Blasentang ist ein olivgrüner mehrjähriger Meerestang aus der Klasse der Braunalgen.

Er wird auch See- oder Meereiche genannt und kann eine Länge von bis zu einem Meter erreichen. Man findet ihn auf Steinen und Felsen im Atlantik, Pazifik und der Nord- und Ostsee.

Seine flachen derben Zweige besitzen eine durchlaufende Mittelrippe. Beidseitig davon finden sich paarige Gasblasen, welche dem Tang im Wasser Auftrieb geben. Im Sommer befinden sich an den Enden schleimgefüllte Verdickungen, welche die Fortpflanzungsorgane enthalten.

Die Wirksamkeit des Blasentangs beruht auf seinen organischen Jodverbindungen, welche in ihrem Aufbau den Schilddrüsenhormonen ähneln. Weiterhin lassen sich im Blasentang Vorkommen von Alginsäure, Beta- Carotin, Brom, Schleimstoffen, Zucker Fucoidan, Karotinoiden und Mannit finden.

Das hohe Jodvorkommen des Blasentanges regt die Schilddrüsentätigkeit an. Weiterhin sorgt Blasentang für eine Erhöhung des Grundumsatzes, einer Steigerung des Energieverbrauches des Körpers im Ruhezustand. Blasentang kann ebenso Mineralsalzverlusten vorbeugen und zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.

Blasentang wird häufig an den Stränden angespült und kann das ganze Jahr über gesammelt werden. Verwendung findet die ganze Pflanze, welche mit Süßwasser gewaschen und bei etwa 60 Grad getrocknet wird und eine braunschwarze Droge ergibt.

Blasentang – medizinische Verwendung

Der Blasentang (Fucus vesiculosus) wird bereits seit Jahrhunderten in der Medizin verwendet. Blasentang ist eine Pflanze, die im Salzwasser lebt. Sie besitzt einen hohen Gehalt an Jod, Mineralien und Spurenelementen.

Die Inhaltsstoffe werden in der Pflanzenheilkunde und in der Homöopathie für die Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Die Pharmaindustrie und die Kosmetikindustrie nutzen ebenfalls Seetangextrakte wie aus dem Blasentang als Rohstoff für ihre Produkte.

Bei welche Beschwerden kann Blasentang eingesetzt wirken?

Jodmangel führte vor der Jodierung des Speisesalzes in küstenfernen Regionen bei vielen Menschen zur Ausbildung eines Kropfes. Es gibt schriftliche Aufzeichnungen, die zeigen, dass der Blasentang bereits im 17. Jahrhundert für die Kropfbehandlung eingesetzt wurde.

Das in der Pflanze enthaltene Jod setzt die Phytotherapie bei einer Unterfunktion der Schilddrüse ein. Auch bei Allergien wie Heuschnupfen, Arterienverkalkung und bei Hautkrankheiten wie der Schuppenflechte wird der Blasentang genutzt. Erfolge wurden auch bei der Behandlung von rheumatischer Arthritis erzielt. Ein ähnliches Wirkspektrum hat das homöopathische Mittel Fucus vesiculosus. Hier wird es auch bei Blähungen und Verstopfung eingesetzt.

Blasentang regt die Schilddrüse und damit den Grundumsatz des Organismus an. Deshalb ist der Blasentang ein häufig empfohlenes Mittel bei Fettleibigkeit. Die Algenart hilft beim Entschlacken und Abnehmen. Durch den Gehalt an Kalzium, Magnesium und vielen anderen Mineralsalzen beugt die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels, welches Blasentang enthält, eventuellen Defiziten bei der Versorgung mit Mineralien vor.

Wer sollte keinen Blasentang verwenden?

Beim Einkauf von Blasentangprodukten sollte immer auf eine hohe Qualität geachtet werden. Mitunter können die Algen aus mit Schwermetall belasteten Regionen der Meere stammen. Aufgrund der hohen Jodanteile ist die Verwendung von Blasentang nicht für schwangere Frauen und für Kinder geeignet.

Blasentang enthält durch seinen Lebensraum, das salzige Meerwasser, extrem viel Natrium. Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte deshalb auf eine Behandlung mit der Meerwasseralge verzichten. Ebenso dürfen Patienten, die an Schilddrüsenüberfunktion und an Herzerkrankungen leiden, keine Blasentang-Präparate einnehmen.

Ebenso wird der Blasentang ab und zu auch beim sogenannten Myxödem empfohlen, Folgeerkrankungen einer Schilddrüsenunterfunktion. Die abführende Wirkung der enthaltenen Alginsäure lässt sich für die Behandlung von Verdauungsstörungen nutzen.

Die jodfreien Schleimstoffe werden als Steifungsmittel in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verwendet.

