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VSL-3 Probiotische Balance

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Bei VSL-3 handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel. Das Präparat ist ein Pulver aus acht verschiedenen, vermehrungsfähigen Milchsäurebakterienstämmen:

 

 

 

Der Vertreiber beschreibt sein Produkt auf seiner Webseite (http://www.vsl3.de/de/spot.htm) als ein:

„Nahrungsergänzungsmittel für den Wiederaufbau des mikrobiellen Gleichgewichtes im Fall von Beschwerden wie z.B. Durchfall und Verstopfung, aufgeblähtem Bauch und übermäßiger Gasbildung im Darm, Darmkrämpfen, verändertem Stuhlgang, übelriechenden Darmgasen“.

Die Webseite des amerikanischen Herstellers (http://www.vsl3.com/) geht sogar noch einen Schritt weiter und bezeichnet das Produkt als „medizinisches Nahrungsmittel“ (medical food), weshalb es von einem Arzt verordnet werden sollte (aber wohl nicht unbedingt muss).

Da drängt sich bei mir die Frage auf, wo diese Sache mit dem „medical food“ anzusiedeln ist?

Wir haben Medikamente, dann die ganz normalen Nahrungsmittel, zwischen denen die neu erfundenen „medizinischen Nahrungsmittel“ stehen?

Und wo sind dann die Nahrungsergänzungsmittel anzusiedeln?

Oder handelt es sich bei dieser neuen Charakterisierung um einen tollen Trick der Marketingabteilung, um einem vielleicht „langweiligen“ Präparat ohne wirkliche Anerkennung seitens der Schulmedizin etwas mehr Pepp zu verleihen?

Denn Probiotika sind nicht das liebste Kind der Schulmediziner, die den Einsatz vielleicht nicht grundsätzlich ablehnen. Aber auch nur deshalb, weil das Zeugs nicht schadet, seine mögliche Wirkung auf den Glauben an sie und dem Placeboeffekt beruht und keine Krankenkasse geschädigt wird.

Ob wir hier mehr als nur Placebo in der Hand haben, darüber diskutieren wir dann weiter unten...

Erst einmal betrachten wir uns die Angaben des Herstellers, der angibt, dass die VSL-3- Sachets je 450 Milliarden der benannten Mikroorganismen enthalten, aber keine Farbstoffe und Konservierungsstoffe oder gar synthetische Süßstoffe. Das scheint für das Land der unverschränkten Möglichkeiten keine Selbstverständlichkeit zu sein, da die Lebensmittelindustrie dort für einen relativ großzügigen Umgang mit Chemie im Essen bekannt ist.

Zusätzlich werden in den USA drei weitere "Formulierungen" angeboten. Das sind VSL-3-Kapseln, die 112,5 Milliarden lebende Bakterien enthalten, Sachets für Kinder mit 225 Milliarden und ein „Doppelpack“ mit doppelter Stärke, das 900 Milliarden Bakterien beinhaltet. Aufgrund dieser "Stärke" kann diese Formulierung nur vom Arzt verschrieben werden.

Empfohlene Verzehrmenge für VSL-3 liegt für Erwachsene bei 1 bis 2 Sachets pro Tag. Bei Kindern sollte eine reduzierte Menge zum Einsatz kommen. Zur Einnahme eignen sich nur kalte Getränke oder Wasser (Brei, Kompott etc. sind auch möglich), in die der Inhalt der Sachets verrührt wird. Heiße Getränke sind nicht zu empfehlen, da die Hitze einen Teil der Mikroorganismen abtötet oder zumindest inaktiviert.

Als Alternative (in Deutschland) zu den Sachets gibt es noch Kapseln, die bis zu 4 VSL-3-Kapseln maximal pro Tag dosiert werden können. Zum Schluss gibt es da noch die VSL-3-Tropfen, die bis zu maximal 10 Tropfen pro Tag dosiert werden.

Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten

Zur Frage von Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten gibt es nur wenig zu berichten. In den ersten Tagen können Blähungen vermehrt auftreten, was aber auf die Neuansiedlung der nützlichen Bakterienstämme zurückgeführt werden kann.

Gravierende Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten sind bislang nicht gesehen worden (und sind auch nicht zu erwarten). Möglich wäre eine unsachgemäße Handhabung des Produkts, die zu unangenehmeren Erscheinungen führen könnte. Dazu zählt zum Beispiel die Möglichkeit, dass ein fertig zubereitetes Getränk mit VSL-3 nicht sofort getrunken wird. Hier besteht dann die Möglichkeit, dass sich andere Bakterien aus der Luft und vor allem Pilzsporen absetzen und den Probiotika-Trank "kontaminieren". Denn der bietet solchen Pathogenen einen ausgezeichneten Nährboden. Daher ist es wichtig, den einmal angefertigten Trank sofort zu konsumieren und nicht noch für „nachher“ im Zimmer stehen zu lassen.

Die Informationen zum Nährwert von Sachets, Kapseln und Tropfen habe ich der Herstellerwebseite entnommen:

Inhaltsstoffe VSL-3
Abb1: Inhaltsstoffe von VSL-3 gem. Herstellerangaben

VSL-3: Wissenschaft oder Marketing?

Wie lange es VSL-3 gibt, das kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber da es eine Studie zu diesem Probiotikum aus dem Jahr 2001 gibt, scheint es sich hier nicht um ein brandneues Produkt zu handeln. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es noch weitere wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Probiotikum gibt, an denen sich die Marketingaussagen seitens des Herstellers messen lassen können.

Die eben erwähnte Arbeit von 2001 (Probiotic bacteria enhance murine and human intestinal epithelial barrier function) wurde an Mäusen durchgeführt und hatte sich zum Ziel gesetzt, die Effizienz von VSL-3 als Therapeutikum der ersten Wahl bei der Colitis ulcerosa zu beurteilen. Die Autoren kamen von der Universität von Alberta, Kanada.

Die Autoren beobachteten bei den behandelten Mäusen eine Normalisierung von Schleimhautbarriere im Gastrointestinaltrakt und dessen physiologische Funktion. Weiter sanken die Konzentrationen an entzündungsfördernden Zytokinen und es stellte sich eine Verbesserung des Krankheitsbildes ein. In einer begleitenden in-vivo-Studie zeigten die Autoren, dass die Barrierefunktion der Schleimhäute und die Abwehrfunktion gegen Keime (am Beispiel von Salmonella) durch einen löslichen Proteinfaktor gesteigert wurde, der von den Darmbakterien gebildet und ausgeschieden wird, aber auch in VSL-3 zu finden ist.

Daher schlossen die Autoren, dass VSL-3 einen direkten positiven Einfluss auf die Funktionen der Schleimhäute im Gastrointestinaltrakt hat.

Auf meiner Suche nach weiteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum VSL-3 bin ich über eine Menge an Arbeiten „gestolpert“. Im Gegensatz zum Präparat war ein erheblicher Teil dieser Arbeiten jüngeren Datums – ein perfektes Paar: Altes Präparat und neue Erkenntnisse. Aber waren diese Arbeiten und deren Ergebnisse ähnlich gut wie die Studie aus dem Jahr 2001? Und sind inzwischen auch einmal ein paar Arbeiten an Menschen und nicht nur an Mäusen unternommen worden? Antwort: Es ist. Und da die Arbeiten recht zahlreich sind, habe ich mich auf die Interessantesten aus dem Jahr 2013 und 2014 konzentriert.

Studie 1: Effect of a probiotic preparation (VSL#3) in critically ill patients: A randomized, double-blind, placebo-controlled trial (Pilot Study)

Die Autoren dieser Studie aus dem Iran waren besonders mutig. Denn sie untersuchten schwerkranke Patienten von der Intensivstation, 40 an der Zahl, inwieweit VSL-3 einen Einfluss auf ihr Krankheitsbild haben kann. Die Studie war eine doppelblinde, Plazebo kontrollierte Studie. Dabei untersuchten sie den Einfluss des Probiotikums auf oxidativen Stress, speziell bei einer Sepsis und Organversagen. Sie gingen von der Hypothese aus, dass die anti-oxidativen Eigenschaften von Probiotika eine Defensivfunktion im Gastrointestinaltrakt ausüben und einen Einfluss auf andere oxidative Stressfaktoren haben.

