Fast-Food Esser sind 40% mehr Giften ausgesetzt

Dass Fastfood „ungesund“ ist, weiß inzwischen auch der / die Letzte. Dafür verantwortlich sind nicht nur die „Inhaltsstoffe“ (der darin enthaltenen Lebensmittel), sondern auch die Verpackungen. Denn einige Chemikalien der Take-Away-Boxen und Plastik-Tüten verseuchen auch die Speisen geradezu…

Wissenschaftlich gesichert ist das unter anderem für die Gruppe der Phthalate. Diese Chemikalien dienen als Weichmacher in Kunststoffen und stören den Hormon-Haushalt im Organismus. Durch diese Eigenschaft können Phthalate die Leibesfrucht schädigen und die Geschlechtsausprägung beeinträchtigen und zu Autismus oder Asthma führen. Bei erwachsenen Frauen setzt die Menopause früher ein, wenn die Belastung mit den Weichmachern erhöht ist. In Kinderspielzeug sind Phthalate mittlerweile verboten. Über diese Weichmacher hatte ich vor Kurzem erst berichtet: Weichmacher – eine Belastung, die man vermeiden kann.

Menschen mit hohem Fastfood-Konsum weisen eine besonders hohe Kontamination mit den Weichmachern auf, was offensichtlich auf die Verpackungs-Materialien zurück zu führen ist. Das sind die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie der George Washington University.

Die Ärztin Dr. Ami Zota und ihr Team untersuchten die Phthalat-Konzentrationen in Urin-Proben von fast 9.000 Teilnehmern. Zusätzlich ermittelten die Wissenschaftler die Art der Mahlzeiten der Freiwilligen in den letzten 24 Stunden vor der Probennahme. Hatten die Freiwilligen Fastfood gegessen, waren die Phthalat-Werte 40 % höher als bei den Konsumenten gesunder Lebensmittel. Die Forscher bestimmtem auch die Abbau-Produkte von 2 Weichmachern (DiNP und DEHP). Deren Konzentrationen waren bei den Junkfood-Essern um über 20 % höher als bei anderen Studien-Teilnehmern. Dr. Ami Zota fand Hinweise dafür, dass besonders die Getreide-Produkte des Fastfoods die gefährlichen Phthalate aufnehmen.

Das Team in Washington untersuchte in der Studie auch die Belastung mit Bisphenol A (BPA). Auch die Konzentration dieses Weichmachers war im Urin der Hamburger-Fans erhöht. BPA sammelt sich vor allem in Fleisch-Produkten an. Die Chemikalie schädigt die DNA und beeinträchtigt die Fruchtbarkeit durch eine Störung des Hormon-Haushaltes. Die Arbeit untermauert erneut die Empfehlung zu vollwertiger Ernährung. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im April 2016 im wissenschaftlichen Netzwerk „ResearchGate“.

Bild: fotolia – Arpad Nagy Bagoly

Datum: Mittwoch, 27. April 2016
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