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Europa, – ansehnlich vollschlank. Mehr als die Hälfte aller Mitteleuropäer sind zu dick. Und es werden täglich mehr. Gleiches gilt für die Zahl unseriöser Abnehmversprechen und –angebote im Internet.

Aiqum gehört für mich eher zu den seriösen Anbietern der Diät-, Ernährungs- und Fitnessbranche mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Mitglieder der Aiqum-Community profitieren von einer nicht nur zeit- und ortsunabhängigen und professionellen, sondern überdies anonymen, datenbankfundierten Betreuung und Begleitung auf ihrem Weg zum Traumgewicht. Ein Team von Experten aus den Bereichen Gesundheit, Psychologie und Fitness ist nahezu jederzeit im Rahmen von Foren, via Mail, über Handy oder persönlich im Chat für die Abnehmwilligen da.

Wie funktioniert Aiqum?

Aiqum zählt zu den sogenannten „flexiblen Diätmethoden“. Viele Diäten raten zum Verzicht: Etwa auf bestimmte Nährstoffgruppen wie Fett oder Kohlenhydrate. Aiqum wählt einen anderen Ansatz. Die individuelle Energiebilanz bildet den Ausgangspunkt, seine Ernährung und seine Lebens- und Bewegungsgewohnheiten umzustellen.

Diese Erkenntnis ist alles andere als neu: Jeder, der mehr verzehrt, als sein Körper tatsächlich braucht, weiß, dass diese Kalorien nicht einfach wie von Zauberhand verschwinden. Nicht umsonst trägt so manch süße Verführung den schamhaften Namen „Hüftgold“.

Ein unreflektiertes Drosseln der Energiezufuhr geht allerdings nach hinten los, – schnell stellt sich der gefürchtete Jojo-Effekt ein. An ineffektiven oder gesundheitsschädlichen Diäten werden jährlich Milliarden verdient.

Dauerhaft abnehmen wird nur, wer seinen persönlichen Energiebedarf und –verbrauch kennt. Um diesen zu ermitteln, nimmt Aiqum biometrische Informationen wie Alter, Körpergewicht, Geschlecht, Taillen- und Hüftumfang sowie, falls ein Fettmessgerät zur Verfügung steht, den Fettwert in Prozent, genau in den Blick.

Fragen nach den persönlichen Lieblingsspeisen und allgemeinen Ernährungsgewohnheiten sowie der Arbeits- und Lebenssituation bleiben nicht unberücksichtigt. Das Ziel: Eine runde, individuelle Analyse, die in einen bedürfnis- und persönlichkeitsorientierten Ernährungsplan mündet.

Doch nicht nur das: Niemand muss sich komplett auf neue Lebensmittel und Rezepte einstellen. Vertrautes bleibt vertraut und kann in das eigene Programm unkompliziert integriert werden. Neugierig auf Neues? Eine Rezeptdatenbank mit über tausend Vorschlägen macht Lust auf Gesundes. Auf Instant-Shakes und sonstigen überteuerten „Mahlzeiten-Ersatz“ verzichtet Aiqum.

Bewegung ist wichtig

Eine positive Energiebilanz braucht ausreichend Bewegung. Auch hier sind die Bedürfnisse je nach Lebenssituation, Gesundheitszustand und angestrebtem Wunschgewicht sehr unterschiedlich. Aiqum gibt differenzierte Empfehlungen für ein individuelles, an die Energiebilanz des Mitglieds angepasstes Fitnessprogramm, auf Wunsch mit einem je zwei Wochen gültigen Sportplan. Und jeder, der Unsicherheiten bei der Durchführung des Programms verspürt, kann auf Wunsch ein kostenfreies Verhaltenstraining nutzen.

Keine Zeit für Sport? Was die meisten von uns häufig vergessen: Auch im normalen Alltag bewegen wir uns, zuweilen nicht unerheblich. Egal, ob Sie Ihr Auto waschen, Böden schrubben oder (nur) Essen servieren – immer werden Kalorien verbraucht. Aiqum bietet einen Katalog an fast einhundert Alltagsbewegungs-Aktivitäten, die sie nutzen können. Sport? Nicht mehr zwingend.

Denn Zwang ist kontraproduktiv. Und wer Sport liebt, kann aus über 70 Sportarten und unzähligen Übungsvorschlägen wählen, vom Problemzonenprogramm bis zur Wirbelsäulengymnastik, inklusive kostenloser Lernvideos.

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Gemeinsam auf dem Weg

Nicht nur die persönliche Betreuung, sondern auch der Austausch mit zahlreichen Gleichgesinnten in den Mitgliedsforen kann helfen, Schritt für Schritt sein Ziel zu erreichen. Doch niemand ist gezwungen, seine Erfahrungen öffentlich zu machen. Ein zweiter oder dritter Blick auf mehrere tausend interessante Forumsbeiträge lohnt sich allerdings immer.

Nicht nur Gleichgesinnte, auch Erfolge motivieren zum Weitermachen. Und das nach Wunsch alle zwei Wochen, plus Diagramm und erneuter Anpassung des Ernährungs- und Sportplans; ersterer wird auf Basis des BLS (Bundeslebensmittelschlüssels) der Bundesforschungsanstalt für Lebensmittel erstellt.

Vertrauen ist gut …

Es ist nicht alles Gold was glänzt? Quod erat demonstrandum – Was zu beweisen war. Im Frühjahr 2005 wurde Aiqum zusammen mit 89 anderen Diäten durch die Stiftung Warentest einem Testverfahren unterzogen. Das Ergebnis: Vier von fünf möglichen Punkten wurden erreicht (es gab keine Testnoten). Die Stiftung lobte das Portal als „gut durchdacht“ und „unkompliziert“.

Und: Aiqum gilt nicht zuletzt durch die unzähligen Kommentare seiner Real-Life-Mitglieder und Veröffentlichungen in angesehenen Printmedien als seriös. So lobt die Zeitschrift Öko-Test Aiqum als ein „ganzheitliches, stimmiges, sehr klares Programm“, das den Menschen in den Mittelpunkt des Diätprogramms stelle.

Jeder Community-Mitstreiter hat seine eigene Abnehm-Geschichte, doch die Ursachen der Unzufriedenheit mit dem eigenen Gewicht ähneln sich frappierend: Fast alle berichten über negative Veränderungen ihrer Lebensgewohnheiten, ausgelöst durch einschneidende Faktoren wie plötzliche Arbeitslosigkeit, vermehrten beruflichen oder privaten Stress. Frustrationen, die für Ernährung und Biorhythmus nicht ohne Folgen bleiben und in unverhältnismäßiger Gewichtszunahme münden.

Die Aiqum-Community macht Mut: Niemand muss allein abnehmen, Fehlschläge verdauen, gegen jedes Gramm kämpfen. Und die Erfolgsberichte von Mitgliedern, die ihr Wunschgewicht erreicht haben, motivieren all jene, die den Weg zu ihrer Traumfigur nicht allein gehen möchten.

Kostenfrei ist Aiqum allerdings nicht. Das wäre dann doch zu schön, um wahr zu sein. Meine Erfahrung ist aber auch: was nichts kostet, ist auch nichts wert. Insofern ist es völlig in Ordnung, denn die Kosten sind absolut darstellbar.

Nach dem kostenlosen Figurtest entstehen Kosten zwischen 12,90 Euro für einen Monat (Silber-Mitgliedschaft) oder 17,90 Euro (Gold-Mitgliedschaft). Die Jahresgebühr beträgt 99,90 Euro (Silber) oder 119,90 Euro (Gold). Wie ich mitbekommen habe, beteiligen sich einige private Krankenversicherungen an den Kosten. Die gesetzlichen Kassen setzen lieber auf ihre eigenen Programme.

Fazit

Aiqum gehört zu den besseren Konzepten auf dem Markt. Die Methode ist keine Blitz-Diät, die nach hinten losgeht, sondern zielt auf eine nachhaltige Veränderung der Ernährung und des Lebensstils ab. Die Kosten sind überschaubar und dürften sich lohnen.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.02.2021 aktualisiert.

Als ich 2013 von der FODMAP-Diät las, konnte ich mit diesem Wort wenig anfangen und war deshalb gespannt, welche revolutionierende Substanz mit dieser Diät angeboten wird, auf deren allein heiligmachender Basis diese Diät endlich „wirklich“ funktioniert.

