Das Wort „Glaubern“, so eigenartig es sein mag, ist kein Rechtschreibfehler oder andere orthographische Fehlkonstruktionen.

Beim Glaubern handelt es sich vielmehr um den Einsatz von Glaubersalz als Abführmittel, meist im Rahmen einer Fastenkur. Daher ist dieses „Wortkonstrukt“ fester Bestandteil vieler Fastenpläne.

Ich hatte bereits einige Beiträge zum Glaubersalz verfasst, so dass ich hier auf eine Beschreibung und die Geschichte des Glaubersalzes verzichten will. Mehr Informationen unter:

Der zuletzt erwähnte Artikel (Helfen Abführmittel?) befasst sich übrigens mit den Vorzügen und Nachteilen von Abführmitteln, zu denen das Glaubersalz und Bittersalz als naher „Verwandter“ ebenfalls gehören. Und somit teilen sie sich auch die Nachteile der Abführmittel.

Glaubersalz und andere Abführmittel sind keine Dauermedikation gegen Verstopfung, sondern nur eine symptomatische Lösung, die für den Augenblick Linderung verschafft. Auch wenn das Glaubersalz eine natürlichere Variante unter den Abführmitteln darstellt, es bleibt dennoch ein Mittel, das nicht in der Lage ist, die Ursachen von Verstopfungen zu beseitigen. Von daher ist von einem zu häufigen Gebrauch dringend abzuraten – wie von allen anderen mehr oder weniger natürlichen Abführmittel auch.

Auch wenn ein „sicheres“ Abführmittel, wie das Glaubersalz und Bittersalz, ohne biochemische Eingriffe in den Verdauungsapparat wirksam ist, ist ein Langzeitgebrauch nicht ohne Nebenwirkungen zu erwarten. Ob der mehr oder weniger unangenehme Geschmack schon als Nebenwirkung zu bezeichnen ist, vor allem, wenn er zu Brechreiz führt, das kann jeder für sich selbst entscheiden. Durch das Binden von Wasser im Darm durch osmotische Kräfte kommt es zu einer Elektrolytausschwemmung aus dem Organismus, so dass in der Dauermedikation ein möglicher Mineralstoffmangel droht. Kaliummangel zum Beispiel kann zu bedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen.

Es ist auch zu erwarten, dass in der Dauermedikation die allgemeine Resorption von Nährstoffen gestört wird. Und weil durch die Volumenzunahme im Darm unter Glaubersalz der Defäkationsreiz ausgelöst wird, wird sich bei der Dauereinnahme von Glaubersalz der Darm an diese Situation so gewöhnen, dass er ohne das Abführmittel zu keiner eigenen Entleerung mehr fähig sein könnte. Mit anderen Worten: Glaubersalz hilft für den Augenblick – für die Langzeittherapie ist es ein klares „NEIN“.

Nach diesen einleitenden Worten nun aber zu einem meiner Lieblingsthemen:

Glaubern und Fasten

Im Zusammenhang mit dem Fasten kommt dem Glaubersalz eine etwas andere Bedeutung zu. Hier dient die Einnahme des Salzes zur Darmreinigung. Ziel der Reinigung beziehungsweise Leerung des Darms ist die Ruhigstellung des Gastrointestinaltrakts während des Fastens, was zusätzlich in einem weniger stark ausgeprägtem Hungergefühl resultiert. Die „Lahmlegung“ der Verdauungstätigkeit zwingt den Organismus zudem, die zum Erhalt der Körperfunktionen notwendigen Kalorien fortan aus seinen Reserven abzurufen und nicht mehr aus der Resorption von Nährstoffen aus dem Darm.

Die Darmreinigung ist aber keine Prozedur, die fortlaufend während der gesamten Fastenzeit durchgeführt wird. Eine Reihe von verschiedenen Fastenprogrammen, wie zum Beispiel das Fasten nach Buchinger, sehen die Darmreinigung als „Programmpunkt“ nach den Vorbereitungstagen vor. Die Vorbereitungstage dienen dazu, den Körper langsam auf die kalorische „Mangelsituation“ vorzubereiten und die Zufuhr von Nahrung in den Darm herunterzufahren. Die sich daran anschließende Darmreinigung dient dann dazu, „Altlasten“ im Darm hinauszubefördern.

Es ist natürlich anzunehmen, dass eine einmalige Behandlung mit Glaubersalz keine 100-prozentige Darmreinigung bewirken kann. Dazu kommt, dass im Verlauf des Fastens über die Galle Toxine ausgeschieden werden, die sich beim Einsatz des Glaubersalzes noch im Organismus befanden. Hier spricht vieles dafür, das Glaubersalz wiederholt einzusetzen. Wie bereits weiter oben besprochen ist ein wiederholter Einsatz mit Risiken verbunden. Und einen praktisch leeren Darm auf diese Weise zu „traktieren“ ist auch keine sehr angenehme Angelegenheit für den Fastenden. Spätestens hier muss man sich nach schonenderen und verträglicheren Alternativen umschauen.

Und hier bietet sich die Colon-Hydro-Therapie an, eine Art „Einlauf“, die schonender und dennoch gründlicher den Darm reinigt als dies durch das Glaubersalz geschieht. Was eine Colon-Hydro-Therapie ist, habe ich unter anderem im Beitrag: Colon-Hydro-Therapie –  Was bringt so eine Darmspülung? beschrieben.

Die Colon-Hydro-Therapie hat drei Vorteile gegenüber dem Glaubersalz:

  • Diese Form der Darmreinigung kann (beziehungsweise sollte), auch während der gesamten Fastenzeit in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden, um so die durch das Fasten anfallenden „Schlacken“ zu entfernen. Denn ein „stillgelegter“ Darm wird dazu nicht in der Lage sein. Und eine Rückresorption der Ausscheidungsprodukte über Galle oder Wasser würde die Wirksamkeit des Fastens schmälern.
  • Im Vergleich zum Glaubersalz kann eine Behandlung mittels Colon-Hydro-Therapie auf schonende Weise alte Überbleibsel im Dickdarm lösen und heraus spülen, wie Kotreste, Verkrustungen und so weiter. Daher dient der Einsatz von Glaubersalz initial der „groben“ Darmentleerung, die den aktuellen Darminhalt abführt. Für eine nachhaltige Befreiung des Darms von „Altlasten“ ist Glaubersalz nicht geeignet.
  • Die Colon-Hydro-Therapie bewirkt keine „Lähmung“ der Peristaltik der Darmmuskulatur aufgrund wiederholter Anwendungen, wie es beim Glaubersalz der Fall sein könnte.

Eine ausführliche Anleitung zum Fasten und zum Einsatz von Glaubersalz und anderen Formen der Darmreinigung können Sie in meiner Fastenanleitung nachlesen: Die erfolgreiche Schritt-Für-Schritt-Heilfasten-Anleitung.

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Gemüsebrühe gehört zu den wichtigsten Lebensmitteln beim Fasten. Immerhin ist es das einzige „richtige“ Essen, das Sie während der Fastentage zu sich nehmen.

Viele Fastenteilnehmer sind unsicher, wie sie die Brühe zubereiten sollen. Dabei ist es gar nicht schwer!

Im Folgenden habe ich für Sie das Lieblingsrezept für eine Gemüsebrühe aufgeschrieben.

Diese Gemüsebrühe ist die Lieblings-Gemüsebrühe meiner Fastenkurs-Teilnehmer.

Die Gemüsebrühe für das Fasten ist eigentlich sehr einfach hergestellt, wenn Sie einige Dinge beachten:

  • Die Suppe sollte absolut salzfrei zubereitet werden.
  • Natürlich sollten Sie auch auf alle Formen von Instant-Brühe verzichten.
  • Die Suppe sollte keine festen Bestandteile enthalten.
  • Sie sollte aus frischem Gemüse, möglichst aus Saisonware, zubereitet werden.
  • Sie sollte (natürlich) schmackhaft sein und immer wieder variiert werden können.

Ein Beispielrezept finden Sie hier. Scheuen Sie sich aber nicht, es nach Ihren Wünschen abzuwandeln.

Sie brauchen für die Gemüsebrühe:

  • ein halbes Pfund Kartoffeln
  • 2-3 Karotten
  • eine halbe Sellerieknolle (oder andere Gemüsearten) und
  • Kräuter (es empfehlen sich Kräuterwurzeln aus dem Reformhaus oder etwa Cenovis-Würze).

Achten Sie beim Einkaufen auf gute Qualität. Regionale Bio-Ware ist das Optimum, und weniger sollten Sie sich auch nicht wert sein! Immerhin wollen Sie ja während des Fastens entgiften und nicht weitere Schadstoffe zu sich nehmen.

Jetzt aber zum Rezept:

Beispiel, man nehme:

Ein halbes Pfund Kartoffeln mit Schale, 2-3 Karotten, eine halbe Sellerieknolle, etwas frische Petersilie und Kümmel.

Zerkleinern Sie das Gemüse, bedecken Sie es mit Wasser und kochen Sie es entweder fünf bis sechs Minuten im Schnellkochtopf (diese Variante empfehle ich!) oder etwa eine Viertelstunde in einem normalen Kochtopf.

Passieren Sie Gemüse und Kochwasser durch.

Würzen Sie Ihre Suppe nach Belieben mit Kräutern, zum Beispiel mit Dill, Muskatnuss, Basilikum oder Majoran.

Und schon ist die Gemüsebrühe fertig!

Denken Sie daran, sich besonders beim Fasten (aber eigentlich auch sonst immer) viel Zeit zum Essen zu nehmen. „Kauen“ Sie die Suppe, auch wenn sie keine festen Bestandteile hat. Lassen Sie sich die Aromen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen und genießen Sie Ihre Mahlzeit, am besten schweigend. Sie werden sehen: So nehmen Sie selbst eine so einfache Speise wieder ganz neu und mit allen Sinnen wahr.

Ich wünsche Ihnen guten Appetit!

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Beitragsbild: 123rf.com – Claudio Ventrella

Die Flohsamen, beziehungsweise die Flohsamenschalen, gehören für mich zu den wertvollsten Heilpflanzen bei bestimmten Beschwerden und Erkrankungen. Ich verordne diese relativ häufig in der Praxis und empfehle, sie auch während des Heilfastens einzunehmen.

In diesem Beitrag gehe ich erst einmal auf ein paar allgemeine Dinge ein und komme dann zur Studienlage, die sehr überzeugend ist.

Abb.1: Hier in der Abbildung sehen Sie Flohsamenschalen. Die „ganzen“ Flohsamen sind größer. Das Flohsamenpulver ist gemahlen und sehr fein.

Herkunft

Der Flohsamen gehört zur Gattung der Wegeriche und wird überwiegend in Indien und Pakistan angebaut. Es handelt sich um eine einjährige krautige Pflanze, sie verholzt nicht.

Der Flohsamen zählt ganz klar zu den Heilpflanzen. Er kommt in zwei Formen vor, die sich aber von Aussehen und Wirkung her nur wenig unterscheiden: Der Indische Flohsamen (wissenschaftlich Plantago ovata) wächst neben Pakistan und Indien auch in vielen arabischen und asiatischen Ländern. Das Flohsamenkraut (wissenschaftlich Plantago afra) wächst in Südeuropa und in Asien.

Der Name „Flohsamen“ hat mit einer Eigenschaft der Samen zu tun: Wenn sie reif sind, springen die Samen aus der Fruchtkapsel heraus und erinnern dabei an hüpfende Flöhe.

Wirkung der Flohsamen

Die Flohsamenschalen enthalten Ballaststoffe und Schleimmengen, die in Verbindung mit Wasser aufquellen. Dadurch wird die Verdauung unterstützt, womit Darmprobleme wie zum Beispiel Verstopfung oder Durchfall behandelt werden können.

