STEVIA – Die Zuckeralternative

Mit fast allen Patienten spreche ich über Ihre Ernährung. Es gibt für mich kein Symptombild und Krankheit, die nicht auch weitläufig durch eine bessere oder „vernünftigere“ Ernährung beeinflusst werden könnte.

Getreu meinem Naturheilkunde-Vorbild Sebastian Kneipp gebrauche ich dabei zum Teil auch deftige Worte… Einem Landwirt musste ich vor ein paar Jahren auch schon mal die Meinung sagen: „Die Fresserei hört jetzt auf!“ – waren meine deutlichen Worte, an die ich mich heute noch erinneren kann. Mit Drohungen und Verboten ist es aber nicht getan. Man muss den Patienten schon Alternativen anbieten.

Häufige Verbote und Gebote bzgl. der Ernährung beziehen sich bei mir auf: Zucker, Schweinefleisch, Eier, Milch. Das „Zuckerproblem“ hatte ich ja schon in mehreren Beiträgen aufgefasst. Unter anderem in den Beiträgen Zuckersucht und zum Fruchtzucker. Im Artikel „Zucker Alternative“ habe ich bereits einige Alternativen vorgestellt. Eine fehlte jedoch: STEVIA.

Stevia ist ein in den Hochebenen von Paraguay und Brasilien beheimatetes Süßkraut, das den Blutzuckerspiegel senkt, die Bildung von Zahnplaque verhindert und im Gegensatz zu Zucker völlig kalorienfrei ist, aber in seiner extrahierten Form 300 mal so süß ist. Ihren süßen, leicht lakritzeartigen Geschmack verdankt Stevia den Glykosiden bzw. Steviosiden in seinen Blättern, die per se zehn- bis dreißigmal so süß wie Zucker sind, je nach Anbauregion und Klima. Stevia wird weltweit, auch in Europa, angebaut und ist seit langem als gesunder Zuckerersatzstoff bekannt.

Die Japaner süßen im Teehaus, daheim und jedem Restaurant seit einem Vierteljahrhundert damit – über die Hälfte des japanischen Süßmittelmarktes wird durch Stevia besetzt. Steviablätter dienen seit der präkolumbianischen Epoche nicht nur der Süßung des in Südamerika beliebten Mate-Tees, sondern auch zahlreichen Heilzwecken.

Auch in Deutschland ist der Insider-Tipp Stevia seit Dezember 2010 als Nahrungsmittel zugelassen.

Doch warum hat das so lange gedauert? Argument: Sein Genuss könne sich negativ auf die männliche Fruchtbarkeit auswirken. Weitere Studien hierzu seien notwendig, damit man über eine Aufhebung des im Zuge der Novel-Food-Verordnung von 1997 erlassenen Verbotes nachdenken könne. Noch in den 1990ern war Stevia frei in Reformhäusern, Bioläden und Teehandlungen erhältlich. Kritische Stimmen swaren der Auffassung, dass die jährlich allein in Europa 60 Milliarden Euro umsetzende Zuckerindustrie eine EU-weite Einführung verhindern wollte: Auch Produzenten von synthetisch hergestellten Süßungsmitteln gaben bereits Versuchsreihen mit der Perspektive in Auftrag, eine Bedenklichkeit von Stevia nachzuweisen. Die dann im Tierversuch verabreichte Dosis entsprach hinsichtlich ihrer Konzentration allerdings der relativen Menge des halben Körpergewichts eines Erwachsenen.

Für eine Neueinführung von Stevia als Lebensmittelzusatz musste dessen Unbedenklichkeit (nicht krebserregend, nicht allergieauslösend etc.) in kostenintensiven Studien sehr detailliert nachgewiesen werden. Nachdem die European Food Safety Authority, kurz EFSA, mehrere Anträge ablehnte, lagen dann u. a. Anträge des US-amerikanischen Konzerns Cargill vor, der gern Coca-Cola damit süßen wollte. So ist wahrscheinlich ein wenig mehr Druck entstanden. Auch Professor Jan Geuns von der Katholischen Universität Leuven, Belgien, stellte erfolglos mehrere solcher Anträge – obwohl sogar die WHO Stevia 2008 als unbedenklich einstufte. Die Zuckerindustrie, selbst zur Finanzierung kostenintensiver Studien in der Lage, hatte, so Professor Geuns, kein wirtschaftliches Interesse daran.

