Kohlenhydratarme Ernährung fördert Depression

“Nudeln machen glücklich“ so lautete der bekannte Slogan, mit dem die Bedeutung der Kohlenhydrate für unser seelisches Wohlbefinden auf den Punkt gebracht wurde.

Tatsächlich haben neueste Studien an der Universität von Adelaide in Südaustralien nun einen Zusammenhang zwischen kohlenhydratarmer Ernährung und der Zunahme von Depressionen belegt – veröffentlicht in Archives of Internal Medicine.

Wiederholt berichtete ich schon über Low-Carb Diäten – und die schnitten nie gut ab.

Die Wissenschaftler beobachten jetzt 106 übergewichtige Patienten ein Jahr lang bei ihrem Versuch abzunehmen. Die Hälfte der Gruppe erhielt eine kalorienreduzierte Kost mit viel Fett und wenig Kohlenhydraten. Die andere Hälfte bekam ebenso wenig Kalorien, ernährte sich jedoch kohlenhydratreich und fettarm.

Demnach belasten Diäten mit stark verringerter Kohlenhydratzufuhr die Psyche. Ängste, Depressionen aber auch Anzeichen von Verwirrtheit können die Folge sein. Denn Low-Carb-Diäten wirken sich nachteilig auf Prozesse im Gehirn aus. Bei fettarmer, kohlenhydratreicher Kost (Low-Fat) lag die Gewichtsabnahme im Beobachtungszeitrum mit rund 13,7 Kilogramm in etwa gleich hoch, jedoch ohne oben beschriebene negative Effekte.

Generell rät der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) von einseitigen Diäten ab und empfiehlt eine kalorienreduzierte ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Fisch. Dabei dürfen auch Fleisch und Milchprodukte in Maßen genossen werden.

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Datum: Montag, 11. Januar 2010 16:29
Themengebiet: Diäten Trackback: Trackback-URL
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