Reizdarm

Auch beim Reizdarmsyndrom können durch den Verzehr der Flohsamen die Beschwerden gelindert werden. Viele der typischen Probleme, zum Beispiel Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung, lassen sich mit den Flohsamen deutlich bessern.

Im Rahmen von Diäten

Im Rahmen einer Diät werden auch immer wieder Quellstoffe (wie zum Beispiel die Flohsamenschalen) zum Abnehmen eingesetzt. Dazu sollten Sie mehr in meinem Artikel Quellstoffe zum Abnehmen lesen.

Analfissuren und Hämorrhoiden

Hilfreich sind die Flohsamen auch bei Analfissuren und Hämorrhoiden. Diese Probleme stehen oft in engem Zusammenhang mit einem zu festen Stuhl. Die Flohsamen machen ihn geschmeidiger und weicher und verringern so die Probleme beim Stuhlgang. Die betroffenen Stellen am Anus werden weniger gereizt, sodass sich die Probleme deutlich verbessern können.

Einnahme

Die Samenschalen sind leicht anzuwenden und können gut in den täglichen Ernährungsplan integriert werden. Für einen sanften Einstieg empfiehlt es sich, über den Tag verteilt ein bis zwei Teelöffel der Samen in die Speisen einzurühren, beispielsweise in das morgendliche Müsli, in einen Joghurt oder Obstsalat oder einfach in ein Glas Wasser. Zusätzlich können die Samen zur Herstellung von glutenfreien Nahrungsmitteln hergenommen werden.

Wichtig: Während der Einnahme der Samen ist es wichtig, ausreichend Wasser zu sich zu nehmen, da es sonst in extremen Fällen zu einem Darmverschluss kommen kann.

Durch die sogenannten Schleimpolysaccharide, die sich in den Samenschalen befinden, quellen die Flohsamen stark auf. Sie können bis zum 50-Fachen ihres Gewichts an Wasser aufnehmen.

Durch die hohe Wasserbindungsfähigkeit wird der Stuhl formbar (bei Durchfall / Diarrhoe) beziehungsweise vergrößert sich das Volumen (bei Verstopfung / Obstipation). Die Darmtätigkeit wird durch die vergrößerte Stuhlmenge angeregt und reguliert sich auf Dauer selbst. Bei Durchfall erhöhen die Flohsamen die Verweildauer des aufgenommenen Wassers und helfen deshalb auch hier. Somit wirken die Samen entweder abführend oder quellend. Außerdem sollen Flohsamen das Wachstum von bestimmten Bakterien fördern, die zu einer guten und gesunden Darmflora beitragen.

Die Flohsamen eignen sich auch für eine Darmreinigungskur. Nehmen Sie dafür etwa ein bis zwei Wochen lang täglich 40 Gramm Flohsamen (ca. acht Teelöffel) ein. Verteilen Sie die Gaben über den Tag und lassen Sie jeden Teelöffel zunächst in einem kleinen Glas Wasser quellen, bevor Sie es einnehmen. Trinken Sie dann reichlich Wasser nach, mindestens ein großes Glas.

Insgesamt sollten Sie während der Kur mindestens zwei Liter Wasser oder Tee am Tag trinken. Achten Sie außerdem darauf, während der Darmreinigung nur leichte Kost zu sich zu nehmen, um den Darm zu entlasten.

Nebenwirkungen

In manchen Fällen kann es durch die Quellwirkung der Flohsamen zu Völlegefühl, Appetitmangel oder auch Blähungen kommen. Aber auch Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich. Diese Nebenwirkungen sind jedoch selten und lassen meist nach kurzer Zeit wieder nach.

In meinem Yamedo Forum diskutieren wir u.a. „Schlechte Erfahrungen mit Flohsamenschalen„. Hier berichten einige Nutzer worauf Sie achten sollten.

Dauer, Menge und Dosierung

Die Dauer und Menge der Einnahme sollte vom Patienten ausprobiert und reguliert werden, da die Samen bei jeder Person unterschiedlich wirken können. In jedem Fall ist eine Beratung beziehungsweise Betreuung durch den Arzt oder Apotheker zu empfehlen. Grundsätzlich liegt die empfohlene Tagesdosis zwischen zehn und dreißig Gramm. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Nur durch ausreichend Wasser können die Flohsamen gut wirken. Außerdem wird durch ausreichendes Trinken Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen vorgebeugt.

Nehmen Sie Flohsamen immer in aufrecher Haltung, also im Sitzen oder Stehen, ein. So stellen Sie sicher, dass die Quellwirkung erst im Magen einsetzt.

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Welche Flohsamen kaufen?

Beim Kauf rate ich generell zu den reinen Flohsamenschalen. Diese sind frei von Zusatzstoffen, zum Beispiel Aromen, und werden von Patienten mit Unverträglichkeiten besser vertragen. Die Samen werden in vielen indischen Läden, aber natürlich auch in Reformhäusern und Apotheken angeboten. Die Samenschalen des Indischen Flohsamens sind eher rötlich oder dunkelbraun, die des Flohsamenkrauts gelbbraun oder hellrosa. Wirksam sind sie beide.

Übrigens: Wie man Flohsamenschalen im Rahmen des Fastens zur Darmreinigung einsetzt und wie sich durch ein richtig durchgeführtes und unterstütztes Heilfasten der Stuhlgang regulieren und der Darm „beruhigen“ lässt, beschreibe ich detailliert in meiner Heilfasten-Anleitung.

Auch für Menschen ohne Darmprobleme können die Flohsamen sehr hilfreich sein. Wer nicht viele Vollkornprodukte isst, nimmt vermutlich nicht ausreichend Ballaststoffe zu sich. Diesen Mangel können schon ein bis zwei Teelöffel Flohsamenschalen ausgleichen. Die Flohsamen haben übrigens selbst kaum Kalorien. Sie bestehen zum Großteil aus unverdaulichen Kohlenhydraten, die vom Körper wieder ausgeschieden werden.

Zur Wirksamkeit der Flohsamen bzw. Flohsamenschalen liegen zahlreiche Studien und Untersuchungen vor.

Im Folgenden habe ich einige Ergebnisse für Sie herausgesucht und kommentiert.

Studien zur Wirksamkeit

1. Flohsamen und Darmkrebs

Plantago ovata consumption and colorectal mortality

Diese Studie untersucht die Inzidenz und Mortalität von kolorektalem Krebs (also die Frage, wie häufig Darmkrebs auftritt und wie viele Menschen daran sterben) in verschiedenen Provinzen in Spanien in Abhängigkeit vom Flohsamen-Konsum. Das Ergebnis zeigte eine inverse Korrelation zwischen Flohsamenkonsum und krebsbedingter Mortalität. Wer also mehr Flohsamen zu sich nahm, dessen Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, sank. Von daher folgern die Autoren, dass ein erhöhter Flohsamen-Konsum protektive (schützende) Eigenschaften gegen kolorektale Krebserkrankungen zu haben scheint, was aber in weiteren Studien noch weitere Bestätigungen finden sollte.

Quelle: Journal of Epidemiology 2009;19(4):206-11. Epub 2009 Jun 27. Plantago ovata consumption and colorectal mortality in Spain, 1995-2000. López JC, Villanueva R, Martínez-Hernández D, Albaladejo R, Regidor E, Calle ME. Department of Preventive Medicine and Public Health and History of Science, Faculty of Medicine, Complutense University, Madrid, Spain.

2. Flohsamen bei Herz-Kreislauferkrankungen und ihr Einfluss auf Cholesterin

Plantago ovata husk reduces plasma low-density lipoprotein (LDL) cholesterol, triglycerides, insulin, oxidised LDL and systolic blood pressure in hypercholesterolaemic patients

Ziel dieser Studie war es, den Einfluss von löslichen Ballaststoffen aus Flohsamenschalen auf Biomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und LDL-Cholesterin zu evaluieren. Die Studie wurde in Spanien, Frankreich und Holland multizentrisch, doppelblind, placebokontrolliert und randomisiert durchgeführt, also nach höchsten wissenschaftlichen Standards. Die Probanden wiesen leicht bis moderat erhöhte Cholesterinwerte auf. 126 Probanden erhielten 14 g Flohsamenschalen täglich, 128 Probanden erhielten Placebos als Kontrollgruppe. Die Studiendauer betrug acht Wochen. Es wurde ein Lipidprofil erstellt. Außerdem wurden Blutdruck, Insulin und oxidiertes LDL gemessen. Einige genetische Polymorphismen, die in einem bekannten Zusammenhang mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen, wurden ebenso gemessen.

Als Ergebnis fanden die Forscher heraus, dass die Flohsamenschalen im Vergleich zu Placebo das Plasma-LDL-Cholesterin um 6 Prozent, das Gesamt-Cholesterin um 6 Prozent, Triglyceride um 21,6 Prozent, Apolipoprotein B-100 um 6,7 Prozent, oxidiertes LDL um 6,8 Prozent, Insulinkonzentrationen um 4,7 Prozent und den systolischen Blutdruck um 4 mmHg senkten. Alle Ergebnisse waren statistisch signifikant.

Als Ergebnis hielten die Forscher fest, dass Flohsamenschalen nicht nur LDL-Cholesterin senken, sondern darüber hinaus Triglyceride, Gesamt-Cholesterin, Apo B-100, oxid-LDL, Insulinresistenz und systolischen Blutdruck signifikant bei Patienten reduziert, die unter einer milden bis moderaten Hypercholesterinämie leiden. Von daher ist der Gebrauch von Flohsamenschalen gerade bei den Patienten zu empfehlen, die in die Kategorie von verschiedenen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie das metabolische Syndrom, fallen.

Quelle: Atherosclerosis. 2010 Aug;211(2):630-7. Epub 2010 Mar 17. Soluble fibre (Plantago ovata husk) reduces plasma low-density lipoprotein (LDL) cholesterol, triglycerides, insulin, oxidised LDL and systolic blood pressure in hypercholesterolaemic patients: A randomised trial. Solà R, Bruckert E, Valls RM, Narejos S, Luque X, Castro-Cabezas M, Doménech G, Torres F, Heras M, Farrés X, Vaquer JV, Martínez JM, Almaraz MC, Anguera A. Unitat de Recerca en Lípids i Arteriosclerosi, CIBERDEM, Hospital Universitari Sant Joan, IISPV, Universitat ROVIRA i VIRGILI, Reus, Spain.

3. Einfluss von Flohsamen auf Körpergewicht und Lipidprofil

Effect of two doses of a mixture of soluble fibres on body weight and metabolic variables in overweight or obese patients

In dieser Studie sollten unterschiedlich dosierte Ballaststoffe und deren Effekt auf Körpergewicht, Sättigungsgefühl, Lipidprofil und Glukosemetabolismus verglichen werden. An der doppelblinden, randomisierten Studie nahmen 200 übergewichtige Probanden teil. Diese wurden aufgeteilt in drei Gruppen. Die erste Gruppe erhielt zusätzlich zu einer kalorienarmen Diät zweimal täglich 3g Flohsamenschalen und 1g Glucomannan, die zweite Gruppe erhielt dies dreimal täglich und die dritte Gruppe erhielt ein Placebo. Es wurden Gewichtsveränderungen festgehalten, aber auch Sättigungsgefühl, diätetische Compliance (also die Frage, wie gut sich die Patienten an die vorgegebene Ernährungsweise halten), Lipidprofil, Glukosetoleranz, Insulinresistenz und C-reaktives Protein wurden untersucht.

