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Die Bedeutung der Alanin-Aminotransferase (ALAT / ALT)

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Alanin-Aminotransferase, in der Kurzschreibweise auch oft mit ALAT oder ALT angegeben, ist ein Leberenzym und gehört zu der Gruppe der Transaminasen.

Ab und zu findet man für dieses Enzym in der Fachliteratur auch noch die ältere Bezeichnung GPT, abgeleitet von Glutamat-Pyruvat-Transaminase. Die Alanin-Aminotransferase wird fast ausschließlich in dem Zytoplasma der Leberzellen gebildet. Für das Funktionieren des Enzyms ALAT wird das Coenzym Pyridoxalphosphat (auch Vitamin B6 genannt), benötigt.

Funktion der Alanin-Aminotransferase

Die Aufgabe der ALAT besteht in der Zurückführung von L-Alanin zu Pyruvat sowie von α-Ketoglutarat zu L-Glutamat. Diese Katalysation der Reaktion L-Alanin + α-Ketoglutarat = Pyruvat + L-Glutamat spielt eine sehr bedeutende Rolle in dem Glucose-Alanin-Zyklus.

Bestimmung des ALAT-Wertes

Der ALAT-Wert wird mittels Labordiagnostik bestimmt und zählt zu den im Labor routinemäßig bestimmten Leberwerten. Da die ALAT fast ausschließlich in der Leber vorkommt, impliziert eine Erhöhung dieses Parameters fast immer eine Schädigung der Leber.

Die Bestimmung erfolgt mit Hilfe des Blutplasmas oder des Blutserums. Der Normbereich liegt für Frauen bei 10-50 Einheiten pro Liter (U/L), bei Männern zwischen 10-35 U/L. Kinder und Jugendliche haben entsprechend niedrigere Obergrenzen.

Interpretation der ALAT-Laborwerte

Leichte Abweichungen von den oben genannten Referenzwerten können durch eine chronische Leberentzündung, einen Schaden der Leber durch Medikamenteneinnahme sowie durch übermäßigen Alkoholkonsum oder auch durch eine Reihe von Virusinfektionen (zum Beispiel das das Pfeiffersche Drüsenfieber auslösende Eppstein-Barr-Virus) verursacht werden. Verfettungen der Leber (Fettleber), Metastasen sowie Tumore in der Leber sind ebenfalls mögliche Ursachen für leichtgradige Erhöhungen des ALAT-Wertes.

Mittelgradige Abweichungen können durch eine akute sowie chronifizierte Leberentzündung oder eine Gallenwegsentzündung verursacht werden.

Stark erhöhte Laborwerte, etwa mehr als das 20-Fache des Referenzwertes, hängen meist mit einer akuten Hepatitis oder einem toxischen Leberschaden (z.B. durch Chemikalien, Pilze oder Medikamente) zusammen.

Generell sollten, der eigenen Gesundheit zuliebe, auch schon geringgradige Erhöhungen des ALAT-Wertes stets durch ärztliche Untersuchungen überprüft und medizinisch abgeklärt werden. Zur Differenzialdiagnose werden dann oftmals noch weitere Laborparameter mit herangezogen.

Die biologische Lebertherapie - von René Gräber

Der Beitrag wurde am 23.04.2015 erstellt.


   
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