Entschlackung und Entschlacken
Die Bedeutung der Entschlackung und des Entschlackens für die Gesundheit
"Schlacke gibt es nicht beim Menschen!" - sagen die Einen. Doch da haben einige nicht zu Ende
gedacht...
von: René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge (SKA)
Wenn vom Fasten die Rede ist, fällt immer wieder das Wort „Entschlackung“ und „Entschlacken“.
Den Begriff der "Entschlackung" gibt es im klinischen (schulmedizinischen) Sprachgebrauch so nicht. Er wird aber
im allgemeinen Sprachgebrauch, sowie in der Naturheilkunde so verwendet.
Aus "wissenschaftlicher Sicht" wird die entschlackende Wirkung des Heilfastens zum Teil
bezweifelt.
Nach Meinung der konservativen "Schulmedizin" werden Abbauprodukte und giftige Stoffe "normalerweise" vom Körper
wieder ausgeschieden. Somit sei auch das vielbeschworene "Entschlacken" beim Fasten oder Heilfasten ein fragwürdige
Aussage.
Was viele Mediziner aber vergessen: Es gibt viele Erkrankungen, wo genau das NICHT passiert.
Unser Körper verarbeitet rund um die Uhr eine Vielzahl von Stoffen: körpereigene Stoffwechselprodukte, Alkohol,
Nikotin, Nahrungsmittelzusatzstoffe, Medikamente, Schadstoffe, Schwermetalle, Hormone und viele mehr.
Hinzu kommt eine Unmenge an Säuren: Salzsäure durch Ärger und Stress, Essigsäure aus zucker- und
fettreicher Kost, Gerbsäure aus Tee und Kaffee und einige andere mehr. Das richtige Gleichgewicht, dass
Säure-Basen-Gleichgewicht spielt da eine extrem wichtige Rolle. Fallen zu
viele Säuren an nennen wir das Übersäuerung.
Mit allen anfallenden Stoffen muss unser Körper fetrig werden. Fast alle diese Stoffe muss unser Körper in
irgendeiner Form neutralisieren oder umwandeln, weil sonst Organe oder Zellen unseres Körpers geschädigt
würden.
Kommt der Körper nun aufgrund einer eingeschränkten Selbstregulation nicht mehr mit der Verstoffwechselung und
Ausscheidung nach, so werden diese Stoffe eben nicht aus dem Körper ausgeschieden, sondern IM Körper
abgelagert.
Der Körper lagert die Stoffe vorzugsweise an Stellen ab, wo diese "erst mal" keinen sofortigen Schaden
anrichten. Schwermetalle, Salze und Säuren landen vor allem im Bindegewebe und in Fettzellen.
Sind diese Depots überlastet such sich der Körper neue Depots und nutzt auch Sehnen, Bänder, Muskeln und
die Gelenke als Lagerplatz.
Nach und nach wird der Körper so zu einer schleichenden Mülldeponie und zahlreiche Beschwerden und Krankheiten
sind die Folge.
Lesen Sie, was unter "Entschlackung" noch alles verstanden werden kann und was es mit
dem "Entschlacken" auf sich hat.
Das ganze ist am einfachsten am Beispiel des Fastens oder Heilfasten zu erkennen:
Den positiven Wirkungen des Nahrungsverzicht werden vor allem zwei Auswirkungen zugeschrieben:
- Das Verdauungssystem hat weniger zu tun.
- Es muss weniger Magensäure und Verdauungssäfte bilden.
- Das System kann sich infolgedessen reinigen.
Der gesamte Organismus befreit sich von stoffwechselschädlichen Begleit- und Endprodukten, sowie von veränderten
und deshalb funktionsschwachen oder untüchtigen Körpereiweißen.
Diese Stoffwechselendprodukte nennen manche noch „Schlacken“ und den
Vorgang folgerichtig Entschlackung. Das ganze kann man auch als Entschlackungskur verstehen.
Inzwischen wissen wir, worum es sich bei der Entschlackung
biochemisch handelt:
So werden Eiweiße mit zu vielen Zuckerresten langsam abgebaut, die den Stoffwechsel stark
behindern können.
Beispiel: Immunkomplex-Erkrankungen.
Von Immunkomplexerkrankungen spricht man, wenn sich eigene Antikörper und Fremdstoffe (zum Beispiel
Antigen-Eiweiße) von Bakterien und Viren (manchmal auch von Medikamenten) zu einem großen "Komplex"
verbinden. Wenn solche Komplexe (aus verschiedenen Gründen) in der Blutbahn nicht mehr löslich sind (und
nicht entsorgt werden können), lagern sich diese Immunkomplexe massenhaft an verschiedenen Körperstellen ab und
können dort Entzündungen hervorrufen. Betroffen sind da oft Haut, Gelenke, Nieren und Blutgefäße.
Vor allem sollen zum Beispiel während der Fastenzeit keine neuen Komplexe
gebildet werden. Dadurch können im Bindegewebe eingelagerte Mineralien und durch die bessere Sauerstoffzufuhr in
den Zellen abgelagerte Stoffwechselendprodukte freigesetzt werden. Dieser Effekt wird im Volksmund als
Entschlackung bezeichnet.