Warum es gut ist, dass Stevia nun legal erhätlich ist

Einige Internet-Händler umgingen das EU-Recht, indem sie Stevia beispielsweise als Badezusätze deklarieren. Der Nachteil: In dieser rechtlichen Grauzone konnten auch unreine Stevia-Produkte kursieren.  Eine echte Legalisierung bringt weitere Vorteile: Synthetisch hergestellte Süßstoffe, deren Nebenwirkungen inzwischen belegt sind, könnten vom Markt genommen werden. Noch ist das gesundheitsfördernde Stevia nicht ganz billig: Für 100 Gramm hochwertiges Stevia-Pulver muss man derzeit um die sieben Euro anlegen. Viele bauen Stevia selbst an: Die mehrjährige, nicht winterharte Stevia-Staude liebt einen sonnigen Standort. Der Lichtkeimer kann auf der Fensterbank nahe der Heizung ausgesät werden; dann pflanzt man die Setzlinge nach den Eisheiligen ins Freiland. Auch über Stecklinge aus erwachsenen Pflanzen lässt sich Stevia vermehren.

Wie Stevia dargereicht wird

Im Handel sind Stevia-Blätter, Tabs, Sirups oder Stevia in Pulverform, grün oder weiß, erhältlich. Ein Teelöffel des grünen Stevia-Pulvers besitzt die Süßkraft von zwei ganzen Tassen Zucker. Stevia wird auch als Rohstoff in der Kosmetikherstellung und als Badezusatz verwendet. Es gibt Stevia als konzentrierten Steviosidextrakt, abgefüllt in medizinische Braunglasflaschen, ein Fluid, das als sehr ergiebige, flüssige Tafelsüße dient, wenige Tropfen genügen, um ein Getränk zu süßen, unterwegs sehr von Vorteil. Die Zugabe von pflanzlichem Glyzerin sorgt dafür, dass das Produkt nicht verdirbt. Dieses Fluid ist auf Pestizide und weitere Schadstoffe kontrolliert und erfüllt die Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs.

Stevia-Tabs, z. B. von Raab Vitalfood erfüllen ebenfalls die genannten Anforderungen an ein Lebensmittel, in Packungsgrößen von beispielsweise 300 Stck. im Spender. Zu den Inhaltsstoffen zählen Natriumhydrogencarbonat, Steviol-Glykoside mit Rebaudiosid-A zu 90 Prozent, Mononatriumcitrat und L-Leucin. Auf Lactose, Maltodextrin und synthetische Süßungsmittel wird verzichtet. Die gut haltbaren, getrockneten Steviablätter können als Tee gebraucht oder in der Mühle vermahlen werden, um anschließend aus dem Pulver einen Extrakt auf Alkohol- oder Wasserbasis daraus herzustellen. Dazu nimmt man einen Esslöffel weißes oder auch grünes Steviapulver auf drei Esslöffel heißes Wasser und füllt die Flüssigkeit in ein Fläschchen. Ein Spritzer entspricht einem Stück Würfelzucker. Nur noch gut schütteln und am besten im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem lassen sich die Blätter zu Sirup einkochen, – fertig ist der spezielle Stevia-Honig.

Die offizielle Marktzulassung bei der EU erfolgte im im Dezember 2010. Und nicht nur Professor Jan Geuns, sondern auch viele Diabetiker in Deutschland sind erfreut, dass die EU die aktuellen Anträge in ihrem Sinne beschieden und Stevia zugelassen hat – wie es in der Schweiz längst passiert ist: An der Universität Hohenheim wird schon seit 1998 mit EU-Mitteln zu Stevia geforscht. Die EU ist mit der Zulassung von Stevia ziemlich spät dran: Der bis dato erreichte Wettbewerbs- und Marketingvorteil der Schweiz will erst einmal aufgeholt sein.

Mehr dazu auch in diesem Beitrag von PlusMinus:

Datum: Dienstag, 24. März 2009
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29 Kommentare

  1. 1

    Ich hatte voriges Jahr ständig Magenprobleme, keiner wußte, was es war, bis ich dann zu einer Heilprakterin kam. Sie gab mir viele gute Tipps und empfahl mir unter anderem die Stevia-Pflanze mit den Worten, dass diese in Deutschland verboten sei aber auf der Welt sehr viele Anwendungen findet und bei unserem Pflanzendiscountmarkt um die Ecke für weniger als 4,- Euro zu erwerben sei. Seither süße ich Tees damit. Mit geht es wieder gut und ich kann es jedem weiter empfehlen.

