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René Gräber erklärt, warum viszerales Bauchfett wie ein hormonaktives Organ wirkt und das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und chronische Entzündungen erhöht.

Bauchfett ist nicht einfach nur eine überflüssige Energiereserve, die sich über dem Hosenbund bemerkbar macht. Fettgewebe ist lebendig. Es wird durchblutet, enthält Nervenfasern und Immunzellen und produziert eine ganze Reihe hormonähnlicher Botenstoffe.

Damit greift es in den Zuckerstoffwechsel, den Blutdruck, das Hungergefühl, Entzündungsprozesse und sogar in den Geschlechtshormonhaushalt ein. Das gilt grundsätzlich für jedes Fettgewebe. Besonders ungünstig verhält sich allerdings das sogenannte viszerale Fett, das sich im Bauchraum zwischen und um die inneren Organe ansammelt.

Es ist daher ein Fehler, Übergewicht ausschließlich nach Kilogramm oder Body-Mass-Index zu beurteilen. Zwei Menschen können dasselbe Gewicht und denselben BMI haben – und dennoch ein völlig unterschiedliches Stoffwechselrisiko.

Bauchfett ist nicht gleich Bauchfett

Zunächst muss man zwei Formen unterscheiden.

Das Unterhautfett, medizinisch subkutanes Fett genannt, liegt unmittelbar unter der Haut. Es lässt sich meist mit den Fingern greifen. Dieses Fett ist keineswegs bedeutungslos, aber metabolisch häufig weniger problematisch.

Das viszerale Fett liegt tiefer im Bauchraum. Es umgibt unter anderem Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse und Nieren. Ein Teil der aus diesem Fett freigesetzten Fettsäuren und Botenstoffe gelangt über den Pfortaderkreislauf unmittelbar zur Leber. Genau das macht diese Fettverteilung so brisant.

Hinzu kommen Fettablagerungen direkt in Organen und Geweben, etwa in der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Muskulatur oder um das Herz. Dieses sogenannte ektopische Fett ist häufig ein Zeichen dafür, dass die normalen Fettdepots ihre Speicherkapazität überschritten haben.

Der Körper verstaut die überschüssige Energie dann dort, wo sie erheblichen Schaden anrichten kann. Mehr zu den verschiedenen Messmethoden und Fettverteilungstypen finden Sie in meinem Beitrag über Hüftspeck und Bauchfett.

Warum Fettgewebe wie ein Organ wirkt

Fettzellen speichern nicht nur Fett. Sie geben zahlreiche biologisch aktive Substanzen ab, die als Adipokine bezeichnet werden.

Dazu gehört beispielsweise Leptin. Dieses Hormon signalisiert dem Gehirn normalerweise, dass genügend Energie vorhanden ist. Bei starkem Übergewicht ist Leptin jedoch häufig reichlich vorhanden, während das Gehirn immer weniger darauf reagiert. Man spricht dann von einer Leptinresistenz. Viel Leptin bedeutet deshalb keineswegs automatisch wenig Hunger.

Ein weiterer Botenstoff ist Adiponektin. Es unterstützt unter anderem die Insulinempfindlichkeit und den Fettstoffwechsel. Ausgerechnet bei zunehmendem viszeralem Fett sinkt der Adiponektinspiegel häufig ab.

Daneben bildet Fettgewebe entzündungsfördernde Substanzen wie Interleukin-6, TNF-alpha und MCP-1 sowie Faktoren, die Blutgerinnung, Gefäßfunktion und Blutdruck beeinflussen können. Auch Enzyme des Geschlechtshormonstoffwechsels sind im Fettgewebe aktiv.

Das Fettgewebe meldet dem restlichen Körper also fortlaufend, wie es um die Energiereserven steht. Solange dieses System funktioniert, ist das sinnvoll. Problematisch wird es, wenn die Fettzellen immer größer werden und das Gewebe regelrecht aus den Nähten platzt.