Beim Studieren der Webseite (FODMAP Kategorien › Fodmap – Diät bei Reizdarm und anderen Verdauungsproblemen) fiel mir dann auf, dass hier keine neuen Substanzen mit schlank machenden Eigenschaften angeboten werden. Besser noch, bei dieser Diät geht es überhaupt nicht ums Abnehmen. Es geht vielmehr um etwas vollkommen anderes, nämlich um Nahrungsmittelunverträglichkeiten und was Betroffene dagegen unternehmen können. Diese Wende macht die Webseite um einiges interessanter.

FODMAP

Bei diesem Wort handelt es sich um ein Akronym, das für „Fermentable Oligo-saccharides, Disaccharides, Monosaccharides and Polyols, auf Deutsch (ähnlich unaussprechlich): Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccaride und Polyole“ steht. Wir haben es bei dieser Diät also mit vier Kategorien zu tun, die bei einem Reizdarm-Syndrom oder anderen Störungen des Verdauungstraktes zu vermeiden sind. Interessant sind hier die Lebensmittel in den einzelnen Kategorien, die von der Diät als „vermeidenswert“ eingestuft werden.

Bei den Oligosacchariden sind dies:

  • Weizen
  • Hülsenfrüchte, wie Bohnen, Erbsen, Linsen etc.
  • einige Gemüse, besonders Zwiebeln
  • Inulin und Fructoligosaccharide, die in den zumeist industriell gefertigten Nahrungsmitteln als Lebensmittelzusatzstoffe auftauchen.

Bei den Disacchariden scheint die Laktose einen zentralen Stellenwert einzunehmen. Somit empfehlen die Autoren die Vermeidung von allen Lebensmitteln, die in irgendeiner Form Milchzucker enthalten, also Milch, Magermilch, Käse und andere Milchprodukte.

Bei den Monosacchariden konzentrieren sich die Autoren „hauptsächlich auf Früchte“. Im Vordergrund steht hier die Fructose, die auch in der Liste der zu vermeidenden Lebensmittel auftaucht:

  • Äpfel
  • Honig
  • Zuckerschoten
  • Fructose

Ich würde Fructose keinesfalls als ein Lebensmittel ansehen. Fructose ist ein Energieträger für Pflanzen, der für unseren Organismus nicht nur praktisch bedeutungslos ist, sondern in hohen Mengen und über einen langen Zeitraum konsumiert außerordentlich schädliche Folgen hat: Fruchtzucker und Fruktose – alles andere als gesund…

Auch die Frage, ob Äpfel wirklich so problematisch sind (von Ausnahmen, die die Regel bestätigen, abgesehen), ist eine Überlegung wert. Denn das Gesunde an Obst ist nicht der in ihm enthaltene Fruchtzucker, sondern die reichlichen Mengen an Ballaststoffen, die unter anderem auch den Fruchtzucker binden und an der Resorption hindern.

Die vierte Kategorie sind Polyole (Zuckeralkohole). Darunter fallen Süßstoffe, wie Sorbit und Xylitol. Zu dem wenig überzeugenden gesundheitlichen Nutzen von Süßstoffen hatte ich bereits diese Beiträge geschrieben:

Die Liste in dieser Kategorie enthält wiederum einige Lebensmittel, die ich kaum in die Kategorie „Lebensmittel“ einzuordnen vermag, wie „Diät- und Light-Getränke“ und zuckerfreie Bonbons. Diese „Lebensmittel“ würde ich eher als Genussmittel einstufen, deren Konsum per se auf ein Minimum zu beschränken ist, vorausgesetzt man hat für seine eigene Gesundheit etwas übrig.

Die anderen Lebensmittel, Pfirsiche, Pflaumen, Pilze und Blumenkohl, sollen angeblich ebenfalls vermieden werden, da sie ein hohes Maß an Polyolen enthalten. Allerdings muss ich gestehen, dass ich zum ersten Mal lese/höre, dass Blumenkohl, Pilze etc. signifikante Mengen an Polyolen enthalten, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Bei den Diätgetränken und zuckerfreien Süßigkeiten dagegen ist dies keine Frage.

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FODMAP – die Zweite

Die Webseite fährt fort und gibt ein paar Listen mit Laktosewerten von Milchprodukten und sogenannten „Fodmap-Werten“ von Heißgetränken an. Diese Listen geben an, welche Nahrungsmittel aus Sicht der Webseite vermieden werden sollen und welche weniger bedenklich sind. Dieses eine relativ gute Hilfe, um die etwas fragwürdige Kategorisierung aus praktischer Sicht etwas besser zu verstehen und praktisch umzusetzen.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist natürlich die Frage nach der praktischen Durchführung dieser Diät. Und hier stoßen wir auf die nächste Überraschung. Entgegen allen Gesetzen des Marketings betonen die Autoren, dass diese Diät keine (sogar fett gedruckt) Diät ist, die über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden soll. Der Zeitraum sollte zwischen 6 und 8 Wochen liegen, in denen man sich allerdings „streng“ an die Vorgaben halten und Nahrungsmittel der Kategorie „High FODMAP“ vermeiden sollte.

Nach diesen 6-8 Wochen sollte man dann peu à peu die Nahrungsmittel, die man während der Diät vermieden hat, wieder zu sich nehmen. Die Nahrungsmittel, die sich dann als problematisch erweisen, kann man somit leicht identifizieren und in Zukunft vermeiden.
Die Webseite hält dann noch eine Reihe von Rezepten bereit, die sich für diese Diät eignen.

Der Fodmap-Haken?

An dieser Stelle warte ich immer noch auf das Killer-Produkt, das ich für teures Geld im Online-Shop erwerben muss. Der Shop der Webseite hält einige Produkte parat. Es handelt sich hier um Bücher und eine Reihe von Lebensmitteln, die die Fodmap-Diät unterstützen. Aber es wird zu keiner Zeit der Eindruck erweckt, dass Bücher und Lebensmittel unbedingt notwendig sind, um diese Diät erfolgreich durchzuführen. Dies empfinde ich als erfrischend ehrlich und damit als alles andere als uninteressant.

Auch der Hinweis, dass diese Diät nur für bestimmte Adressaten interessant ist (Reizdarmsyndrom, Lactoseintoleranz und gastrointestinale Störungen) und dass diese Diät zeitlich begrenzt durchzuführen ist, passen in dieses Bild.

FODMAPs rücken zunehmend in den Focus

Als ich die Informationen über die neu gekürte Stoffgruppe weiter verfolgte, stellte ich ein zunehmendes Interesse der Wissenschaftler fest. Inzwischen gibt es immer mehr Untersuchungen zu dem Thema.

Besonders wichtig erscheint mir in diesem Zusammenhang die “Frage des Brotes“. Die europäischen Getreidesorten sind ja nicht unumstritten, weil sie als “Zivilisations-Nahrung“ problematisch für die Gesundheit sind. Auch alle unsere Brote und Brötchen liefern FODMAPs in Hülle und Fülle. Doch das gilt offensichtlich nur dann, wenn sie nicht traditionell hergestellt sind.

Was ist denn nun an den modernen Produktions-Methoden wieder so Schlimmes? Schlimm vielleicht nicht, aber ungünstig ist zum Beispiel die beschleunigte Gehzeit des Teiges. Viele Bäckereien und Brotfabriken gönnen dem Teig nur eine Stunde, bevor er in den Ofen geschoben wird. Und zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt der FODMAPs auf dem Maximum. Das haben Forscher festgestellt und auch, dass die riskanten Verbindungen nach vier Stunden im gehenden Teig auf 10 % des frischen Getreides gesunken sind.

Die FODMAPs werden von den Hefen verdaut und so unschädlich gemacht. Das scheint auch ein Grund dafür zu sein, warum die Ursorten der Getreide als so gesund gelten. Betriebe, die Einkorn und Dinkel verarbeiten, genehmigen der Hefe meist auch eine längere Gehzeit. In den rohen Urkörner hingegen ist der Gehalt der FODMAPs  praktisch genauso hoch wie im Weizen, Roggen und Hafer.

Fazit

Auch wenn ich mit der Kategorisierung der Lebensmittel nicht zu 100 Prozent übereinstimme, ist diese Diät für Betroffene mit Reizdarmsyndrom und gastrointestinalen Störungen eine sehr interessante Alternative. Die Beispiele und die praktische Anleitung sind wertvolle Hilfen, um diese Diät erfolgreich durchzuführen.

Fazit vom Fazit: Ich bin sehr erfreut, dass es im Diät-Bereich noch echte Hilfen zu geben scheint.

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Dieser Beitrag wurde am 12.03.2013 erstellt und letztmalig am 23.02.2021 aktualisiert.