  2. 2

    Ich habe vor kurzem einen Bericht dazu im Fernsehen gesehen. Wenn das alles stimmt, ist es wirklich eine gute Alternative zum Zucker. Allerdings bezweifle ich Tobi, dass nur durch die Stevia Pflanze deine Magenprobleme besser geworden sind. Hast du zusätzlich noch weitere Medikamente genommen?

  3. 3

    Ich esse gerne mehlspeisen und kann nirgends eine Anleitung finden, wie das mit Stevia gehen soll. Für einen Tip wäre ich sehr dankbar.

    Antwort René Gräber:
    Liebe Christine, Stevia ist hitzestabil und ist so auch zum braten und backen geeignet. Man muss aber sehen, dass Volumen und Konsistenz in gewisser Weise verloren gehen, weil Stevia ja ca. 300 mal mehr Süßkraft hat als Zucker. Also Marmelade kann man damit nicht meines Wissens nicht kochen… Ich verwende Stevia aber „nur“ um Flüssigkeiten zu süßen. Und für meinen Tee verwende ich nach wie vor Honig – wegen des Geschmacks…

  4. 4

    Ich habe mir eine steviapflanze gekauft und würde gerne wissen wie ich die Blätter verwenden soll. Habe mal ein Blatt zerkleinert in eine kanne Tee zum ziehen gegeben, aber das hatte kaum eine Süßkraft. Was hab ich falsch gemacht? Oder war das eine Blatt zu wenig? Danke für Tipps

  5. 5

    Moin,
    Ein Blatt ist schon recht wenig. Bei frischem Tee habe ich im Verhältniss zur Minze ca 1/6 Stevia. Für einen Liter ist meine Handfläche gut bedeckt. Muss man ausprobieren da auch der Eigengeschmack der Stevia stärker wird. Meist habe ich aber auch etwas Atztekenkraut mit drin was einen intensiveren Eigengeschmack hat und der Steviageschmack nicht ins Gewicht fällt.
    Ford

  6. 6

    Hallo,

    danke für den super Beitrag. Benutze selber schon seit Jahren Stevia und kann es jedem nur empfehlen.

    Es bedarf anfangs zwar etwas Übung und bei einigen etwas Gewöhnung (geschmacklich), aber sonst ist es super!

  7. 7

    Hallo zusammen,

    sehr schöner Beitrag. Ich verwende auch seit einiger Zeit Stevia und bin wirklich recht begeistert – auch wenn ich es am Anfang mit dem Steviosid etwas übertrieben hatte und die Speisen dann sogar einen leicht bitteren Nachgeschmack hatten.

    Ich habe nun gelesen, dass Stevia sogar als natürlicher Geschmacksverstärker funktionieren soll. Das Thema würde mich noch weiter interessieren – eventuell könnten Sie darauf näher eingehen?

    VG
    Heike

  8. 8

    […] Stevia – die Zuckeralternative […]

  9. 9

    Hallo,

    ich würde gerne wissen was sie von Xylit halten.

    Ich habe nur positives darüber gefunden genau wie über Stevia. Mein Bruder spült sich die Zähne nach dem Zähneputzen mit Xylit. Klingt irgendwie komisch, nach dem Zähneputzen mit Zucker zu spülen, oder? 🙂 Was halten sie davon?

    Vielen Dank

    Heinrich

  10. 10

    Hallo,
    ich würde gern meine Kuchen künftig mit Stevia backen.Hat da jemend schon Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt?

    Vielen Dank !
    Manu

  11. 11

    Hallo
    für meinen Garten habe ich mir eine Japanische Tee-Hortensie bestellt. Kenne sie noch nicht.
    Hier ein Auszug aus der Pflanzenbeschreibung:

    Bevor Zucker in Japan überhaupt bekannt wurde, hat man Amacha-Blätter zu einem dicken Sirup eingekocht, und als Süßungsmittel verwendet. Die Blätter enthalten den Süßstoff Dulcin, auch Phyllodulcin genannt, der 250-mal süßer ist als Zucker.