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Neuere Studien zum Blasentang

Eine etwas „ausgefallene“ Arbeit aus dem Jahr 2014 beschäftigt sich mit dem Phänomen der dunklen Augenringe (Fucus extract: cosmetic treatment for under-eye dark circles. Wie es den Anschein hat, gibt es noch keine allgemeingültigen Erklärungen, warum es dieses Phänomen gibt und wo die Ursachen liegen. Man vermutet zwei Ursachen. Mögliche Ursache Nr. 1: Akkumulation von Melanin in der Haut rund um die Augen; Ursache Nr. 2: Akkumulation von Häm (Bestandteil von Hämoglobin) aufgrund von Gefäßschädigungen. Das freie Häm ist unter diesen Umständen besonders zytotoxisch, entzündungsfördernd und wirkt als Oxidans.

Die Studie untersuchte einen Blasentang-Extrakt auf seine Fähigkeit die Häm-Oxygenase zu beeinflussen, und ob dieser Extrakt entzündungshemmende, anti-oxidative und Kollagen stimulierende Eigenschaften hat.

Die Häm-Oxygenase ist ein Enzym, das Häm zu Eisen, Biliverdin und Kohlenmonoxid abbaut. Außerdem fördert es die Gefäßneubildung, wirkt entzündungshemmend, anti-oxidativ und kann eine Apoptose auslösen.
Resultate: Blasentang stimuliert die Oxygenase auf Gen- und Proteinebene zugleich. Zudem zeigte der Extrakt eine gute entzündungshemmende Wirkung. Die starken anti-oxidativen Eigenschaften von Blasentang können dabei Tränensäcke und Augenringe reduzieren. Es zeigte sich zudem eine Aktivierung von Kollagen, dem die Autoren eine Falten glättende Wirkung bescheinigen.

Schlussfolgerung der Autoren: Blasentang-Extrakt ist ein neues Produkt, das über eine Vierfach-Wirkung eine Behandlung von Augenringen erlaubt.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21624396

Diese 2011 erschienene Arbeit untersuchte Fucoidan, einem Sulfat-Polysaccharid, das unter anderem in Blasentang zu finden ist, auf krebsverhindernde Wirksamkeit. Die Autoren untersuchten Zellen von Lungentumoren und Melanomzellen von Mäusen. Die Laboranalyse zeigte, dass Fucoidan die Zellviabilität aller Tumorzellen in einer dosisabhängigen Weise herabsetzte. Es zeigten sich morphologische Veränderungen der Melanomzellen nach der Behandlung mit Fucoidan, die auf eine einsetzende Apoptose hindeuteten. Danach wurden männliche Mäuse täglich mit Fucoidan intraperitoneal über den Zeitraum von 4 Tagen behandelt. Es zeigte sich eine Vermehrung der natürlichen Killerzellen, die ebenfalls dosisabhängig war. Daher glauben die Autoren, dass Fucoidan einen klinischen Effekt bei Lungen und Hautkrebs haben kann.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26204945

Diese Arbeit aus der Universität Kiel aus dem Jahr 2015 beschäftigt sich mit der Frage, ob Blasentang nicht Wirkstoffe enthält, die bei der Behandlung und Prophylaxe von Pankreaskrebs wirksam sind. Diese Laborstudie untersuchte Pankreaskrebszellen, die mit einem Extrakt aus Blasentang behandelt wurden. Die Behandlung resultierte in einer starken Hemmung der Viabilität der Krebszellen.

Die Wirkstoffe erhöhten die Zellzyklus-Inhibitoren, so dass der Zellzyklus zum Erliegen kam. Als Resultat davon starben die Zellen ab, ohne dabei von einer Apoptose betroffen zu sein. Die Autoren unternahmen zusätzlich Untersuchungen mit Zellen, die sich nicht teilten. Diese Zellen zeigten keine Veränderungen beziehungsweise gingen nicht unter.

Dies lässt die Vermutung zu, dass Zellteilung die notwendige Voraussetzung für die Wirksamkeit des Blasentangs ist. Die Autoren unterstreichen zusätzlich, dass nicht maligne Zellen, wie verwendete T-Zellen und differenzierte Erythrozyten, keinen Schaden von einer solchen Blasentang-Extrakt Behandlung erfuhren.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ihre Laborstudie und die daraus gewonnenen in-vitro-Daten möglicherweise neue, interessante Wege bei der Behandlung von Krebserkrankungen aufgezeigt haben.

https://www.mdpi.com/1660-3397/18/6/311

Auch die symbiontischen Pilze, die mit dem Blasentang gemeinsam leben, liefern hochinteressante Wirkstoffe. Forscher der Abteilung „Marine Naturstoffchemie“ am GEOMAR in Kiel haben die Verbindungen des Blasentangs und seiner Pilze mit IT-basiertem Bioscreening gewidmet. Von den 120 Pilzen produziert die Gattung Pyrenochaetopsis die von den Wissenschaftlern „Pyrenosetine“ genannte Verbindungen. Diese Wirkstoffe könnten das Wachstum von Haut-Tumoren hemmen.