Das B-Contour-Programm besteht aus täglichen Hormon-Spritzen, die während einer Diät verabreicht werden. Dr Eingriff in den Hormon-Stoffwechsel ist nicht ungefährlich. In Deutschland haben sich einige Kosmetik-Anbieter den Begriff gekapert, die nur mit ausgefeilten physikalischen Methoden arbeiten.

B-Contour ist also eine Diät, die von HCG-Injektionen begleitet wird. Das Programm ist also ein Mittelding zwischen Schlankheitsmittel, Diät und Fitnessprogramm.

Auch Hollywood-Stars wie Jennifer Lopez, Brad Pitt und Gwyneth Paltrow und Nicole Kidman wollen B-Contour bereits mit Erfolg getestet haben.

Ursprünglich kommt Body Contouring aus den USA, besser bekannt als HCG-Diät, vor gut 40 Jahren entwickelt durch Dr. Simeons für dessen Privatkliniken in Kalifornien. In Deutschland wurde es zuerst durch Dr. Michael Schmidt-Kulbe, Berlin, eingesetzt. B-Contour verspricht eine schnelle Gewichtsreduktion, z. B. nach einer Schwangerschaft und gilt als Intensivdiät, mit der sich innerhalb von weniger als zwei Monaten bis zu zwölf Kilogramm abnehmen lassen.

Das Body-Contouring-Programm beinhaltet sowohl eine Ernährungsberatung als auch ein persönliches Workout-Programm. Eine Fett-Weg-Spritze, auch Injektionslipolyse, sowie Ultraschallanwendungen kommen ebenfalls im Kampf gegen unliebsame Fettpölsterchen und –polster zum Einsatz.

Was verbirgt sich hinter HCG?

HCG bedeutet „Human Chorion Gonadotropin“, ein Glückshormon, das während der Schwangerschaft gebildet wird. Pech für die Männerwelt: HCG wird in Männerkörpern nicht produziert. Aber selbstverständlich können auch Männer von dieser Diätform profitieren: Sie schaffen es sogar, im Vergleich zu ihren weiblichen Abnehm-Konkurrentinnen, rapider und auch effizienter an Gewicht zu verlieren. Dabei soll HCG  bei Männern nicht zu Brustwachstum oder Potenzproblemen führen.

Injektionen von HCG wirken direkt auf das Sättigungszentrum: Die Laune hebt sich. Ein speziell begleitender Ernährungsplan sorgt dafür, dass Mangelernährung verhindert wird. Fressattacken, wie sie für die meisten Diäten als typisch gelten, wird so von vornherein ein Riegel vorgeschoben.

Ein weiteres Problem herkömmlicher Abnehmpraxis: Man ist herrlich schlank, aber hässlich schlaff.

Body Contouring verspricht auch bei großer Verminderung an Volumen und Gewichtsabnahme ein apartes Äußeres mit attraktiver, straffer Haut – ohne Cellulite und Fältchen. Eine BIA-Körperanalyse bestimmt im Vorfeld den persönlichen Körperfett-, Muskel- und Wasseranteil; so ist passgenaues Abnehmen möglich, auch ein Abbau von Muskelmasse wird verhindert.

Wie läuft das Programm ab?

Jeder Abnehmwillige kann sich HCG einfach unter die Haut spritzen. (Die Fachkräfte der Zentren übernehmen diese Injektionen natürlich auf Wunsch.)

Vor Programmstart und während des Verlaufs werden Blutuntersuchungen und Urintests durchgeführt. Wöchentliche Ergebnisanalysen ermöglichen eine effektive Begleitung und (Ernährungs-)Beratung jedes einzelnen Patienten, unterstützt durch eine spezielle Beratungssoftware und einen vielseitigen Kostplan ohne Einsatz künstlicher Appetitzügler.

Auf preiswerte, leicht zuzubereitende, aber dennoch schmackhafte Mahlzeiten wird viel Wert gelegt: Die Rezepte liefert das Programm gleich mit und sorgt dafür, dass die Patienten lernen, mit gleich bleibenden Portionsmengen auszukommen.

Eines der Programmziele: Jeden Patienten auf ein ungefähres Kalorienlevel von 1800 zu bringen, welches als normal und gesund gilt und dem gefürchteten Jojo-Effekt vorbeugen soll. Ein ausgefeiltes, auf Wunsch durch einen Personal Trainer angeleitetes Fitnessprogramm rundet (neben dem erwähnten Ultraschall) das Body Contouring ab.

B-Contour verspricht nicht nur täglich purzelnde Pfunde, sondern gleichzeitig ein Gefühl von Fitness und gesteigerter Energie nach einem vergleichsweise einfach durchzuführenden Konzept.

Menschen, die B-Contour ausprobierten, berichten über gute Erfolge bei der (stets vor Ort mit Fotos dokumentierten) Bauchumfangsreduktion und loben die angenehme, entspannende Atmosphäre während der laufenden Ultraschall-Anwendung. Allerdings bemerken einzelne männliche Abnehmwillige mit einem Augenzwinkern, während der Behandlungstage seien leider keine Bierchen oder sonstiger Alkohol erlaubt gewesen. Das Plus für viele: Erfolg ohne anstrengenden Sport oder operative Eingriffe.

Eine Autorin der Welt berichtet im März 2009 über ihren erfolgreichen Selbstversuch mit B-Contour: Für die Journalistin eine klare Aufforderung zur nächsten „Shopping-Tour“, um sich mit einer kleineren Konfektionsgröße einzudecken.

Allerdings: Body Contour ist keine wirklich preisgünstige Angelegenheit. Auf dem Weg vom Pummelchen zu Modellmaßen muss sich manch gut bestückte Geldbörse von bis zu vierstelligen Euro-Beträgen trennen. Zudem hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, welche Nebenwirkungen die HCG-Spritzen mit sich bringen können. Dazu zählen Menstruations-Störungen bei Frauen und Gefäßverschlüsse bei Männern.

Fazit

Finger weg! Die Risiken stehen nicht im Verhältnis zum Ziel der Behandlung. Hormon-Spritzen ersetzen keine vernünftige Änderung des Lebensstils.

Ihre Meinung ist gefragt!

Wenn Sie Erfahrungen mit dem B Contour Programm haben hinterlassen Sie doch Ihre Meinung im Blog zum Beitrag: Das B Contour Programm. Klicken Sie einfach hier.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 23.02.2021 aktualisiert.

Die Mayo-Diät ist schon sehr lange bekannt, wurde aber in ihrer „offiziell gültigen“ Form erst 2007 veröffentlicht. Der Autor des Buches (Deutsche Ausgabe: „Der Mayo-Clinic-Plan“) ist Dr. med. Donald Hensrud, der als Internist in der US-amerikanischen Mayo Clinic tätig ist. Die Bezeichnung „Mayo-Diät“ schien der Klink-Leitung allerdings nie so ganz recht gewesen zu sein.

Grund für die ablehnende Haltung ist wohl die eiweißlastige Zusammensetzung des Ernährungs-Plans, der deshalb als gesundheitsschädlich betrachtet wird. Zentraler Begriff in Hensruds Methode ist die Nahrungsmittel-Pyramide, die dazu dienen soll, die Verzehrsmengen zu veranschaulichen. Den breiten Sockel des gedanklichen Bauwerks bilden kalorienarme, sättigende Lebensmittel wie Gemüse und Obst. In der zweiten Etage stehen Kohlenhydrat-Träger wie Vollkornbrot, Naturreis und Vollkornnudeln. Darauf folgt das Stockwerk mit den Eiweißlieferanten, zu denen Fisch, Magerfleisch und fettarme Milch zählen. Dann folgen die beiden obersten Etagen der Pyramide mit den Fettträgern, auf denen die schmale Spitze mit den Süßigkeiten steht.

So sinnvoll diese Pyramide aussieht, so unscharf spiegelt sie sich im Diät-Plan wider. Für die Kohlenhydrat-Lieferanten sind täglich 4 bis 8 „Portionen“ vorgesehen und für die Protein-Träger 3 bis 7. Die „Pyramide“ hat also einen sehr „steilen Neigungswinkel“. Das heißt konkret: Die Eiweißmenge ist viel zu hoch angesetzt. Auch die Fettträger stellen mit 3 bis 5 Portionen ein ziemlich „fettes“ Stockwerk dar.

Maximal 1.500 kcal

Abnehmen kann man so trotzdem. Denn die Kalorien-Zufuhr ist auf 1.000 bis 1.500 kcal täglich begrenzt. Die etwas merkwürdige Zusammensetzung der Diät soll den Hunger unterdrücken, wozu besonders der hohe Protein-Verzehr beitragen soll. Durch den Mangel an Kohlenhydraten soll der Körper dazu gezwungen werden, aus dem aufgenommenen Eiweiß Energie zu ziehen.

