzneimittln. Folgend die Antwort:
    Während Algen in asiatischen Ländern zur Esskultur gehören, will das Meeresgemüse den Europäern nicht so recht schmecken. Der fremdartige, fischige Geschmack und die ungewohnte Konsistenz finden hierzulande bislang nur wenige Liebhaber. Kein Wunder, dass die Hersteller von Algenpräparaten einen großen Markt wittern. Sie werben damit, dass sie die Vorteile der Algen nutzen, ihre Nachteile aber ausschalten. Als Rohstoff für die Produkte werden in der Regel die im Süßwasser lebenden Mikroalgen genutzt. Die im Handel erhältlichen Tees, Dragees, Kapseln und Pulver sind laut Hersteller frei von Schadstoffen, schmecken nicht nach Meer und enthalten definierte Jodwerte. In den USA zählen getrocknete Süßwasseralgen mittlerweile zu den meistverkauften Nahrungsergänzungsmitteln. Problematisch dabei ist, dass viele Menschen mit solchen Produkten versuchen, falsche Essgewohnheiten auszugleichen. Schnell verlagert sich so die Verantwortung für die eigene Gesundheit auf den einfachen Griff zu Pille und Pulver – mit der Gefahr, einzelne Nährstoffe über zu dosieren. Eine gezielte und abwechslungsreiche Zusammenstellung der Lebensmittel deckt den Bedarf aller notwendigen Nährstoffe auch ohne Präparate. Heimische Nahrungsmittel liefern ausreichend Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Algen als Nahrungsergänzungsmittel benötigen wir daher weder zu unserer gesunden Ernährung noch zu unserem Wohlbefinden. Unter diesem Aspekt gilt eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse sowie der gelegentliche Verzehr von Fisch, sowie fettarmem Fleisch und Milchprodukten als gesund.

    Mira

  27. 27

    @Mira,
    Da haben die Warentester aber eine tolle Schleife gefahren. Algen sind gefährlich, weil man durch deren Verzehr sein schlechtes Essverhalten übertüncht. Wenn das richtig ist, dann rate ich dringend vom Verzehr von Obst und Gemüse ab, da wir ja hier auch ein zu gutes Gewissen haben, dass wir mit deren Verzehr was Gutes für unsere Gesundheit tun.
    Unter der Hand scheinen die Warentester zuzugeben – ohne es zu wollen – dass die Problematik mit den Algen doch nicht so ist wie sie es hätten gerne haben wollen. Da muss dann halt ein anderes Argument her, das aber mit den Algen und ihren Vor- und Nachteilen nicht das Geringste zu tun hat. Dazu kommt noch die unsinnige, unterschwellige Unterstellung, dass ein Algenfreund sich nur und ausschließlich von Algen ernährt. Als wenn eine „gezielte und abwechslungsreiche Zusammenstellung der Lebensmittel“ nur ohne Algen möglich wäre…

  28. 28

    Ich musste beim lesen des Kommentars der Stiftung Warentest (Kommentar 24 von Mira) das gleiche denken wie Ganodolon (Kommentar 25): Dieser Stellungnahme der Stiftung liest sich wie ein komplettes Dementi. Die Rudern ja komplett zurück… Da hätten sie auch gleich schreiben können: „Tut uns leid, unsere Bewertung der Algen war (so betrachtet) natürlich Blödsinn“. Danke Mira für diesen Beitrag!

  29. 29

    Hallo Herr Gräber,
    ich habe schon 2x nach Ihrer Anleitung gefastet. Letztes Jahr habe ich diese Colon-Hydro-Therapie bei meiner Heilpraktikerin machen lassen. Diese war froh, dass ich mich dazu entschlossen habe. Denn sie hat bei einem Seminar erfahren, dass das ganze Gift, was die Nepro-Rella-Alge aus dem Körper zieht, wieder im Darm vom Körper aufgenommen wird, falls man keinen Einlauf oder Colon-Hydro-Therapie macht. Dieses Jahr wollte ich es mit Einläufen probieren. Wäre das ausreichend, damit sich die herausgeschwemmten Gifte nicht wieder einlagern?

  30. 30

    Hallo, mein Sohn (13 Jahre) hatte mit 10 Jahren Schilddrüsenkrebs. Die Schilddrüse und mehrere Metastasen wurden entfernt (5 OP’s).
    Er nimmt 200 mg L-Thyroxin mit dem Ziel, den TSH-Wert < 0,1 zu bekommen bzw. zu halten.
    Darf er Spirulina nehmen? Oder ist in Spirulina zu viel Jod enthalten?
    Wäre Chlorella besser und wenn ja, warum?
    Danke.

    Antwort René Gräber:
    Um das konkret zu beurteilen fehlen mir zu viele Informationen. Die erste Frage wäre: Warum soll ihr Sohn Algen bekommen? Bei einem Jungen mit dieser Diagnose (die schon ungewöhnlich genug ist), würde ich an ganz andere Verfahren / Dinge denken wollen. Die Algen stünden da auf meiner Liste weiter hinten…

  31. 31

    Danke…. wäre eine direkte Kontaktaufnahme zu Ihnen möglich?

    Antwort René Gräber:

    Ja sicher. Kontaktdaten finden Sie im Impressum oder auf meiner Seite:
    http://renegraeber.de/impressum.html
    Vielleicht kommt aber auch erst einmal das hier in Frage:
    http://www.yamedo.de/forum/
    Ich habe das Forum „extra“ gegründet, weil ich viele Fragen die ich gestellt bekomme bereits mehrmals beantwortet habe.
    Ich beantworte alles gerne, soweit meine Zeit das erlaubt, aber mit so einem Forum ist es sicher einfacher.
    Zudem können andere sich an der Diskussion beteiligen 🙂
    http://www.yamedo.de/forum/
    Ein weiterer Vorteil:
    Ich schreibe etwas mehr, weil es eben auch für andere Leser interessant sein könnte.

  32. 32

    Hallo Herr Gräber,
    kann es sein, dass ich der Einzige bin, der Nepro-Nello n i c h t verträgt?
    Mir wird sehr, sehr selten übel, aber nach Einnahme von Nepro-Rella kotze ich wie ein Reiher. Ich habe die von Ihnen empfohlenen NESTMANN Tabletten, Ablaufdatum: 06 / 2018
    WÄre schön, wenn Sie mir einen Tip geben könnten.

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