Nach den Analysen der Forscher könnten einige Wirkstoffe des Blasentangs geeignete Antibiotika gegen Methicillin-resistente Staphylococcen (MRSA) darstellen, der als Krankenhauskeim immer bedrohlicher wird. Die Alge produziert solche Hemmstoffe gegen Bakterien, die ihr in der natürlichen Umwelt zu schaffen machen.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11917251

Mit zunehmendem Alter nimmt die Hautdicke auf den Wangen zu, während gleichzeitig die Elastizität der Haut abnimmt. In dieser Arbeit gingen die Autoren der Frage nach, ob Blasentang hier nicht möglicherweise einen Anti-aging Effekt ausüben könnte. Sie stellten einen Wasserextrakt aus Blasentang her, der in einer Konzentration von 1 Prozent in einer Salbe verarbeitet wurde.

Diese Salbe wurde dann zweimal täglich über die Dauer von 5 Wochen auf die Wangen von Probanden aufgetragen (leider keine Angaben über die Zahl der Teilnehmer). Mit Hilfe von Ultraschall wurde die Dicke der Haut beurteilt. Am Ende des Anwendungszeitraums zeigte sich eine signifikante Abnahme der Hautdicke auf den Wangen. Die Elastizität der Haut auf den Wangen wurde mit einem „Cutometer“ beurteilt. Auch hier zeigte sich eine deutliche Verbesserung mit einer erhöhten Elastizität.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Blasentang-Extrakt Anti-Aging Eigenschaften hat und möglicherweise interessant ist für kosmetische Belange.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26205038

Muskelschwund ist assoziiert mit einer Reihe von entzündlichen Vorgängen im Organismus. Die Autoren dieser Arbeit vermuten entzündungsfördernde Zytokine als Grundlage von entzündlichen Muskelerkrankungen, mit dem Ergebnis von oxidativen Schäden und Fehlfunktion der Mitochondrien der Muskulatur.

In dieser Studie benutzten die Autoren ein wasserlösliche niedermolekulares Derivat der Alginsäure, gewonnen aus Blasentang. Die Autoren sahen, dass das Derivat die freien Radikale in den Mitochondrien signifikant unterdrücken konnte, die Aktivität von anti-oxidativen Enzymen erhöhte (GSH und SOD), das Membranpotential der Mitochondrien stabilisieren half und die Aktivitäten in der Atmungskette in den Mitochondrien hochfuhr.

Dazu erhöhte sich die Zahl der mitochondrialen DNA Kopien. Daher glauben die Autoren, dass das Derivat der Alginsäure aus Blasentang in der Lage ist, die Mitochondrien von Muskelzellen vor oxidativem Stress und damit die Muskelzelle selbst vor Schädigungen zu schützen.

In dieser Arbeit aus dem Jahr 2014 wurden eine Reihe von Nährstoffen in verschiedenen Seegräsern/Tang untersucht und auf ihre Eignung als Nahrungsmittel beurteilt. Wie bereits in anderen vergleichbaren Arbeiten kamen die Autoren zu dem Schluss, dass je nach Gattung eine Reihe von physiologisch wertvollen Nährstoffen zu finden war, vor allem hohe Konzentrationen an Omega-3-Fettsäuren in einer Rotalge.

Viel wichtiger jedoch betrachte ich die Aussage zu den Schwermetallkonzentrationen, die immer wieder bei der Diskussion von Seetang als Nahrungsmittel auftaucht. Die Autoren sehen hier „nur“ Arsen als Grund zur Sorge an. Vielleicht sind die norwegischen Gewässer noch nicht so verschmutzt wie andere Gewässer. Aber trotzdem geben die Autoren den Rat, nicht die ganze Pflanze/Alge als Nahrung zu benutzen, sondern Auszüge von bestimmten Nährstoffen, was auch die Schwermetallbelastung umgehen würde (wenn das Auszugsverfahren nicht die Schwermetalle mit herauslöst).

Algen-Arten und Gattungen:

Afa Algen – Blaugrüne Algen – Chlorella Algen – Chlorella vulgaris – Chlorella Pyrenoidosa – Dunaliela salina – Klamath Algen – Kombu Algen – Nori Algen – Spirulina Algen – Wakame Algen

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Quellen:

u.a.  P Rupérez: Mineral content of edible marine seaweeds. In: Food Chemistry, Band 79 (1), 2002, S. 23–26

Beitragsbild: fotolia.com – Foot of Jetty

Schwarzkümmel gehört zu den Heilpflanzen, bei denen traditionelle Anwendung und moderne Forschung erstaunlich häufig in dieselbe Richtung weisen. Gerade gegenüber Pilzen finden sich interessante Ergebnisse. Das gilt auch für Candida albicans.