Die veränderten Eiweiße legen das Bindegewebe des Körpers lahm, das ebenfalls als Informationsnetz dient, weil
es mit Nervenendigungen verbunden ist.
Werden diese beim Fasten allmählich abtransportiert, wird das Bindegewebe
"gereinigt" und so zum Beispeil auch die Übertragung von Nervenimpulsen verbessert. Mehr zur Rolle des Bindegewebes
in diesem Zusammenhang lesen Sie im Artikel "Pischinger
Raum".
Eine ganz besondere Rolle bei der Entschlackung spielt der
Darm.
Zum einen wird die Passage des Darminhalts im Laufe der Lebensjahre (und Jahrzenhnte) immer schwerer, wodurch
Darmstörungen entstehen. Verstopfung und Abführmittel-Missbrauch sind in höherem Lebensalter eher die Regel als die Ausnahme.
Zum anderen werden die Darmzotten an ihrer Aufgabe gehindert, die dem Nahrungsbrei entzogenen Nährstoffe
aufzunehmen.
Deshalb spielt die gezielte Darmreinigung zum Entschlacken beim Fasten eine so große Rolle um diesen Prozessen
vorzubeugen.
Durch Ernährungsfehler und mentales "Aus-dem-Gleichgewicht-sein” wird der Dickdarm entscheidend behindert
seine lebenswichtigen Funktionen auszuüben.
Anstelle der Entwässerung und Restresorption des Nahrungsbreies ist er damit beschäftigt Abfall zu
beseitigen.
Den Hilfeschrei des überlasteten Darms nehmen die meisten
Menschen so überhaupt nicht mehr wahr. Wenn dann Krankheit als Ergebnis langdauernder Vernachlässigung des
Verdauungssystems unser Leben beeinträchtigt, konzentrieren wir uns auf die Beseitigung der Symptome, anstatt die
Ursachen zu korrigieren.
Wenn das alles so wichtig ist: Warum lesen Sie dann nicht mehr darüber?
Und warum erzählt Ihnen der Arzt das nicht?
Ich biete Ihnen dafür zwei Gründe an:
- Erstens: Er weiß es nicht und hat sich noch nie damit beschäftigt. Dazu müssen Sie wissen,
dass an der Universität über Krankheiten und Symptome gelehrt wird - und nichts zu Gesundheit, oder wie
der Mensch gesund bleibt. Natürlich wissen wir über die vorbeugende Wirkung von Sport und gesunder
Ernährung. Die allermeisten Studien dazu kommen aber nicht von Medizinern, sondern aus den anderen
Fachdisziplinen: Sportwissenschaft und Ernährungswissenschaft.
- Zweitens: Ihr Arzt weiß es, sagt es Ihnen aber nicht; dazu müsste er sich ja mit
Ihnen unterhalten - und das braucht Zeit. Zeit die der Arzt nicht bezahlt bekommt. Zudem müsste er sich
eventuell auf eine Diskussion mit Ihnen einlassen - so etwas kostet Ihren Arzt nur Nerven. Ich weiß wovon
ich rede, schließlich habe ich selbst eine Praxis mit Patienten...
Neben der Einlagerung von Stoffwechselendprodukten (meist im Bindegewebe) gibt es aber
auch noch die "Verschlackung" des Darms.
Über diese Thematik habe ich mich (mehr zufällig) mit einem befreundeten Chirurgen unterhalten, der mir
vesicherte:
"Ein gesunder leerer Darm wiegt knapp 2 kg. Bei Obduktionen habe ich Dickdärme gefunden, die über
20 kg wogen. Schauergeschichten, was da alles im Darm noch gefunden wird!"
Daraufhin winkte er abfällig mit der Hand ab...
Da ist es kein Wunder, dass die normale Entleerung behindert ist.
Die “Schlacken” in den vielen Vertiefungen und Taschen sind ein idealer Nährboden für Keime, Pilze, Würmer und
sonstige Parasiten, die das Blut und die Lymphe belasten und dadurch das gesamte System erkranken lassen; eine
chronische Unterwanderung der Gesundheit und Vitalität, die uns unterdessen fast normal und unvermeidbar
erscheint.
Entschlackung tut also höchste NOT! Und Fasten in Verbindung mit einer Darmreinigung ist als Entschlackungskur bestens geeignet: denn ein richtig unterstütztes
Fastenprogramm, sollte genau auf diese "Entschlackungs-Aspekte" ausgelegt sein.
Um das aber richtig und effektiv durchzuführen ist "einfach Fasten" nicht genug. In meiner Fastenanleitung erfahren Sie, wie Sie diesen
Prozess perfekt unterstützen und die vier "Haupt-Entgiftungsventile" des Menschen (Niere, Darm, Lunge und
Haut) nutzen.
Ein Wort zum Ende dieses Artikels: Verwechseln Sie nicht Schlackenlösung mit Entschlacken! Und: Verwechseln Sie
nicht Abnehmen mit Entschlackung. Wie man das richtig umsetzt,
erfahren Sie natürlich in der Heilfasten Anleitung!
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