Völlegefühl
Völlegefühl - Nur Aufgebläht und
Vollgefressen?
Viele Patienten berichten mir, dass Sie unter einem gewissen
Völlegefühl leiden - häufig in Zusammenhang mit auftretenden
Blähungen.
Die meisten Begründungen der Schulmedizin lauten in
etwa so:
Bei dem Völlegefühl handelt es sich um eine unangenehme
Empfindung im Magen- und Darmbereich, meist bedingt durch
verschluckte Luft oder übermäßige Gasbildung bzw.
mangelhafte Gasabfuhr. Bakterien sind für die Gasbildung
(Methan) verantwortlich, wobei das Gas entweder über die
Darmwand ins Blut aufgenommen wird oder sich aber als
Blähung (Flatulenz) zeigt.
Symptome
Der Bauch fühlt sich gespannt und aufgebläht an, es zeigt
sich eine sichtbare Vorwölbung. Neben dem Völlegefühl und den
Blähungen kommt es häufig zu weiteren Symptomen wie
Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Übelkeit, Aufstoßen oder
Erbrechen. Hochakute Formen weisen auch kolikartige Krämpfe im
Bereich von Magen und Bauch auf, manchmal in Kombination mit
einer Verstopfung.
Völlegefühl und Blähungen
müssen nicht unbedingt auf eine Organerkrankung hinweisen.
Sie sind vielmehr Symptome einer falschen Lebensweise. Neben
übermäßiger (vollgefressen!) und falscher Nahrungszufuhr
(zu fett, zu süß, zu salzig), fördern Alkohol,
Nikotin und auch blähende Nahrungsmittel (Erbsen, Kohl,
Bohnen, Zwiebeln) die Symptomatik des Völlegefühls. Auch
Bewegungsmangel, Stress und psychische Faktoren (z.B.
Depression) lassen die unangenehmen Völlegefühle
entstehen.
Viele Erkrankungen weisen das Völlegefühl in
ihrer Symptomatik auf. Hier können u.a. Magenpolypen,
Fettleber,
Zwerchfellhernie, Divertikel, Gastritis,
Duodenitis, Cholezystitis, Reizdarmsyndrom, Geschwüre im
Magen- und Darmbereich, Bandwurmbefall, Prostatahypertrophie
und Polyneuropathien (z.B. in Verbindung mit Diabetes mellitus)
genannt werden.
Prämenstruelle Beschwerden (PMS = prämenstruelles Syndrom)
können ebenfalls mit einem Völlegefühl einhergehen.
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