    Das klingt super.
    Wer mehr wissen will: kraeuter-und-duftpflanzen.de/Pflanzen-und-Saatgut/Haarstrang-Hundszunge/H-Einzelsorten/Japanische-Tee-Hortensie-Pflanze?c=443

    VG Luise

  12. 12

    Kuchenbacken und Marmelade

    Ich verwendte beim Kuchenbacken halbe Menge des vorgeschriebenen Zuckers Erythritol und den Rest Stevia (1:10 vgl zu Zucker).So gelingen meine Kuchen immer (fast immer 🙂 . Noch dazu verwendte ich Dinkel (halb Vollkorn) anstelle von Weizen. Marmeladen und Säfte süße ich auch mit Stevia. Säfte konserviere ich mit „Einsiede Hilfe“ und Marmeladen mit Ascobinsäure und Quittin dicke ich es ein. In kleinen Gläsern eingefüllt verbraucht man es schnell genung bevor es verdirbt.

    Es hat noch nie wer gemerkt das es in unserem Haushalt kein Weizenmehl und keinen Zucker gibt 🙂

    Viel Spass und gutes Gelingen
    Chrissi

  13. peter bei zuckeralternative
    Montag, 22. August 2011 12:52
    13

    Hallo,

    auch ich verwende Stevia und Xylit und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Man sollte diese Alternativen durchaus einmal testen. Jeder hat einen anderen Geschmack und andere Vorlieben bzw. auch Verträglichkeiten. Aber ich denke, wenn man auf gesündere Alternativen ausweichen könnte, ist das einen Versuch Wert. Übrigens nutzen die Asiaten Stevia bereits seit mehr als 40 Jahren täglich und es scheint Ihnen gut zu bekommen 😉 nur im Westen ticken die Menschen wohl anders…

    Grüße
    Peter

  14. 14

    Ich habe mir ein Stevia Kochbuch gekauft „natürlich süßen mit Stevia“ oder so, kann ich jedem empfehlen, der mit stevia backen/kochen möchte oder marmeladen herstellen will. Natürlich werden auch shakes und eis vorgestellt.
    Die rezepte schmecken super, und anleitungen, wie man mit den blättern (getrockenet oder frisch) umgeht ist auch dabei.

  15. 15

    Naja ich habe Stevia einmal für den Tee probiert und fand den Geschmack schrecklich.
    Mittlerweile habe ich meinen Zuckerkonsum auf einen TL morgens zum Frühstück (Haferflocken, Obst, Mandeln, Mandelmus) reduziert und im allgemeinen komme ich mit damit sehr gut klar. Esse als Süssigkeit gerne getrocknete Feigen, reife Mangos, manchmal auch schlicht Haferflocken.
    Der Entzug von Zucker dauert einige Tage.
    Schönen Tag.

  16. 16

    Claudia das stimmt. Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber es gibt bereits destilierte Arten von Stevia, die diesen Nachgeschmack nicht mehr haben.

  17. 17

    Um keinen bitteren Nachgeschmack beim Stevia zu haben sollte der Rebaudiosid-Prozentsatz sehr hoch sein. Mindestens 97%.

  18. 18

    […] oder für den “Entzug”? Hierzu bieten sich einerseits “Alternativen” wie Stevia (natürliche Variante) an, Mittel zur Blutzuckerstabilisierung (u.a. Zimt, Chromhefe) und […]

  19. 19

    Hallo,
    wo bekomme ich gutes relativ neutral schmeckendes Stevia her? Hatte einmal eines in grüner Pulverform, was schrecklich geschmeckt hat. Hätte gerne ein relativ neutrales, um meinen Tee damit zu süßen.

    Ist Xylit eine gute und gesunde Alternative?

  20. 20

    @Gabriele

    Neutral schmeckendes Stevia bestellt man am besten im Internet. In den Supermärkten findet man meist eher die Produkte, zu günstigeren Preisen, die mit Streckmittel angereichert werden.