Allerdings muss man dabei sauber unterscheiden. Eine Substanz, die Candida in einer Petrischale hemmt, ist noch lange kein bewiesenes Candida-Mittel für den Menschen. Umgekehrt wäre es ebenso falsch, die vorhandenen Befunde als bedeutungslos abzutun. Inzwischen liegen nämlich nicht mehr nur Labor- und Tierexperimente vor, sondern auch erste klinische Untersuchungen.

Die spannendere Frage lautet deshalb nicht: „Tötet Schwarzkümmel Candida – ja oder nein?“ Sie lautet vielmehr: Wie belastbar sind die Hinweise, welche Zubereitung wurde überhaupt untersucht und welchen Platz könnte Schwarzkümmel im Rahmen einer vernünftigen Candida-Therapie haben?

Candida nachgewiesen – und nun?

Zunächst etwas, das in der ganzen Candida-Diskussion gerne untergeht: Candida albicans ist nicht automatisch ein Krankheitserreger, nur weil man ihn nachweisen kann. Hefepilze können Bestandteil der menschlichen Mikroflora sein. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Frage, ob Candida vorhanden ist, sondern in welcher Menge, an welcher Stelle und ob tatsächlich Beschwerden oder Zeichen einer Infektion vorliegen.

Genau diese Unterscheidung ist wichtig. Ich habe das ausführlicher in meinem Beitrag „Was ist Darmpilz Candida albicans – Freund oder Feind?“ beschrieben. Die Vorstellung „Candida gefunden = Candida-Krankheit“ ist zu simpel. Ebenso simpel wäre allerdings die Gegenposition, nach der Candida im Darm grundsätzlich keine Rolle spielen könne.

Problematisch kann Candida werden, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern. Dazu gehören beispielsweise eine gestörte mikrobielle Konkurrenz nach Antibiotikabehandlungen, Veränderungen des Schleimhautmilieus, Diabetes beziehungsweise dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte, Immunsuppression, bestimmte Medikamente oder lokale Faktoren im Genitalbereich.

Gerade beim Darm lohnt deshalb der Blick auf das gesamte Ökosystem. Über die Bedeutung der mikrobiellen Besiedlung habe ich ausführlich in meinem Beitrag zur Darmflora und ihren zahlreichen Aufgaben geschrieben. Candida ist in diesem System eben nicht isoliert zu betrachten.

Was steckt im Schwarzkümmel?

Schwarzkümmel, botanisch Nigella sativa, hat übrigens mit unserem gewöhnlichen Kümmel botanisch nicht viel zu tun. Schwarzkümmel gehört zu den Hahnenfußgewächsen, der echte Kümmel dagegen zu den Doldenblütlern.

Die schwarzen Samen enthalten fettes Öl, flüchtige beziehungsweise ätherische Bestandteile sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders intensiv untersucht wird Thymochinon. Daneben finden sich unter anderem Thymohydrochinon, Thymol, Carvacrol und p-Cymol.

Bei älteren Angaben zum Thymochinongehalt ist allerdings Vorsicht angebracht. Man liest immer wieder, Thymochinon mache 30 bis 48 Prozent „des Schwarzkümmels“ aus. Das ist missverständlich. Solche hohen Prozentangaben beziehen sich auf bestimmte Fraktionen des flüchtigen Öls und keineswegs auf den gesamten Samen.

Das ist keine akademische Spitzfindigkeit, sondern für die praktische Beurteilung ausgesprochen wichtig. Ein Methanolextrakt, ein wässriger Extrakt, isoliertes Thymochinon, ätherisches Öl, kaltgepresstes Schwarzkümmelöl und gemahlene Schwarzkümmelsamen sind pharmakologisch nicht dasselbe.

Wer sich grundsätzlich für die erstaunlich breite Forschung zu dieser Pflanze interessiert, findet dazu auch meinen ausführlichen Beitrag „Schwarzkümmelöl heilt jede Erkrankung – Ausnahme Tod?“. Der etwas provokante Titel greift eine traditionelle arabische Überlieferung auf – der Beitrag selbst schaut selbstverständlich genauer hin.

Im Labor hemmt Schwarzkümmel Candida

Die antimykotische Wirkung von Nigella sativa ist experimentell recht gut dokumentiert. Verschiedene Extrakte sowie einzelne Inhaltsstoffe können das Wachstum von Candida-Arten unter Laborbedingungen hemmen. Besonders Thymochinon steht dabei im Mittelpunkt der Forschung.