Der Abnahmeeffekt entstehe dadurch, dass der Körper die Aminosäuren aus dem Eiweiß nur bis zum Harnstoff abbauen kann. Damit ist das Ende der „energetischen Fahnenstange“ erreicht. Kohlenhydrate hingegen werden bis zum Wasser und Kohlendioxid „komplett zu Ende“ oxidiert. Daher haben Stärke und Co einen viel höheren physiologischen Brennwert als die „kalorienarmen“ Eiweiße. Ein weiterer Vorteil der extremen Protein-Menge soll die Schonung der Reserven sein. Die Muskelmasse nimmt in den 14 Tagen der Crash-Diät angeblich nicht ab.

Das Credo „weniger Stärke und mehr Protein“ gipfelte in einer „inoffiziellen“ Variante der Mayo-Diät, die als sogenannte „Eier-Diät“ bekannt wurde.

Liz Taylor soll diese Diät in den 60er Jahren praktiziert und rasant abgenommen haben. Über 20 Eier pro Woche werden heute allerdings als „ernährungsphysiologischer Wahnsinn“ angesehen. Durch die hohen Harnstoffmengen drohen Gicht und Nierenschäden. Kritiker dieser Kost denken aber auch an den ausufernden Cholesterinspiegel. Zu diesem „Cholesterin-Streit“ habe ich übrigens einen ausführlichen Report mit dem Titel: „Das Märchen vom bösen Cholesterin“ verfasst.

Ein Beispiel für den Tages-Plan der Mayo-Diät

Zum Frühstück gibt es einen kleinen fettarmen Joghurt, eine halbe Banane und eine Walnuss. Vormittags ist 1 Birne erlaubt.

Das Mittagessen besteht aus 150 g gebratenem Geflügelfleisch mit einem Esslöffel Sonnenblumenkernen und Tomaten als Beilage. Dazu darf man sich eine Scheibe Vollkornbrot gönnen.

Abends gibt es 100 g Vollkornnudeln mit einer Tomatenmark-Soße mit 170 g Pilzen und 160 g Zucchinis.

Fazit zur Mayo-Diät

Die Mayo-Diät ist eine gesundheitsschädliche Crash-Diät, die nicht zu empfehlen ist. Ähnlich wie bei anderen Low-Carb-Diäten (z. B. Atkins-Diät, Hollywooddiät, Lutz-Diät) erfolgt keine dauerhafte Umstellung der Ernährung. Die geringe Kalorienzufuhr führt zwar zu einer Gewichtsreduktion, doch nach Beendigung der Diät ist der klassische Jojo-Effekt unvermeidbar. Alle Faktoren, die zum Übergewicht geführt haben werden nicht beseitigt…

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 30.12.2020 aktualisiert.

Die Diät des US-Konzerns soll nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch eine ausgewogene Ernährung sicherstellen. Fitness und Kosmetik sind daher weitere Zielgebiete des Geschäfts. Dafür bietet HERBALIFE eine breite und bunte Palette von überteuerten und teils überzuckerten Instant-Produkten und Pillen. Das Marketing ist dabei ziemlich „proaktiv“, macht Kunden gleich zu neuen Händlern und bezahlt hochkarätige Prominente als Werbeträger (z. B. Christiano Ronaldo: „CR7 wertet sein Spiel mit Elite-Ernährung auf“). Die einzelnen Produkte sowie die Bezeichnungen „Formula 1, 2, 3, 4“ sind den nationalen Märkten angepasst.

Im Mittelpunkt der Diät stehen die „Shakes“, die für eine selbst festgelegte Zeitspanne einzelne Tagesmahlzeiten ersetzen sollen. Wer das macht, nimmt ab, weil ein Glas des angerührten Pulver-Drinks weniger Kalorien bringt als eine normale Mahlzeit.

Trotzdem ist der Zuckeranteil in vielen Shakes mit 25 % viel zu hoch. Einige der Präparate enthalten allerdings Zuckersatz wie Inulin und künstliche Süßstoffe, die aber bekanntlich auch „nicht ohne“ sind.

Den Eiweißbedarf sollen Soja- und Milch-Pulver sowie extrahierte Milch-Proteine decken. Leinsamen-Pulver und Maiskleie dienen als Ballaststoffe und natürliche Aromen in Form von Frucht- oder Gemüse-Pulver als „Topping“ für das „Geschmackserlebnis“. Zusätzlich sind in den Shake-Präparaten wechselnde Anteile von Vitaminen und Spurenelementen enthalten.

Supplemente gibt es trotzdem noch oben drauf: Vitalstoffe können mit einer ganzen Reihe von Brausetabletten und Presslingen ergänzt werden. Und weil genug zu Trinken zur Diät gehört, soll der Abnehmer und Abnehmende dem Konzern den Instant-Tee auch noch abnehmen. Man ahnt: Der Spaß wird teuer.

In der Tat sind die Tees so ziemlich das Teuerste im Programm. So kostet die 50-Gramm-Dose Kräutertee-Pulver 33 Euro (660 Euro pro Kilo, Stand 2021). Das kann aber auch rund 2 Monate reichen, wenn man vorschriftsmäßig einen halben Teelöffel pro Tasse nimmt.

Mehr sollte es wirklich nicht sein, denn zum Beispiel das Kräutertee-Pulver besteht zu 25 % aus Zucker. Doch zu einem ähnlichen Preis gibt es aber auch praktisch kalorienfreie Tees.

Eine kleine Auswahl der Produkte

Zu den Shakes, die eine „Mahlzeit“ darstellen sollen, gehört die Formula 1 in verschiedenen Geschmacks-Varianten wie „Erdbeer“, „Himbeer“ oder „Caffe latte“. Die Pulvernahrung soll vom Kunden mit Magermilch angerührt werden und kostet rund 90 Euro pro Kilo.

Die „Nutrition Facts“ für Formula 1 sind einigermaßen verwirrende Zahlenangaben, die bei einigen Amazon-Händlern überhaupt nicht stimmen können. Fest steht jedoch, dass die Pulver einen hohen Protein-Gehalt, aber leider auch zu viel Fructose enthalten. 10 % Ballaststoffe sind positiv zu bewerten, doch sind dies im Grunde billige Zutaten.

Daneben sind viele Vitamine und Spurenelemente zugemischt, die dann mit  „Formula 2“ bald schon überdosiert werden. Diese „Multivitamin-Tabletten“ kosten nochmal rund 50 Cent pro Stück. Dargeboten werden diverse Varianten wie „speziell für Frauen“.

Legt Herbalife sonst wert auf „Ohne Gen-Technik“ und „Ohne Transfette“ oder „Bio“, so sind in den Formula-2-Pillen einige kritische Zusatzstoffe enthalten. Dazu gehören Titandioxid und mikrokristalline Zellulose als Farb- und Füllstoffe für die Tabletten.

Formula 3 („Personalized Protein Powder“) für den deutschen Markt ist ein weiteres Protein-Pulver, das allerdings mehr zur Aufstockung eines erhöhten Eiweißbedarfs in „Getränken, Soßen und Suppen“ untergemischt werden soll. Wer im Internet nach Herbalife-Produkten sucht, stößt schnell auf Angebote des US-Marktes.

Dort ist „Formula 3“ kein Eiweiß-Konzentrat, sondern ein „Cell-Activator“. Diese Kapseln (umgerechnet rund 40 Cent pro Stück) enthalten Antioxitantien und andere sekundäre Pflanzenstoffe wie Resveratrol und Granatapfel-Extrakt.

Irgendwann erkannten die Produkt-Entwickler bei Herbalife das „aufstrebende Image“ der Ballaststoffe. Ohnehin hatten Wissenschaftler den zu geringen Gehalt der unverdaulichen Verdauungs-Helfer in den Herbalife-Artikeln kritisiert.

Nach Berechnungen der Forscher betrug der Ballaststoffgehalt nur 4 Gramm pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 30 Gramm täglich.

Nun erschienen zusätzlich spezielle Präparate mit Faserstoffen auf dem Markt. Und es musste wieder ein Instant-Präparat sein, das mit rund 160 Euro pro Kilo nicht gerade ein Schnäppchen ist. So viel kostet nämlich der „HERBALIFE Multi Ballaststoff Drink“.

Basis der Mixtur sind Fasern von Hafer, Äpfeln, Soja und anderen Pflanzen. Lichtblick ist hier, dass keine künstlichen Süßstoffe enthalten sind. Vergleichsweise günstig sind die „HERBALIFE Haferspelzen Komprimate“ mit 15 Cent pro Stück.

