Gesunde und Richtige Ernährung
Auf den Spuren einer gesunden und
richtigen Ernährung...
Im Interview mit dem Heilpraktiker und Gesundheitspädagogen René Gräber.
Herr Gräber, "richtige Ernährung" und "gesunde Ernährung" - gibt es so etwas überhaupt?
Selbstverständlich! Die Frage ist aber tatsächlich, was "richtig" bzw. "gesund" ist und was genau darunter zu
verstehen ist. Da ist es ähnlich wie in der Medizin: sie fragen 5 Experten und bekommen 6 verschiedene
Antworten.
Und Sie haben die "siebte" Antwort - die Lösung für alle Ernährungsfragen?
Definitiv nein - ich habe nicht die Lösung für alle Fragen. Und schon gar nicht alle Lösungen zum Thema
Ernährung.
Sie sind Heilpraktiker, haben Erziehungswissenschaften studiert und zahlreiche Ausbildungen in
alternativen Heilverfahren absolviert. Wie kamen Sie dazu, sich mit dem Thema Ernährung zu
beschäftigen?
Das fing sehr früh an - mit 14 glaube ich. Meine Großmutter brachte Hörkassetten von Seminaren von Dr. Bruker
mit, die ich mir anhörte. Ich fing dann an, mich mit dem Thema Vollwerternährung zu beschäftigen. In beobachtete damals schon die
Wirkung von Essen auf meinen Körper: das Phänomen des Zuckerschubs, Heißhungerattacken, aber auch die Auswirkungen
auf meine sportliche Leistungsfähigkeit. Später an der Universität habe ich selbst viele Jahre Leistungssport
betrieben und viele Sportler in Ernährungsfragen beraten und auch Ernährungspläne erstellt. Auf dem Gebiet der
Sporternährung gab es damals noch nicht annähernd so viele Studien und Informationen wie heute...
... obwohl Sie gar nicht Ernährungswissenschaft studiert haben?
Genau. Anfang der 90er Jahre war die Literatur im Bereich "gesunde Ernährung für Sportler" sehr dünn gesät - es
gab nur wenige Studien und die waren schwierig zu bekommen. Das Internet gab es noch nicht. Da spielte sich viel im
Bereich von "Versuch und Irrtum" ab. Und Ernährungswissenschaften wollte ich nicht studieren - die meisten Bücher
hatte ich sowieso schon gelesen.
Welche Erkenntnis haben Sie gewonnen?
Die eigentliche Erkenntnis kam erst viel später. Damals glaubte ich noch an die Theorie der prozentualen
"Mengenlehre": so und soviel Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate; dazu Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Die erste Erkenntnis war: wenn man sich damit auseinandersetzt und auch umsetzt, beginnt man automatisch sich
bewußter zu ernähren. Vor allem Sportler sind es gewohnt sich an Pläne zu halten - und die machen das auch mit
Ernährungsplänen.
Die wirkliche Erkenntnis kam aber erst viel später, nachdem ich auch viele sog. "Außenseitermethoden" der
Ernährung ausprobiert und studiert habe.
Meine wichtigste Erkenntnis heute zum Thema Ernährung ist: "Möglichst Naturbelassene Lebensmittel
Essen".
Das hört sich aber einfach an!
Es ist einfach, aber nicht leicht.
Möglichst bedeutet: nicht immer, aber möglichst oft. In unserer heutigen
westlichen Zivilisation mit den Supermärkten und dem ganzen Fast-Food und den
Fertiggerichten kommen Sie gar nicht umhin, dass Sie
mit "nicht sinnvoller" Ernährung konfrontiert werden. Zum Beispiel sind sie auf einer Geburtstagsfeier und da
gibt es Kaffee und Kuchen. Wenn Sie sich da als Vollköstler oder Rohköstler "outen"
kann es sein, dass ihr Freundeskreis kleiner werden. "Möglichst" bedeutet also, dass die "richtige
Ernährung" auch von den Menschen umgesetzt werden können muss - und zwar im Rahmen der gesellschaftlichen
Bedingungen, die wir jetzt haben.