Interessant ist dabei nicht nur die unmittelbare Wachstumshemmung. Untersuchungen beschäftigen sich inzwischen auch mit Eigenschaften wie der Hyphenbildung und der Ausbildung von Biofilmen. Genau diese Mechanismen sind bei Candida von Bedeutung, weil der Pilz je nach Umweltbedingungen unterschiedliche Wachstumsformen annehmen kann.

Biofilme sind dabei besonders interessant. Mikroorganismen können sich in solchen komplexen Strukturen organisieren und dadurch andere Eigenschaften entwickeln als frei schwimmende Einzelzellen. Das kann unter anderem ihre Empfindlichkeit gegenüber antimikrobiellen Substanzen verändern.

Neuere Laborarbeiten deuten darauf hin, dass Thymochinon nicht nur das Wachstum von Candida albicans beeinflussen kann, sondern auch Prozesse, die mit Biofilmbildung und Virulenz zusammenhängen. Das macht die Substanz pharmakologisch interessant. Es bleibt aber zunächst genau das: ein experimenteller Befund.

Man sollte aus einer Petrischale keine Therapieempfehlung machen. Diesen Fehler sehe ich leider sowohl bei Heilpflanzen als auch bei Nahrungsergänzungsmitteln regelmäßig. Ein Stoff kann im Labor spektakulär aussehen und im menschlichen Organismus trotzdem enttäuschen, weil Aufnahme, Stoffwechsel, Konzentration am Wirkort und zahlreiche andere Faktoren völlig anders sind.

Andererseits beginnt praktisch jede Arzneimittelforschung genau dort: mit biologischen Effekten, die zunächst im Labor sichtbar werden. Die Laborbefunde zu Schwarzkümmel sind deshalb keineswegs wertlos. Sie sagen lediglich noch nicht, wie gut das Ganze beim Patienten funktioniert.

Gerade solche Beispiele zeigen sehr schön, warum ich Heilpflanzen weder romantisch verklären noch vorschnell als „unbewiesen“ abtun würde. Wenn Sie solche naturheilkundlichen Zusammenhänge interessieren, schreibe ich darüber regelmäßig auch in meinem Heilpflanzen-Newsletter.

Dort geht es nicht um Kräuterromantik, sondern um Heilpflanzen, ihre Wirkstoffe, Studien und die Frage, wie ich sie aus Sicht der Naturheilpraxis beurteile:

 

 

Der bemerkenswerte Mäuseversuch

Eine der häufig zitierten Untersuchungen zu Schwarzkümmel und Candida stammt aus dem Jahr 2003. Wissenschaftler infizierten Mäuse intravenös mit Candida albicans. Anschließend konnten Pilzkolonien unter anderem in Nieren, Leber und Milz nachgewiesen werden.

24 Stunden nach der Infektion erhielten die Tiere drei Tage lang einen wässrigen Extrakt aus Schwarzkümmelsamen. Das Ergebnis war bemerkenswert: Im Vergleich zu den unbehandelten Tieren sank die Candida-Belastung etwa um den Faktor fünf in den Nieren, acht in der Leber und elf in der Milz. Auch die histologische Untersuchung der Organe bestätigte den Effekt.

Die Originalarbeit ist hier nachzulesen: Khan et al.: The in vivo antifungal activity of the aqueous extract from Nigella sativa seeds.

Das ist ohne Zweifel interessant. Trotzdem sollte man daraus nicht mehr machen, als tatsächlich gezeigt wurde. Eine experimentell erzeugte systemische Candidose bei Mäusen ist etwas völlig anderes als ein Mensch mit wiederkehrendem Scheidenpilz, Mundsoor oder einem auffälligen Candida-Nachweis im Stuhl.

Hinzu kommt ein weiteres Detail: Untersucht wurde ein definierter wässriger Extrakt. Daraus lässt sich keine Dosierung für handelsübliches Schwarzkümmelöl ableiten. Gerade diese Übertragung vom Forschungsextrakt auf irgendein Produkt aus dem Handel ist einer der häufigsten Fehler bei der Interpretation von Heilpflanzenstudien.

Es gibt inzwischen auch eine Humanstudie mit Schwarzkümmelkapseln

Besonders interessant wird es bei einer 2015 veröffentlichten randomisierten, dreifach verblindeten und placebokontrollierten Untersuchung mit 100 Frauen mit Candida-albicans-Vaginitis.

Alle Frauen erhielten sieben Tage lang Clotrimazol-Vaginalcreme. Die Behandlungsgruppe bekam zusätzlich zweimal täglich eine Kapsel mit 500 mg Nigella sativa, während die Kontrollgruppe entsprechende Placebokapseln erhielt.

