Schwermetalle (Quecksilber - Amalgam) ausleiten und Entgiftung
Schwermetalle: im Wasser, im Essen, in der Kleidung, in Energiesparlampen, in unseren Zähnen und selbst
im Spielzeug.
In unserer "modernen" Welt scheinen wir Schwermetallen gar nicht mehr ausweichen zu können. Das Problem
ist nur: Schwermetalle reichern sich in unserem Körper an. Und damit können zahlreiche Probleme beginnen... Die
Frage die sich viele Patienten und Therapeuten stellen: "Wie kriege ich die Schwermetalle wieder raus aus dem
Körper?"
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge (SKA)
Das Thema Schwermetalle und deren Ausleitung ist "komplex". Ganze Bücher wurden schon dazu geschrieben. Hier auf
dieser Webseite möchte ich Ihnen einen Überblick geben über beliebte Methoden der "Ausleitung". Hierzu halte ich im
wesentlichen an das Quecksilber, das wir vor allem durch eine "Legierung" aufnehmen, die Ihnen als Amalgam bekannt
ist.
Amalgam ist eine Legierung, die aus Quecksilber, Silber, Zinn, Zink, Kupfer und noch ein paar weiteren
Kleinigkeiten besteht. Der Vorteil einer solchen Legierung besteht darin, dass sie für kurze Zeit nach der
Anfertigung sehr weich ist und damit ungleichmäßige Aushöhlungen, wie sie bei Löchern in Zähnen vorliegen, exakt
ausfüllen kann. Danach wird die Legierung sehr hart und beständig. Somit scheint Amalgam das optimale Füllmittel
für verdorbene Zähne zu sein.
Aber man weiß seit geraumer Zeit, dass das Quecksilber in den Füllungen die Neigung besitzt, sich zu
verflüchtigen. Quecksilberdämpfe sind relativ lipophil und können somit im Mundraum über die Schleimhäute
aufgenommen und dem Organismus zu geführt werden. Inzwischen wird dieses Quecksilber als die Hauptquelle für
Quecksilbereinlagerungen im Organismus angesehen, noch vor Quecksilber aus der Nahrung. Denn diese beträgt
durchschnittlich „nur“ 2 Mikrogramm pro Tag bei einer durchschnittlichen Ernährung. Die Belastung aus dem Amalgam
dagegen liegt bei 15 bis 17 Mikrogramm, wenn der Betroffene 8 Füllungen aufweisen kann.
Eine weitere ernstzunehmende Quelle für Föten ist die Mutter mit Quecksilberbelastung, denn Quecksilber ist
mühelos in der Lage, die Plazentaschranke zu überwinden und im Fetus zu akkumulieren. Eine mit Quecksilber
belastete Mutter gibt auch das Schwermetall über die Muttermilch an ihr Neugeborenes ab. Ein mit Quecksilber
belasteter Vater trägt zu diesem Problem "nur" die Erbschädigung bei, die auch für die Mutter ein weiterer
Schädigungsfaktor darstellt. Denn Quecksilber hat unter anderem auch einen schädigenden Einfluss auf die DNA, wie
wir noch sehen werden. Die Nachwirkungen einer quecksilberbedingten Erbschädigung erstreckt sich über 2 bis 3
Generationen.
Quecksilber gibt es in 3 chemischen Formen: Hg0 ist die Form, die wir alle als Quecksilber im
Fieberthermometer kennen; Hg1+ ist die organische Form, die ca. 50 mal giftiger ist als Hg0; und Hg2+ ist die
anorganische Form, die in unsere Zahnlöcher Einzug hält.
Quecksilber – der intelligente Zerstörer
Wie bereits Eingangs erwähnt sind Quecksilberdämpfe lipophil und haben keine Mühe, Zellmembranen zu
durchqueren.
Innerhalb der Zelle wird über Katalasen alles Quecksilber zu Hg2+ umgeformt. Diese Form des Quecksilbers ist nun
in der Lage, sich an Proteinstrukturen zu heften und diese zu zerstören.
Bevorzugt werden Proteine mit schwefelhaltigen Aminosäuren, wie Cystein, da Quecksilber eine hohe Affinität zu Schwefel hat. Außerdem heftet es sich auch an
die DNA. Hier sind Thymidin und Uracil die bevorzugten Nukleinsäuren. Dieser Prozess ist die Grundlage für die
eben erwähnte Erbschädigungen.
Da die Mitochondrien (unsere "Zellkraftwerke") ebenfalls DNA enthalten, die ebenfalls von Quecksilber geschädigt
werden, kommt es zu einer Funktionseinschränkung bzw. -verlust der Mitochondrien.