Die 40 Patienten wurden also zufallsbedingt in eine Verum- und eine Kontroll- oder Plazebogruppe aufgeteilt. Sie erhielten dann 7 Tage entweder VSL-3 oder ein Plazebo. Gemessen wurden Parameter, die die anti-oxidativen Kapazitäten des Organismus anzeigten, Entzündungsparameter (C-reaktives Protein) und es wurde eine gründliche Untersuchung der Patienten vor und nach der Studienzeit durchgeführt.

Ergebnis: Nach nur 7 Tagen unterschieden sich die Entzündungsparameter und das klinische Bild der Kranken signifikant in den beiden Gruppen. Bezüglich der anti-oxidativen Eigenschaften dagegen gab es keine Unterschiede. Also schlossen die Autoren, dass VSL-3 in der Lage ist, auch bei schwer erkrankten Menschen zu einer Abnahme von Entzündungsvorgängen zu führen und das Krankheitsbild zu verbessern. Eine signifikante Abnahme von oxidativem Stress dagegen kann man aufgrund der Studienergebnisse aber nicht erwarten.

Studie 2: Probiotics, prebiotics, and dietary fiber in the management of functional gastrointestinal disorders

Die Autoren machen zu Beginn ihrer Veröffentlichung ein besonders bemerkenswertes Geständnis: Sie geben zu, dass es für funktionelle gastrointestinale Störungen bis heute keine Therapie gibt, die den Verlauf der Störung beeinflussen, geschweige beseitigen kann. Aus diesem Grund gibt es ein vermehrtes Interesse an neuen und sicheren therapeutischen Alternativen.

Darum untersuchten sie Arbeiten, die mit Probiotika, Ballaststoffen und Präbiotika bei der Behandlung der funktionellen gastrointestinalen Störungen durchgeführt worden waren. Sie sahen als Ergebnis eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen dieser Behandlungsformen. Zum Beispiel verbesserte Lactobacillus reuteri die Symptome von Koliken bei Kindern und half ihnen im Falle von Verstopfungen. Der Einsatz von Lactobacillus GG verbesserte den Therapieerfolg bei Kindern mit Bauchschmerzen, speziell bei Kindern mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung. VSL-3 verbesserte die Symptome und die Lebensqualität der Kinder mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung. Beim Einsatz von Ballaststoffen sahen die Autoren keinen Unterschied zu Placebo bei der Behandlung von Verstopfung bei Kindern.

Studie 3: Probiotic VSL#3 prevents antibiotic-associated diarrhoea in a double-blind, randomized, placebo-controlled clinical trial

Durchfall nach Antibiotika-Einnahme ist keine seltene „Nebenwirkung“. Vielmehr scheint es sich hier um eine bevorzugte Wirkung zu handeln, da Antibiotika, wie der Name schon sagt, auf die Abtötung von Mikroorganismen abzielt. Und diese erfolgt nicht nur im Organismus des Patienten, sondern schon im Gastrointestinaltrakt, was nicht erwünscht, aber nicht vermeidbar ist. Auf diese Weise wird eine zuvor gesunde Darmflora dezimiert und schafft Platz für weniger vorteilhafte Keime, die dann zu den gastrointestinalen Problemen führen.

Die vorliegende Arbeit aus dem Salford Royal Hospital in Manchester, Großbritannien, untersuchte den Einfluss von VSL-3 bei antibiotikabedingten Durchfällen. Da ein Durchfall, verursacht durch Clostridium difficile eine besonders schwere Form eines antibiotikabedingten Durchfalls ist, wurde die Gabe von VSL-3 bei diesen Fällen mit untersucht. Den Patienten wurde zweimal täglich ein Sachet Plazebo oder VSL-3 gegeben für den Zeitraum der Antibiotika-Therapie und zusätzlich noch einmal 7 Tage nach Absetzen des Antibiotikums.