Nach der Behandlung verbesserten sich die Beschwerden in beiden Gruppen. In der Schwarzkümmelgruppe waren jedoch verschiedene Symptome und klinische Zeichen deutlicher zurückgegangen. Auch die mikrobiologischen Untersuchungen mit Kultur und KOH-Präparat fielen zugunsten der Schwarzkümmelgruppe aus.

Die Studie ist hier veröffentlicht: Adiban Fard et al.: Therapeutic Effects of Nigella Sativa Linn on Candida albicans Vaginitis.

Das ist für mich deutlich interessanter als der hundertste Reagenzglasversuch. Dennoch sollte man auch hier genau hinschauen: Schwarzkümmel wurde nicht allein getestet. Beide Gruppen bekamen gleichzeitig Clotrimazol. Die Studie zeigt deshalb einen möglichen zusätzlichen Effekt von Schwarzkümmel, aber nicht, dass Schwarzkümmel eine vaginale Candidose alleine zuverlässig behandeln kann.

Außerdem handelte es sich um eine relativ kleine Einzelstudie. Frauen mit wiederkehrender Candidose, Schwangerschaft, Stillzeit, Diabetes oder verschiedenen anderen Erkrankungen waren ausgeschlossen. Das Ergebnis lässt sich deshalb nicht beliebig auf alle Patienten übertragen.

Eine zweite Studie: Schwarzkümmel und Honig gegen Vaginal-Candida

2022 erschien eine weitere randomisierte, dreifach verblindete klinische Studie. 84 Frauen mit kulturell bestätigter vulvovaginaler Candidose wurden entweder mit einer 1-prozentigen Clotrimazolcreme oder mit einer speziell hergestellten Vaginalcreme behandelt. Diese enthielt 3 Prozent Nigella-sativa-Extrakt und 30 Prozent Honig.

79 Frauen beendeten die sieben Tage dauernde Behandlung. In beiden Gruppen verbesserten sich Beschwerden und Befunde deutlich. Bei Juckreiz und Ausfluss schnitt die Schwarzkümmel-Honig-Zubereitung sogar besser ab. Bei der Pilzkultur zeigte sich dagegen kein statistisch signifikanter Vorteil: 74,4 Prozent der Frauen in der Clotrimazolgruppe und 67,5 Prozent in der Schwarzkümmel-Honig-Gruppe hatten anschließend eine negative Kultur.

Die komplette Studie ist frei zugänglich: Comparison between the Efficacy of Nigella sativa-Honey and Clotrimazole on Vulvovaginal Candidiasis.

Auch das ist ein interessantes Ergebnis, aber kein Freibrief für Selbstversuche. Erstens enthielt die untersuchte Creme neben Schwarzkümmelextrakt immerhin 30 Prozent Honig. Wir wissen deshalb nicht, welcher Anteil des Effekts auf welche Komponente zurückzuführen war. Zweitens handelte es sich um eine eigens hergestellte pharmazeutische Zubereitung und nicht um Schwarzkümmelöl aus der Küche.

Bitte nicht einfach Schwarzkümmelöl vaginal anwenden

Gerade an dieser Stelle ist mir ein Hinweis wichtig. Aus der Studie folgt keineswegs die Empfehlung, handelsübliches Schwarzkümmelöl unverdünnt auf empfindliche Schleimhäute aufzutragen.

Schwarzkümmelöl kann Kontaktallergien und ausgeprägte Hautreaktionen auslösen. In medizinischen Fallberichten wurde unter anderem Thymochinon als möglicher auslösender Stoff identifiziert. „Natürlich“ bedeutet eben nicht automatisch „reizfrei“.

Wer bei Scheidenpilz Beschwerden wie starken Juckreiz, Brennen, Rötung oder ungewöhnlichen Ausfluss hat, sollte außerdem bedenken, dass nicht jeder vermeintliche „Pilz“ tatsächlich eine Candidose ist. Bakterielle Vaginosen und andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Gerade bei wiederkehrenden Problemen halte ich deshalb eine vernünftige Diagnostik für wesentlich sinnvoller als eine Serie wechselnder Hausmittel.

Und was ist mit Hautpilzen?

Auch gegenüber Dermatophyten, also den Erregern zahlreicher Haut- und Nagelpilzerkrankungen, finden sich interessante experimentelle Daten. Schwarzkümmelextrakte und Thymochinon wurden gegen verschiedene Arten aus den Gattungen Trichophyton, Microsporum und Epidermophyton getestet.

Dabei zeigte Thymochinon eine stärkere antimykotische Aktivität als der Gesamtextrakt. In älteren Vergleichsversuchen war das konventionelle Antimykotikum Griseofulvin allerdings deutlich potenter. Auch das gehört zur vollständigen Wahrheit und sollte nicht unterschlagen werden.