Die Gewichtsverluste waren in den beiden Flohsamenschalen-Gruppen größer als in der Placebogruppe. Allerdings war der Unterschied nicht statistisch signifikant. Anders verhielten sich die anderen Parameter, die alle deutlich verbesserte Werte im Vergleich zum Placebo zeigten und auch statistische Signifikanz aufwiesen.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass die 16-wöchige Ergänzung mit löslichen Ballaststoffen aus Flohsamenschalen von den Probanden gut vertragen wurde. Sie erhöhte den Sättigungsgrad bei den Probanden und verbesserte einige der Risikofaktoren für die Ausbildung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, von denen die signifikante Abnahme der LDL-Cholesterinkonzentration als die wichtigste erscheint.

Quelle: British Journal of Nutrition, 2008 Jun;99(6):1380-7. Epub 2007 Nov 22. Effect of two doses of a mixture of soluble fibres on body weight and metabolic variables in overweight or obese patients: a randomised trial. Salas-Salvadó J, Farrés X, Luque X, Narejos S, Borrell M, Basora J, Anguera A, Torres F, Bulló M, Balanza R; Fiber in Obesity-Study Group. Human Nutrition Unit, Facultat de Medicina i Ciències de la Salut, Hospital Universitari de Sant Joan, Universitat Rovira i Virgili, C/Sant Llorenç 21, 43201 Reus, Spain.

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4. Effekte von Flohsamen auf die Darmflora

Evaluation of prebiotic potential of refined psyllium (Plantago ovata) fiber in healthy women.

Prebiotika (auch Präbiotika genannt) sind unverdauliche Bestandteile der Nahrung (Ballaststoffe), die als „Nahrungsgrundlage“ für Darmbakterien dienen. Daher ist eine ausreichend hohe Zufuhr an Ballaststoffen notwendig, um eine gut gedeihende Darmflora zu garantieren. Die Darmflora wiederum ist von zentraler Bedeutung für die Gesundheit. Sie beeinflusst zum Beispiel in hohem Maße das Immunsystem.

Da Flohsamen und -schalen ein hohes Maß an Ballaststoffen enthalten, liegt die Vermutung nahe, dass Flohsamen positive Effekte auf die Darmflora ausüben könnten.

Die vorliegende Studie aus dem Jahr 2008 ging der Frage nach, ob ein Verzehr von Flohsamenschalen einen Effekt auf Bifidobakterien hat und ob diese Bakterien überhaupt in der Lage sind, die Schalen zu verwerten. Die Studie wurde mit elf gesunden Frauen durchgeführt.

Diese Frauen erhielten über den Zeitraum von einem Monat täglich sieben Gramm Flohsamenschalen. Während des Beobachtungszeitraums wurde die Entwicklung der Population der Bifidobakterien zu verschiedenen Zeitpunkten bewertet.

Resultate: Es gab keinen Hinweis, dass die Zahl der Bakterien unter der Diät mit Flohsamenschalen sich signifikant erhöht hatte. Jedoch galt diese Beobachtung nur für die Frauen (5 von 11), die keine erniedrigten Werte für Bifidobakterien zu Beginn der Studie zeigten. Bei 6 von 11 Frauen mit erniedrigten Werten zu Beginn der Beobachtungszeit stiegen die Populationen signifikant an.

Eine gleichzeitig verlaufende In-vitro-Untersuchung ergab, dass die Flohsamenschalen unverdaut nicht von den Bakterien verwertet werden können. Erst eine simulierte Verdauung mit Magen- und Pankreassekreten ermöglichte es den Bakterien, die Schalen als Kohlenstoffquelle aufzubrechen und zu verwerten. Das hierzu verwendete Nährmedium, auf dem die Bakterien wuchsen, war zudem frei von Zucker.

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Flohsamenschalen erst nach bestimmten Verdauungsprozessen für die Bakterien verwertbar werden. Für die Autoren sind die Flohsamenschalen nur dann von Bedeutung, wenn eine Unterbesiedlung der Darmflora mit diesen Bakterien vorliegt.

Mein Fazit zu dieser Studie: Ich sehe die Ergebnisse dieser Arbeit als viel positiver, als es die Autoren zu tun scheinen. Denn ich halte es für einen „intelligenten“ Effekt der Flohsamenschalen, nicht undifferenziert die Populationen von Bifidobakterien zu vermehren, auch wenn schon eine ausreichend hohe Dichte vorhanden ist.

Denn Überpopulationen (auch mit nützlichen Darmbakterien) sind das komplette Gegenteil von nützlich. Daher ergibt sich für mich die Konsequenz, dass man Flohsamen und -schalen regelmäßig verzehren kann, ohne dass man Sorge tragen müsste, dass sich das Gleichgewicht der Darmflora zum Negativen verändert. Und: Eine Unterbesiedlung mit diesen Bakterien wird durch den Verzehr korrigiert.

Allerdings muss man natürlich auch erwähnen, dass diese Studie mit nur elf Teilnehmerinnen natürlich sehr klein ist und es auch keine Placebogruppe gab. Es müssten also weitere Studien stattfinden, um den Zusammenhang zwischen Flohsamen und der Darmflora genauer zu untersuchen.

5. Flohsamen und Cholesterin

Cholesterol reduction using psyllium husks – do gastrointestinal adverse effects limit compliance? Results of a specific observational study.

Diese Arbeit aus Berlin aus dem Jahr 2008 geht der Frage nach, wie gut Flohsamenschalen die Cholesterinwerte beeinflussen können. Außerdem untersuchten die Autoren, ob es zu gastrointestinalen Nebenwirkungen beim Verzehr der Schalen kommt.

Kleine Anmerkung: An dieser Stelle etwas zu der Sache mit dem Cholesterin. Das Problem ist meiner Meinung nach weniger das Cholesterin, sondern die aus meiner Sicht völlig überzogene Therapie mit den Statinen. Ausführlich dazu habe ich in meinem Buch: Das Märchen vom bösen Cholesterin berichtet.

An der Studie nahmen 62 ambulante Patienten teil, die wegen einer Hypercholesterinämie und Problemen mit Verstopfung in Behandlung waren. Sie erhielten dreimal täglich 3,5 Gramm Flohsamenschalen und wurden in wöchentlichen Intervallen untersucht.

Resultate: Vier Probanden unterbrachen die Teilnahme aufgrund von Nebenwirkungen, vier weitere aus anderen Gründen. Insgesamt beendeten 54 der ursprünglich 62 Patienten die Studie. Bei diesen 54 Teilnehmern sank der Cholesterinspiegel von anfänglich 252 auf 239 mg/dl Durchschnitt nach drei Wochen Behandlung. LDL-Cholesterin sank von 174 auf 162 mg/dl. Triglycerid und zeigten keine Veränderungen. Bei den Nebenwirkungen zeigte sich eine vermehrte Häufigkeit in der ersten Woche der Behandlung, danach nahmen die Nebenwirkungen deutlich ab.

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Flohsamenschalen einen leichten bis mittleren cholesterinsenkenden Effekt ausüben können. Nebenwirkungen sind nicht unüblich, nehmen aber nach kurzer Zeit ab und sind in der Regel ungefährlich.

Mein Fazit: Es ist also möglich, Cholesterinwerte auch mit natürlichen Mitteln zu senken, ohne dabei die noch gravierenderen Nebenwirkungen von zum Beispiel Statinen auf die Leber, Muskulatur etc. in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem fällt die Senkung des Cholesterins eher „sparsam“ aus, was den Organismus nicht seiner Cholesterinvorräte beraubt.

6. Der Einfluss von Flohsamen auf Blutdruck und Blutzuckerwerte

The right fiber for the right disease: an update on the psyllium seed husk and the metabolic syndrome.

Diese Arbeit ist eine Zusammenfassung der bis dato erlangten Erkenntnisse bezüglich Flohsamen und -schalen. Wir erfahren hier, dass die FDA im Jahr 2006 die gesundheitsbezogene Aussage legalisierte, dass Flohsamenschalen sowie Beta-Glukan in Hafer und Gerste das kardiale Risiko (also das Risiko für Herzkrankheiten)  verringern können.

Es hat sich inzwischen auch als nahezu gesichert erwiesen, dass Flohsamen beziehungsweise deren wasserlösliche Ballaststoffe bei nicht insulinpflichtigen Diabetikern hilft, postprandiale Blutzuckerwerte und Insulinkonzentrationen zu senken.

Gleichzeitig wurde ein positiver Effekt auf Blutdruckwerte und Körpergewicht nachgewiesen. Durch die cholesterin- und triglyceridsenkenden Eigenschaften und den positiven Einfluss auf Körpergewicht und Blutdruck helfen die Flohsamenschalen bei der Behandlung eines metabolischen Syndroms.

7. Flohsamen und Immunmodulation

Immunomodulatory Effects of Psyllium Extract on Helicobacter pylori Interaction With Gastric Epithelial Cells.

Diese Arbeit aus dem Jahr 2015 zeigte zum ersten Mal, dass ein Extrakt aus Flohsamen immunmodulierende Fähigkeiten besitzt, also das Immunsystem positiv beeinflusst. Diese Immunmodulation beruht auf einer entzündungshemmenden Eigenschaft der Flohsamen. Die Autoren berichten, dass eine Infektion mit Helicobacter pylori die Schleimhäute des Magens zu einer Produktion von Interleukin-8 und Nekrose-Faktor-kB anregt und damit zu einer erhöhten Entzündungsbereitschaft bringt.

Zellkulturen mit humanen Krebszellen aus der Magenschleimhaut wurden mit unterschiedlichen Konzentrationen von Flohsamen-Extrakt vorbehandelt und dann einer Infektion mit H. pylori ausgesetzt. Danach wurden die Konzentrationen an Il-8 und NF-kB gemessen.

Die Vorbehandlung mit 5 und 10 Mikrogramm pro Milliliter Extrakt zeigte eine ausgeprägte Senkung der Konzentrationen von Il-8 von 64 beziehungsweise 74 Prozent. Die Konzentrationen für Il-8 nach der Infektion mit H. pylori zeigten ebenfalls deutlich verringerte Werte: 41 beziehungsweise 66 Prozent weniger Il-8. Die Autoren berichten ebenfalls von einer signifikanten Reduktion von NF-kB nach Infektion mit H. pylori, ohne aber genaue Zahlen zu nennen.

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Flohsamen-Extrakt eine potente entzündungshemmende Wirkung hat.

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8. Der Einfluss von Flohsamen auf das Metabolische Syndrom

Effects of psyllium on metabolic syndrome risk factors.

Ende 2012 erschien diese interessante Arbeit von australischen Wissenschaftlern. Sie berichten hier, dass allgemein ein hoher Verzehr an Ballaststoffen das Risiko für das metabolische Syndrom herabsetzt. Aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ-2 profitieren von einem ausreichend hohen Ballaststoff-Konsum.

Eine von den Autoren durchgeführte Literatur-Recherche zeigte, dass Flohsamen und Flohsamenschalen eine Reihe von Vorteilen zu bieten haben: Sie verbessern die Blutzuckerspiegel, die Wirksamkeit von Insulin, die Blutdruckwerte und die Blutlipidwerte bei Studien mit menschlichen und tierischen Probanden. Die dadurch verbesserten Werte bestimmen gleichzeitig die Verbesserung des Risikofaktors für metabolische Unregelmäßigkeiten.

Weiter gibt es die Beobachtung in den meisten Studien, wonach ein verringerter Appetit unter Flohsamen und Flohsamenschalen beobachtet werden konnte. Zusammengenommen muss man daher Flohsamen und -schalen befürworten, und zwar besonders bei Patienten, bei denen Risikofaktoren für ein metabolisches Syndrom vorliegen, wie Hypercholesterinämie (zu hohe Cholesterinwerte, was immer die Autoren in diesem Zusammenhang darunter verstehen), Hypertriglyceridämie (zu hohe Triglycerid-Werte) und Hyperglykämie (zu hohe Blutzuckerwerte). Flohsamen und Flohsamenschalen können auch eine Rolle bei der Gewichtskontrolle spielen, sowie bei der Regulierung von Appetit und (man höre und staune!): Blutdruck. Aber das hatten wir ja weiter oben schon.