Ergebnisse: Es wurden keine Fälle von Clostridium-Infektionen gesehen, so dass eine Auswertung hier nicht möglich war. Antibiotikabedingte Durchfälle jedoch waren in der Verumgruppe deutlich geringer. Denn in der Verumgruppe hatte niemand einen Durchfall; in der Plazebogruppe waren es 12 von 112 Patienten. Die Autoren schlossen daraus, dass bei einem Krankenhausaufenthalt und gleichzeitiger Antibiotika-Therapie die Gabe von VSL-3 das Risiko für einen Durchfall signifikant senkt.

Reperfusionsschäden treten auf, wenn in einem Gewebe zuvor eine Minderdurchblutung aufgetreten ist und es danach wieder zu einer normalen Durchblutung kommt. Es klingt paradox. Aber die Mangelversorgung des Gewebes führt zu einer Kaskade an biochemischen Reaktionen im betroffenen Gebiet, bei denen unphysiologisch hohe Konzentrationen an Xanthinoxidase entstehen. Bei einer Verbesserung der Versorgungslage (Reperfusion) im Gewebe wird dann die Xanthinoxidase zu Xanthin oxidiert, was zu einer beträchtlichen Menge an freien Radikalen führt, die das Gewebe nachhaltig schädigen. Eine Verhinderung eines solchen Prozesses ist aus schulmedizinischer Sicht nicht möglich. Es ist möglich, die Aktivität der Enzyme durch Unterkühlung des Gewebes zu beeinträchtigen und somit das Ausmaß an freien Radikalen zu reduzieren.

Letzteres ist bei einem solchen Szenario im Gastrointestinaltrakt so gut wie unmöglich. Man könnte hier argumentieren, dass solche Reperfusionsschäden nur bei einer Operation zu sehen sind. Das scheint leider nicht zu stimmen. Denn wenn wir der Arbeit von Derikx et al. glauben dürfen (Rapid Reversal of Human Intestinal Ischemia-Reperfusion Induced Damage by Shedding of Injured Enterocytes and Reepithelialisation), kommen solche Ereignisse, neben OPs, auch bei gesunden, aber untrainierten Menschen und Hochleistungssportlern vor. Hier scheint das Übermaß an körperlicher Belastung die Ursache für eine gastrointestinale Minderdurchblutung zu sein. Die Folge ist die nachhaltige Schädigung der Mucosabarriere im Gastrointestinaltrakt.

Studie 4: VSL#3 probiotics provide protection against acute intestinal ischaemia/reperfusion injury

In dieser Arbeit wurde der Einfluss von VSL-3 auf Reperfusionsschäden im Gastrointestinaltrakt von Mäusen beobachtet. Die Tiere wurden vor der Auslösung der Minderdurchblutung entweder 3 Tage oder 2 Wochen mit VSL-3 vorbehandelt. Gemessen wurden zur Bestimmung der Gewebeschäden die Konzentrationen von Myeloperoxidase und die Aktivität von Nuklear Faktor kappa B (NF-kB). Weiter wurden eine Reihe von Zytokinen (Interleukin) bestimmt.

Ergebnis: Die Gabe von VSL-3 reduzierte signifikant die Entstehung von Entzündungen im betroffenen Gewebe und reduzierte damit einhergehende Schäden. Die Gabe über den Zeitraum von 2 Wochen vor der Auslösung der Mangeldurchblutung bei den Mäusen zeigte eine noch bessere Schutzwirkung als die 3-Tages-Therapie. Die längere Behandlungszeit brachte eine signifikant geringere Konzentration an Myeloperoxidase mit sich, was auf eine deutliche Reduktion des oxidativen Stress hindeutet. Damit scheinen Probiotika einen ähnlichen beziehungsweise sogar besseren Effekt auszuüben wie eine Abkühlung von betroffenem Gewebe oder Organen, was in der Praxis in der Regel unmöglich ist.