Wenn das Fettgewebe krank wird

Ein gesundes Fettgewebe kann überschüssige Energie zunächst relativ geordnet speichern. Bei dauerhaftem Überangebot vergrößern sich die Fettzellen jedoch immer weiter. Die Versorgung mit Sauerstoff verschlechtert sich, Zellstress nimmt zu und Immunzellen wandern in das Gewebe ein. Es entsteht eine chronische, unterschwellige Entzündung. Der Betroffene bemerkt davon zunächst wenig. Es gibt kein Fieber, keine akuten Schmerzen und häufig nicht einmal auffällige Standardlaborwerte. Im Hintergrund verändert sich der Stoffwechsel dennoch erheblich.

Die Fettzellen reagieren schlechter auf Insulin und setzen vermehrt freie Fettsäuren frei. Die Leber produziert mehr Glukose und mehr triglyceridreiche Lipoproteine. Die Muskulatur nimmt Zucker schlechter auf. Die Bauchspeicheldrüse versucht gegenzuhalten und schüttet immer mehr Insulin aus. Damit beginnt der klassische Weg in die Insulinresistenz

Bauchfett, Insulin und Fettleber

Viszerales Fett, erhöhte Insulinspiegel und eine verfettete Leber treten häufig gemeinsam auf. Dabei ist es schwer, einen einzigen Schuldigen zu bestimmen, denn die Störungen verstärken sich gegenseitig.

Hohe Insulinspiegel hemmen den Fettabbau. Gleichzeitig fördert eine insulinresistente Leber die Neubildung und Freisetzung von Fett. Steigt der Zustrom freier Fettsäuren aus dem Bauchraum, lagert die Leber einen Teil davon ein.

So kann sich eine Fettleber entwickeln – auch bei Menschen, die kaum oder gar keinen Alkohol trinken. Die neue medizinische Bezeichnung lautet MASLD: metabolische Dysfunktions-assoziierte steatotische Lebererkrankung. Der neue Name ist etwas sperrig, bringt aber immerhin die eigentliche Ursache auf den Punkt: Die Leberverfettung ist meist Teil einer umfassenden Stoffwechselstörung.

Das Tückische daran: Eine Fettleber kann lange bestehen, obwohl die klassischen Leberwerte noch innerhalb des Referenzbereichs liegen. Ein „normales“ Gamma-GT oder GPT ist deshalb kein Freispruch.

Welche Krankheiten mit viszeralem Fett zusammenhängen

Ein großer Bauchumfang ist mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Die aktuelle deutsche Adipositas-Leitlinie weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Vermehrung des viszeralen Fettgewebes besonders eng mit einem ungünstigen kardiovaskulären Risikoprofil zusammenhängt.

Darüber hinaus bestehen Zusammenhänge mit:

  • Fettleber und erhöhten Triglyceriden,
  • Schlafapnoe,
  • chronischen Entzündungsprozessen,
  • Gicht und erhöhten Harnsäurewerten,
  • eingeschränkter Gefäßfunktion,
  • bestimmten hormonabhängigen Erkrankungen,
  • einem erhöhten Risiko für mehrere Krebsarten.

Bei Krebs sollte man dennoch sauber formulieren: Bauchfett ist nicht „der Auslöser“ einer Krebserkrankung. Es kann jedoch über Insulin, Wachstumsfaktoren, Entzündungsbotenstoffe und veränderte Sexualhormone ein Milieu fördern, in dem bestimmte Tumorerkrankungen wahrscheinlicher werden.

Der BMI übersieht das eigentliche Problem

Der Body-Mass-Index unterscheidet weder zwischen Muskel- und Fettmasse noch zwischen Unterhaut- und Organfett. Ein kräftiger Sportler kann nach BMI übergewichtig sein, obwohl sein Stoffwechsel ausgezeichnet funktioniert. Umgekehrt kann ein Mensch mit scheinbar normalem Gewicht einen hohen Anteil an Bauch- und Organfett besitzen.

Dieses Phänomen wird gelegentlich als „TOFI“ bezeichnet: außen dünn, innen fett. Für die Praxis ist deshalb der Taillenumfang häufig aufschlussreicher als der Blick auf die Waage. Die deutsche Adipositas-Leitlinie empfiehlt, neben Gewicht und Körpergröße auch Taillenumfang und gegebenenfalls das Verhältnis von Taille zu Körpergröße zu berücksichtigen.