9. Flohsamen bei Durchfall und Verstopfung

Phosphorylation of psyllium seed polysaccharide and its characterization.

Diese Arbeit vom April 2016 beschäftigt sich mit einer bislang wenig beachteten Seite der Flohsamen, den in ihnen enthaltenen Polysacchariden.

Die Phosphorylierung von Flohsamen-Polysacchariden ergibt einen Quell-Index, der das Polysaccharid zu einem Hydrogel macht. Die Quellfähigkeit im Vergleich zu „normalen“ Flohsamen-Polysacchariden betrug 90,26 Prozent, also fast eine Verdoppelung der Quellfähigkeit. Alle Schleimstoffe von phosphorylierten und einfachen Flohsamen-Polysacchariden zeigten Eigenschaften von Strukturviskosität. Diese Eigenschaft besteht darin, dass die Viskosität der Flüssigkeit, in diesem Fall der Polysaccharide, mit Erhöhung der Scherkräfte abnimmt. Diese Abnahme beruht auf Sturkturveränderungen der Polysaccharide, was für ein besseres Aneinandervorbeigleiten sorgt.

Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass phosphorylierte Polysaccharide von Flohsamen ideal sind als Gelier und Absetzverhinderungsmittel. Die phosphorylierten Polysaccharide zeigten auch eine erhöhte Adhäsionsneigung zu Schleimhautstrukturen.

Mein Fazit zu dieser Arbeit: Eine Reihe von positiven Eigenschaften sind den Polysacchariden der Flohsamen zuzuschreiben. Vor allem die Quellfähigkeit scheint vor  auf den in ihnen enthaltenen Polysacchariden zu beruhen.

Eine Phosphorylierung scheint diese Quellfähigkeit noch zu verdoppeln. Besonders interessant ist es, dass die damit verbundene Viskosität nicht konstant ist, sondern mit Druck- und Scherkräften variiert.

Dies mag mit ein Grund dafür sein, dass Flohsamen und Flohsamenschalen bei Durchfall und Verstopfung gleichermaßen wirksam sind. Denn bei einem Durchfall treten nur geringe Scherkräfte im Darm auf, was die Viskosität erhöht. Umgekehrt erhöhen sich diese Kräfte bei einer Verstopfung, was die Viskosität absenkt. Ein genialer Mechanismus, wie ich finde.

Gesamt-Fazit

Flohsamen und Flohsamenschalen haben als Prebiotika eine Fülle an Vorteilen zu bieten, vor allem für Patienten mit einem sich entwickelnden oder auch manifesten metabolischen Syndrom.

Nahezu alle für das metabolische Syndrom typischen Faktoren (zum Beispiel Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhter Blutzuckerspiegel und niedriggradige Entzündungen) werden durch die Samen dieser Heilpflanze verbessert. Die Nebenwirkungsrate ist im Vergleich dazu als verschwindend gering zu bezeichnen und dazu noch von kurzer Dauer.

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Eine Fastensuppe klingt zunächst denkbar einfach: Gemüse ins Wasser, kochen, abseihen – fertig. Und im Grunde ist sie tatsächlich so unkompliziert. Trotzdem bekomme ich von Fastenteilnehmern immer wieder dieselben Fragen: Darf Salz hinein? Muss die Suppe wirklich klar sein? Kann man das Gemüse mitessen? Sind Kartoffeln beim Fasten nicht verboten? Und was ist eigentlich mit fertiger Gemüsebrühe?

Die kurze Antwort lautet: Eine richtig zubereitete Fastensuppe passt sehr gut zum klassischen Heilfasten. Sie ist allerdings keine normale Gemüsesuppe und auch keine Mahlzeit im üblichen Sinn. Während der eigentlichen Fastentage geht es vor allem um die abgeseihte Gemüsebrühe: warm, aromatisch, gut verträglich und mit nur sehr wenig Energie.

Seit vielen Jahren gehört diese Brühe auch zu meinen Fastenkursen. Das Grundrezept ist denkbar einfach. Entscheidend sind weniger exotische Zutaten oder irgendwelche geheimnisvollen „Detox-Gewürze“, sondern einige einfache Regeln bei Auswahl und Zubereitung.

Mein Fastensuppe-Rezept: einfach selbst kochen

Für einen Topf Fastensuppe benötigen Sie keine lange Einkaufsliste. Ich bevorzuge frisches Gemüse in guter Qualität und variiere die Zutaten nach Jahreszeit, Geschmack und Verträglichkeit. Regionale Ware ist schön, Bioqualität ebenfalls – aber aus einer Fastensuppe sollte man auch keine Wissenschaft für sich machen.

Zutaten für eine klassische Fastensuppe

  • etwa 250 g Kartoffeln
  • 2 bis 3 Karotten
  • etwa eine halbe Sellerieknolle
  • 1 Petersilienwurzel oder etwas Pastinake nach Geschmack
  • frische Petersilie
  • etwas Kümmel
  • nach Wunsch Majoran, Dill, Liebstöckel, Basilikum oder Thymian
  • etwa 1 bis 1,5 Liter Wasser

Sellerie kann problemlos durch andere Gemüsesorten ersetzt oder ergänzt werden. Fenchel, Zucchini, etwas Kürbis oder Petersilienwurzel ergeben ebenfalls eine gute Brühe. Gerade wenn Sie mehrere Tage fasten, lohnt es sich, die Zusammenstellung gelegentlich zu verändern. Der Geschmackssinn wird während des Fastens bei vielen Menschen deutlich empfindlicher – und dann können schon kleine Unterschiede erstaunlich viel ausmachen.

So wird die Fastensuppe zubereitet

Waschen Sie das Gemüse gründlich und schneiden Sie es grob klein. Kartoffeln können bei guter Qualität auch mit Schale verwendet werden. Geben Sie das Gemüse in einen Topf, füllen Sie mit Wasser auf und lassen Sie alles ungefähr 15 bis 20 Minuten leicht köcheln.

Danach wird die Flüssigkeit durch ein feines Sieb abgegossen. Während der eigentlichen Fastentage verwende ich nur diese klare Brühe. Das Gemüse wird also nicht püriert und anschließend als Suppe gegessen. Die fertige Brühe können Sie mit frischen Kräutern und milden Gewürzen abschmecken.

Im Schnellkochtopf reichen entsprechend wenige Minuten Garzeit. Auch Thermomix oder ähnliche Küchengeräte sind möglich. Entscheidend ist nicht das Küchengerät, sondern das Prinzip: Gemüse auskochen, Flüssigkeit abseihen, nur die Brühe verwenden.

Warum gibt es beim Heilfasten überhaupt eine Suppe?

Hier besteht häufig ein Missverständnis. Beim klassischen Buchinger-Fasten handelt es sich nicht um ein vollständiges Nullfasten. Kleine Energiemengen sind Bestandteil der Methode. Dazu gehören traditionell Gemüsebrühe, etwas Gemüse- oder Fruchtsaft und je nach Durchführung auch kleine Mengen Honig.

In einer viel beachteten klinischen Beobachtungsstudie mit 1.422 Fastenden nach dem Buchinger-Protokoll wurden beispielsweise mittags 250 ml frisch gepresster Gemüse- oder Fruchtsaft und abends 250 ml Gemüsebrühe gegeben. Die tägliche Energieaufnahme lag insgesamt bei ungefähr 200 bis 250 Kilokalorien.

Die Fastensuppe ist deshalb kein „Schummeln“. Sie gehört bei dieser Form des modifizierten Fastens ausdrücklich zum Konzept. Wer ausschließlich Wasser zu sich nimmt, betreibt dagegen Wasserfasten und damit eine andere Fastenform.

Der entscheidende Stoffwechselreiz beim Heilfasten entsteht durch die massive Verringerung der Energiezufuhr. Die leicht verfügbaren Kohlenhydratspeicher werden kleiner, Insulin sinkt, die Freisetzung von Fettsäuren nimmt zu und die Leber produziert zunehmend Ketonkörper. Diesen Ablauf beschreibe ich ausführlicher in meinem Heilfasten-Plan.

Die Brühe erfüllt daneben einen sehr praktischen Zweck. Nach einem Tag mit Wasser und Tee empfinden viele Fastende etwas Warmes und Herzhaftes als ausgesprochen angenehm. Geruch, Wärme und Geschmack geben dem Tag einen kleinen kulinarischen Ruhepunkt, ohne daraus wieder einen normalen Essenstag zu machen.

Wer eine Fastenkur plant, merkt spätestens an solchen Detailfragen, dass Heilfasten eben doch mehr ist als „ein paar Tage nichts essen“. Vorbereitung, Darmentleerung, Fastentage, Bewegung, Ruhe, Fastenbrechen und Aufbau gehören zusammen. Genau zu diesen praktischen Fragen schreibe ich auch in meinem kostenlosen Heilfasten-Newsletter. Wenn Sie Ihre Fastenkur vernünftig vorbereiten und typische Fehler vermeiden möchten, können Sie sich hier eintragen:

 

 

Warum wird das Gemüse nicht mitgegessen?

Weil aus der Fastensuppe sonst ziemlich schnell wieder eine Mahlzeit wird. Das Gemüse enthält Ballaststoffe, Kohlenhydrate und wesentlich mehr Energie als die reine Brühe. Außerdem wird der Verdauungstrakt durch feste Nahrung deutlich stärker beschäftigt.

Beim modifizierten Heilfasten geht es gerade darum, diese Nahrungszufuhr vorübergehend stark zu reduzieren. Deshalb wird das Gemüse ausgekocht und anschließend entfernt. Ein pürierter Teller Kartoffel-Karotten-Sellerie-Suppe mag gesund und lecker sein – aber er ist keine Fastenbrühe mehr.

Das Gemüse muss deshalb übrigens nicht im Abfall landen. Wenn andere Familienmitglieder normal essen, kann es weiterverarbeitet werden. Für den Fastenden selbst kommt feste Nahrung beim Fastenbrechen und während der Aufbautage wieder ins Spiel.

Darf eine Fastensuppe Kartoffeln enthalten?

Diese Frage bekomme ich besonders häufig. Schließlich enthalten Kartoffeln Stärke, und beim Fasten soll die Kohlenhydratzufuhr stark reduziert werden. Das klingt zunächst widersprüchlich.

Entscheidend ist jedoch: Die Kartoffeln werden nicht gegessen. Beim Kochen gehen zwar lösliche Mineralstoffe und auch kleine Mengen Kohlenhydrate in das Wasser über. Aus einer klaren Fastenbrühe wird dadurch aber noch lange keine Kartoffelsuppe.

Beim klassischen Buchinger-Fasten sind geringe Kohlenhydratmengen ohnehin Teil der Methode. Die Frage lautet deshalb nicht, ob die Brühe exakt null Kalorien enthält. Entscheidend ist die insgesamt sehr niedrige Energiezufuhr und der daraus resultierende Fastenstoffwechsel.

Fastensuppe nach Buchinger: Gibt es ein Originalrezept?

Wer nach „Fastensuppe Rezept Buchinger“ sucht, findet im Internet zahlreiche Varianten. Das kann den Eindruck erwecken, irgendwo müsse das eine originale und verbindliche Rezept existieren. So einfach ist es nicht.

