Fasten und Heilfasten
Fasten bei Chronischen Darmstörungen und
DarmkrankheitenDie Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts sind nicht nur wichtige Produzenten von
Verdauungssäften, sie schützen auch vor Krankheitserregern und sorgen dafür, dass die Nährstoffe in die Blutbahn
gelangen.
Werden die sensiblen Schleimhäute, etwa durch Fehlernährung, Infektionen oder hohen Alkoholkonsum, dauerhaft
geschädigt, so können chronische Erkrankungen die Folge sein.
Entzündungen des Dünndarms (Enteritis) mit Durchfall und krampfhaften Bauchschmerzen werden meist durch Viren
und Bakterien aus der Nahrung ausgelöst.
Ist neben der Darmschleimhaut auch der Magen angegriffen, so spricht man von einer Gastroenteritis, besser
bekannt unter dem Namen Magen-Darm-Grippe. Eine akute Enteritis tritt nur für kurze Zeit auf - gleichzeitig
mit dem Befall durch die Krankheitserreger. Bei einer chronischen Entzündung hingegen bemerken die Patienten die
Symptome unablässig oder in kurzen Intervallen.
Morbus Crohn, ebenfalls eine chronische Darmentzündung, kann nicht nur die Schleimhäute des Darms befallen, sondern
in seltenen Fällen auch die Speiseröhre. Bisher ist nicht vollständig geklärt, wodurch die Krankheit, bei der sich
befallene mit gesunden Bereichen abwechseln, ausgelöst wird.
Bei einer Colitis ulcerosa hingegen sind ausschließlich
die Schleimhäute des Darmes angegriffen. Auch breitet sich der Befall, im Gegensatz zu Morbus Crohn, kontinuierlich
flächendeckend aus, wodurch Mediziner die beiden Erkrankungen leicht voneinander abgrenzen können. Bei der
chronischen Form kommt es zu Schüben mit blutigem Durchfall und Schmerzen im Unterbauch.
Vor allem die chronischen Erkrankungen der Darmschleimhäute stellen die Ärzte vor große Probleme, denn die
Beschwerden werden durch die meisten Medikamente nur abgeschwächt oder die Symptome "abgestellt".
Oft werden die Patienten "süchtig" nach den Arzneimitteln, ohne die Ursachen auch nur im Geringsten zu
bekämpfen.
So beschreibt beispielsweise Jack Goldstein in einem New Yorker Fachartikel, wie er selber
jahrzehntelang miterleben musste, dass die Schulmedizin ihm keinerlei Heilung bei seiner Colitis ulcerosa brachte.
Es ging so weit, dass sein Hausarzt ihm als letzten Ausweg eine Operation empfahl, bei der sein gesamter Dickdarm
entfernt würde - auch heute noch ist das eine Option die immer noch manchen Patienten vorgeschlagen wird. Statt dem
zuzustimmen, probierte der Amerikaner Jack Goldstein auf Anraten seiner Frau erstmals alternative Heilmethoden, und
war von dem Ergebnis des Fastens und Diät-Therapie begeistert (vergleiche hierzu seinen 1977 in Arco erschienen
Bericht „Triumph over disease by fasting and natural diet“).
So wie Goldstein haben viele Ärzte und Heilpraktiker (die mit dem Fasten vertraut sind), die Erfahrung gemacht, dass die Darmschleimhaut
sich nur dann wirklich regenerieren kann, wenn die normale Verdauungstätigkeit über einen langen Zeitraum
ausgesetzt wird.
Deshalb ist es für die Mediziner entscheidend, dass die Patienten so lange wie möglich fasten, auch wenn sie
meist nicht übergewichtig sind. Da die Betroffenen also während der Therapie Gewicht verlieren, ist eine fachliche
Anleitung sehr zu empfehlen. Auch gehen die Mediziner davon aus, dass Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Koffein
die Zellen des Verdauungstraktes zusätzlich belasten und / oder die Entzündungsprozesse auch weiter unterhalten.
Deshalb sollten die Patienten mit Beginn des Heilfastens auch gänzlich auf diese Substanzen verzichten.
Immer wieder machen Fastenärzte und Fastentherapeuten allerdings die Erfahrung, dass sich die Patienten
nicht genug Zeit für die Fastenkur nehmen und auch anschließend wieder in ihre alten Ernährungs- und
Lebensgewohnheiten zurückfallen. Obwohl die Darmschleimhäute hierdurch nicht vollständig ausheilen können und es
schon nach einigen Monaten zu Rückfällen kommen kann, wirken auch dann regelmäßige Fastentherapien meist besser als
Medikamente. Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen.
Patienten, die sich während des langen Fastens völlig auskurieren und auch anschließend auf eine gesunde
Ernährung (mit Verzicht auf Fleisch, Kaffee und Zigaretten) achten, bleiben fast immer von Rückfällen der
Schleimhautentzündungen verschont.
Wichtig für den Therapeiansatz bei chronischen Darmkrankheiten ist es, die Konstitution
des Patienten einzuschätzen um so beurteilen zu können, WIE eine Fastenkur für den Patienten anzupassen ist.
Hierbei ist es für mich in der Praxis entscheidend, wie die Fastenkur vorbereitet und eingeleitet werden
sollte.
Beispiel: Liegt eine chronische Übersäuerung vor? Wie ist die Stuhlbeschaffenheit? Liegt
evtl. bereits ein Leaky-Gut-Syndrom zusätzlich zu chronischen Darmerkrankung
vor?
Je nach Befund sind dann bereits vor dem Fasten Basenpulver sinnvoll oder auch Probiotika. Auch verschiedene Homöopathika
kommen im Vorfeld zum Einsatz.
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert
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