Agile Markt-Strategien

Früher gab es bei Herbalife noch eine „Formula 4“. Das waren „Kräuterpresslinge“, die u.a. Algen, Vitamin C und Hopfen enthielten. Die Pillen sind aus dem Angebot verschwunden (außer vom Schweizer Markt), ebenso wie die Bezeichnung „Thermojetics“ für aromatisierte Grün- und Schwarztees.

Zur Verwirrung des Verbrauchers trägt zudem bei, dass die Produkte teils zum Abnehmen, teils aber auch zum Zunehmen (bei Bodybuildern) angewendet werden sollen. Auch gegen Allergien und zur Linderung von Hautunreinheiten werden die Artikel gepriesen. Hier zeigt sich wiederum, wie geschickt Herbalife auf Bedürfnisse des Marktes reagiert.

Die ständigen Umbenennungen und neuen Produkt-Variationen sowie „regionalen Besonderheiten“ sind Anpassungen an wechselnde Konsum-Moden. Dies und die teuren Soja-Pulver und Vitalstoffe machen klar: Hier wird Geld gescheffelt. Dabei helfen Herbalife-Kunden als neben- oder auch hauptberufliche Händler mit. Diese Verkaufs-Praxis weist Ähnlichkeiten mit den berüchtigten Schneeball-Systemen auf.

Das Diät-Programm

Das eine Herbalife-Programm gibt es wegen der vielfältigen Anwendungen nicht. Aber es gibt eine ganze Reihe von „Programmen“ und das sind Produkt-Sets, mit deren Erwerb der Verbraucher „sparen“ kann. Dazu gehören immer ein oder zwei Shakes und Vitamin-Pillen oder Ballaststoff-Presslingen, Kräutertees und so weiter.

Die Zusammenstellungen mit 3 oder 4 Artikeln kosten zwischen rund 100 und 170 Euro. Einzeln gekauft wären die Präparate insgesamt rund 20 bis 30 Euro teurer. Trotz Rabatt blättert der Verbraucher für einen „Herbalife-Monat“ 130 bis 200 Euro hin.

Wissenschaftliche Studien gehören auch zum Marketing

Eine Studie der Ulmer Forschergruppe um Frau Dr. Flechtner-Mors untersuchte 2010 die Wirkung der proteinreichen Formula-Diät. Hierbei wurden 110 abnehmwillige Probanden zwölf Monate lang untersucht.

Die einen erhielten die Herbalife- Produkte, während eine andere Gruppe sich auf konventionelle Art proteinreich ernährte. Die Ergebnisse sind auf den ersten Blick sehr vielversprechend, da beide Gruppen ihr Gewicht reduzieren konnten, wobei die Wirkung durch Herbalife wesentlich stärker ausfiel.

Allerdings haben fast die Hälfte der Probanden ihre Herbalife-Diät nicht bis zum Ende durchgehalten (43 Prozent Absprungrate). Die Wissenschaftlerin, die selber für Herbalife International Deutschland GmbH tätig ist, zeichnete außerdem nicht auf, ob die Teilnehmer beispielsweise gleichzeitig ihre sportlichen Aktivitäten änderten und ob das reduzierte Gewicht auf Dauer gehalten wurde (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20578205).

Zahlreiche Mediziner und Ernährungswissenschaftlicher meinen, dass es wenig empfehlenswert sei, mit Herbalife abnehmen zu wollen.

Denn es erfolgt hier keine wirkliche Ernährungsumstellung und keine Änderung des Körperbewegungsverhaltens. Eine Abnehmwirkung ist somit höchstens kurzzeitig möglich – für eine langfristige wäre eine dauerhafte Umstellung der Ernährung unerlässlich. Ein Eintreten des Jo-Jo-Effekts ist wahrscheinlich.

Eine Studie warnt vor Herbalife

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu vereinzelten Berichten über teils dramatisch verlaufenden Leberschädigungen in Zusammenhang mit den Nahrungsergänzungsmitteln von Herbalife (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17692989). Grund für die toxische Wirkung der Präparate könnte der zum Teil sehr hohe Anteil von Fructose sein. Daher ist Person, die an Lebererkrankungen leiden, eine Diät mit Herbalife-Produkten dringend abzuraten.

Meine Meinung: Die hohen Kosten für das Herbalife-Programm stehen auch in geringer Relation zu den vielfach eher bescheidenen Wirkung der Produkte.

Eine Kollegin von mir (die sich intensiv mit den Herbalife-Produkten beschäftigte) meinte zur Herbalifediät:

„Im Übrigen steht zu befürchten, dass durch die längere Einnahme der Trockenpräparate der Spaß am Essen und damit die Lebensfreude auf der Strecke bleiben, sodass mit der natürlichen Gegenreaktion des Körpers (Heißhunger auf „richtiges“ Essen) zu rechnen ist.“

Wer mit Herbalife Muskelmasse aufbauen will, kommt leicht in den Bereich einer nierenschädlichen Überernährung mit Eiweißen. Als kritisch erweist sich dann auch der hohe Zuckergehalt einiger Produkte. Zudem sind in manchen Herbalife-Artikeln umstrittene Zusatzstoffe enthalten. Doch hier besteht berechtigte Hoffnung, dass die Produkt-Entwickler diese Ingedienzien verbannen, wenn der Markt es „fordert“. Am Label „Frei von Gen-Technik“ sind bei so viel Sojamehl Zweifel angebracht.

Fazit

Herbalife ist vor allem Eines: zu teuer. Pillen und Instant-Kost sind keine angemessene Diät, weder zum Ab-, noch zum Zunehmen. Und schon gar keine optimale Ernährung oder zuträgliche kosmetische Maßnahme!

Eine gesunde Ernährung sieht ganz bestimmt anders aus.

Dennoch will ich nicht unerwähnt lassen, dass mir durchaus Patienten bekannt sind, die mit Herbalife abnehmen wollten und dies auch geschafft haben und mit den Produkten mehr als zufrieden sind.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 17.01.2021 aktualisiert.

Man fülle den Magen mit einem zähen, unverdaulichen Quellstoff, der lange sättigt. Und schon ist das Problem mit ständigem und großen Hunger gelöst. Abnehmen ist dann nichts weiter als ein Automatismus. In dieser Schlichtheit tritt uns die CM3-Diät gegenüber. Doch ist das wirklich so einfach und ist das auch gesund?

Die CM3-Diät ist in Zusammenarbeit von Sven-David Müller und Susi Oettinger entwickelt worden. Vertrauensvorschuss der Diät gegenüber schafft eigentlich schon das Wissen, wer deren „Erfinder“ sind.

Der als Diätassistent und „Ernährungsexperte“ bekannte Sven-David Müller (hieß längere Zeit auch Müller-Nothmann), ist 2005 für seine „hervorragenden“ Leistungen zur Förderung der Volksgesundheit durch gesunde Ernährung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Susi Oettinger hat die Diät erfolgreich getestet und 20 Kilo in sieben Monaten abgenommen.

Allerdings hat jede Diät Ihre „Erfolgsgeschichte“ vorzuweisen und von jemand der mit seinem Bundesverdienstkreuz wirbt und sich in Ernährung auskennen sollte, ist eigentlich mehr zu erwarten, als „nur“ eine Kapsel mit Quellstoffen vor dem Essen zu schlucken… (siehe auch mein Artikel: Quellstoffe zum Abnehmen).

Exkurs: Dass ich mit den Ansichten von Herrn Müller bezüglich des Heilfastens nicht auf einer „Wellenlänge“ liege, ist eigentlich für meine Leser nichts „unbekanntes“. Und das von einem „anerkannten“ Ernährungsexperten diesbezüglich mehr zu erwarten sein sollte als eine glatte „Nichtbeachtung“ von Tatsachen eigentlich auch. Mehr zu diesem „Streit“ lesen Sie in meinem Blog-Beitrag: „Heilfasten macht krank und tot„.

Ein Leser meines Newsletters machte mich auch über interessante Interessenverflechtungen von Herrn Müller-Nothmann mit der Nahrungsmittelindustrie aufmerksam, die anscheinend nicht von der Hand zu weisen sind. Wäre es unter diesen Umständen denkbar, dass aus diesen Kreisen auch der Vorschlag für das Bundesverdienstkreuz lanciert wurde, damit man ein werbewirksames „Aushängeschild“ hat?

Zurück zur CM3-Diät

Wie die CM3-Diät genau funktioniert, ist dem von Müller und Oettinger gemeinsam geschriebenem Buch zu entnehmen: „Die CM3-Diät – Abnehmen kann nur, wer satt ist“ – und leckere Rezepte stimmen denjenigen optimistisch, der manche Diäten abgebrochen hat. Ob es die „ideale“ Diät ist, soll jeder für sich herausfinden.