Da die Schädigung der mitochondrialen DNA nie rückgängig gemacht werden kann, gleich welcher Grad der Schädigung
eingetreten ist, muss die Zelle mit einer reduzierten Energiegewinnung leben bzw. stirbt ab. In der Praxis können
sich dann solche Phänomene als Müdigkeit, Energielosigkeit, Fatigue-Syndrom und einiges andere mehr zeigen.
In den Nervenzellen zerstört Quecksilber das Tubulin, ein Strukturprotein der Nervenzelle. Mikrotubuli im Axon
der Nervenzellen haben auch die Aufgabe eines Transportsystems, da sie röhrenförmig angeordnet sind. Bricht dieses
„Fließband“ zusammen, dann kann nichts mehr rein oder raus transportiert werden. Im Falle des Quecksilbers bricht
dieses System zusammen, wenn genug Quecksilber in der Zelle ist. Damit ist auch ein Entfernen des Metalls deutlich
schwieriger.
In anderen Zellen beeinflusst das Quecksilber die Ionenkanäle der Zellmembranen. Auch hier bewirkt eine erhöhte
intrazelluläre Quecksilberkonzentration einen dauerhaften Verschluss dieser Kanäle, so dass die Ausleitung aus den
betroffenen Zellen erschwert wird.
Dr. Klinghardt verglich dieses "hinterhältige" Verhalten des Quecksilbers mit einem bösartigen Tier, das bewusst
und gezielt seine Einnistung plant.
List gegen Hinterlist
Die schulmedizinische Lösung für dieses Problem ist die Verabreichung von anderen Giften: In diesem Fall sind es
sogenannte Chelatbildner, die in der Lage sind, Metalle zu binden. Hier stehen den Ärzten Dimercaptobernsteinsäure
(DMSA) und Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS) zur Verfügung.
Ziel einer Behandlung ist die Mobilisierung (Loslösen des Metalls aus der Zelle) und der Abtransport des
Quecksilbers. Dies wird durch die Chelatbildung (Bindung der Chemikalie mit dem Metall) erreicht, die das
Quecksilber gleichzeitig auch transportfähig macht und den Nieren zuführt. Diese Therapie nennt man übrigens
auch Chelattherapie.
Es ergibt sich hierbei jedoch häufig das Problem, dass eine Ausleitung über die Nieren die vom Quecksilber
vorgeschädigten Nieren so belasten, dass sich diese Schäden möglicherweise noch verstärken. Sehr oft ist die Niere
auch gar nicht mehr in der Lage, Quecksilber auszuscheiden. So wird man auch bei Vergiftungen mit hohen
Konzentrationen kaum Quecksilber im Urin finden.
Der natürliche Ausscheidungsweg ist der Stuhl. Diese Form der Schwermetallausscheidung wurde von der Natur so
gewählt, um eben die Niere vor Folgeschäden durch die Ausleitung zu schützen. Natürliche Ausscheidungsmittel wählen
alle diesen Weg. Die Ausnahme stellen (mal wieder) die chemisch-synthetischen Produkte der Schulmedizin dar, die
praktisch zu 100 Prozent die Niere benutzen.
Der Vorteil hier liegt zugegebenermaßen in der Intensität der Entgiftung, die über natürliche, dafür aber schonendere Mittel nicht erreicht
werden kann. So empfiehlt Dr. Klinghardt DMSA und DMPS nur in Härtefällen, bei denen eine raschen und sofortige
Entgiftung angezeigt ist, weil entsprechend hohe Konzentrationen an Quecksilber vorliegen. Für die mittelschweren
und leichten Fälle (und zur Prophylaxe) geht er einen anderen Weg, den auch ich empfehlen kann...
Die natürliche Entgiftung natürlich durchgeführt
Als Basisprogramm (Link zum Programm in englisch) empfiehlt Dr. Klinghardt eine Ernährung, die viele Proteine,
Mineralstoffe, Fettsäuren und Wasser beinhaltet. Proteine stellen wichtige Vorläufersubstanzen, spezifische
Aminosäuren, bereit, die der Entgiftung dienen, indem sie die Schwermetalle binden.
Mineralstoffe sollten unbedingt mit auf dem Programm stehen, denn wo diese fehlen, haben
Schwermetalle leichtes Spiel, diese Mineralien zu ersetzen. Eine Substitution mit Mineralien ist oft schon in
der Lage, einen wichtigen Beitrag zur Entgiftung zu leisten, indem sie die toxischen Metalle verdrängen.
Elektrolyte, wie Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, helfen den Abfall abzutransportieren.
