Entschlackung und Entschlacken
Schlacken im Körper? Was ist das denn eine Entschlackungskur? Und was soll denn bitte Entschlacken
und Entschlackung bedeuten?
Wenn vom Fasten die Rede ist, fällt immer wieder das Wort „Entschlackung“ und „Entschlacken“. Den Begriff der
"Entschlackung" gibt es im medizinischen Sprachgebrauch so nicht. Er wird aber im allgemeinen Sprachgebrauch aber
immer wieder verwendet.
Aus "wissenschaftlicher Sicht" wird die entschlackende Wirkung des Heilfastens zum Teil
bezweifelt.
Nach Meinung der konservativen "Schulmedizin" werden Abbauprodukte und giftige Stoffe "normalerweise" vom Körper
wieder ausgeschieden. Somit sei auch das vielbeschworene "Entschlacken" beim Fasten oder Heilfasten ein fragwürdige
Aussage.
Was viele Mediziner aber vergessen: Es gibt viele Erkrankungen, wo genau das NICHT passiert. Nehmen wir eine
offensichtliche Erkrankung, nämlich die Gicht. Bei der Gicht werden Harnsäurekristalle IN den Gelenken abgelagert
und NICHT ausgeschieden, wie es "normalerweise" der Fall sein sollte.
Lesen Sie, was unter "Entschlackung" noch alles verstanden werden kann und was es mit
dem "Entschlacken" auf sich hat.
Das ganze ist am einfachsten am Beispiel des Fastens oder Heilfasten zu erkennen:
Den positiven Wirkungen des Nahrungsverzicht werden vor allem zwei Auswirkungen zugeschrieben:
- Das Verdauungssystem hat weniger zu tun.
- Es muss weniger Magensäure und Verdauungssäfte bilden.
- Das System kann sich infolgedessen reinigen.
Der gesamte Organismus befreit sich von stoffwechselschädlichen Begleit- und Endprodukten, sowie von veränderten
und deshalb funktionsschwachen oder untüchtigen Körpereiweißen.
Diese Stoffwechselendprodukte nennen manche noch „Schlacken“ und den
Vorgang folgerichtig Entschlackung. Das ganze kann man auch als Entschlackungskur verstehen.
Inzwischen wissen wir, worum es sich bei der Entschlackung
biochemisch handelt:
So werden Eiweiße mit zu vielen Zuckerresten langsam abgebaut, die den Stoffwechsel stark
behindern können.
Vor allem sollen werden während der Fastenzeit keine neuen Komplexe gebildet
werden. Dadurch können im Bindegewebe eingelagerte Mineralien und durch die bessere Sauerstoffzufuhr in den Zellen
abgelagerte Stoffwechselendprodukte freigesetzt werden. Dieser Effekt wird im Volksmund als Entschlackung
bezeichnet.
Die veränderten Eiweiße legen das Bindegewebe des Körpers lahm, das ebenfalls als Informationsnetz dient, weil
es mit Nervenendigungen verbunden ist.
Werden diese beim Fasten allmählich abtransportiert, wird das Bindegewebe
"gereinigt" und so zum Beispeil auch die Übertragung von Nervenimpulsen verbessert. Mehr zur Rolle des Bindegewebes
in diesem Zusammenhang lesen Sie im Artikel "Pischinger
Raum".
Aber: es spielt auch das Säure-Basen-Gleichgewicht eine extrem wichtige
Rolle. Damit zusammen hängt das komplexe Thema der Übersäuerung.
Eine ganz besondere Rolle bei der Entschlackung spielt der
Darm.
Zum einen wird die Passage des Darminhalts im Laufe der Lebensjahre (und Jahrzenhnte) immer schwerer, wodurch
Darmstörungen entstehen. Verstopfung und Abführmittel-Missbrauch sind in höherem Lebensalter eher die Regel als die Ausnahme.
Zum anderen werden die Darmzotten an ihrer Aufgabe gehindert, die dem Nahrungsbrei entzogenen Nährstoffe
aufzunehmen.