Beim Buchinger-Fasten ist das Grundprinzip wichtiger als eine starre Zutatenliste: eine kleine Portion Gemüsebrühe innerhalb eines stark energiebegrenzten Fastenprogramms. Welches Gemüse verwendet wird, kann variieren. Auch in Kliniken unterscheiden sich Rezepturen und Zubereitung je nach Jahreszeit und Küche.

Mein Rezept orientiert sich an diesem Prinzip, ist aber mein praktisches Rezept aus meinen Fastenkursen. Ich halte wenig davon, aus Karotte, Sellerie und Kartoffel eine Glaubensfrage zu machen. Eine Fastenkur hat genügend wichtige Punkte – wir müssen nicht auch noch einen Religionskrieg um die Petersilienwurzel beginnen.

Muss die Fastensuppe wirklich salzfrei sein?

In meinen klassischen Fastenplänen bereite ich die Fastensuppe grundsätzlich ohne zugesetztes Kochsalz zu. So habe ich es über viele Jahre praktiziert und so empfehle ich es auch weiterhin für den normalen, gesunden Fastenteilnehmer.

Daraus sollte man allerdings kein medizinisches Dogma machen. Natrium ist kein Gift, sondern ein lebensnotwendiger Elektrolyt. Während mehrtägigen Fastens verändern sich Flüssigkeitshaushalt, Blutdruck, Insulinausschüttung und die renale Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten. Bei manchen Menschen sinkt der Blutdruck während einer Fastenkur deutlich.

Problematisch kann insbesondere die Kombination aus sehr großen Trinkmengen, Elektrolytverlusten, starkem Schwitzen, bestimmten Medikamenten und einem ohnehin niedrigen Blutdruck werden. Wer Entwässerungsmittel einnimmt oder an relevanten Herz- oder Nierenerkrankungen leidet, ist ohnehin kein Kandidat für ein Fastenexperiment auf eigene Faust.

Meine Empfehlung lautet deshalb nicht: Salz ist beim Fasten unter allen Umständen verboten. Sie lautet: In meiner klassischen Fastensuppe brauche ich normalerweise kein zugesetztes Salz. Wenn aber deutliche Kreislaufbeschwerden auftreten oder besondere medizinische Voraussetzungen bestehen, muss die Situation individuell betrachtet werden. Ideologie ist schließlich kein Elektrolyt.

Zu Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen, Schwäche und anderen Beschwerden während der ersten Tage lesen Sie auch meinen Beitrag über Fastenkrisen und ihre Ursachen.

Warum ich keine Instant-Brühe verwende

Eine Fastensuppe aus Brühpulver ist natürlich schnell gemacht. Wasser aufkochen, Pulver hinein – fertig. Genau deshalb findet sich bei der Suche nach Fastensuppen inzwischen eine ganze Reihe entsprechender Fertigprodukte.

Für meine Fastenkurse ist das dennoch nicht die erste Wahl. Viele Instant-Brühen bestehen zu erheblichen Teilen aus Salz und enthalten je nach Produkt beispielsweise Hefeextrakt, Aromen, Stärke, Zucker, Maltodextrin oder andere Zutaten, die für eine Fastenbrühe schlicht nicht notwendig sind.

Das bedeutet nicht, dass jede gekaufte Gemüsebrühe plötzlich „giftig“ wäre. Diese Schwarz-Weiß-Denke halte ich für genauso wenig hilfreich wie die Vorstellung, auf einer Packung müsse nur „Bio“ und „Detox“ stehen und schon sei automatisch alles sinnvoll.

Die bessere Frage ist viel einfacher: Wenn ich für mehrere Portionen Fastensuppe lediglich Gemüse mit Wasser kochen und anschließend abseihen muss – weshalb sollte ich während einer Fastenkur ausgerechnet ein stark verarbeitetes Pulver verwenden?

Hinzu kommt ein Effekt, den viele Fastenteilnehmer selbst bemerken: Der Geschmack verändert sich. Wer mehrere Tage keine stark gewürzten und hochverarbeiteten Lebensmittel isst, schmeckt plötzlich wieder deutlicher, wie süß eine Karotte, wie kräftig Sellerie und wie aromatisch frische Kräuter eigentlich sind.

Welche Gemüsesorten eignen sich für die Fastensuppe?

Eine gute Brühe braucht keinen halben Gemüsegarten. Drei oder vier Gemüsesorten plus einige Kräuter reichen vollkommen aus. Gerade beim Fasten ist weniger häufig mehr.

  • Karotten geben der Brühe eine leichte natürliche Süße.
  • Knollensellerie sorgt für ein kräftiges, würziges Aroma.
  • Petersilienwurzel gibt der Brühe Tiefe und Würze.
  • Pastinake schmeckt etwas süßer und milder.
  • Fenchel ist für viele Fastende angenehm und gut verträglich.
  • Zucchini ergibt eine leichte, wenig dominante Brühe.
  • Kürbis kann in kleineren Mengen für Abwechslung sorgen.
  • Frische Petersilie, Majoran, Dill, Thymian oder Liebstöckel bringen Aroma ohne Fertigwürze.

Sie müssen daraus kein starres Rezept machen. Eine Brühe aus Kartoffel, Karotte und Sellerie kann am nächsten Tag beispielsweise durch Fenchel und Petersilienwurzel ergänzt werden. Besonders während längerer Fastenkuren verhindert etwas Abwechslung, dass bereits der Geruch der immer gleichen Suppe irgendwann Widerstand auslöst.

Fastensuppe bei empfindlichem Darm und Blähungen

Wer einen empfindlichen Darm hat, sollte beim Gemüse etwas zurückhaltender experimentieren. Große Mengen Zwiebeln, Knoblauch, Lauch oder bestimmte Kohlarten können bei entsprechender Veranlagung Blähungen verursachen. Zwar wird das Gemüse nicht mitgegessen, aber auch lösliche Bestandteile gelangen in die Brühe.

Bei empfindlichen Menschen bevorzuge ich deshalb eine einfache Kombination aus Karotte, Kartoffel, Fenchel, Zucchini oder Petersilienwurzel. Sehr scharfe Gewürze braucht eine Fastensuppe ebenfalls nicht. Das Ziel ist eine angenehm schmeckende und gut verträgliche Brühe und keine Mutprobe für Magen und Darm.

Der Darm spielt beim klassischen Heilfasten ohnehin eine besondere Rolle. Warum die Darmentleerung und der Umgang mit der Verdauung während einer Fastenkur wichtig sind, beschreibe ich ausführlicher in meinem Beitrag zur Darmreinigung sowie in meiner vollständigen Heilfasten-Anleitung.

Wie viel Fastensuppe sollte man während des Fastens nehmen?

Aus einer Fastenbrühe muss kein Suppenmarathon werden. Eine kleine Portion reicht. Als praktische Orientierung haben sich etwa 200 bis 300 ml bewährt. Auch im genannten klinischen Buchinger-Protokoll wurde am Abend eine Portion von 250 ml Gemüsebrühe verwendet.

Ich rate dazu, diese Brühe nicht nebenbei aus einem großen Becher hinunterzutrinken. Setzen Sie sich hin, nehmen Sie einen Suppenlöffel und essen Sie die Brühe langsam. Das klingt beinahe lächerlich banal – bis man beobachtet, wie selten Menschen im Alltag überhaupt noch bewusst essen.

Beim Fasten fällt plötzlich auf, wie viel unseres üblichen Essverhaltens nichts mit Hunger zu tun hat. Wir essen, weil zwölf Uhr ist, weil etwas auf dem Tisch steht, weil eine Tüte offen ist, weil der Fernseher läuft oder weil gerade eine E-Mail genervt hat. Die kleine Fastensuppe kann deshalb durchaus zu einer Übung in bewusstem Essen werden.

Wann trinkt oder isst man die Fastensuppe?

Bei einem klassischen Buchinger-Schema wird die Gemüsebrühe häufig am Abend genommen. Das ist auch praktisch sinnvoll, weil Wärme und herzhafter Geschmack gerade am Ende eines Fastentages vielen Menschen guttun.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Uhrzeit medizinisch auf die Minute festgelegt wäre. In meinen Fastenkursen ist mir ein vernünftiger Tagesrhythmus wichtiger als starre Regeln. Wer seinen gesamten Fastentag planen möchte, findet im Heilfasten-Plan Schritt für Schritt den kompletten Ablauf von den Entlastungstagen bis zum Fastenbrechen.

Kann man Fastensuppe auf Vorrat kochen?

Ja. Das ist sogar ausgesprochen praktisch. Sie können eine größere Menge Gemüsebrühe zubereiten, portionsweise abfüllen und für die kommenden Fastentage im Kühlschrank aufbewahren.

Ich würde dennoch nicht gleich einen Zehn-Liter-Topf für die ganze Woche kochen. Geschmack und Aroma leiden mit der Lagerung, und gerade beim Fasten ist etwas Variation angenehm. Zwei oder drei Tagesportionen vorzubereiten reicht meist vollkommen.

Sauber abgefüllte Brühe sollte nach dem Abkühlen rasch in den Kühlschrank. Wenn Geruch, Geschmack oder Aussehen auffällig sind, gehört sie nicht mehr auf den Tisch. Fasten ist kein Grund, die üblichen Regeln der Lebensmittelhygiene außer Kraft zu setzen.

Kann man Fastensuppe einfrieren?

Auch das ist möglich. Wenn Sie Ihre Fastenwoche organisatorisch gut vorbereiten möchten, können Sie Brühe portionsweise einfrieren und bei Bedarf langsam wieder erhitzen. Das ist immer noch näher an einer selbst gekochten Gemüsebrühe als ein hoch verarbeitetes Instantprodukt.

Allerdings ist die Zubereitung so unkompliziert, dass ich persönlich frische oder nur wenige Tage vorbereitete Brühe bevorzuge. Viele Menschen nehmen sich für das Fasten bewusst etwas mehr Zeit. Dann darf auch das Kochen einer einfachen Gemüsebrühe Teil dieses veränderten Tagesrhythmus sein.

Fastensuppe fertig kaufen – sinnvoll oder überflüssig?

Natürlich kann man fertige Gemüse- und Fastenbrühen kaufen. Der Markt hat längst entdeckt, dass man nahezu jedes einfache Lebensmittel mit dem Zusatz „Fasten“, „Detox“ oder „Balance“ ein wenig bedeutungsvoller aussehen lassen kann.

Ich würde deshalb weniger auf die Vorderseite der Verpackung und dafür stärker auf die Zutatenliste schauen. Interessant sind insbesondere Salzgehalt, Zucker, Stärke, Maltodextrin, Hefeextrakt und zugesetzte Aromen. Je kürzer und verständlicher die Zutatenliste, desto besser lässt sich beurteilen, was man tatsächlich kauft.

Eine Fertigbrühe kann unterwegs oder in einer besonderen Situation durchaus praktisch sein. Für eine geplante Fastenkur zu Hause sehe ich jedoch kaum einen Grund, weshalb man die Brühe nicht selbst zubereiten sollte. Gemüse schneiden, Wasser dazu, kochen, abseihen – einfacher wird Ernährung kaum noch.

Gerade solche Zutatenlisten zeigen übrigens sehr schön, weshalb ich mich nicht nur mit Kalorien und Nährwerttabellen beschäftige. Entscheidend ist häufig, was hinter den Begriffen auf einer Verpackung steckt und was wir im Alltag tatsächlich essen. Wenn Sie sich für Ernährung, Lebensmittel und solche Zusammenhänge interessieren, können Sie sich hier zu meinem kostenlosen Ernährungs-Newsletter eintragen:

 

 

Ist Fastensuppe basisch?

Im Internet ist häufig von einer „basischen Fastensuppe“ die Rede. Gemeint ist damit meistens eine Gemüsebrühe ohne Fleisch, Getreide oder stark verarbeitete Zutaten. Gegen eine solche Brühe ist natürlich nichts einzuwenden.