Die CM3-Alginat-Kapseln sind rezeptfrei in jeder Apotheke und im Internet erhältlich (rund 60 Cent pro Kapsel, Stand 2021). Sie enthalten Natrium-Alginat aus Fingertang (Laminaria digitata). Die Zellulosefasern quellen im Magen wie Schwämme auf.

Einzunehmen sind jeweils 1 bis 3 Kapseln eine halbe Stunde vor der Mahlzeit, aber maximal 10 Stück pro Tag. Durch die Vorsättigung wird automatisch weniger gegessen. Zudem garantieren sie eine dauerhafte Nachsättigung, da sie bis zu acht Stunden im Magen verweilen.

Das ist natürlich „schwere Kost“, sodass es zu Magen- und Darmstörungen kommen kann. Wer in diesem Bereich chronische Vorerkrankungen hat, darf die Kapseln laut Beipackzettel auf keinen Fall schlucken!

Die CM3-Kapseln ersetzen keine Mahlzeiten, sie sollen bei der Ernährungsumstellung verhelfen, wobei der Ballaststoffgehalt während der Diät allmählich erhöht werden muss. Durch die Diät sollen Magen und Gehirn „trainiert“ werden, rechtzeitig ein Sättigungsgefühl zu bekommen. Damit soll angeblich der Jo-Jo-Effekt verhindert werden.

Der „ideale“ Diättag sieht fast wie ein „normaler“ Tag aus, nur die Kapseln vor den Mahlzeiten sollten nicht vergessen werden – (wer hätte es gedacht?). Die Diätdauer beträgt vier Wochen.

Hilfreich ist selbstverständlich viel Bewegung und Ausdauersport. Sind Wohlfühlgewicht und Ernährungsumstellung erreicht, kann die Diät beendet werden, die Kapseln können dann je nach Bedarf eingenommen werden.

Fazit

Die Idee ist zunächst gar nicht schlecht. Doch wer lange satt ist, weil er oder sie einen „Kloß im Magen“ hat, „hungert“ schließlich auf unkontrollierte Art und Weise. Dann sind  Mangelerscheinungen vorprogrammiert. Vitamine und Spurenelemente sind davon betroffen, aber möglicherweise auch Eiweiß. Gefährlich für Diabetiker ist ein aus dem Ruder laufender Verzehr von Kohlenhydraten. Daher sollten diese Patienten äußerste Vorsicht mit den CM3-Kapseln walten lassen.

Ob das Alginat den Jo-Jo-Effekt verhindert, ist nur eine Vermutung. Das Gehirn soll sich die „Verklebung“ des Magens merken und das Hungergefühl langfristig herunterschrauben. Daran darf man aber auch zweifeln.

Positiv ist die Empfehlung zu mehr Sport und zu einer langfristigen Umstellung der Ernährung. Doch dazu braucht niemand das teure Braunalgen-Pulver!

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 15.01.2021 aktualisiert.

Der amerikanische Arzt Dr. Robert Atkins entwickelte eine Diät, die auf fetthaltige Nahrung aufbaut und gab dieser seinen Namen. Zum Frühstück Eier mit Speck mag für einen Briten lecker sein, der normale Deutsche hat dabei allerdings zu kämpfen.

In dieser Art geht es dann außerdem den ganzen Tag weiter mit Würsten, Buletten, Eiern, Fisch und wieder Fleisch.

Kohlenhydrathaltige Lebensmittel, Obst und Gemüse sowie Süßigkeiten sind bei der Atkins Diät nur in sehr geringem Maße erlaubt.

Weiterlesen

Diäten zur Gewichtsreduktion sind in den Boulevardblättchen seit Jahrzehnten ein beliebtes Thema. Und weil die Vorschläge mit immer neuen Diäten nie aufhören wollen, kommt der Verdacht auf, dass die immer neuen Vorschläge nur wenig taugen.

Daher tauchen dann ganz neue Vorschläge mit reißerischen Überschriften auf, die jetzt „wirklich“ einen Erfolg in Sachen Abnehmen versprechen.

Auf der anderen Seite wird auch klar, dass Abnehmen nicht so leicht ist wie beschrieben. Aber warum? Kalorienzählen, diese Mathematik der Ernährungswissenschaft taugt als alleiniges Mittel rein gar nichts, auch wenn diese einfache „Formel“ immer noch in den Köpfen vieler Ratgeber haust.

Aber da das Abnehmen alles andere als leicht ist, ist nicht nur das Kalorienzählen als einfache und erfolgversprechende Methode so beliebt. Denn die „Berater“ wollen das Abnehmen einfach machen.

Deshalb tauchen immer wieder neue Konzepte auf, die meist auf Produkten beruhen, die „Erlösung“ versprechen, ohne dass der Anwender etwas in seinem Lebens- und Ernährungsstil verändern muss. Was zum Schluss effektiv abnimmt, das ist der Umfang des Geldbeutels. Die Körperfülle dagegen zeigt sich meist unbeeindruckt von diesen Bemühungen.

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Inulin aus Tequila-Agaven – der „wirkliche“ Erlöser?

Es gibt Hinweise, dass die Beteiligung der Darmflora bei Übergewicht nicht auszuschließen ist (um es vorsichtig zu formulieren). Oder mit anderen Worten: Eine gesunde Darmflora ist eine wesentliche Voraussetzung für ein „gesundes“ Körpergewicht. Personen mit einer „verkorksten“ Darmflora sind in der Regel auch übergewichtig (wenn die außer Balance geratene Darmflora über einen längeren Zeitraum besteht – Übergewicht durch Darmbakterien?).

Basis für eine gute Darmflora ist ein gutes = artgerechtes Nahrungsangebot für die im Darm befindlichen Bakterien. Und dieses Nahrungsangebot wird im Allgemeinen als „Prebiotika“ (auch Präbiotika) bezeichnet. Die meisten Ballaststoffe dienen als Prebiotika. Chemisch gesehen sind das Gros der Ballaststoffe großmolekülige Polysaccharide, die vom menschlichen Darm nicht resorbiert und auch nicht durch seine Enzyme aufgeschlossen werden können.

Die Bakterien dagegen haben „Messer und Gabel“, um diese Substanzen für sich zu verwerten und als Endprodukte für den Darm nützliche Substanzen freizusetzen. Dies ist der Grund für die Forderung nach einer ballaststoffreichen Diät als Grundlage einer „gesunden“ Ernährungsform.
Inulin ist einer dieser Ballaststoffe. Ich hatte bereits ein „Kurzportrait“ dieses Prebiotikums veröffentlicht: Fakten zu Inulin.

Jetzt tauchen Artikel und Pressemitteilungen auf, die Inulin als „Wundermittel“ beim Abnehmen anpreisen. Und hier ist es nicht Inulin, sondern Inulin von einer mexikanischen Agave, aus der auch der berühmte Tequila gewonnen wird: Kilokiller Tequila-Agave?

Eine moderne Abnehmhilfe aus Inulin (multimedvision.de/pressemitteilungen/201601-Kilokiller-Tequila-Agave–Eine-moderne-Abnehmhilfe-aus-Inulin.htm). Einen ausführlichen Artikel dazu gibt der Pressemitteiler unter: Inulin aus der blauen Agave (heilpflanzen-welt.de/2015-11-Inulin-aus-der-blauen-Agave/).

Die Ausführungen des Artikels sind einleuchtend. Das Agaven-Inulin ist demnach in der Lage, als Kapsel genommen, die Darmbakterien zu „sättigen“, so dass diese keine „Hungersignale“ mehr an den Organismus senden und damit das Hungergefühl gedämpft wird. Ob es sich hier wirklich um „Hungersignale“ seitens der Darmbakterien handelt, ist mir nicht bekannt. Vielleicht ist dies auch nur eine etwas vereinfachte Darstellung, um den Sachverhalt etwas plastischer zu verdeutlichen.

Was aber weniger plastisch und extrem deutlich ist, das ist der danach angeschlossene Link (floraglueck.de), der auf eine Verkaufsseite führt, die Inulin-Kapseln aus Tequila-Agaven anpreist. Hier wird gleich noch ein E-Buch angepriesen, dass „iFasten“ zum Abnehmen anbietet. Dazu kann ich jetzt nichts sagen, da ich das Buch nicht kenne. Aber der Titel klingt wenig vielversprechend, da Fasten keine gute Maßnahme zur Gewichtsabnahme ist.

