Fast Food - Was ist das wirklich?
von: René Gräber -
Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Fast Food ist ein Begriff, der aus dem Englischen kommt und wörtlich „schnelles Essen“ bedeutet. In Deutschland
kommt dem „Schnellimbiss“ die gleiche Bedeutung zu.
Das Konzept der Fast Food Restaurants war es in der Tat, die Bestellung schnellstens zu servieren, waren die
wesentlichen Bestandteile der "Gerichte" schon vorgekocht und brauchten nur noch aufgewärmt zu werden.
Laut Wikipedia definiert sich dieser Begriff als:
„eine Form der Nahrungszubereitung und -darreichung, bei der Rationalität und Funktionalität der
Nahrungszubereitung bzw. -aufnahme im Vordergrund stehen und auf traditionelle Essenssitten weitgehend
verzichtet wird.“
Als die typischsten Gerichte gibt es Curry-, Brat- und Brühwürste, Hot Dogs, Fish and Chips, Hamburger, Pommes
frites, Dönerkebab, Pizzen, Sandwiches etc. Man genießt diese im Stehen, an Theken, im Gehen oder an den Drive-ins
im Auto sitzend.
Fast Food ist ein Ernährungsstil, der nur der Nahrungsaufnahme dient. Soziale Elemente sind sekundär. Fast Food
gilt auch als der Inbegriff amerikanischen Individualismus.
Abgesehen vom persönlichen Begriff und der sozialen Werteinschätzung solchen Essverhaltens gilt es einmal
nachzusehen, was das Essen selbst zu bieten hat.
Da der Grad der Rationalisierung und damit der Profit im Fokus des Nahrungsverkaufs steht, sind die
Ausgangsprodukte oft Fertiggerichte oder halbfertige
Zubereitungen. Sie werden oft gekühlt oder gefroren aufbewahrt. Die Produkte selbst weisen in der Regel einen sehr
hohen Fettanteil auf und sind stark gewürzt. Die Übersalzung oder Übersüßung dient dabei als Geschmacksverstärker,
der das Gericht besonders attraktiv machen soll. Die Art der Zubereitung zudem verleiht den Gerichten noch mehr
Kalorien als sie ohnehin schon haben.
Die meisten Gerichte haben fast Nullwert in Sachen Ballaststoffen. Dies bedingt, dass sich ein Sättigungsgefühl
erst viel später einstellt. Dies ist durchaus im Sinne der Fast Food Besitzer, denn wer nicht richtig satt ist,
bestellt eine Portion mehr, was den Umsatz ankurbelt. Die Überwürzung fördert den Durst, der meist in der
Bestellung von einer Cola mehr endet, auch ein verkaufsfördernder Trick, den Umsatz zu steigern.
Da Fast Food meist auch heißt „Fast Eat“ oder Essen verschlingen, weil die Nahrung nicht in Ruhe und gut gekaut
und langsam eingenommen wird, kommt auf den Gastrointestinaltrakt (Darm, Magen etc.) eine gehörige Portion
Sonderarbeit zu. Durch das verzögerte Sättigungsgefühl werden größere Mengen eingenommen, die ungenügend mit
Speichel vorverdaut worden sind, was die Kalorienzufuhr zusätzlich erhöht. Die Zufuhr von halbverdauten
Kalorienbomben hat dann auf lange Zeit gesehen keine lustigen Konsequenzen für den Fast Food Fan.
Übergewicht und Diabetes Typ 2
sind nicht selten unter den Dauerkonsumenten dieser Nahrungsmittel. Stoffwechselprobleme und Allergien aufgrund von Konservierungsstoffen in den Lebensmitteln
und Belastungen von Leber und Nieren sind ebenso beschrieben
worden.
Um dann dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, bieten viele Fast Food Ketten Gerichte in Supersize an. Das sind
überproportional große Gerichte zum "kostengünstigen" Preis, was den Kunden verleiten soll, mehr zu bestellen als
er eigentlich vertragen kann. Oder anders gefragt: Ist dies die preiswerte Finanzierung des Kunden für die
Ausbildung seiner eigenen Gesundheitsprobleme?
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