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Starke Bauchschmerzen und Darminfektionen

Bei starken Bauchschmerzen sollten Sie schleunigst den Arzt aufsuchen: es könnte ein Notfall sein! Die Ursache für sehr starke Bauchschmerzen sind oftmals Divertikel oder Blinddarmentzündungen - es droht dabei Darmdurchbruch.

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Darmschleimhaut steht in ständigem Kontakt mit verdauter Nahrung. Diese beherbergt eine Vielzahl von schädlichen Substanzen und Krankheitserregern, welche die Schleimhaut zu entzündlichen Reaktionen veranlassen. Besonders bei dem sogennanten Blinddarm besteht akute Entzündungsgefahr. Wenn sich krankhafte Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel) entzünden (Divertikulitis) droht Lebensgefahr. Chronisch entzündet ist der Darm dagegen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Im Alter steigt das Risiko einer Blinddarmentzündung

Mit einer Entzündung des Blinddarms haben nicht nur Jugendliche und jüngere Erwachsene zu schaffen, sondern auch bevorzugt Menschen ab 65 Jahre. Am häufigsten tritt eine Blinddarmentzündung im Alter zwischen 5 und 12 Jahren auf.

Dabei ist eigentlich gar nicht der Blinddarm entzündet, sondern der Anhang am Blinddarm, der sog. Wurmfortsatz (in der Fachsprache Appendix). Bei dem Wurmfortsatz handelt es sich auch um sehr viel lymphatisches Gewebe, das hochgradig entzündet ist.

Bei einer akuten Blinddarmentzündung macht sich vorher meist eine kurzzeitige Übelkeit bemerkbar und dann kommen starke Schmerzen rechts vom Bauchnabel hinzu. Bei älteren Personen sind diese Anzeichen weniger intensiv, da deren Bauchdecke auch bereits relativ "schlaff" ist. Unerfreulicher "Nebenbefund" bei der Operation älterer Menschen ist häufig bereits ein Darmkrebs.

Es sollte auf keinen Fall eine Eigenbehandlung mit schmerzstillenden Medikamenten unternommen werden, denn eine akute Blinddarmentzündung sollte innerhalb von 48 Stunden operiert werden, wenn sich keine deutliche Besserung der Symptomatik bis dahin zeigt. Ansonsten kann es zum Blinddarmdurchbruch kommen, bei dem sich Darminhalt und Eiter der Entzündung in die Bauchhöhle ergiessen kann: die gefürchtete Komplikation der Bauchfellentzündung ist dann eingetreten.

Auch im Alter von Antiobiotika ist die Bauchfellentzündung immer noch schwer zu beherrschen - und bei einem geschwächtem Immunsystem wird es doppelt schwer...

Divertikel: die leicht entzündlichen Ausstülpungen des Darms

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand, von der Größe einer Erbse. Vor dem dreißigsten Lebensjahr sind Divertikel kaum zu finden, dagegen hat sie fast jeder zweite 60-Jährige wegen der abnehmenden Spannkraft des Bindegewebes, der "erschlafften" Darmmuskulatur und natürlich falscher Ernährung.

Divertikel werden meist erst dann gefährlich, wenn sich in den Ausstülpungen Stuhl ansammelt und diese sich entzünden. Diese Entzündung nennt man dann Divertikulitis.

Symptome einer Divertikulitis

• Schmerzen (meistens) im linken Unterbauch
• Fieber
Verstopfung
Blut im Stuhl

Im schlimmsten Fall können die Entzündungen, ähnlich wie im Falle des Blinddarms, in die Bauchhöhle durchbrechen oder zu einem gänzlichen Darmverschluss führen. Sowohl die eine, als auch die andere Situation ist lebensbedrohlich.

Bei einem Divertikel-Leiden, ist eine darmgesunde Ernährung besonders zu empfehlen. An erster Stelle findet sich hier eine ballast- und faserstoffreiche Kost, da diese die Darmpassage erleichtert (Vollkornprodukte, Leinsamen, Obst und Gemüse).

Pflanzliche Quellmittel (z. B. Flohsamenschalen oder milde abführende Substanzen, z. B. Laktulose) halten den Speisebrei flüssig und halten ihn davon ab, sich in den Divertikeln festzusetzen.

In der Praxis konnte ich bisher immer feststellen, dass Personen die immer regelmäßig fasten, keine Blinddarmentzündungen und keine Divertikulitis aufweisen.

Weihrauch als Mittel bei chronischen Darmentzündungen

Zu den chronischen Darmentzündungen zählen Morbus Crohn (in fast allen Darmabschnitten) und die Colitis ulcerosa (bevorzugt im Dickdarm). Beides sind so genannte Autoimmunkrankheiten, bei denen sich das Abwehrsystem aus bisher unbekanntem Grund gegen das eigene Körpergewebe richtet.

Die Krankheit verläuft meist in Schüben. Die Patienten klagen über krampfartige Bauchschmerzen und starke Durchfälle sowie Fieber. Offensichtlich trägt die moderne (und oft ungesunde) Lebensweise dazu bei: Das Auftreten der Krankheiten wurde erstmals vor etwa 80 Jahren festgestellt und das fast ausschließlich in den westlichen Industrienationen.

Während der Schübe sind die meisten Patienten auf starke Medikamente angewiesen, die das Immunsystem unterdrücken (z. B. Kortison, Ciclosporin) und oft starke Nebenwirkungen auslösen. Doch auch Weihrauch, eine alte Heilpflanze aus Indien, kann den Entzündungen entgegenwirken und hat dabei deutlich weniger Nebenwirkungen.

Gute Ergebnisse hat z. B. Dr. Henning Gerhard vom Klinikum Mannheim erzielt. Er behandelte bereits seit Mitte der 1990er Jahre 50 Morbus-Crohn-Patienten mit dem indischen Weihrauch-Präparat H15 (es kann auf Rezept und eigene Kosten in Apotheken bestellt werden; Monatsbedarf etwa 30 €).

Nach acht Wochen sind die Symptome bei einem Drittel der Patienten fast vollständig zurückgegangen. Diese sind in den folgenden sechs Jahren zwar noch aufgetreten, jedoch deutlich schwächer.

Es ist aus meiner Sicht völlig unverständlich, warum Patienten immer noch mit anderen Medikamenten, mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen behandelt werden.

Gerade bei einer schwierig zu behandelnden chronischen Darmentzündung sollten Naturheilverfahren die Therapie der Wahl sein.

Aber wie bei fast keinen anderen Leiden ist der Zusammenhang zwischen unserer "gestörten" Ernährung (zu viel, zu fett, zu süß, zu oft, zu spät, verkocht, verbraten, bestrahlt, denaturiert und belastet) so offensichtlich. Und dennoch leiden die meisten Patienten (z.B. M. Chrohn, Divertikulitis, Colitis etc.) lieber weiter, als Ihre Ernährung umzustellen. Vom Darmkrebs und künstlichen Darmausgängen will ich hier erst gar nicht schreiben.

Dabei bietet "gesündere" Ernährung nicht nur die Vermeidung dieser Zivilisationskrankheiten, sondern auch insgesamt mehr Vitalität und Lebensfreude.

Als Therapie haben sich die Eigenbluttherapie, Fasten, Homöopathie oder verschiedene Entspannungsverfahren bewährt. Wichtig ist auch die regelmäßige Zufuhr von Vitalstoffen, da ihre Aufnahme durch die chronische Entzündung der Darmschleimhaut behindert wird.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert


   
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