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Äußere Anzeichen von Lebererkrankungen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Menschen, die an der Leber erkrankt sind, leiden oft unter Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Schwäche. Auch unangenehme Gas- beziehungsweise Luftansammlungen des Darmes, die Bauchwassersucht, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Wasseransammlungen im Körper, Teerstuhl (durch Blut schwarz gefärbter Stuhl), Hormonstörungen, Juckreiz oder eine Gelbsucht können ebenfalls Zeichen einer Lebererkrankung sein.

Außer den genannten inneren Symptomen (und natürlich der Abweichung der Leberwerte) bei einer Erkrankung der Leber, gibt es auch noch äußerlich sichtbare und deutlich spürbare Anzeichen.

Hierzu zählen:

  • Leistungsabfall
  • Lebersternchen
  • Muskelschmerzen
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Palmarerythrem
  • Dupuytrensche Kontraktur
  • Leberzunge
  • Geldscheinhaut und Gelbe Haut
  • Weißnägel
  • Bauchschmerzen und Verdauungs-Probleme
  • Dunkler Urin und heller Stuhl

Die Leber ist unser zentrales Stoffwechsel-Organ. Ist seine Funktion beeinträchtigt, macht sich dies sofort an der Leistungsfähigkeit des Körpers bemerkbar. Die Kondition nimmt ab, der Mensch leidet ständig unter Müdigkeit und Unkonzentriertheit. Zwar ist dieses Symptom nicht leber-spezifisch, tritt jedoch beim Vorliegen einer schweren Leberstörung immer auf.

Die Lebersternchen werden auch Spider naevi genannt, die aus Erweiterung von Hautgefäßen bei Leberkranken resultieren. Überwiegend an den Armen, an der Brust, am Hals und am Kopf ist ein Auftreten von Lebersternchen möglich. Ein Leberstern besteht aus einer zentralen Arterie, welche oftmals nur als rotes Mal erkennbar ist, kleine Venen sind sternförmig angereiht. Die sternförmigen Venen können unter Ausstreichen mit Druck der Finger oder einem Hilfsmittel vollständig beseitigt werden. Die zentrale Arterie ist auf diese Weise nicht entfernbar.

Rote Flecken auf den Daumenballen und/oder den Kleinfingerballen, sowie der letzten Glieder der Finger, an der Handinnenfläche, werden Palmarerythem genannt. In den Rötungen ist ein Auftreten von Lebersternchen möglich, die jedoch nicht vollständig erscheinen. Ein Gefühl der Wärme ist auf den Händen zu spüren. Besonders nach großer Aufregung ist das Wärmegefühl am stärksten. Das Palmarerythem zeigt sich schon in der frühen Entwicklung einer chronischen Erkrankung der Leber. Es kann bei einer Verbesserung des Krankheitsbildes wieder vollständig verschwinden.

Bei Leberschäden, welche durch Alkohol entstanden sind, zeigt sich häufig das Krankheitsbild der Dupuytrenschen Kontraktur. Hierbei entstehen Verhärtungen des Gewebes, welche eine Beugung (meist ist der Ringfinger betroffen) nur sehr schwer oder gar nicht mehr ermöglichen. Zu den Leberschäden durch Alkohol zählen die Leberzirrhose und die Fettleber. Die Dupuytrensche Kontraktur kann aber auch bei Diabetikern und nicht Leberkranken Menschen auftreten. Dies ist jedoch relativ selten der Fall.

Ein weiteres Zeichen für eine Leberkrankheit sind Muskelschmerzen, die im Zusammenhang mit einer anderen Störung stehen. Die Leber produziert nicht mehr ausreichend Gerinnungs-Faktoren, wodurch eine erhöhte Blutungsneigung entsteht. Blaue Flecken (Hämotome) sind nun häufiger zu beobachten und kleine Verletzungen bluten länger als es unter gesunden Verhältnissen der Fall ist.

Auch ein auffälliges sichtbares Merkmal einer Lebererkrankung, ist die Erdbeerzunge. Sie tritt bei einer Leberzirrhose auf. Solange die Zunge noch über genügend Feuchtigkeit verfügt, besteht kein Anlass zur Sorge. Sobald die Zunge aber trocknet und eine dunkelrote bis leicht lila Farbe (Himbeerzunge) zeigt, ist dies ein ernstzunehmender Hinweise auf ein eventuelles Versagen der Leber.

Da die Haut von leberkranken Patienten mit der rauen Beschaffenheit eines Dollarscheines zu vergleichen ist, ist der Ausdruck Geldscheinhaut entstanden. Die Geldscheinhaut zeigt sich meist am Ansatz des Halses und an der Oberfläche der Hände. Arterielle Erweiterungen sind hierbei sichtbar. Nach längerem Sonnenbaden ist die Geldscheinhaut besonders gut erkennbar. Dieses äußere Anzeichen kommt allerdings auch sehr häufig bei Menschen vor, die nicht an der Leber erkrankt sind. Deswegen gilt es als das unspezifischste Anzeichen einer Lebererkrankung.

Die Haut kann sich auffallend ins Gelbliche verfärben. Dies rührt daher, dass die Leber die Gallen-Pigmente nicht mehr vollständig abbauen kann. Die so entstehende Gelbfärbung tritt auch an den Augäpfeln auf.

Auch die Farbe der Körperausscheidungen verändert sich. Der Urin wird dunkler, auch wenn ausreichend getrunken wird. Hingegen wird der Stuhl heller, kann sogar eine weißlich-cremige Farbe annehmen.

Ein sehr spätes äußeres Anzeichen einer Lebererkrankung ist das Auftreten von Weißnägeln. Hierbei zeigt sich auf den Finger- und Fußnägeln eine Färbung in hellrosa/silberweiß. Die Nägel weisen eine leichte Wölbung auf und haben viele Rillen. Am Ansatz der Nägel verschwinden die Halbmonde vollständig. Die Fingernägel haben auch oft die Form einer leicht gewölbten Brücke, wodurch sie als Brückennägel bezeichnet werden. Die Störung des Kreatinstoffwechsels bei chronisch Leberkranken Menschen ist der Grund, warum es zu solchen Veränderungen der Nägel kommt. Auch das Wachstum der Haare kann durch den gestörten Kreatinstoffwechsel stark eingeschränkt werden. Weißnägel treten in der Regel erst nach einem 10 – 20jährigem Bestehen einer Leberzirrhose auf.

Bei fortgeschrittenen Leberstörungen kann es auch zu Schmerzen im rechten Oberbauch unterhalb des Rippenbogens kommen. Die Schmerzen sind dabei nicht ständig spürbar. Wenn sie auftreten, dann pulsierend und mit stechendem Charakter. Die beeinträchtigte Entgiftungs-Funktion führt schließlich auch zu Verdauungs-Problemen mit Übelkeit und Erbrechen.

Die biologische Lebertherapie

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 16.01.2018 aktualisiert
Wer schreibt hier?

Rene Gräber

Mein Name ist René Gräber. Seit 1998 bin ich in eigener Naturheilpraxis tätig und begleite seitdem Patienten und Fastenteilnehmer mit unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen. Auf dieser Webseite veröffentliche ich regelmäßig Beiträge zum Thema Fasten, Ernährung, Diäten, sowie auch zu verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen - und natürlich auch zu Lebererkrankungen, denn gerade diese sind einer naturheilkundlichen Behandlung sehr gut zugänglich. In meinem Buch zur Biologischen Lebertherapie berichte ich ausführlich dazu. Wenn Sie das interessiert klicken Sie HIER.

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