Der Verfasser des E-Buchs ist die gleiche Person, die auch für die oben erwähnte Pressemitteilung, den Tequila-Inulin-Artikel und die Verkaufsseite verantwortlich ist. Oder kurz: Die Webseiten Heilpflanzen-welt.de und die Verkaufsseite sind optisch und Link-mäßig verschiedene Webseiten, werden aber von der gleichen Person betrieben.

Damit ist für mich auch klar, warum der Eindruck erweckt wird, dass nur Inulin aus Tequila-Agaven zu den phänomenalen Wirkungen fähig zu sein scheinen. Denn warum sollte ich mir Inulin für 0,27 € pro Kapsel zuführen, wenn ich Inulin aus pflanzlicher Nahrung genau so reichlich und kostengünstiger zuführen kann? Denn laut Beschreibung der Verkaufsseite braucht der glückliche Kunde 6 Kapseln pro Tag (1,62 € Tagestherapiekosten oder knapp 50 € pro Monat), um 2,4 Gramm Inulin aufzunehmen (floraglueck.de).

Diese Angaben kollidieren jedoch mit den selbst gemachten Aussagen im Tequila-Artikel, wo von 40 Gramm Ballaststoffen täglich als empfohlene Tagesdosis die Rede ist. Würde ich diese Menge über das glücklich machende Tequila-Produkt decken wollen, dann müsste ich rund 100 Kapseln täglich zu mir nehmen, was mein Budget auf 27 € pro Tag anschwellen lässt. Die monatliche Belastung können Sie sich selbst ausrechnen.

Bei diesen Preisen ist es kein Wunder mehr, dass der Webseitenbetreiber das Tequila-Inulin so darstellen muss, als ob es das einzige Inulin im ganzen Universum ist, das eine günstige Auswirkung auf die Darmbakterien hat.

Denn wer würde seine Kapseln kaufen, wenn man weiß, dass das Inulin anderer Pflanzen ebenfalls diese Effekte mitbringt. Und es sind eine Reihe von Pflanzen, die Inulin produzieren (siehe auch meinen oben bereits erwähnten Beitrag zum Inulin).

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Von der Heilsbotschaft zur Wissenschaft des Heilens

Eine Arbeit aus dem Jahr 2014 zeigte bei Wachteln, das Inulin von Chicorée bei den Tieren Triglyceride und Fettgewebe um abdominalen Bereich reduzieren konnte (Effects of chicory inulin on serum metabolites of uric acid, lipids, glucose, and abdominal fat deposition in quails induced by purine-rich diets.) Warum ausgerechnet Wachteln als Versuchstiere genommen wurden, ist aus den Ausführungen der Autoren nicht ersichtlich. Aber an der Effektivität von Chicorée Inulin lässt sich nicht zweifeln.

Inulin-type fructans modulate intestinal Bifidobacterium species populations and decrease fecal short-chain fatty acids in obese women. – Diese Arbeit aus dem letzten Jahr zeigte, dass Inulin bei übergewichtigen Frauen (2 mal 15 Teilnehmerinnen) eine Reihe von Bifidobakterienarten förderte. Die Konzentrationen von kurzkettigen Fettsäuren nahmen signifikant in der Gruppe der Teilnehmerinnen ab, die mit 16 Gramm Inulin täglich versorgt worden waren. Die Autoren vermuten, dass die Abnahme der Fettsäurekonzentrationen das Risiko für metabolische Störungen senken hilft.

Inulin controls inflammation and metabolic endotoxemia in women with type 2 diabetes mellitus: a randomized-controlled clinical trial. – Diese Arbeit gibt einen Hinweis auf die Fähigkeit von Inulin, bei Diabetikern eine entzündungshemmende Wirkung auszuüben und Diabetes bedingte metabolische toxische Verläufe zu unterdrücken.

Effects of dietary inulin on bacterial growth, short-chain fatty acid production and hepatic lipid metabolism in gnotobiotic mice. – Diese Arbeit mit keimarmen Mäusen zeigte ähnliche Ergebnisse. Inulin erhöhte die stark reduzierte Zahl an Bakterien im Mäusedarm, erhöhte die Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren, senkte die von Omega-6-Fettsäuren und zeigte einen positiven Effekt auf den Fettmetabolismus der Tiere. Die Autoren bezeichneten diese Effekte als günstige Parameter zur Bekämpfung oder Verhinderung von Übergewicht.

Lack of soluble fiber drives diet-induced adiposity in mice. – Eine weitere Arbeit „zäumt das Pferd von hinten auf“. Sie zeigt, dass das Fehlen von löslichen Ballaststoffen – wie Inulin – bei Mäusen zu einer über Nahrungsmittel vermittelten Adipositas führt.

Acute effects of a herb extract formulation and inulin fibre on appetite, energy intake and food choice. – Hier wird an übergewichtigen Frauen gezeigt, dass inulinhaltige lösliche Ballaststoffe, die 15 Minuten vor den Mahlzeiten gegessen wurden, in der Lage, den Appetit und damit die Kalorienzufuhr zu mindern. Eine Kombination mit einer Mischung aus Heilpflanzen verstärkte diesen Effekt.

Inulin: a valuable nutritional component – Diese Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2012 beschreibt die Bedeutung von Inulin als löslichen Ballaststoff für die Darmflora. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Diät mit reichlich Inulin dazu beiträgt, die Ausbreitung von Zivilisationserkrankungen wie Diabetes und Übergewicht zu verhindern.
In diesem Artikel werden einige Pflanzen und Gemüse erwähnt, die reich an Inulin sind. Aber die Tequila-Agave wird auch hier nicht erwähnt.

Fazit

Die Tequila-Agave ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Pflanze, die reich an Inulin ist. Aber es gibt Agaven in fast allen tropischen und subtropischen Regionen dieser Welt, die als Quelle für Inulin verwendet werden können. Dazu gibt es dann noch weniger exotische Pflanzen, wie Knoblauch, Bananen, Zwiebeln etc. die ebenfalls Inulin enthalten und ihren Beitrag zur Gesunderhaltung der Darmflora beitragen können.

Die in den zitierten Arbeiten verwendeten Dosierungen von reinem Inulin betrugen mindestens 10 Gramm pro Tag. Aus den zitierten Arbeiten wird auch klar, dass man nicht unbedingt teures Inulin aus Mexiko benötigt, um für die Gesundheit positive Effekte zu gewährleisten.

Fazit vom Fazit: Ballaststoffe sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Hierzu zählen die löslichen und die nicht löslichen Vertreter. Inulin ist auch hier nur ein Mosaiksteinchen in einem komplexen Bild, das keinesfalls mit einem teuren Produkt, das sich als die „wirkliche Heilsbotschaft“ darzustellen versucht, abgedeckt werden kann.

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Dieser Beitrag wurde 7.3.2016 erstellt.

Thoraxin – so heißt ein neues Präparat, mit dem jeder Hinz und Kunz angeblich mühelos seinen schlaffen Couch-Potatoe-Körper in ein strahlendes Muskelpaket umwandeln kann. Ein Sonderbericht eines Bodybuilding-Magazins bringt es ans Licht (1).

Wir bekommen hier einige „vorher-nachher“ Bilder zu sehen. Das ist eine originelle und immer wieder beliebte Darstellungsweise, wenn es darum geht, derartige Produkte ohne weitere Argumente an den Mann/Frau zu bringen. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass solche Testimonials (=Anwenderberichte) bei vielen Produkten immer wieder frei erfunden sind – leider.

Ob dies bei der Thoraxin-Werbung ebenfalls so ist, kann ich derzeit nicht beurteilen…

Studien?

Wir hören von einer amerikanischen Studie, deren leitender Professor eine Erklärung abgibt. Wir erfahren aber nichts über die Quelle dieser Studie. Und auch der Name des Professors bleibt ein Geheimnis.

Der Bericht wimmelt dagegen von Zeugen, die sogar namentlich genannt werden, und das Blaue vom Himmel loben. Und es gibt ein Bildchen, das angeblich das Wissenschaftsteam zeigt: fünf junge Leute und ein älterer, gutaussehender Herr, der wohl der Herr Professor sein dürfte.

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Inhaltsstoffe?

Meine Suche nach den Inhaltsstoffen blieb auf dieser Seite erfolglos. Anscheinend sind Quellenangabe, Angabe der Inhaltsstoffe etc. für den Schreiber vollkommen bedeutungslos.

Meine Suche nach Quellen im Netz zu diesem Produkt verlief zunächst komplett im Sande. Den einzigen Erfolg, den ich erzielen konnte, war die Webseite des Herstellers: thoraxin.com/?atrack=68&utm_campaign=tmfs-plm1&utm_source=tmfs&utm_medium=cpc
Auch hier kann ich mich kurz fassen.