  21. 21

    Sehr geehrter Herr Gräber,
    ich nutze Stevia schon seit Jahren in form seit Tabs oder dem weißen Pulver. Seit einiger Zeit auch dem Birkenzucker, der ja dem Haushaltszucker zumindest optisch sehr nahe kommt. Vor einiger Zeit hat meine Homöopathin bei mir eine Aluminiumvergiftung festgestellt. Wir habe weitgehend die Schandtäter lokalisiert und ich versuche so gut wie möglich diese zu umgehen. Kürzlich ist mir allerdings ein Artikel unter die Lupe gekommen, indem angegeben wird, daß bei der Steaviaherstellung vor allem um das weiße Pulver (Steviosid) herzustellen, Aluminiumsalze hinzugefügt werden und auch bei der Herstellung des Birkenzuckers. Fazit, auch wenn das Kraut biologisch angebaut wird, so ist das weitere Bearbeitungsverfahren angeblich alles andere als biologisch sondern chemisch………was mir grundsätzlich egal wäre, da ja sämtliche Vorgänge „chemischer“ Natur sind. Was denken sie, wieder ein Versuch der Zuckerindustrie, oder stecht da mehr dahinter………Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren!? Danke Viele Grüße Carmen

  22. 22

    Hallo Ihr Alle!

    Ich benutze seit Jahren Stevia in allen Varianten.

    Am Anfang etwas gewöhnugsbedürftig und schwierig zu dosieren, aber man muss einfach ein bißchen experimentieren.

    Vor allem muss man dem Körper Zeit lassen, sich an diese andere Art von Süße zu gewöhnen.

    Das weiße Steviapulver ist bei der Dosierung am unbequemsten. Deshalb mische ich es mit Wasser und ein paar Tropfen Zitronensaft (für die Haltbarkeit) und fülle es in eine 100 ml-Pipettenflasche (aus der Apotheke).

    So habe ich meine eigene Flüssigsüße, die ich nach Bedarf herstellen kann.

    Sehr praktisch finde ich auch die sogenannte Steviasüße/Streusüße, eine Mischung aus Stevia und Erythritol.

    Das ist dann in Konsistenz und Dosierung wie Zucker und geschmacklich haben selbst unsere Kinder nichts bemerkt *lach*.

    In den Kaffee kommen Stevia-Tabs mit einem Hauch Steviasüße und der Geschmack ist wie früher.

    Ich bestelle fast alles im Internet, aber auch im dm-Markt wird man fündig.

    Von Produkten aus den normalen Supermärkten rate ich ab, da dort mit Mitteln gestreckt wird, die wir alle nicht wirklich essen wollen.

    Ach, und übrigens, neben dem grundsätzlich gesünderen Leben habe ich auch noch ca. 5 Kilo abgenommen seitdem.

    Viel Spaß beim Ausprobieren!

  23. 23

    Hallo,
    bin ich froh, das Stevia nicht schädlich ist! Ich benutze es schon viele Jahre – schon als es noch „Badezusatz“ war. Ich hatte mein Maß führ die Anwendung gefunden.
    Seit es offiziell zugelassen ist,ist die Süßkraft hin. Um den gleichen „Effekt“ zu erreichen muß ich jetzt beinah 5x mehr verwenden.Ist abgesichert, daß nun KEINE schöädlichen Stoffe beigemixt werden??????? Gelten die 30% Stevia, die die Industrie in Prodikten benutzen dürfen auch für das „reine“ Pulver auch gültig? – Ich traue der Lebensmittelranche NICHT!

  24. 24

    Ich arbeite im Labor und habe vor einigen Jahren einen Test durchgeführt, ob Stevia hemmend auf das Wachstum gängiger Lebensmittelkeime wirkt. Es kamen fünf verschiedene Keime (drei Bakterienstämme, zwei Pilze) zum Einsatz sowie die drei Darreichungsformen, die zu diesem Zeitpunkt in meiner Gegend erhältlich waren: Das grüne Pulver, das weisse Pulver und die Tinktur. Das Stevia wurde in die Nährmedien eingearbeitet und die Lebensmittelkeime darauf kultiviert; zum Vergleich wurde das gleiche Nährmedium ohne Zusätze verwendet, um die gleichen Keime darauf zu kultivieren. Ergebnis: Alle drei Darreichungsformen haben das Wachstum stark reduziert; manche Keime wurden sogar komplett am Wachstum gehindert. In den mit Stevia angereicherten Petrischalen habe ich ca. ein Zehntel bis ein Hundertstel der Koloniezahlen wiedergefunden, die in den unbehandelten Petrischalen wuchsen; manche Schalen blieben sogar vollständig unbewachsen. (Das ist nicht gleichzusetzen mit einer keimtötenden Wirkung! Diese ist mit diesem Test weder bewiesen noch widerlegt; es kann nur klar abgeleitet werden, dass das Wachstum der verwendeten Mikroorganismen gehemmt wird.)
    Das grüne Pulver (also das pulverisierte, nicht weiter aufgearbeitete Blatt) zeigte die deutlich stärkste wachstumshemmende Wirkung; auf diesen Platten habe ich oft gar keine Kolonien gefunden.

