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Biologika in der Rheumatherapie – Gute Wirkung, gute Nebenwirkung

Diese Woche hatte ich wieder einen Patienten, der mich nach sog. Biologika in der Rheumatherapie fragte.

Nun, ich bin zwar kein Pharmakologe, möchte aber dennoch Missverständnisse beseitigen. Einige denken, dass diese „Biologika“ etwas „gesundes“ seien: biologisch eben…

Biologika sind eine Klasse von Arzneimitteln, die mit Hilfe der Biotechnologie beziehungsweise gentechnisch veränderten Organismen (GMO) produziert werden. Daher die Bezeichnung „Biologika“.

Auf der anderen Seite gibt es den Begriff „Biopharmazie“, die laut Wikipedia „ die Lehre vom Zusammenhang zwischen den chemischen und physikalischen Eigenschaften von Arzneistoffen und Hilfsstoffen sowie ihrer Darreichungsform und deren biologischen Effektivität in einem lebenden Organismus ist“, also keinerlei Bezug zu den Biologika hat.

Die Biologika die ich kenne, müssen intravenös verabreicht werden. Eines dieser Mittel ist Infliximab. Im Handel wird es unter dem Namen Remicade geführt. Innerhalb eines Zeitraums von bis zu zwei Stunden bekommen die Patienten mittels Infusion drei bis fünf Milligramm.

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Probiotika für Rheumapatienten?

Probiotika sind vor allem durch die Werbung bekannt. Lebensmittel, vorzugsweise Milchprodukte, mit probiotischem Inhalt sollen den täglichen Verdauungsmechanismus in Magen und Darm positiv beeinflussen.

Daneben können Probiotika auch in Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten zum Einsatz kommen. Probiotika (Einzahl = Probiotikum) sind lebende Mikroorganismen.

Es handelt sich um Bakterien (z.B. Bifido- oder Laktobakterien) und Hefen (einzellige Pilze), die entweder isoliert oder aber auch in Mischformen den Lebensmitteln oder Medikamenten zugefügt werden. Weiterlesen

Fasten lindert Rheuma

Gute Nachricht für Rheuma-Patienten: Studien belegen schon seit Jahren, dass Fasten zu einer Linderung der Beschwerden führt.

Die Wirkung eines Teilzeit-Fastens beruht darauf, dass dem Körper während dieser Zeit keine Arachidonsäure zugeführt wird. Diese findet sich in tierischer Nahrung, vor allem in Schweinefleisch. Deshalb „fehlt“ dem Körper die Möglichkeit, entzündungsfördernde Botenstoffe herzustellen – was zu einer Linderung des rheumatischen Krankheitsbilds führt.

Während einer Fastenzeit schwellen die Gelenke oft schnell ab. Die Schmerzen bei Rheumapatienten lassen nach. Schon nach wenigen Tagen stellt sich bessere Beweglichkeit der Gelenke ein.

Neben der genannten Nicht-Aufnahme der Arachidonsäure beruht dieser Effekt auf einer verringerten Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen (die nur labortechnisch festzustellen ist) und einer geringeren Neubildungsrate der weißen Blutkörperchen.

Die Erfolge dieser einfachen Methode sind wissenschaftlich belegt und werden von zahlreichen Patienten aus eigener Erfahrung beobachtet.

Schon in den frühen 1990er Jahren bestätigten dies die Forschungen von Dr. Jens Kjeldsen-Kragh in Oslo. Besonders positiv wirkte sich nach einem Teilfasten laut dieser Studie eine Zeit der veganen Ernährung aus.

Andere Forschungen bestätigen das Ergebnis seither immer wieder, etwa durch die Experten Dr. Horst Müller, Prof. Dr. Karl-Ludwig Resch oder Dr. Fancoiese Wilhelmi de Toledo.  Stets empfehlen die Wissenschaftler eine Zeit der veganen oder vegetarischen Ernährung im Anschluss an das Fasten. Danach wird eine Besserung der Beschwerden bis weit über diese bewusste Ernährungszeit hinaus beobachtet.

Wichtig: Da gerade Rheumapatienten oft leicht untergewichtig sind, sollten Sie im Interesse Ihrer eigenen Gesundheit genau abwägen, ob eine Fasten-Therapie für Sie in Frage kommt. Bitte halten Sie gegebenenfalls Rücksprache mit Ihrem Arzt, besonders wenn Sie dauerhaft Medikamente einnehmen. Mehr dazu auch im Beitrag: Fasten bei Untergewicht.

Während der Fastenzeit kommt es vor allem auf Ihre Entschlossenheit an – testen Sie es! Sie werden sicherlich feststellen, dass sich bei Erfolg ein positiver psychologischer Nebeneffekt einstellt: Sie fühlen sich wohler, weil Sie für Ihren Körper und damit für sich selbst das Richtige getan haben.

Weitere Informationen in den Beiträgen:

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Fasten gegen Arthrose

Arthrose: eigentlich weiß ich gar nicht, welcher meiner Patienten unter 50 Jahren keine Arthrose in irgendeiner Form hat. Über fünf Millionen sollen es in Deutschland sein – das sind sechs Prozent der Bevölkerung. Und was wird nicht alles dagegen geschluckt und gespritzt: Voltaren, Aspirin, Ibuprofen, Cortison. Dann natürlich die Alternativ-Varianten: Akupunktur, Hyaluronsäure, Chondroitin, Glucosamin.

Tja – und dann wäre da noch die Naturheilvariante: Bewegung und Ernährung. Dazu gehört auch das von mit favorisierte Fasten.

Fasten bei Arthrose“ – diesen Beitrag hatte ich bereits letztes Jahr veröffentlicht… Weiterlesen