Studie 5: Zu guter Letzt eine besonders interessante Arbeit: Probiotic antigens stimulate hepatic natural killer T cells.

Hier erfahren wir gleich zu Beginn etwas, was nicht unbedingt zum absoluten Allgemeinwissen zu zählen scheint: Die Darmflora scheint eine außerordentlich wichtige Rolle bei der Entstehung einer nicht-alkoholischen Fettleber zu spielen. Oder mit anderen Worten: Schlechte Darmflora = gute Chancen auf eine Fettleber ganz ohne Alkoholgenuss.

Die Autoren begründen das wie folgt: Sie hatten in früheren Arbeiten beobachten können, dass natürliche Killerzellen der Leber hier eine signifikante Rolle spielen. Jetzt war es Aufgabe der vorliegenden Studie, zu erklären, warum und wie eine Modifizierung der Darmflora zu einer Veränderung der natürlichen Killerzellen der Leber führen und damit zu einer Verschlechterung oder Verbesserung der Fettleber.

Dazu fütterten die Autoren Mäuse mit einer besonders fettreichen Diät, die zu einer Fettleber führte. Einige der Mäuse erhielten zusätzlich verschiedene Mengen an VSL-3 oder ein Probiotikum mit nur einem Bakterienstamm (Bifidobacterium infantis) oder Antibiotika. Gemessen wurden Körpergewicht der Tiere, Glukosetoleranz, Fettablagerungen in den Leberzellen und die natürlichen Killerzellen der Leber. Lipidextrakte aus den eingesetzten Probiotika wurden untersucht, ob sie in der Lage sind, natürliche Killerzellen zu aktivieren. Mäuse, ohne den Toll-like Rezeptor 4 (TLR4), einem Rezeptor, mit dessen Hilfe das Immunsystem schnell zwischen körpereigenen und -fremden Substanzen unterscheiden kann, wurden auf Reaktionen auf die fettreiche Diät überprüft.

Es zeigte sich, das hohe Dosen von VSL-3 einen besseren Effekt auf die natürlichen Killerzellen und die Fettleber hatten als niedrige Dosen von VSL-3 oder B. infantis. Die Lipidextrakte von VSL-3 stimulierten die natürlichen Killerzellen der Leber in vitro und in vivo gleichermaßen. Die Lipide von B. infantis dagegen hemmten die Aktivitäten der natürlichen Killerzellen in vitro, aktivierten sie jedoch in vivo. Die TLR4-freien Mäuse zeigten keine unterschiedliche Reaktion auf die fettreiche Diät im Vergleich zu den normalen Mäusen.

Die Resultate lassen also den Schluss zu, dass die Darmflora einen massiven Einfluss auf die natürlichen Killerzellen der Leber und der Entstehung der Fettleber haben muss. Dabei zeigte sich auch, dass die Bakterienstämme ebenfalls von ausschlaggebender Bedeutung sind, ebenso wie die eingesetzten Dosierungen. Einflüsse seitens des Immunsystems scheinen bestenfalls zweitrangig zu sein. Weiter geben die Beobachtungen Grund zu der Annahme, dass Probiotika bakterielle Glykolipidantigene enthalten, die direkt in der Lage sind, die Funktionen der natürlichen Killerzellen der Leber zu beeinflussen.

Fazit

VSL-3 – ein altes Produkt mit neuen, teils überraschenden Eigenschaften. Damit reiht es sich ein in das Profil einer Reihe von Probiotika, die zeigen konnten, dass sie für eine Reihe von gesundheitlichen Effekten im Gastrointestinaltrakt verantwortlich sind.

Meine Bewertung daher: Besonders empfehlenswert.

Wie gut Probiotika sind und was sie ausrichten können, das können Sie hier nachlesen:

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 7.7.2014 aktualisiert