Lipide und Fettsäuren sind fast 80 prozentiger Bestandteil des zentralen Nervensystems. Sie müssen
immer wieder neu ergänzt werden. Ein Mangel hier kann ein Schlupfloch für fettlösliche Metalle, wie Quecksilber,
werden. Dies ist mit ein Grund, warum Quecksilber sich bevorzugt (aber nicht nur) in Nervenzellen
niederlässt.
Wasser ist unverzichtbar, besonders bei einer Entgiftung. Ein Mangel könnte die Nieren in Mitleidenschaft ziehen
bis hin zur Insuffizienz aufgrund von Akkumulationen von toxischen Materialien.
Bärlauch und Koriander
Bei einer Entgiftung kommt es auf eine Mobilisierung und Ausleitung des Gifts an. Die Aktivierung besteht in der
Herauslösung des Quecksilbers aus seinen „Verstecken“, dem Zellinneren.
Ist es einmal im extrazellulären Gewebe, dann gilt es die Substanz zum Darm zu bringen, wo sie über die Darmwand
durch den Stuhl ausgeschieden werden kann. Während DMPS und DMSA diese beiden Schritte in sich vereint durchführen
können, sind die natürlichen Varianten nicht in der Lage, dies zu tun. In diesem Fall sind wir auf einen
2-Schritte-Modus angewiesen.
Um Quecksilber zu mobilisieren, empfiehlt Dr. Klinghardt den Einsatz von Bärlauch und vor allem Korianderkraut.
Diese mobilisieren Quecksilber, Kadmium, Blei und Aluminium in den Knochen und den Nervenzellen.
Koriander scheint das einzige Kraut zu sein, dass Quecksilber aus den Mitochondrien, Tubulin, Liposomen und der
DNA mobilisieren kann. Da Koriander mehr Gifte mobilisieren kann als es selbst binden kann, kommt es wahrscheinlich
zu einer Flut an Giften in dem extrazellulären Raum des Bindegewebes. Damit kommt es zu einer „Vergiftung“ dieses
Gewebes, einer Retoxifikation. Um dies zu verhindern, wird gleichzeitig oder zeitversetzt Chlorella vulgaris gegeben.
Der Grund für diese Ausnahmestellung des Korianders ist folgender: Aromatische Substanzen im Koriander haben
Ligandenfunktion. Sie binden und verdrängen Quecksilber im Zellinneren.
Chlorella vulgaris
Chlorella hat eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen zu bieten. Seine Mucopolysaccharide in der Zellmembran
sind in der Lage, fast alle Toxine zu binden, inklusive Quecksilber. Es repariert und aktiviert die Reparatur- und
Entgiftungsmechanismen des Organismus. Zusätzlich erhöht es reduziertes Glutathion. Methylcobalamin, ein Derivat
des Vitamin B12 , ist ein wichtiger Bestandteil von Chlorella vulgaris. Dieses ist in der Lage, besonders
intensiv Quecksilber im Bindegewebe zu mobilisieren und auszuschleusen. Über die Blutgefäße wird dann das gebundene
Quecksilber zur Darmwand transportiert und dort in den Stuhl abgeleitet und ausgeschieden. Ein spezifischer
Chlorella-Wachstumsfaktor hilft zudem bei der Entgiftung, wobei das Wie und Warum bislang noch nicht verstanden
wird. So wie es aussieht, ist Chlorella ein Entgiftungsspezialist, der in Millionen von Jahren spezielle Proteine
zur Entgiftung geschaffen hat. Chlorella enthält zudem extrem viel Chlorophyll, dessen Porphyrine ebenfalls starke
metallbindende Eigenschaften besitzen. Eine weitere wichtige Hilfe stellt die Tatsache dar, dass Chlorella den
Säure-Basen-Haushalt günstig beeinflusst, da es basisch wirkt und damit
einer Übersäuerung entgegenwirkt. Um mehr über Chlorella vulgaris zu erfahren, können Sie auch unter eine
Menge interessanter Fakten nachlesen in meinem Beitrag: Heilkraft aus dem Meer: Chlorella Algen und Spirulina Algen
Chlorella vulgaris ist also in der Lage, die Mobilisierung von Quecksilber im Bindegewebe durchzuführen und den
Abtransport im Darm in den Stuhl zu gewährleisten. Die hierfür benötigten Mengen sind allerdings erheblich.
Laut Dr. Klinghardt werden zu Beginn schon 4 Tabletten (= 1 Gramm) 4 mal täglich gegeben. Dies ist dann die
„Erhaltungsdosis“ für die folgenden 6 bis 24 Monate für eine aktive Entgiftung. Wenn dann noch gleichzeitig
Koriander gegeben wird, um eine intensivierte Entgiftung durchzuführen, dann erhöht sich die Dosis auf 3 Gramm 4
mal täglich.
