Kohlenhydratarme Ernährung fördert Depression

„Nudeln machen glücklich“ so lautete der bekannte Slogan, mit dem die Bedeutung der Kohlenhydrate für unser seelisches Wohlbefinden auf den Punkt gebracht wurde.

Tatsächlich haben neueste Studien an der Universität von Adelaide in Südaustralien nun einen Zusammenhang zwischen kohlenhydratarmer Ernährung und der Zunahme von Depressionen belegt – veröffentlicht in Archives of Internal Medicine.

Wiederholt berichtete ich schon über Low-Carb Diäten – und die schnitten nie gut ab.

Die Wissenschaftler beobachten jetzt 106 übergewichtige Patienten ein Jahr lang bei ihrem Versuch abzunehmen. Die Hälfte der Gruppe erhielt eine kalorienreduzierte Kost mit viel Fett und wenig Kohlenhydraten. Die andere Hälfte bekam ebenso wenig Kalorien, ernährte sich jedoch kohlenhydratreich und fettarm.

Demnach belasten Diäten mit stark verringerter Kohlenhydratzufuhr die Psyche. Ängste, Depressionen aber auch Anzeichen von Verwirrtheit können die Folge sein. Denn Low-Carb-Diäten wirken sich nachteilig auf Prozesse im Gehirn aus. Bei fettarmer, kohlenhydratreicher Kost (Low-Fat) lag die Gewichtsabnahme im Beobachtungszeitrum mit rund 13,7 Kilogramm in etwa gleich hoch, jedoch ohne oben beschriebene negative Effekte.

Generell rät der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) von einseitigen Diäten ab und empfiehlt eine kalorienreduzierte ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Fisch. Dabei dürfen auch Fleisch und Milchprodukte in Maßen genossen werden.

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Datum: Montag, 11. Januar 2010
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3 Kommentare

  1. 1

    Ich denke nicht, dass eine kohlenhydratarme Ernährung sich negativ auf den Hirnstoffwechsel auswirkt. Meiner Meinung nach denke ich sogar, dass wenn der Mensch seinen Energiebedarf überwiegend über Kohlenhydraten deckt, er nicht sehr gesund lebt und es eher negative Auswirkungen auf Depressionen hat. Was wäre denn eine gesunde Kohlenhydrat-Quelle? Raffinierter Einfachzucker, Getreide mit sehr hohem Gluten- und ATI-Anteil? Ich fahre mit einer ausgewogenen kohlenhydratreduzierten Ernährung sehr gut. Ich bin 28 Jahre alt und habe in meinem Leben seit etlichen Jahren mit Depressionen zu kämpfen, war 6 mal stationär in Kliniken und habe zahlreiche Antidepressiva der neuen Generation (SSRI) hinter mir – aber ohne nennenswerten Erfolg. Erst seit ich meine Kohlenhydrate stark runtergefahren habe und meine Energie vorzugsweise über Eiweiß in einem gesunden Maße und Fette meinem Körper zufüge geht es mit nicht nur körperlich sondern auch psychisch bedeutend besser.
    Ist meine Erfahrung mit der ich aber nicht ganz allein dastehe, den es gibt etliche Zusammenhänge mit Kohlenhydraten und einer gestörten Darmflora und neuste Erkenntnisse das eine gesunde Darmflora essentiell zu einer gesunden Psyche beiträgt.

  2. 2

    Hallo Björn,
    könnte es sein, daß Sie (Ihr Gehirn) abhängig sind von diesen sog. Antidepressiva? Ich denke da immer an meine Grossmutter, die mit einer leeren Schachtel Schmerzmittel zur Arzthelferin ging, und fragte ob sie genau dieses Mittelchen wieder bekommen könne. Die würden ihr immer so gut helfen.
    Ich möchte mir nicht anmassen, mich in Ihr Leben einzumischen.
    Wie wär es denn mal an einer Wallfahrt nach Kloster Ettal teilzunehmen mit feierlichem Hochamt und anschließendem Schweinshaxen essen und einer Maß Bier, und dies in Gemeinschaft. Sie glauben gar nicht, wie schnell Sie gesund wären; ohne Pillen! Das Rezept ist ganz einfach. Sie würden leben. Die Schwierigkeit ist, sich aufzuraffen. Dazu braucht man meines Erachtens keine Pillen, sondern Freude am Leben. Ich kann nur als Katholik sprechen. Nehmen Sie sich die Mönche als Vorbild. Verbringen Sie mal ein paar Tage im Kloster. Googeln Sie „Kloster auf Zeit“ und tauchen Sie allmählich in die Welt der Lebendigkeit ein. Erkunden Sie warum Mönche so lebensfroh sind. Dies wäre mein Rezept für Sie. Ein Versuch wäre es doch wert, oder?

  3. 3

    Dem stimme ich aus eigener Erfahrung nicht zu! Ernähre ich mich kohlenhydratreich, stehe ich am nächsten Morgen benebelt auf und kann den ganzen Tag keinen klaren Gedanken fassen. Ernähre ich mich kohlenhydratarm, geht es mir gut. Man kann bestimmte Ernährungsformen nicht für jeden als richtig erklären. Es gibt unterschiedliche Stoffwechsel. Für den einen ist eine kohlenhydratreiche Ernährung gut, für den anderen eine kohlenhydratarme. Da kann man sich jetzt ewig drum streiten.

    Diese ewigen Diskussionen um diese Thema führen zu nichts. Fakt ist, dass wenn ich mich kohlenhydratreich ernähren würde, ich total übergewichtig wäre, weil ich von Kohlenhydraten sofort zunehme, ob nun von Brot, Reis, Nudeln oder Kartoffeln. Ich habe keine Depression oder Missstimmung bei Low Carb, ganz im Gegenteil. Ich fühle mich viel besser damit und kann klar denken. Das habe ich in den letzten Jahren x-Mal durchexerziert. Jeder muss für sich herausfinden, was ihm guttut und für ihn am besten ist und sich von dem ewigen „Esst so“, „Nein, esst so“ nicht irre machen lassen.

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