Wer sich grundsätzlich mit Pilzerkrankungen der Haut beschäftigt, findet dazu auf meiner Seite Naturheilt.com meinen Beitrag „Pilzerkrankungen behandeln – aber natürlich“. Bei unklaren oder hartnäckigen Haut- und Nagelveränderungen ist außerdem die richtige Diagnose einer Pilzinfektion entscheidend. Nicht jeder veränderte Nagel und nicht jede schuppende Hautstelle ist eine Mykose.

Schwarzkümmelöl ist nicht gleich Schwarzkümmelextrakt

Dieser Punkt kann gar nicht deutlich genug gemacht werden. Wenn Wissenschaftler Candida mit einem Methanol-, Chloroform- oder wässrigen Extrakt behandeln, bedeutet das nicht, dass ein Teelöffel kaltgepresstes Schwarzkümmelöl dieselben Konzentrationen derselben Substanzen am selben Wirkort erzeugt.

Ebenso wenig sollte jemand auf die Idee kommen, solche Extrakte selbst herzustellen. Methanol und Chloroform sind Lösungsmittel aus Labor und Technik und haben in einer häuslichen Therapie selbstverständlich nichts verloren.

Auch bei kommerziellen Schwarzkümmelölen ist mit erheblichen Unterschieden zu rechnen. Sorte, Herkunft, Lagerung, Pressverfahren und Alter können die Zusammensetzung beeinflussen. Gerade beim viel untersuchten Thymochinon wäre deshalb eine Standardisierung sinnvoll, wenn man therapeutische Wirkungen wissenschaftlich vergleichen möchte.

Der entscheidende Punkt bei Candida: Warum kann sich der Pilz ausbreiten?

Bei aller Begeisterung für interessante antimykotische Pflanzenstoffe darf man den für mich wichtigsten Punkt nicht übersehen: Candida ist häufig nicht das eigentliche Grundproblem, sondern ein Teil eines gestörten biologischen Milieus.

Wenn beispielsweise eine Antibiotikatherapie große Teile der bakteriellen Konkurrenz dezimiert, verändern sich die ökologischen Bedingungen im Darm. Aus diesem Grund beschäftige ich mich bei entsprechenden Beschwerden nicht nur mit dem Pilz, sondern auch mit der Symbioselenkung und dem Aufbau eines stabileren Darmmilieus.

Ähnliches gilt für die Darmschleimhaut. Bei chronischen Darmbeschwerden kann es sinnvoll sein, nicht ständig nur nach dem nächsten Mittel gegen Candida zu suchen, sondern nach Ursachen einer gestörten Barrierefunktion. Dazu habe ich einen eigenen Beitrag über das Leaky-Gut-Syndrom verfasst.

Auch die Ernährung gehört dazu. Ich halte allerdings wenig von der simplen Vorstellung, man müsse nur sämtliche Kohlenhydrate streichen und könne den Pilz dadurch „aushungern“. Candida ist metabolisch wesentlich anpassungsfähiger, und eine langfristig extrem einseitige Kost kann neue Probleme schaffen.

Meine Gedanken dazu finden Sie ausführlicher in meinem Beitrag über die Candida-Anti-Pilz-Diät. Aus meiner Sicht sollte Ernährung nicht nur gegen einen Mikroorganismus gerichtet sein, sondern gleichzeitig Darmflora, Schleimhaut, Stoffwechsel und eine vernünftige Nährstoffversorgung unterstützen.

Warum „Pilz weg“ nicht automatisch „Problem gelöst“ bedeutet

Das ist zugleich der Grund, weshalb ich auch einen rein schematischen Einsatz von Antimykotika kritisch sehe. Es gibt Situationen, in denen Medikamente wie Nystatin oder Azole sinnvoll und notwendig sind. Bei einer invasiven Candidose ist eine wirksame antimykotische Arzneitherapie selbstverständlich kein Diskussionsthema, sondern kann lebensrettend sein.

Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Beschwerden stellt sich aber zusätzlich die Frage, warum das Problem ständig zurückkehrt. Wird lediglich der Pilz reduziert, während die begünstigenden Faktoren unverändert bleiben, ist ein Rückfall nicht besonders überraschend.

Meine kritischen Überlegungen dazu habe ich unter anderem in meinem Beitrag „Nystatin – kritische Anmerkungen zur Nystatintherapie“ sowie ausführlicher in meiner biologischen Candida-Therapie beschrieben.

Genau an solchen Themen zeigt sich übrigens, was mich an Naturheilkunde seit Jahrzehnten interessiert: nicht „Natur gegen Medizin“, sondern die Frage, welche biologischen Zusammenhänge hinter einem Problem stecken und welche Möglichkeiten möglicherweise über das bloße Unterdrücken eines Symptoms hinausgehen.