Naturbelassen bedeutet: ist das noch natürlich was wir da essen? Wenn ich heute
in einen Supermarkt gehe und sehe mir die Zutatenliste vieler Produkte an, wird mir regelmäßig schlecht. Wir werden
regelmäßig für dumm verkauft. Da steht auf Produkten "light", die mit Schaumstoffen aufgeschäumt werden, "gesunde Durstlöscher" die Zitronensäure
enthalten, Konservierungsstoffe in Hülle und Fülle. Das klingt zunächst harmlos - ist ja schließlich alles per
Gesetz erlaubt... Aber Zitronensäure, ist zum Beispiel ein chemisch hergestellter Zusatzstoff. Dieser greift die
Zähne an und erleichtert die Aufnahme von Schwermetallen. Versuchen Sie mal etwas ohne Zitronensäure zu
bekommen.
"Konservierungsstoffe: verlängern die Haltbarkeit der Produkte und verkürzen die Lebensdauer ihrer Konsumenten",
sagte einmal einer meiner Professoren. Niemand hat z.B. die Auswirkungen der Konservierungsstoffe auf unsere
Darmbakterien untersucht.
Zucker: ein weiteres abendfüllendes Thema! Nur wenige setzen sich mit den Folgen (z.B. Zuckersucht) auseinander.
Fleisch: "natürlich" ist das in den meisten Fällen nicht, was uns da verkauft
wird. Lesen Sie dazu mal meinen Beitrag zum Thema Hühnerfleisch. Und dabei bin ich auf die Gifte im Essen (wie
zum Beispiel das Dioxin)
noch gar nicht eingegangen.
Und dann noch das Thema Trinken. Ich sage Kindern, aber auch meinen Patienten immer: "Dein Körper besteht aus
Wasser - nicht aus Saft oder Cola." Ich könnte viele weitere Beispiele liefern -
aber dann wird das ein Buch und kein Interview. Kommen wir lieber zu dem Stichwort Lebensmittel.
Lebensmittel bedeutet: lebt das da eigentlich was ich da esse oder ist das völlig
"tot". Man muss meiner Meinung nach nicht auf Rohkost umsteigen. Ich meine damit zum
Beispiel einfach nur: ein Apfel lebt. Gemüse lebt. "Lebende Mittel" liefern Vitalstoffe: Vitamine, Mineralstoffe,
Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Erkenntnis hat sich auch bei der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung durchgesetzt und die Ernährungspyramide wurde verändert. Studien im Zusammenhang zwischen Ernährung
und Krebs bestätigen dies (Gemüse gegen Krebs). Und wenn das mit den Biophotonen
stimmt, dann ist jegliches Essen aus der Mikrowelle auch "tot".
Essen bedeutet: esse ich das eigentlich, oder schlinge ich das einfach runter?
Richtiges Essen bedeutet gründliches kauen und einspeicheln der Nahrung - ohne Stress und Hektik. Ohne Zeitung und
ohne Fernsehen. Kein "drive-through", kein Stehimbiss. Würden die Menschen nur diesen einen Punkt beherzigen - ich
glaube wir hätten sicher 10 - 40 Prozent weniger Darmstörungen. Bis vor kurzem kannte ich noch keine Studie
zu dieser These, bis ich diese Sudie bzgl. Darmhormonen und Übergewicht sah. Seit einigen Jahren nehme ich übrigens aus diesem Grund
auch an keinen sogenannten "Geschäftsessen" mehr teil... zu viel "Stress", zu wenig Ruhe...
Aus diesem Grund erweiterten Sie auch Ihre Webseite Gesund-Heilfasten.de um das Unterverzeichnis
Ernährung?