Beim Begriff „basisch“ lohnt sich dennoch etwas Präzision. Der pH-Wert unseres Blutes wird in sehr engen Grenzen reguliert. Eine Gemüsebrühe macht das Blut nicht einfach alkalisch. Wäre der Blut-pH tatsächlich durch einen Suppenteller beliebig verschiebbar, hätten wir ein ganz anderes medizinisches Problem.

Ernährung kann allerdings die sogenannte potenzielle Säurelast beeinflussen, die der Organismus insbesondere über die Nieren regulieren muss. Kaliumreiche pflanzliche Lebensmittel liefern zudem Mineralstoffe und organische Verbindungen, die in diesem Zusammenhang physiologisch interessant sind. Das ist erheblich plausibler als die Vorstellung, man könne den Organismus mit einer Schüssel Gemüsebrühe kurzerhand „entsäuern“.

Und was ist mit der „Entgiftung“ beim Fasten?

Der Begriff Entgiftung wird im Zusammenhang mit Fasten gern verwendet – und mindestens ebenso gern reflexartig verspottet. Beides bringt uns nicht besonders weit. Eine Fastensuppe zieht selbstverständlich keine „Gifte“ aus den Zellen, und Sellerie funktioniert nicht wie ein biologischer Staubsauger.

Unser Körper verfügt über hoch entwickelte Systeme zur Umwandlung und Ausscheidung körperfremder und körpereigener Substanzen. Leber, Nieren, Darm, Lunge und Haut sind daran beteiligt. Fasten verändert jedoch den Stoffwechsel erheblich und damit zwangsläufig auch zahlreiche Stoffwechsel-, Transport- und Ausscheidungsprozesse.

Während mehrtägigen Fastens sinken Energie- und Kohlenhydratzufuhr drastisch, der Fettstoffwechsel nimmt zu und Ketonkörper steigen. Auch hormonelle und entzündungsbezogene Signalwege verändern sich. Die Vorstellung einer physiologischen „Entlastung“ halte ich deshalb durchaus für sinnvoll – solange daraus keine Fantasiegeschichte über geheimnisvolle Schlacken gemacht wird.

Das ist mir auch an anderer Stelle wichtig: Nicht jede Beschwerde während einer Fastenkur ist automatisch eine „Entgiftungsreaktion“. Kopfschmerzen können beispielsweise durch Koffeinentzug entstehen, Schwindel durch niedrigen Blutdruck und Herzrasen kann ein Warnsignal sein. Mehr dazu lesen Sie unter Fastenkrisen vermeiden.

Die häufigsten Fehler bei der Fastensuppe

Das Grundrezept ist einfach. Die meisten Fehler entstehen deshalb nicht beim Kochen, sondern weil aus einer kleinen Fastenbrühe nach und nach wieder eine normale Mahlzeit wird.

  • Das Gemüse wird püriert und anschließend mitgegessen.
  • Es wird reichlich Fertigbrühe oder Brühwürfel hinzugefügt.
  • Die Suppe wird kräftig gesalzen, weil sie zunächst „zu fade“ schmeckt.
  • Öl, Butter, Sahne oder andere energiereiche Zutaten kommen hinzu.
  • Die Portion wird immer größer, weil die Brühe schließlich „erlaubt“ ist.
  • Aus der klaren Brühe wird mit jedem Fastentag eine etwas gehaltvollere Gemüsesuppe.
  • Sehr scharfe Gewürze reizen bei empfindlichen Menschen Magen und Darm.

Eine Fastensuppe soll das Fasten begleiten und nicht zur Hintertür werden, durch die das normale Essen nach und nach wieder hereinspaziert. Wenn Sie feste Nahrung möchten, ist das verständlich – aber dann ist es besser, die Fastenkur bewusst zu beenden und in die Aufbauphase überzugehen, als das Fasten täglich ein wenig umzudefinieren.

Fastensuppe bei Kreislaufproblemen: Wann man genauer hinsehen muss

Leichtes Frösteln, etwas Müdigkeit oder kurzfristiger Schwindel beim schnellen Aufstehen können besonders zu Beginn einer Fastenkur vorkommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ausgeprägte Beschwerden einfach ausgesessen werden sollten.

Wiederholte Beinahe-Ohnmachten, starke Schwäche, anhaltendes Herzrasen, Brustschmerz, deutliche Atemnot, Verwirrtheit, starkes Erbrechen oder andere ungewöhnlich heftige Symptome gehören abgeklärt. Dann hilft auch nicht die Erklärung, der Körper würde gerade „besonders gründlich entgiften“.

Besondere Vorsicht ist unter anderem bei Diabetes, relevanten Herz- und Nierenerkrankungen, Essstörungen, erheblichem Untergewicht und bei bestimmten Medikamenten erforderlich. Medikamente gegen Diabetes und Bluthochdruck sowie entwässernde Arzneimittel können während des Fastens unter Umständen anders wirken als unter normaler Ernährung.

Wer krank ist, regelmäßig Medikamente einnimmt oder länger fasten möchte, sollte eine Fastenkur deshalb fachkundig begleiten lassen. Ausführlicher gehe ich auf diese Frage in meinem Beitrag Fasten bei Krankheiten – wann Heilfasten möglich ist und wann nicht ein.

Was geschieht mit der Fastensuppe beim Fastenbrechen?

Das Ende des Fastens bedeutet nicht, dass am nächsten Morgen sofort wieder normal gegessen wird. Nach mehreren Tagen stark reduzierter Nahrungszufuhr muss der Verdauungstrakt schrittweise wieder an feste Nahrung herangeführt werden.

Dann darf aus der klaren Brühe langsam wieder eine richtige Gemüsesuppe werden. Gekochtes Gemüse, Kartoffeln und andere leichte Lebensmittel können während der Aufbautage sinnvoll sein. Das ist allerdings eine andere Phase als die eigentlichen Fastentage.

Gerade beim Fastenbrechen werden erstaunlich viele Fastenkuren noch auf den letzten Metern ruiniert. Sieben Tage nichts essen und anschließend Pizza, Kuchen und Wein als Belohnung ist ungefähr so sinnvoll, wie nach einer Woche Wanderurlaub die letzten zwei Kilometer mit dem Taxi zum Schnellrestaurant zu fahren.

Wie der Übergang richtig funktioniert, beschreibe ich ausführlich unter Fastenbrechen und Aufbautage nach dem Heilfasten. Auch die Entlastungstage vor dem Fasten sind mindestens ebenso wichtig. Eine gute Fastenkur hat eben einen Anfang, eine Mitte und ein vernünftiges Ende.

Fastensuppe nach Hildegard von Bingen – ist das dasselbe?

Nein. Unter dem Begriff „Fastensuppe nach Hildegard von Bingen“ werden heute verschiedene Suppen und Brühen angeboten, die sich an der Hildegard-Ernährungslehre orientieren. Dabei spielen beispielsweise Dinkel, Fenchel und bestimmte Gewürze eine Rolle.

Das ist eine eigene Fastentradition und nicht identisch mit der klaren Gemüsebrühe beim klassischen Buchinger-Heilfasten. Wer nach Hildegard fasten möchte, kann dieses Konzept selbstverständlich wählen. Für die von mir beschriebene Form des Heilfastens bleibe ich während der eigentlichen Fastentage jedoch bei einer einfachen abgeseihten Gemüsebrühe.

Häufige Fragen zur Fastensuppe

Was ist eine Fastensuppe?

Beim klassischen Heilfasten ist damit in der Regel eine klare Gemüsebrühe gemeint. Gemüse wird in Wasser gekocht und anschließend abgeseiht. Während der eigentlichen Fastentage wird nur die Brühe verwendet und nicht das Gemüse mitgegessen.

Welche Fastensuppe eignet sich nach Buchinger?

Geeignet ist eine leichte Gemüsebrühe aus frischem Gemüse und Kräutern. Beim Buchinger-Fasten gehört eine kleine Portion Gemüsebrühe traditionell zum modifizierten Fasten. Das genaue Gemüse kann variieren.

Darf Salz in die Fastensuppe?

In meinem klassischen Fastenplan bereite ich die Brühe ohne zusätzliches Kochsalz zu. Ein pauschales medizinisches Salzverbot für jeden Menschen und jede Fastensituation halte ich jedoch nicht für sinnvoll. Bei Kreislaufproblemen, Elektrolytverlusten, Erkrankungen oder bestimmten Medikamenten muss individuell entschieden werden.

Darf man beim Heilfasten Gemüsebrühe trinken?

Beim modifizierten Heilfasten nach Buchinger ja. Gemüsebrühe gehört dort ausdrücklich zum Fastenprogramm. Beim reinen Wasserfasten dagegen wird ausschließlich Wasser beziehungsweise eine kalorienfreie Flüssigkeitszufuhr verwendet.

Kann man Fastensuppe mit Kartoffeln kochen?

Ja. Die Kartoffeln werden mitgekocht und anschließend wieder entfernt. Ein Teil ihrer löslichen Bestandteile gelangt in die Brühe, die Energiemenge bleibt jedoch gering, weil die Kartoffeln selbst nicht gegessen werden.

Kann ich die Fastensuppe im Thermomix zubereiten?

Ja. Das Gerät spielt keine entscheidende Rolle. Gemüse mit Wasser garen und anschließend die Flüssigkeit abseihen. Während der Fastentage sollte das Gemüse nicht püriert und als komplette Suppe gegessen werden.

Kann man Fastensuppe kaufen?

Ja, es gibt verschiedene fertige Gemüse- und spezielle Fastenbrühen. Achten Sie dabei weniger auf Werbeaussagen wie „Detox“ oder „Balance“ und stärker auf Zutatenliste und Nährwertangaben. Besonders Salz, Zucker, Stärke, Maltodextrin, Hefeextrakt und zugesetzte Aromen sind einen Blick wert.

Kann man Fastensuppe auf Vorrat kochen?

Ja. Zwei oder drei Tagesportionen lassen sich gut vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Auch Einfrieren ist möglich. Geschmacklich bevorzuge ich allerdings relativ frisch zubereitete Brühe.

Wie viel Fastensuppe sollte ich trinken?

Eine kleine Portion von ungefähr 200 bis 300 ml ist als Orientierung sinnvoll. Im klinisch untersuchten Buchinger-Protokoll wurden beispielsweise 250 ml Gemüsebrühe am Abend gegeben. Größere Mengen bringen keinen zusätzlichen Fasteneffekt.

Unterbricht Fastensuppe das Fasten?

Das hängt davon ab, was Sie unter Fasten verstehen. Ein reines Wasserfasten wird durch jede kalorienhaltige Zufuhr verlassen. Beim Buchinger-Heilfasten gehören geringe Energiemengen aus Gemüsebrühe und Saft dagegen ausdrücklich zur Methode. Man sollte deshalb nicht unterschiedliche Fastenformen miteinander vermischen.

Darf ich das Gemüse aus der Fastensuppe essen?

Während der eigentlichen Fastentage nicht, wenn Sie nach dem hier beschriebenen Konzept fasten. Das Gemüse liefert deutlich mehr Energie und Ballaststoffe und macht aus der Brühe wieder eine Mahlzeit. Während der Aufbautage kann gekochtes Gemüse dagegen sehr gut verwendet werden.

Mein Fazit zur Fastensuppe

Eine gute Fastensuppe braucht weder Pulver noch exotische Zutaten und schon gar keine geheimnisvollen Detox-Zusätze. Frisches Gemüse, Wasser, einige Kräuter und ein Sieb genügen.