Wenn Sie solche naturheilkundlichen Zusammenhänge mögen, empfehle ich Ihnen meinen Newsletter mit den „5 Wundermitteln“. Darin geht es um besonders interessante Mittel und Verfahren, die in der üblichen Gesundheitsberichterstattung oft kaum vorkommen:

 

Kleine Anmerkung: Die „5 Wundermittel“ gehören seit Jahren zu den beliebtesten Informationen, die ich an meine Leser verschicke.

Wie ich den Stellenwert von Schwarzkümmel bei Candida heute sehe

Im Vergleich zur ursprünglichen Fassung dieses Beitrags hat sich meine Beurteilung etwas verändert. Damals musste man noch vor allem mit Labor- und Tierexperimenten argumentieren. Heute gibt es immerhin erste klinische Daten.

Damit ist Schwarzkümmel für mich deutlich mehr als ein traditionelles Hausmittel, zu dem man lediglich ein paar nette Geschichten erzählen kann. Die Kombination aus plausiblen pharmakologischen Mechanismen, In-vitro-Daten, einem Tiermodell und ersten kontrollierten Untersuchungen am Menschen ist interessant.

Was wir dagegen noch nicht haben, sind große, unabhängige und mehrfach reproduzierte klinische Studien, die uns sagen, bei welcher Candida-Erkrankung welche Schwarzkümmelzubereitung in welcher Dosierung wie zuverlässig wirkt. Insbesondere für eine Candida-Problematik im Darm lässt sich aus den vorhandenen Studien keine etablierte Dosierung ableiten.

Deshalb würde ich Schwarzkümmel heute als mögliches ergänzendes Element sehen, nicht als bewiesene alleinige Candida-Therapie.

Mein Fazit

Schwarzkümmel und insbesondere sein Inhaltsstoff Thymochinon zeigen in der Forschung eine bemerkenswerte antimykotische Aktivität. Candida-Wachstum, Biofilmbildung und weitere für den Pilz relevante Eigenschaften lassen sich unter experimentellen Bedingungen beeinflussen. In einem älteren Mausmodell wurde eine deutliche Reduktion einer systemischen Candida-Belastung beobachtet.

Besonders interessant sind inzwischen zwei klinische Untersuchungen bei Frauen mit vulvovaginaler Candidose. Eine Studie fand Vorteile, wenn Schwarzkümmelkapseln zusätzlich zu Clotrimazol gegeben wurden. Eine weitere Untersuchung zeigte mit einer speziell hergestellten Schwarzkümmel-Honig-Creme Ergebnisse, die bei mehreren Beschwerden mindestens konkurrenzfähig mit Clotrimazol waren. Das ist bemerkenswert – allerdings noch kein Beweis für Schwarzkümmel als eigenständiges Antimykotikum.

Die vernünftige Position liegt deshalb wieder einmal zwischen den Extremen. Man muss aus Schwarzkümmel kein „Candida-Wundermittel“ machen. Man muss aber auch nicht so tun, als gäbe es für die traditionelle Anwendung keinerlei wissenschaftliche Grundlage.

Und vor allem sollte eine vernünftige Candida-Therapie nicht bei der Frage enden: „Womit töte ich den Pilz?“ Gerade bei wiederkehrenden Problemen interessiert mich viel mehr: Warum konnte sich Candida überhaupt so stark entwickeln? Was ist mit Darmflora, Schleimhaut, Blutzucker, Ernährung, Medikamenten und Immunlage?

Wer nur den Pilz bekämpft, behandelt möglicherweise einen Mitspieler. Wer die Bedingungen verändert, unter denen er sich ausbreiten konnte, beschäftigt sich mit dem gesamten Spielfeld. Genau darin sehe ich den eigentlichen naturheilkundlichen Ansatz.

Studien und Quellen

  • Khan MAU et al. The in vivo antifungal activity of the aqueous extract from Nigella sativa seeds. Phytotherapy Research. 2003. PubMed
  • Adiban Fard F et al. Therapeutic Effects of Nigella Sativa Linn (Black Cumin) on Candida albicans Vaginitis. Archives of Clinical Infectious Diseases. 2015. Studie
  • Norouzi Allahleh Korabi M et al. Comparison between the Efficacy of Nigella sativa-Honey and Clotrimazole on Vulvovaginal Candidiasis: A Randomized Clinical Trial. 2022. Volltext bei PubMed Central
  • Kurihara F et al. Thymoquinone as a causative allergen in Nigella sativa oil contact dermatitis. Contact Dermatitis. 2020. PubMed
  • Gaudin O et al. Association Between Severe Acute Contact Dermatitis Due to Nigella sativa Oil and Epidermal Apoptosis. JAMA Dermatology. 2018. PubMed