Hier findet man als primäres Verkaufsargument eine Menge Bildchen von muskelbepackten jungen Männern, die von sexy Weibchen umschwärmt werden. Sogar der Text spricht davon, dass der Verzehr von diesem „Etwas“ die Frauen in Schwärmen auf den dankbaren Kunden einströmen lassen wird.

Scheint es sich hier um ein Produkt zu handeln, das Männer mit Minderwertigkeitskomplexen anzusprechen versucht?

Zu den Inhaltsstoffen gibt es auch hier keine Angaben. Nur das Bild einer Dose zeigt, dass es sich hier um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, in dem freie Aminosäuren, Magnesium und Zink zu finden sind.

Wenn es um freie Aminosäuren geht, würde ich eher zu Spirulina oder auch Chlorella raten. Denn hier können wir uns sicher sein, dass es sich um biogene (und nicht nur freie) Aminosäuren handelt, die das gesamte Spektrum an essenziellen und nicht essenziellen Aminosäuren umfassen. Spirulina enthält alle acht essenziellen Aminosäuren. Chlorella enthält sieben (Lysin fehlt).

Kosten / Preis

Preisvergleich: Laut Webseite kostet eine Dose „freie Aminosäuren“ 50 €. Bei Amazon bekommt man für den gleichen Preis drei Packungen Spirulina. Natürlich ist dieser Vergleich mehr als vage. Aber bei den wenig hilfreichen Angaben des neuen „Superprodukts“ ist es schlechterdings unmöglich, einen genauen Vergleich durchzuführen.

Unter dem Strich

Bei einem solch fragwürdigen Niveau der Produktdarstellung ist es mir geradezu unmöglich Aussagen zu machen, die nicht die Gefahr massiver Spekulationen in sich tragen. Am besten sagt man dazu überhaupt nichts (mehr). Denn ich würde keine Werbung für so einen Firlefanz machen wollen. Und ohne Angabe der Inhaltsstoffe lässt sich ohnehin nichts Präzises sagen.

Quellen:
(1) bodybuilding-magazin.com/aufbau-muskelmasse.php?atrack=68&utm_source=tmfs&utm_campaign=tmfs-plm1&utm_medium=cpc

Lesen Sie auch: XLS Medical – Konjak

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 20.07.2017 aktualisiert

Trimgel ist ein Diätgel, das durch Auftragen auf die Problemzonen zum Abnehmen führen soll.

Hauptbestandteile des Gels werden aus der südafrikanischen Kakteenart Hoodia gordonii gewonnen, außerdem stellt Geraniumöl einen wichtigen Bestandteil dar.

Mit der Anwendung von Trimgel soll die lokale Fettverbrennung gefördert und das Hungergefühl unterbunden werden, da die Wirkstoffe direkt über die Haut in die Blutbahn gelangen sollen. Außerdem soll Trimgel gegen Cellulite helfen.

Die Produktbezeichnung ist Trimgel Slim 3-D, das Gel wird von dem Unternehmen TotalWelness Assen B.V. vertrieben. Eine Tube enthält 250 ml und kostet den stolzen Preis von um die 40 Euro.

Bestandteile des Trimgel

Trimgel ist angeblich ein 100% natürliches Produkt. Es ist eine Art „ätherisches Gel“, wie der Hersteller es nennt. Es besteht aus den natürlichen Inhaltsstoffen von Hoodia gordonii (Bitter Ghaap), Paullinia cupana (Guaraná), sowie den ätherischen Ölen von Citrus paradisi (Pink Grapefruit), Pelargonium graveolens (Geranium), Rosmarinus officinalis (Rosmarin) und Juniperus communis (Wacholderbeere).

Hoodia gordonii ist eine Kaktusart, die den Appetit verringern soll (ob das allerdings auch bei der Aufnahme über die Haut gilt, ist die Frage …). Zu Hoodia gordonii sollte man außerdem wissen, dass die Pflanze unter Naturschutz steht und nur mit einem Herkunftsnachweis verwendet werden darf. Ob das hier der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

Guarana wirkt ähnlich anregend wie Koffein und soll dafür sorgen, dass der Anwender sich generell energiegeladener fühlt. Das ist natürlich zum guten Teil Selbstbetrug: Echte Vitalität kommt durch „Aufputschmittel“ nicht auf und langfristig zahlt der Körper die Rechnung.

Die Bestandteile von Pink Grapefruit, Geranium, Rosmarin und Wacholder sollen die Haut straffen und gegen Cellulite wirken.

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Anwendung von Trimgel

Das Gel wird direkt auf die Haut der Problemzonen aufgetragen – frei nach dem Motto: Der Bauch (der Hüftspeck, das Oberschenkelfett …) muss weg. Damit die Wirkstoffe besonders schnell durch die Haut in die Blutbahn dringen, empfiehlt die Firma vorher die Haut mit einem warmen Tuch zu bedecken, damit sich die Poren öffnen.

Da das Gel rückstandslos in die Haut einzieht, ist dies als eine bequeme und angenehme Art der Anwendung möglich. Ob und wie die Inhaltsstoffe bei dieser Art der Anwendung aber ihre Wirkung entfalten können, bleibt fraglich.

Dosierung von Trimgel

Ist die Wirkung des Gels zu stark, dann sollte die Anwendung verringert werden. Da die individuelle Wirkung des Gels unterschiedlich ist, sollte jeder Anwender darauf achten, nicht zu schnell zu viel abzunehmen, empfiehlt der Hersteller und bedient sich dabei eines ziemlich perfiden psychologischen Tricks: Hinter dieser scheinbaren Sorge um die Gesundheit der Anwender steht die Behauptung, man könne mit Trimgel sogar in kurzer Zeit so viel abnehmen, dass die Wirkung „zu stark“ sein könnte.

Bei der Anwendung von Trimgel ist zu beachten, dass hierdurch der Körper zahlreiche Abfallstoffe loswerden will, daher sollte man mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, damit der Körper sich schnell „entgiften“ kann.

Ist das nicht der Fall, treten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Unwohlsein auf. Der Abnehmprozess wird dadurch natürlich auch behindert. Dazu kommt aber auch: Die vergrößerte Wassermenge trägt dazu bei, den Appetit zu zügeln. Dadurch mögen manche Anwender(innen) den Eindruck bekommen, das Trimgel wirke besonders gut.

Die Wirkung

Der Hersteller gibt an, dass durch Unterbindung des Hungergefühls die Kalorienzunahme unbemerkt um 40 % reduziert werden kann. Ein weiterer positiver Effekt sei, dass die Cellulitis eingedämmt werde, da das enthaltene Geraniumöl zur Vorbeugung und Bekämpfung von Cellutitis bereits erfolgreich angewendet werde.

Nebenwirkungen

Besondere oder spezielle Reaktionen auf die Inhaltsstoffe sind angeblich nicht bekannt.

Trimgel sollte wie alle anderen Schlankmacher nicht während der Stillzeit und in der Schwangerschaft angewendet werden. Der Hersteller geht noch einen Schritt weiter und empfiehlt auch Frauen mit Kinderwunsch, auf das Geld zu verzichten. Außerdem sollte eine Anwendung bei Unverträglichkeit gegen eine oder mehrere Wirkstoffe von Trimgel unterlassen werden.

Auch Menschen mit depressiven Verstimmungen, Stimmungsschwankungen oder PMS (dem prämenstruellen Syndrom) sollen Trimgel nicht anwenden. Die Gründe dafür lassen sich nicht eindeutig herausfinden.

Fazit: Anwenderbeobachtungen zu Trimgel kenne ich noch nicht. Aus der Sportwissenschaft kenne ich Studien, die die These einer lokalen Fettverbrennung durch Fitnessübungen NICHT stützen. Ob diese durch das Gel gewährleistet ist, kann ich noch nicht beurteilen …

Bis genauere Studien vorliegen, muss ich leider das Siegel „Zweifelhaft“ erteilen.

Die „Versprechungen“ der Werbung hören sich so gut an, dass man das ausprobieren möchte … Aber versprochen wird ja viel. Ich persönlich bezweifle stark, dass Sie mühelos abnehmen, einfach indem Sie ein Gel auf Ihren Bauch auftragen.

Diskutieren Sie mit und sagen Sie Ihre Meinung! Hier ist der neueste Beitrag zum Trimgel: Trimgel – Fett einfach wegcremen?

Lesen Sie auch: XLS Medical – Konjak

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.10.2015 aktualisiert