So messen Sie Ihren Bauchumfang richtig

Gemessen wird im Stehen auf nackter Haut, etwa in der Mitte zwischen dem unteren Rippenbogen und dem oberen Rand des Beckenknochens. Das Maßband sollte waagerecht verlaufen, aber nicht in die Haut einschneiden. Gemessen wird nach einem normalen Ausatmen.

Entscheidend ist weniger, ob eine einzelne Messung auf den Millimeter genau ausfällt. Wichtig ist, immer an derselben Stelle und unter ähnlichen Bedingungen zu messen.

Für Menschen europäischer Herkunft gelten folgende Orientierungswerte:

Taillenumfang Männer Frauen
Risiko beginnt anzusteigen ab etwa 94 cm ab etwa 80 cm
deutlich erhöhtes Risiko ab etwa 102 cm ab etwa 88 cm

Noch einfacher ist das Verhältnis zwischen Taille und Körpergröße:

Taillenumfang geteilt durch Körpergröße.

Als praktische Faustregel gilt: Der Bauchumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen. Bei einer Körpergröße von 180 Zentimetern wären das weniger als 90 Zentimeter.

Diese Werte sind keine Naturgesetze. Alter, Herkunft, Körperbau und Muskelmasse spielen ebenfalls eine Rolle. Als Frühwarnsystem sind sie dennoch wesentlich brauchbarer als der BMI allein.

Ein dicker oder vorgewölbter Bauch ist übrigens nicht automatisch ein Beweis für viszerales Fett. Auch Blähungen, Verstopfung, eine Rektusdiastase, Haltungsschwächen oder Flüssigkeit im Bauchraum können den Umfang vergrößern. Der Fastenarzt Dr. F.X. Mayr hat die Bauchformen ziemlich gut beschrieben: F.X. Mayr – Kur? Diät? Fasten?

Warum sich das Fett ausgerechnet am Bauch sammelt

Die Fettverteilung wird teilweise durch Alter, Geschlecht und Erbanlagen bestimmt. Dennoch sind die Gene nicht plötzlich schlechter geworden. Verändert haben sich vor allem Ernährung, Bewegung, Schlaf und Tagesrhythmus.

Besonders ungünstig sind ständig verfügbare, hochverarbeitete Lebensmittel, flüssige Kalorien, Alkohol und ein Übermaß an Zucker und Stärke. Auch ein hoher Fruktosekonsum kann die Fettneubildung in der Leber fördern. Dabei geht es weniger um einen Apfel als um Fruktosesirupe, Süßgetränke, Säfte, Süßwaren und industriell gesüßte Produkte. Mehr dazu finden Sie in meinem Beitrag über Fruktose und ihre Auswirkungen auf den Stoffwechsel.

Hinzu kommt das moderne Daueressen. Frühstück, Zwischenmahlzeit, Mittagessen, Kaffeegebäck, Abendessen und später noch etwas vor dem Fernseher: Der Insulinspiegel erhält kaum Gelegenheit, für längere Zeit abzusinken.

Auch Bewegungsmangel spielt eine zentrale Rolle. Muskulatur ist nicht nur für Kraft und Bewegung zuständig, sondern eines unserer wichtigsten Stoffwechselorgane. Sie nimmt einen erheblichen Teil der Glukose aus dem Blut auf. Wer Muskulatur verliert und sich wenig bewegt, verliert damit auch metabolische Pufferkapazität.

Weitere Ursachen und Verstärker habe ich im Beitrag 20 Wege, wie Übergewicht entsteht ausführlicher beschrieben.

Schlafmangel setzt ebenfalls am Bauch an

Schlaf wird beim Abnehmen regelmäßig behandelt, als sei er eine nette Zugabe für Menschen, die sonst keine Probleme haben. Das ist Unsinn.

In einer kontrollierten Studie mussten gesunde, normalgewichtige Teilnehmer zwei Wochen lang mit einer Schlafmöglichkeit von nur vier Stunden auskommen. Sie nahmen im Durchschnitt mehr Energie auf, während der Verbrauch kaum anstieg. Besonders bemerkenswert war, dass das abdominale und viszerale Fett zunahm.