Ja, aber nicht wegen der Geschäftsessen. Ich habe mich eigentlich dagegen "gesträubt" etwas im Internet dazu zu
veröffentlichen, aber ganz viele meiner Fasten-Teilnehmer fragten immer und immer wieder: Wie ernähre ich mich
richtig nach dem Fasten?
Ich verwies zwar immer auf Ernährungskurse der Krankenkasse oder auf Bücher und verschiedene Ernährungsformen, aber ich glaube meine Leser und Patienten wollten etwas von "mir"
dazu hören - und ich denke mit dieser Webseite wird es gelingen interessante Fakten und Themen zu liefern.
Darüberhinaus möchte ich auch hochrelevanten Themen eine Plattform bieten, von denen man in der klassischen
Ernährungslehre nicht so viel hört, wie zum Beispiel dem Konzept der Eiweißspeicherkrankheiten oder der Stoffwechselkur nach Braun.
Weitere Artikel lesen Sie auch in meinem Blog. Bisher erschienene Berichte finden Sie unter anderem
zu:
- Transfettsäuren und oxodiertes Cholesterin
Die Balance zwischen gesättigten tierischen Fettsäuren (Fleisch- und Wurstwaren) und ungesättigten pflanzlichen
Fettsäuren (auch im Fisch enthalten) ist bekanntermaßen wichtig für die Gesundheit.
- Immunstärkung durch das Darm-Immunsystem
Wenn Sie diesen Beitrag gelesen haben verstehen Sie besser, warum viele Beschwerden über den Darm therapiert
werden sollten.
- Bio-Siegel und Öko-Siegel
"Bio" und "Öko" sind Bezeichnungen für Produkte nach Richtlinien der EU-Öko-Verordnung. Das bedeutet, dass
weder Gentechnik noch chemische und synthetische Pflanzendünger verwendet werden dürfen. Dazu auch: Lebensmittel mit Biosiegel.
- Die Nationale Verzehrstudie II
Im Rahmen der Nationalen Verzehrstudie II wurden 20.000 Deutsche im Alter von 14 – 80 Jahren gewogen, vermessen
und zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt.
- Gute Laune mit den richtigen Lebensmitteln
Durch bewusstere und gesündere Ernährung lässt sich bereits im Vorfeld so manches Stimmungstief
vertreiben.
- Krebszellen lieben Zucker
Die primäre Erkenntnis ist so erschreckend wie ebenso banal: Krebszellen lieben Zucker.
- Ist gesunde Ernährung wirklich zu teuer?
Immer wieder bekomme ich zu hören: „Gesunde
Ernährung, aha, ist ja ein toller Vorschlag, aber das kann ich mir gar nicht leisten.“ Stimmt
nicht.
- Hungern gegen Depressionen?
Die Wissenschaftler am Southwestern Medical Center in Dallas gelangten zu einer interessanten Erkenntnis. Sie
fanden heraus, dass wer Hunger verspürt zugleich geschützt vor Depressionen und Angst ist.
- Die Motivation richtig zu
Essen
50 Jahre Gesundheitsberatung sind verstrichen, ohne dass die zertifizierten Spezialisten in Sachen Ernährung
und Ernährungswissenschaft einen durchschlagenden Erfolg in Sachen Ernährung zu verzeichnen hätten. Da
stellt sich die Frage: Was motiviert Menschen eigentlich gesünder zu essen?
- Lebensmittelkosten
bei verschiedenen Ernährungsweisen
Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass eine gesunde und vollwertige Ernährung zu teuer sei und nicht von allen
praktizierbar.
- Warum ich kein "normales"
Hühnerfleisch mehr esse.
Wer kennt eigentlich heutzutage noch den Geschmack eines guten Brathähnchens oder eines Suppenhuhns? Die
Realität heute ist: Hühnerfleisch mit dem faden Aroma von Industrie-Mastfleisches…
Ich wünsche Ihnen für Ihre Gesundheit alles Gute!

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge (SKA)
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert
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