Für mich gehört diese warme Gemüsebrühe seit vielen Jahren selbstverständlich zum klassischen Heilfasten. Sie bringt Geschmack, Wärme und einen kleinen kulinarischen Ruhepunkt in den Fastentag, ohne daraus wieder einen normalen Ernährungstag zu machen. Genau darin liegt ihr Sinn.

Und vielleicht steckt darin noch eine zweite Erfahrung, die ich bei Fastenteilnehmern immer wieder beobachte. Nach einigen Tagen schmeckt eine einfache Brühe plötzlich erstaunlich intensiv. Eine Karotte wird wieder süß, Sellerie kräftig und Petersilie aromatisch. Erst wenn die ständige Reizüberflutung durch Zucker, Salz, Aromen und immer neue Lebensmittel einmal aussetzt, merkt man häufig, wie viel Geschmack einfache Lebensmittel eigentlich besitzen.

Wer Heilfasten nicht nur ausprobieren, sondern systematisch durchführen möchte, findet hier meinen kompletten Heilfasten-Plan und meine ausführliche Heilfasten-Anleitung.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Wilhelmi de Toledo F, Grundler F, Bergouignan A et al.: Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects. PLOS ONE. 2019;14(1):e0209353. Zur Studie
  • Varady KA et al.: Efficacy and safety of prolonged water fasting: a narrative review of human trials. Nutrition Reviews. 2024;82(5):664–676. Zum vollständigen Beitrag

Hier stelle ich Ihnen zwei Teerezepte (Fastenrezepte) zum Heilfasten vor.

Wenn Sie eine vollständige Heilfasten-Anleitung suchen, so können Sie diese hier anfordern: Heilfasten Anleitung. Was Sie unbedingt brauchen sind Fastenrezepte für Tees und Suppen.

Hier zwei Fastenrezepte für Heiltees:

Fastentee-Rezept Nr. 1:

  • Fol. Menthae pip. 20,0 (Minzeblätter)
  • Fruct. Foeniculi 20,0 (Fenchelfrüchte)
  • Hb. Solidaginis 10,0 (Goldrutenkraut)
  • Hb. Urticae 10,0 (Brennnesselkraut)
  • Flor. Chamomillae 10,0 (Kamilleblüten)
  • Rad. Taraxaci c. Herb. 10,0 (Löwenzahnwurzeln)

Zubereitung:

Nehmen Sie 2 EL (Esslöfel gestrichen) auf einen Liter heißes Wasser, 10 min. abgedeckt ziehen lassen und über den Tag verteilt trinken.

Fastentee-Rezept Nr. 2:

Dieser Fastentee ist geeignet, wenn Sie unter Wechseljahresbeschwerden leiden, mit starkem schwitzen.

  • Fol. Salviae 20,0 (Salbeiblätter)
  • Flor. Chamomillae 20,0 (Kamilleblüten)
  • Fol. Menthae pip. 10,0 Hb. (Minzeblätter)
  • Solidaginis 10,0 Rad. (Goldrutenwurzeln)
  • Taraxaci c. Herb. 10,0 (Löwenzahnkraut)

Zubereitung:

Nehmen Sie auch davon 2 EL (Esslöffel gestrichen) auf einen Liter heißes Wasser, 10 min. abgedeckt ziehen lassen und über den Tag verteilt trinken.

Die Fastenezepte können Sie während der gesamten Fastenzeit trinken.

Lassen Sie sich die Fastenrezepte in einer Apotheke anmischen.

Weitere Fastenrezepte und wie man Heilfasten richtig durchführt erfahren Sie in meiner Heilfasten Anleitung, klicken Sie einfach hier.

Die Heilpflanzen für die Tees haben im Einzelnen folgende Wirkungen:

Brennessel: entzünundghemmend, schmerzlindernd, blutzuckersenkend und LDL-senkend, antioxidativ, leberschützend

Fenchel: antibakteriell, Magen-Darm-beruhigend, blutdrucksenkend, liefert viel Vitamin C

Goldrute: fiebersenkend, entzündungshemmend, schmerzsenkend, harntreibend

Kamille: entzündungshemmend,,krampflösend, Magen-Darm-beruhigend, antibakteriell

Löwenzahn: antimikrobiell, entzündungshemmend, antioxidativ, harntreibend, verdauungsfördernd, antidepressiv, liefert viel Kalium

Minze (Pfefferminze, Nanaminze, Wasserminze): antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, galletreibend, beruhigend

Salbei: antibakteriell, entzündungshemmend, harntreibend, blutstillend, krampflösend, beruhigend

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den „5 Wundermitteln“ an:

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Beitragsbild: 123rf.com – thamkc

Der Einlauf oder Darmeinlauf: Für viele Patienten oder Fastenwillige ist das Thema Einlauf mit einem Tabu belegt. Doch das muss nicht sein! Ein Einlauf ist eine Reinigungsmaßnahme, die sich zur Vorbeugung und Heilung vieler Krankheiten eignet. Für das Heilfasten ist ein Einlauf sogar dringend notwendig. Wenn man ihn richtig durchführt, ist er auch bei Weitem nicht so unangenehm, wie viele denken.

Abb.1: Hier sehen Sie eine sogeannte Klysopumpe. Ein sehr angenehmes Gerät zur Durchführung eines Einlaufs. Vergessen Sie die ganzen Beutel usw. die an „Türklinken“ etc. aufgehängt werden sollen… Mehr dazu weiter unten.

Hier erfahren Sie, wie ein Einlauf oder Darmeinlauf durchgeführt wird, wie er wirkt und warum und wann Sie eventuell von einen Einlauf profitieren könnten.

Wenn es in meinen Beginner-Fastenkursen zum Thema Einlauf kommt, senken sich meist die Häupter und fast jeder tut so, als würde er oder sie gerade angestrengt im Manuskript (das ich ausgeteilt habe) lesen…

Und dieses „Problem“ thematisiere ich auch gleich als erstes:

Alle Ausscheidungsvorgänge des Körpers sind „normal“. Dazu gehört erst recht der Stuhlgang. Aus unserer Kindheitserziehung haben wir gelernt, dass das, was da hinten rauskommt, „Bäh“ oder „Pfui“ ist. Das ist natürlich völliger Blödsinn. Denn was da hinten rauskommt ist NORMAL (meistens jedenfalls).

Also lösen wir uns erst einmal von der Pfui-Bäh-Vorstellung und kümmern uns um die Sache Einlauf oder Darmeinlauf.

Anwendung

Für einen Einlauf werden in der Regel Klysos, Klistier-Spritzen oder Klistier-Bälle verwendet. Ein Klistier ist die „kleinere“ Variante des Einlaufs, bei dem weniger Flüssigkeit eingespült wird. Das Wort „Klistier“, das in all diesen Bezeichnungen steckt, kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Reinigung“ oder „Spülung“. Bei allen Einlaufvarianten wird eine „Klistierspritze“ in den After eingeführt (keine Sorge, die ist natürlich weder spitz noch schmerzhaft). Durch diese wird dann auf unterschiedliche Weise Flüssigkeit in den Darm geleitet.

Der Einlauf (die Spülung von Mastdarm und Dickdarm, auch Darmeinlauf genannt), ist eines der ältesten Naturheilmittel und wird traditionell durchgeführt, um bei hartnäckiger Verstopfung (Obstipation) den Stuhl im Enddarm aufzuweichen und abzuführen. Der Einlauf wird auch bei ganzheitlichen Fastenmethoden eingesetzt, um eine schonende und gründliche Reinigung des Körpers von innen zu erreichen.

Geschichte

Die Geschichte des Einlaufs ist lang. Schon die alten Ägypter nutzten diese Methode, um den Körper zu reinigen. So sollten die „Krankheitsdämonen“ schneller ausgeschieden werden. Außerdem versuchten sie, Kranken auf diese Art Medikamente oder Nährstoffe zuzuführen. Später (ab dem vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung) verbreitete sich die Theorie des Hippokrates, nach der alle Krankheiten aus einem Ungleichgewicht der Körpersäfte herrühren sollen. Der Einlauf gehörte zu den Standardmethoden, um einen Ausgleich der Säfte wieder herbeizuführen.

Einläufe im Mittelalter

Im 16. und 17. Jahrhundert wurden Einläufe so beliebt, dass man von einer regelrechten „Klistier-Sucht“ sprechen konnte. Die Vorstellung, man könne mit Aderlässen und Einläufen alle Krankheiten heilen und außerdem länger jung, schön und gesund bleiben, veranlassten viele Menschen zu täglichen Klistieren als Gesundheitspflege. Erst als sich die Medizin im 19. Jahrhundert von der Säftelehre distanzierte, verlor der Einlauf an Bedeutung. Ganz unwichtig ist er jedoch nie geworden. Naturmediziner setzten ihn immer gegen Verstopfung und andere Probleme ein.

Übrigens: Schon im Mittelalter hielt Schamgefühl viele Menschen von einem Darmeinlauf ab. Deshalb erfand ein französischer Chirurg im 16. Jahrhundert einen Klistierapparat, der ohne Hilfe einer zweiten Person benutzt werden konnte. Bis es soweit verbessert wurde, dass es keine Verletzungsgefahr mehr bot, vergingen jedoch weitere hundert Jahre. Doch nicht jeder war so schamhaft. Dazu eine Anekdote am Rande: Ludwig XIV. erklärte seine Gesundheit zur Staatssache und ließ alle Behandlungen, auch die Einläufe, in Anwesenheit seines Hofstaates durchführen. In manchen Geschichtsbüchern gibt es zu dieser Zeremonie auch noch Zeichnungen.

Heute gibt es verschiedene Klistierapparate, die eine einfache Handhabung ermöglichen und gut zu reinigen sind. Für den Hausgebrauch ist ein Irrigator-Set, ein Klistier oder eine Klyso-Pumpe sehr gut geeignet. Ich empfehle eine Klyso-Pumpe. Diese erhalten Sie in Sanitätshäusern oder (oft nur auf Bestellung) in Apotheken. Mit etwa 20 – 25 Euro halten sich die Anschaffungskosten in Grenzen.

Durchführung eines Einlauf mit der Klyso-Pumpe

Vorsicht: Ein Darmeinlauf sollte aufgrund der möglichen Kreislaufbelastung immer im Liegen durchgeführt werden!

In Fastenbüchern sehe ich immer wieder abscheuliche Szenen, wie man sich im Bad hinknien soll, den Topf an der Türklinke aufhängen…schauderhaft. Ich möchte fast behaupten: Diese „Schriftsteller“ haben das noch nie praktiziert – oder sie sind völlig schmerzbefreit!

Ich denke da an meine Fastenteilnehmer über 50, mit Knie- und Rückenbeschwerden… Von der demütigenden Körperhaltung ganz zu schweigen. Unglaublich, dass so etwas empfohlen wird. So: Nachdem Sie jetzt wissen, wie es NICHT sinnvoll ist, erfahren Sie eine sinnvolle Methode für einen gelungenen Darmeinlauf.

Vorbereitung für einen Einlauf mit einer Klyso-Pumpe:

1. Legen Sie zuerst folgende zusätzliche Hilfsmittel bereit:

  • Schutzfolie oder Zellstofftücher
  • Einmal-Handschuhe
  • Schüssel
  • Vaseline oder Fett-Creme

2. Prüfen Sie den festen Sitz des Klistier-Stücks am Schlauchende.

3. Bereiten Sie die Spülflüssigkeit vor: Füllen Sie hierzu circa 200 – 500ml körperwarmes Wasser (ca. 37°C) in die Schüssel. Wenn Sie Wirkstoffe wie zum Beispiel Natron, Kochsalz oder Kamillentinktur hinzugeben möchten, halten Sie sich bitte an die Dosieranleitung dieser Wirkstoffe, da eine Überdosierung zu einer Darmschleimhautreizung führen kann!