Man kann sich also mühsam mit Kalorientabellen beschäftigen und gleichzeitig jede Nacht den Stoffwechsel gegen die Wand fahren.

Bei starkem Bauchfett, Schnarchen, morgendlichen Kopfschmerzen oder ausgeprägter Tagesmüdigkeit sollte zudem an eine Schlafapnoe gedacht werden. Schlafapnoe und Bauchfett verstärken sich häufig gegenseitig.

Hormone spielen mit – aber nicht immer so, wie behauptet wird

In den Wechseljahren verschiebt sich die Fettverteilung bei vielen Frauen von Hüften und Oberschenkeln stärker in Richtung Bauchraum. Dabei wirken hormonelle Veränderungen mit dem altersbedingten Muskelverlust, verändertem Schlaf und einer häufig sinkenden Alltagsaktivität zusammen. Mehr dazu lesen Sie unter Gewichtszunahme in den Wechseljahren.

Bei Männern können Übergewicht und niedrige Testosteronwerte einen regelrechten Kreislauf bilden. Fettgewebe enthält das Enzym Aromatase, das Testosteron in Östrogene umwandeln kann. Gleichzeitig gehen Insulinresistenz, Fettleber und Schlafapnoe häufig mit niedrigeren Testosteronwerten einher. Dazu habe ich im Beitrag über den Rückgang der Testosteronspiegel bei Männern ausführlich Stellung genommen.

Auch Glukokortikoide wie Kortison können den Fettaufbau am Rumpf fördern. Wer entsprechende Medikamente benötigt, sollte sie deshalb selbstverständlich nicht eigenmächtig absetzen, aber die metabolischen Folgen im Auge behalten.

Der im Internet gern beschworene „Cortisolbauch“ ist dennoch keine Diagnose. Chronischer Stress kann Schlaf, Essverhalten, Blutzucker und Hormonregulation verschlechtern. Einen dicken Bauch allein mit „zu viel Cortisol“ zu erklären und anschließend irgendwelche Anti-Cortisol-Pulver zu verkaufen, ist hingegen eher Marketing als Medizin.

Was Bauchfett wirklich reduziert

Viszerales Fett reagiert grundsätzlich gut auf eine Lebensstiländerung. Man muss dazu weder jeden Bissen wiegen noch bis ans Lebensende Salatblätter zählen. Entscheidend ist, den Stoffwechsel regelmäßig aus der Speicherung herauszubringen.

Ernährung: Erst die offensichtlichen Belastungen entfernen

Der erste Schritt besteht nicht darin, das perfekte Verhältnis zwischen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten auszurechnen. Zunächst sollten jene Dinge verschwinden, die den Stoffwechsel täglich torpedieren:

Süßgetränke, Säfte, größere Alkoholmengen, Süßwaren, Weißmehlprodukte, ständiges Naschen und hochverarbeitete Fertigprodukte.

Die Mahlzeiten sollten ausreichend Eiweiß, Gemüse, natürliche Ballaststoffe und hochwertige Fette enthalten. Eiweiß ist besonders im Alter wichtig, weil eine Gewichtsabnahme nicht auf Kosten der Muskulatur gehen sollte.

Eine ausführlichere Einordnung finden Sie unter Übergewicht natürlich behandeln.

Fasten: Werkzeug statt Zauberformel

Fasten kann den Übergang von der dauernden Speicherung zur Mobilisierung der Energiereserven erleichtern. Dabei muss man allerdings unterscheiden.

Intervallfasten bedeutet im Wesentlichen, die tägliche Essenszeit zu begrenzen oder einzelne Fastentage einzuplanen. Eine ausführliche Anleitung finden Sie in meinem Beitrag über das Intervallfasten.

Eine aktuelle Cochrane-Auswertung von 22 randomisierten Studien fand allerdings keinen überzeugenden Beleg dafür, dass Intervallfasten beim Gewichtsverlust grundsätzlich besser funktioniert als eine herkömmliche Ernährungsumstellung. Das heißt nicht, dass Intervallfasten wirkungslos ist. Es bedeutet lediglich: Das Etikett allein macht noch keinen Erfolg.