    Das besagt an sich noch nicht besonders viel für den Einsatz in Lebensmitteln, aber für den einen oder anderen mag die Information interessant sein, deshalb möchte ich sie hierlassen. – als Randinfo: Das war keine Studie, die eine Firma in Auftrag gegeben hätte, davon ist auch nichts publiziert worden. Ich habe einfach einen kleinen Test auf eigene Faust durchgeführt, aus Neugier und Interesse am Thema.

  25. 25

    Ich finde den Beitrag über Stevia sehr interessant, benutze es als Tabs auch schon seit einiger Zeit! Da ich wirklich irritiert bin, dass sie in vielen Zusammensetzungen angeboten werden,würde ich sehr gerne wissen, was wohl die optimale Zusammensetzung ist, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen!Oft sind auch die Inhaltstoffe angegeben, aber nicht in der Prozentzahl.

  26. 26

    Ich habe gehört, dass Xylit ein guter Zuckerersatz sei, vorallem auch zum Kochen und Backen und auch gut für die Zähne. Gleichzeitig frage ich mich wie etwas das einen so künstlichen Namen hat wie Xylit natürlich sein soll. Gibt es denn verschiedene Qualitäten davon? Besten Dank für Ihr geschätzte Antwort.

  27. 27

    Meine Erfahrung mit Stevia sind gemischt. Die ersten Steviatabletten für 7,95 im Bioladen gekauft waren sehr süß im Geschmack, ich habe sie immer halbiert dann ging das gut. Die Süsse ist eigenartig zuviel schmeckt mir nicht. Nun gibts die Steviasüßlis in jedem Laden UND etwas ist anders. Die Süße kommt nicht mehr wirklich rüber, und wenn man die Zutatenliste anguckt, dann sieht man, dass der Steviaanteil recht niedrig ist. Und Vanillin tritt anstelle. Der Geschmack ist so süß wie etwa normaler Kakao ( nicht Kaba!!). Und man muss noch aufpassen, nicht den Stevia-Verschnitt zu erwischen wo wieder Cyclamat u . Aspartam auftauchen. Nun habe ich mir den Stevia-Wirkstoff pur als Pulver gekauft und siehe da – die Süße ist wieder, so wie früher, zurück. AAAAber es ist mir nur einmal passiert, dass ich das Stevia Pulver hoch dosiert habe, das musste ich mit Übelkeit den ganzen Vormittag lang, bezahlen. Das beiliegende Löffelchen mit 3 mm Durchmesser ist mir jetzt ein wichtiges Dosier-Hilfsmittel. Nie wieder zuviel. Wieso ich überhaupt Süsstoff nehme ? wenn ich abends vor dem Einschlafen nocht Tee trinke, dann soll es etwas süss sein, und ich habe dann nicht Lust oder Nerv, mir nochmal die Zähne zu putzen. Wäre das nicht, würde ich Zucker verwenden und auf die Süßstoffe pfeiffen.

  28. 28

    Kati
    Mittwoch, 15. Oktober 2014 13:26
    23 — ich sehe gerade, dass die Kati auch die mangelnde Süßkraft der jetztigen „Pillen“ bemängelt. Meiner Ansicht sind die süßlis, die es jetzt gibt mit ganz wenig wirklicher Süße überflüssig. Kauft man aber das Pulver Stevia in Reinform, dann wird einem bei etwas zuviel davon recht schnell übel. Ruhig mal googlen „Steviaübelkeit“.

  29. 29

    Sehr geehrter Herr Gräber, ich freue mich, Ihre Seite entdeckt zu haben. Ich bekomme auch bereits Ihren Newsletter. Danke für Ihre umfassende kostenlose Aufklärung. Meine Frage: Was halten Sie von Birkenzucker (Xylit) als Alternative zu Zucker? Ich meine den echten -, nicht die aus Mais gewonnene und als Birkenzucker deklarierte Variante? Herzliche Grüße B. Nest

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