Abnehmen mit Zimt und Honig

Viele Tipps zum Abnehmen klingen unglaublich. Immer wieder propagieren auch Fachleute phytomedizinische Präparate wie wahre Wundermittel.

„Zimt und Honig sollen auch die Gewichtsreduktion unterstützen?“, fragte mich vor Kurzem eine Patientin. Und tatsächlich: Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass die Inhaltsstoffe der exotischen Baumrinde einen Einfluss auf den Stoffwechsel haben…

Schon im Jahr 2003 entdeckten Forscher den Effekt zufällig bei Versuchs-Personen während einer Diabetes-Studie und gingen den Ergebnissen genauer nach. Dr. Alam Khan und sein Team wiesen eindeutig nach, dass Zimt eine blutzuckersenkende Wirkung hat. Zudem verringert das Gewürz den Cholesterin-Gehalt und die Lipid-Konzentration (Fette) im Blut-Plasma. Seitdem ist Zimt als unterstützendes Mittel zur Glukose-Senkung medizinisch anerkannt. Khan veröffentlichte die Studie im Fach-Magazin „Diabetes Care“ (Vol. 26, No.12, 2003).

Die Blutzucker senkende Wirkung des Zimtes erklärt auch den Abnehm-Effekt. Ein Inhaltsstoff des Gewürzes öffnet die Glukose-Schleusen der Zellen, wodurch der Körper „weiß“, dass er die Insulin-Produktion drosseln muss. Besonders sensibel reagieren die Fettzellen auf das Hormon.

Wenn dessen Level heruntergefahren wird, nehmen die Fettspeicher weniger Glukose auf und die Fett-Synthese wird herabgesetzt. Doch Zimt hat noch eine andere Wirkung auf den Blutzucker: Im American Journal of Clinical Nutrition erschien 2007 eine Studie, die belegt, dass Zimt die Entleerung des Magens verzögert. Dadurch überfluten keine großen Zuckermengen den Organismus in kurzer Zeit.

Doch was macht die Kombination von Zimt und Honig so effektiv fürs Abnehmen? Es gibt Hinweise dafür, dass Honig unseren Schokoladen-Hunger und den Heißhunger auf andere Süßigkeiten bremsen kann. Einfach ausgedrückt, stillt Honig den Zuckerhunger viel besser als industrielle Süßigkeiten. Dadurch essen wir dann im End-Effekt weniger.

Datum: Dienstag, 9. Februar 2016
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Ein Kommentar

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    Hm, davon wusste ich bislang nichts. Gibt es dazu weitere Studien die das belegen? Ich habe von Zimt schonmal etwas bei Charles Poliquin gelesen aber es nicht weiter verfolgt, da ich bisher immer dachte das „süss“ im gehirn die gleiche Wirkung auslöst. LG Micha

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