Fasten bei rheumatoider Arthritis
Wirkung des Fastens bei Rheumatoider Arthritis
Die Rheumatoide Arthritis, oft auch einfach nur als „Rheuma“ bezeichnet, entsteht durch
ein erkranktes Immunsystem, dessen Auswirkung zu einer sehr schmerzhaften Entzündung der Gelenke führt.
Die eigentliche Ursache der Rheumatoiden Arthritis ist unbekannt.
Die Schulmedizin hält von daher die Heilung für unmöglich. Durch die Gabe von Medikamenten wird versucht, den
unweigerlich fortschreitenden Verlauf der Krankheit zu verlangsamen und die Symptome zu lindern. Trotzdem haben die
Patienten meistens weiterhin unter Schmerzen und einer sich verstärkenden Unbeweglichkeit der Gelenke zu
leiden.
Ähnlich wie im Umgang mit anderen chronischen und als unheilbar geltenden Krankheiten greifen deshalb manche
Mediziner auf ein ganzheitliches Denken zurück, in dem Sinne, dass sie den menschlichen Körper im Zusammenhang mit
seelischen Faktoren betrachten und dementsprechende Behandlungsmethoden heranziehen.
Heilfasten kann eine bedeutende Rolle bei der Heilung sein...
Vor dem Hintergrund einer ganzheitlichen Betrachtung chronischer Krankheiten wie zum Beispiel des Rheumas spielt
das Heilfasten eine besondere Rolle.
Es gilt als ein Therapieverfahren, die den Menschen als
Einheit von Körper, Geist und Seele ansieht. Das Fasten entschlackt und reinigt nicht nur den Körper, es ist auch
eine Zeit der Besinnung und Selbstreflektion, die wiederum die körperliche Gesundheit stärken kann.
Dabei ist das Fasten durchaus ein starker Eingriff in den Stoffwechsel des Körpers. Neben seiner entschlackenden
und entgiftenden Wirkung bewirkt es bei allen chronischen Erkrankungen, insbesondere bei der Rheumatoiden
Arthritis, einen deutlich regenerativen Effekt.
Gerade bei den entzündlichen Rheumaformen stimuliert das
Fasten das Immunsystem und hemmt durch seine antiphlogistische Wirkung die Entzündungsneigung. Das Fasten
entwässert und entstaut zudem den Körper. Das führt zu einer verbesserten Nährstoffversorgung für die bradytrophen,
nur spärlich mit Blutgefäßen versehenen Gelenkstrukturen.
Damit die Mikrozirkulation gesteigert wird, sollte der Fastende täglich mindestens 20ml Wasser, Kräutertee
ober Gemüsesäfte pro Kilogramm Körpergewicht trinken.
Auch die Senkung der Blutgerinnung, ausgelöst durch eine milde Vitamin-K-Verarmung, trägt zur Verbesserung der
Mikrozirkulation bei.
Das Fasten entfaltet seine reinigende Wirkung vor allem im Bindegewebe und im Fettgewebe und scheidet
abgelagerte Stoffwechselendprodukte aus.
Darunter befinden sich auch Abfallprodukte, die mit der Nahrung aufgenommen wurden. Bewusst wird dabei eine
negative Stickstoffbilanz angestrebt. So werden überflüssige Eiweiße, die aus einer zu reichhaltigen Ernährung
stammen, ebenso abgebaut, wie krankhafte Peptidablagerungen, die bei Immunreaktionen entstehen und eine Mitursache
für Entzündungen im Körper darstellen.
Allerdings kann man diese Prozesse erst ab der zweiten Fastenwoche erwarten, so dass gerade bei der
Rheumatoiden Arthritis längere Fastenzeiten zu empfehlen sind, bei denen die Nahrungsaufnahme 200-300 Kilokalorien
(in Form von Gemüsesuppen und Säften) nicht überschreiten sollte. Es wurde bereits beobachtet, dass der
Rheumafaktor unter diesen Umständen erheblich abnimmt.
Obwohl der Eiweißabbau einerseits gewünscht ist, muss andererseits gerade bei oft untergewichtigen
Rheumapatienten eine Eiweißsubstitution stattfinden. Die jeweilige Menge der zusätzlichen Eiweißgabe richtet sich
nach der körperlichen Konstitution der einzelnen Patienten. Honig, Fruchtsäfte, Butter- oder Sojamilch sind da die
geeigneten Mittel.
Neben der Eiweißsubstitution spielt auch die Substitution von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen eine
wichtige Rolle, und weiter die Gabe von sogenannten Eikosanoiden.
Das sind Stoffwechselprodukte aus essenziellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die bei der Rheumatoiden
Arthritis von großer Wichtigkeit sind, haben sie doch als eine Art Gewebshormon starken Einfluss auf
Cholesterinspiegel, Blutgerinnung, die Gewebeversorgung und das Immunsystem.
Fischöl, Leinsamenöl, auch Sonnenblumenöl und Nachtkerzenöl eignen sich gut für die Substitution von
Eikosanoiden. Auch nach dem Fasten sollte man diese Öle weiterhin einnehmen und dabei an reichliche Vitaminaufnahme
durch rohkostorientierte Ernährung denken.
Ein Augenmerk hat auch der möglicherweise durch Fasten entstehenden Übersäuerung Azidose zu gelten, die durch
den Anstieg von Fett- und Ketosäuren und eine verminderte Ausscheidung von Harnsäure ausgelöst werden kann und dann
Gichtsymptome verursacht.
Gerade bei der Rheumatoiden Athritis sollte man daher täglich mindestens drei Liter Wasser trinken, um die
Funktionstüchtigkeit der Niere zu gewährleisten. Nach dem Fasten sollte man Fleischprodukte und raffinierte
Kohlenhydrate meiden.
Normalerweise können während des Fastens bei allen Rheumapatienten die allopathischen, von der Schulmedizin
verordneten, antirheumatischen Medikamente abgesetzt werden.
Da die Schleimproduktion des Magens während des Fastens abnimmt, ist es in einigen Fällen sinnvoll, den Magen
durch die Gabe von Haferschleim, Kamillentee oder Sojamilch zu schützen.
Das Heilfasten sollte nicht mitten im hektischen Alltag stattfinden und außerdem begleitet werden durch
Meditationsübungen und Entspannungstraining, damit der Fastende sich in seinen Körper einfühlen kann und erspürt,
wo die in seinem Unterbewusstsein abgelagerten autoaggressiven „Schlacken“ abgebaut werden müssen.
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