Deshalb spielt die gezielte Darmreinigung zum Entschlacken beim Fasten eine so große Rolle um diesen Prozessen
vorzubeugen.
Durch Ernährungsfehler und mentales "Aus-dem-Gleichgewicht-sein” wird der Dickdarm entscheidend behindert
seine lebenswichtigen Funktionen auszuüben.
Anstelle der Entwässerung und Restresorption des Nahrungsbreies ist er damit beschäftigt Abfall zu
beseitigen.
Den Hilfeschrei des überlasteten Darms nehmen die meisten
Menschen so überhaupt nicht mehr wahr. Wenn dann Krankheit als Ergebnis langdauernder Vernachlässigung des
Verdauungssystems unser Leben beeinträchtigt, konzentrieren wir uns auf die Beseitigung der Symptome, anstatt die
Ursachen zu korrigieren.
Wenn das alles so wichtig ist: Warum lesen Sie dann nicht mehr darüber?
Und warum erzählt Ihnen der Arzt das nicht?
Ich biete Ihnen dafür zwei Gründe an:
- Erstens: Er weiß es nicht und hat sich noch nie damit beschäftigt. Dazu müssen Sie wissen,
dass an der Universität über Krankheiten und Symptome gelehrt wird - und nichts zu Gesundheit, oder wie
der Mensch gesund bleibt. Natürlich wissen wir über die vorbeugende Wirkung von Sport und gesunder
Ernährung. Die allermeisten Studien dazu kommen aber nicht von Medizinern, sondern aus den anderen
Fachdisziplinen: Sportwissenschaft und Ernährungswissenschaft.
- Zweitens: Ihr Arzt weiß es, sagt es Ihnen aber nicht; dazu müsste er sich ja mit
Ihnen unterhalten - und das braucht Zeit. Zeit die der Arzt nicht bezahlt bekommt. Zudem müsste er sich
eventuell auf eine Diskussion mit Ihnen einlassen - so etwas kostet Ihren Arzt nur Nerven. Ich weiß wovon
ich rede, schließlich habe ich selbst eine Praxis mit Patienten...
Neben der Einlagerung von Stoffwechselendprodukten (meist im Bindegewebe) gibt es aber
auch noch die "Verschlackung" des Darms.
Über diese Thematik habe ich mich (mehr zufällig) mit einem befreundeten Chirurgen unterhalten, der mir
vesicherte:
"Ein gesunder leerer Darm wiegt knapp 2 kg. Bei Obduktionen habe ich Dickdärme gefunden, die über
20 kg wogen. Schauergeschichten, was da alles im Darm noch gefunden wird!"
Daraufhin winkte er abfällig mit der Hand ab...
Da ist es kein Wunder, dass die normale Entleerung behindert ist.
Die “Schlacken” in den vielen Vertiefungen und Taschen sind ein idealer Nährboden für Keime, Pilze, Würmer und
sonstige Parasiten, die das Blut und die Lymphe belasten und dadurch das gesamte System erkranken lassen; eine
chronische Unterwanderung der Gesundheit und Vitalität, die uns unterdessen fast normal und unvermeidbar
erscheint.
Entschlackung tut also höchste NOT! Und Fasten in Verbindung mit einer Darmreinigung ist als Entschlackungskur bestens geeignet: denn ein richtig unterstütztes
Fastenprogramm, sollte genau auf diese "Entschlackungs-Aspekte" ausgelegt sein.
Um das aber richtig und effektiv durchzuführen ist "einfach Fasten" nicht genug. In meiner Fastenanleitung erfahren Sie, wie Sie diesen
Prozess perfekt unterstützen und die vier "Haupt-Entgiftungsventile" des Menschen (Niere, Darm, Lunge und
Haut) nutzen.
Ein Wort zum Ende dieses Artikels: Verwechseln Sie nicht Schlackenlösung mit Entschlacken! Und: Verwechseln Sie
nicht Abnehmen mit Entschlackung. Wie man das richtig umsetzt,
erfahren Sie natürlich in der Heilfasten Anleitung!
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