Chlorella wird 30 Minuten vor den Mahlzeiten und zur Nacht genommen. Auf diese Weise befindet sich Chlorella
genau in dem Segment des Dünndarms, in den die Gallenflüssigkeit abgegeben wird, die die Toxine mit sich führt. Die
Toxine, hier Quecksilber, werden dann in die Zellwände der Chlorella eingebaut und aus dem Gastrointestinaltrakt
entfernt.
Bei der Entfernung von Amalgamfüllungen sollte für 2 Tage zuvor und bis zu 5 Tage danach eine höhere Dosis
gegeben werden. Koriander sollte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bzw. noch nicht gegeben werden.
Der Chlorella-Wachstumsfaktor
CGF ist ein Konzentrat, das aus bestimmten Peptiden, Proteinen und anderen „Zutaten“ aus Chlorella stammt. Wenn
man CGF Kindern verabreicht, dann entwickeln Kinder keine Karies und die Entwicklung der Zähne liegt im optimalen
Bereich. Diese Kinder sind weniger krankheitsanfällig, wachsen früher und schneller in die optimale Wachstumskurve
und haben einen höheren IQ.
Es gibt auch Berichte von Tumorremissionen aufgrund von hohen Dosen von CGF. CGF verkürzt die Entgiftung und
macht sie effektiver.
Knoblauch
Knoblauch ist in der Lage, die weißen und roten Blutkörperchen vor oxidativem Stress zu schützen, die durch das
Quecksilber in der Blutbahn beim Abtransport verursacht werden kann.
Da Knoblauch eine Reihe von eigenen schwefelhaltigen Komponenten enthält, hat es von sich aus entgiftende
Eigenschaften. Durch die Oxidierung von Quecksilber wird dieses weiter wasserlöslich gemacht und ist damit noch
leichter auszuscheiden. Mehr zum Knoblauch lesen Sie auch in meinem Beitrag: Knoblauch - der Alleskönner aus der Natur
Andere "Zutaten"
Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA in Fischöl erhöhen die Sauerstoffzufuhr für die Zellen,
besonders im Gehirn durch eine Verbesserung der Mikrozirkulation. Dies begünstigt zugleich den Abtransport der
Toxine. Beide Fettsäuren schützen das Gehirn vor viralen Infektionen und werden für die Entwicklung von
Intelligenz und Augenlicht benötigt.
Das autonome Nervensystem ist bei den meisten Patienten mit einer Quecksilbervergiftung beeinträchtigt. Es ist
aber beteiligt an der Öffnung und Schließung der Ionenkanäle der Zellwände, durch die das Quecksilber sich in die
Zelle einschleusen lässt.
Aber: Wurzelbehandelte Zähne, Infektionen im Kieferknochen und psychologische Probleme können
das autonome Nervensystem beeinträchtigen, so dass es zu keiner vollständigen Öffnung dieser Ionenkanäle kommen
kann. Die Konsequenz daraus ist, dass die Ausschleusung von Quecksilber nicht mehr möglich ist.
In diesen Fällen ist es schwierig zu therapieren. Was schlägt man den Patienten vor?
Auch ich bin mir oftmals nicht sicher (trotz vorliegender Tests), was jetzt eigentlich zu tun ist:
- Beginnt man die Entgiftung erst mal mit einer Neuraltherapie, der Gabe verschiedener Heilpflanzen
und "Nahrungsergänzungsmitteln"?
- Empfiehlt man erst einmal die Entfernung aller toten (wurzelbehandelter) Zähne?
- Oder steht doch erst einmal die Lösung psychischer Probleme im Vordergrund?
Fazit
In minder schweren Fällen komme ich daher dennoch immer wieder erst einmal darauf zurück, dass Heilfasten und eine Umstellung der Ernährung zu empfehlen.
Selbstverständlich mit einer Unterstützung der Entgiftungsysteme des Körpers.
Obige Schilderung ist keine Anleitung zur Selbsttherapie, sondern soll einen kurzen Einblick geben in die
Möglichkeit einer alternativen Entgiftung, die die natürlichen Entgiftungswege mit einbezieht und die Nieren
schont.
Wie die schulmedizinische Entgiftung muss bzw. sollte die alternative Entgiftung von einem Fachmann durchgeführt
und begleitet werden. Im Gegensatz zur schulmedizinischen Entgiftung werden bei der alternativen "Dinge"
eingesetzt, die sich durchaus zur Prophylaxe und Dauerentgiftung auf "Sparflamme" eignen: Knoblauch, Chlorella,
Koriander, Fischöl, Bärlauch – dies sind alles Gaben der Natur, für die man kein Rezept vom Arzt benötigt, um sie
zu bekommen.
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert
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