Für manche Menschen ist ein klares Essensfenster erheblich leichter einzuhalten als das permanente Zählen von Kalorien. Andere essen innerhalb von acht Stunden einfach dieselbe Menge, die sie vorher über 14 Stunden verteilt haben. Dann darf man sich über ausbleibende Wunder nicht wundern.

Heilfasten über mehrere zusammenhängende Tage ist wiederum nicht dasselbe wie ein tägliches Essensfenster. Hier kommt es zu einer umfassenderen Stoffwechselumstellung. Was dabei geschieht, beschreibe ich im Beitrag über den Fastenstoffwechsel.

Bei Diabetesmedikamenten, Insulintherapie, Essstörungen, Schwangerschaft, erheblichem Untergewicht oder schweren Leber- und Nierenerkrankungen gehört Fasten fachkundig begleitet.

Bewegung: Die Waage zeigt nicht den ganzen Erfolg

Ausdauertraining reduziert viszerales Fett nachweislich. Dazu sind nicht zwingend Marathonläufe nötig. Zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder andere Ausdauerbelastungen reichen als Einstieg aus.

Eine Metaanalyse von 84 randomisierten Studien kam zu dem Ergebnis, dass unterschiedliche Trainingsformen das viszerale Fett reduzieren können. Entscheidend sind Regelmäßigkeit und eine ausreichende Belastungsdosis.

Hinzu sollte Krafttraining kommen. Es bewahrt beziehungsweise vergrößert die Muskelmasse und verbessert die Glukoseaufnahme. Gerade ab dem mittleren Lebensalter ist es wenig sinnvoll, lediglich leichter zu werden, wenn gleichzeitig wertvolle Muskulatur verschwindet.

Die bessere Zielsetzung lautet daher nicht: möglichst schnell möglichst viele Kilogramm verlieren.

Sie lautet: Bauchumfang und Fettmasse senken, während Kraft und Muskulatur erhalten bleiben.

Welche Werte man prüfen sollte

Bei ausgeprägtem Bauchfett würde ich mich nicht mit dem Satz zufriedengeben, das Blutbild sei „in Ordnung“. Sinnvoll sind je nach Situation unter anderem:

  • Nüchternglukose und HbA1c,
  • Nüchterninsulin beziehungsweise HOMA-Index,
  • Triglyceride und HDL-Cholesterin,
  • Blutdruck,
  • GPT, GOT und Gamma-GT,
  • Harnsäure,
  • gegebenenfalls Ultraschall der Leber.

Nüchterninsulin und HOMA-Index sind keine perfekten Diagnosen. Sie können aber eine beginnende Insulinresistenz anzeigen, bevor der Nüchternblutzucker endgültig aus dem Ruder läuft.

Mein Fazit

Die alte Vorstellung vom Fett als passivem Speicher ist erledigt. Fettgewebe ist ein hormonell, immunologisch und metabolisch aktives Organ. Das viszerale Fett im Bauchraum ist dabei besonders problematisch, weil es eng mit Leberstoffwechsel, Insulinresistenz und chronischen Entzündungsprozessen verbunden ist.

Der Blick auf die Waage reicht deshalb nicht. Bauchumfang, Körperzusammensetzung, Muskelmasse und Stoffwechselwerte sagen häufig wesentlich mehr aus.

Die gute Nachricht: Gerade das metabolisch aktive Bauchfett lässt sich beeinflussen. Nicht durch Sit-ups, Bauchgürtel oder das neueste Pulver aus dem Influencer-Regal, sondern durch längere Essenspausen, eine vernünftige Ernährung, Muskelarbeit, Ausdauerbewegung und ausreichend Schlaf.

Das klingt weniger spektakulär als eine neue Wunderdiät. Es hat nur einen entscheidenden Vorteil: Es funktioniert.

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Dieser Beitrag wurde erstmalig im Oktober 2010 veröffentlicht und am 12.7.2026 komplett überarbeitet.

Um eine Diät leichter und erfolgreicher abzuschließen, sollte die eigene Wohnung umgestaltet werden indem man körpergroße Spiegel anbringt, kleinere Teller nimmt und Fitness-Magazine immer griffbereit hält…

Zu diesem Schluß kommt jedenfalls eine Studie der University of Connecticut. Weiterlesen