Welche Zusätze Sie sinnvoll für einen Darmeinlauf einsetzen können, erfahren Sie, wenn Sie hier klicken.

4. Fetten Sie das Klistierrohr zum Beispiel mit Vaseline ein. Nehmen Sie dazu ein Stück Toilettenpapier.

5. Bedecken Sie das Bett oder die Liegefläche mit der Schutzfolie oder den Zellstofftüchern. Es tut auch ein Badehandtuch.

6. Stellen Sie die Schüssel mit der Spülflüssigkeit in erreichbare Nähe neben sich.

Die „richtige“ Einlauf-Temperatur

Es kommt darauf an, was man mit dem Einlauf erreichen möchte:

  1. Einläufe sind generell geeignet um abzuführen und so den Körper zu entlasten. Während des Fastens ist dies eine gängige Methode.
  2. Zum Zweiten kann der Körper durch einen Einlauf „trinken“ und so benötigte Flüssigkeit aufnehmen. Das wäre eine Variante, wenn man z.Bsp. bestimmte Heilpflanzen-Zubereitungen aufnehmen möchte, wie zum Beispiel beim Kaffee-Einlauf.
  3. Drittens kann durch kühleres Wasser (ca. 33 bis 35 Grad) Fieber entgegen gewirkt werden (wenn man das möchte). Ebenso wirkt das kühlere Wasser abführend.
  4. Man kann aber auch durch wärmere Einläufe (40 bis 41 Grad) die subferilen Temperaturen des Körpers (Fieber mit „nur“ 37,1 bis 37,9 Grad) erhöhen und so künstliches Fieber erzeugen.

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Durchführung eines Einlaufs

1. Ziehen Sie die Einmal-Handschuhe an. Wenn Sie wollen, können Sie auch darauf verzichten.

2. Legen Sie sich mit Ihrer linken Seite auf Ihr Bett oder eine andere bequeme Liegefläche. Da der Dickdarm linksseitig verläuft, wird so der Flüssigkeitsaufstieg in den Darm begünstigt. Der Einlauf kann auch in einer flachen Rückenlage mit aufgestellten Beinen vorgenommen werden. Bereitet Ihnen die Selbstdurchführung Schwierigkeiten, bitten Sie eine Person Ihres Vertrauens um Mithilfe.

3. Ziehen Sie die Knie leicht an, um Ihre Bauchmuskulatur zu entspannen.

4. Führen Sie das Einlauf-Rohr mit einer leichten Drehbewegung ca. 2 – 3 cm in den After ein. Das ganze soll schmerzlos sein.

5. Das Schlauchende mit dem Ansaugventil tauchen Sie in die Spülflüssigkeit. Durch Pumpen des Balles wird die Flüssigkeit angesaugt und über den Ball und das Einlauf-Rohr in den Darm gebracht. Bei einem starken Entleerungsdrang beenden Sie das Pumpen.

6. Ziehen Sie das Einlauf-Rohr aus dem After.

Achtung: Ziehen Sie dabei nicht am Schlauch, sondern am Einlauf-Rohr. Versuchen Sie, die Flüssigkeit möglichst lange zu halten. Bei einer Verweildauer der Flüssigkeit von circa sieben Minuten erhalten Sie eine optimale Wirkung des Klistiers.

7. Entleeren Sie den Darminhalt auf der Toilette. Dies kann eine längere Zeit dauern.

Reinigung des Einlaufgeräts

1. Spülen Sie das Klistier mit reichlich Wasser gründlich durch.

2. Das Klistier-Rohr kochen Sie anschließend aus und desinfizieren es gegebenenfalls.

3. Entsorgen Sie die benutzten Einmal-Artikel wie Handschuhe, Schutzfolie oder Zeitstofftücher.

Erfolgt die Anwendung von einem Darmeinlauf im pflegerischen oder medizinischen Bereich, müssen Sie vorher Ihren Arzt oder Heilpraktiker befragen. Der Einlauf gehört dann zu den therapeutischen Verordnungen.

Bleibt noch die Frage zu beantworten:

Wann darf KEIN Darmeinlauf durchgeführt werden?

  • bei bestehender und/oder diagnostizierter Darmperforation,
  • bei akuten Baucherkrankungen und starken Bauchschmerzen, wie zum Beispiel einer Blinddarmentzündung (Appendizitis),
  • bei Darmverschluss,
  • nach einer Bauchoperation (Rücksprache mit Ihrem Chirurgen),
  • in der Frühschwangerschaft (Rücksprache mit Ihrem Frauenarzt),
  • bei drohendem Abort,
  • bei Blutungen im Darmtrakt (siehe: Blut im Stuhl),
  • bei Erbrechen oder Bauchschmerzen,
  • bei Tumoren im Bauch (z.B. Darmkrebs),
  • bei rektalen Darmfisteln und Scheidenfisteln.

Mehr zum Thema auch in meinem Artikel: Darmspülung.

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Als langjähriger Praktiker der Naturheilkunde möchte ich Ihnen eine faszinierende Entdeckung näherbringen: Brottrunk. Dieses milchsaure Gärgetränk, gewonnen aus biologischem Vollkornbrot, hat in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen. Aber bringt das auch etwas? Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen, um zu verstehen, wie Brottrunk wirkt, welche gesundheitlichen Vorteile er bietet und wie Sie ihn optimal in Ihren Alltag integrieren können.

Was ist Brottrunk eigentlich?

Brottrunk ist jetzt fast 30 Jahre alt und scheint immer mehr an Beliebtheit zu gewinnen. Grundlage des Brottrunks ist also ein Vollkorn-Sauerteigbrot, das aus biologisch angebautem Getreide gebacken wird.

Das Brot wird anschließend mit Quellwasser versetzt und monatelangen Gärungsprozessen unterworfen. Durch diese Gärungsreaktion entstehen völlig neue, gesunde Brotgetreidebakterien, Milchsäure und Enzyme. Wenn der Gärprozess beendet ist, wird der Brottrunk „abgezogen“, gefiltert und in Flaschen abgefüllt.

Brottrunk enthält eine hohe Anzahl an gesunden Milchsäurebakterien (sog. Probiotika), Milchsäure, Brotgetreidesäure und wertvolle Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Enzyme.

Jeder Milliliter enthält mehrere Millionen Brotgetreidesäurebakterien und einige Tausend Hefen. Die Bakterien sind überwiegend Lactobazillen, die im Darm Cholesterol binden und so indirekt Cholesterin senken.

Darüber hinaus werden bestimmte Enzyme in ihrer Entstehung gehemmt, die an der Krebsbildung beteiligt sind. Durch die Förderung der Lactobazillusflora wird die Ausbildung von pathogenen Keimen verhindert, insbesondere von Staphylococcus aureus und Candida albicans.

Wie schmeckt Brottrunk?

Brottrunk schmeckt reichlich sauer, denn sein pH-Wert liegt bei 3. Dennoch wirkt der Trunk alkalisierend und ist damit in der Lage, einer Übersäuerung entgegenzuwirken. Bei einem solch geringen pH-Wert kann es vorkommen, dass das Getränk zu sauer schmeckt. In diesem Fall kann man es mit Mineralwasser oder Saft verdünnen. Brottrunk hat sich auch als Wickel, Bäder und Umschläge bewährt.

Wie wirkt Brottrunk und gegen was kann er helfen?

Die biologisch aktive Milchsäure ruft ein leicht saures und damit gesundes Darmmilieu hervor und unterstützt dadurch die gesunden Milchsäurebakterien in ihrem Wachstum. Brottrunk ist somit auch ein geeignetes Lebensmittel im Rahmen einer Darmsanierung. Er fördert zudem in der Fastenzeit die Ausscheidung von „Schlackenstoffen“ über den Darm und steigert so die Verdauungsleistung.

Auch in medizinischen Kreisen wird vereinzelt über die Vorteile dieses probiotischen Nahrungsmittels diskutiert. Selbst einige (wenige) Ärzte sind sogar dazu übergegangen, Brottrunk als eine Art Basismedikation bei einer Reihe von Erkrankungen einzusetzen. Dies gilt für DurchfallNeurodermitis und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Daneben gibt es noch positive Hinweise, dass Brottrunk einen protektiven Effekt gegenüber Kolonkarzinom (Darmkrebs) hat. Diese zumeist prophylaktischen Wirkungen können allerdings nur wirksam werden, wenn das Produkt täglich konsumiert wird. Es ist auch nicht sinnvoll, zwischen verschiedenen probiotischen Produkten zu wechseln. Vielmehr sollte man sich für ein Produkt entscheiden und dies dann langfristig einnehmen.

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Studien und Untersuchungen

Es gibt inzwischen eine Reihe von wissenschaftlichen Studien über Brottrunk.

Im Folgenden eine Übersicht über die wichtigsten Wirkweisen:

  • Brottrunk beschleunigt den Alkoholabbau in der Leber. Er ist somit ein optimaler „Leberentgifter“.
  • Brottrunk senkt zu hohe Harnsäure-Spiegel. Dies wird in der Viehzucht genutzt, um bei Schweinen Harnsäure- und Cholesterin-Werte zu senken.

Da Cholesterin eine Schutzfunktion hat, indem es Gift- und Schadstoffe aufsaugt, steigt es auch bei steigender Schadstoffbelastung an. Bei hohen Cholesterinwerten kann es dann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen. Brottrunk kann diese Entgiftungsfunktion des Cholesterins übernehmen, was dann zu einem Absinken des Cholesterins führt.

Eine Studie hat es ins PubMed geschafft:

  • Immune modulation with Kanne-Brottrunk to prevent pollinosis: a 1-year observational study with follow-up

Diese Studie aus dem Jahr 2006 (Veröffentlichungsdatum) ist die einzige Studie, die direkt mit Kanne-Brottrunk durchgeführt wurde. Ziel dieser Studie war, die immunmodulierenden Eigenschaften, die für andere probiotische Nahrungsmittel gut dokumentiert sind, von Brottrunk zu evaluieren. Zum ersten Mal wurde eine mögliche präventive Rolle von Brottrunk bei allergischer Rhinitis untersucht. Zu diesem Zweck wurden 30 freiwillige Probanden mit einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von 20 Jahren in die Studie aufgenommen. Die Probanden konsumierten 700 ml Kanne-Brottrunk jeden Tag für die Dauer eines Jahres. Am Anfang und am Ende der Studie und ein Jahr nach Studienende bewerteten sie ihre von der Rhinitis beeinflussten Lebensqualität während der Allergiesaison, basierend auf einem krankheitsspezifischen Fragebogen (FLQA: Freiburg Life Quality Assessment). Zusätzlich wurden Veränderungen direkt bewertet. Der Status wurde im November 2002, Januar 2003, Mai 2003 und November 2003 bestimmt.

Resultate: Insgesamt beendeten 24 Teilnehmer die Studie, obwohl einige von ihnen weniger als die erforderlichen 700 ml täglich konsumiert hatten. 17 von 20 beurteilten Probanden (85 Prozent) bewerteten ihre allergische Rhinitis während des Behandlungsjahrs als „sehr viel besser“ oder „deutlich besser“ (57 Prozent im Folgejahr). In 2003 zeigte der FLQA-Fragebogen klinisch relevante Effekte und statistisch signifikante Verbesserungen bei allen sechs Skalen. In 2004 waren die Verbesserungen für alle sechs Skalen geringfügig weniger gut ausgeprägt, waren aber statistisch signifikant für vier Skalen. 12 Probanden berichteten von einer relevanten Reduktion oder dem Stop der Rhinitis-Medikation und viele berichteten von Verbesserungen anderer immunbezogener Konditionen.

Schlussfolgerung: Die beobachteten Verbesserungen unter einer täglichen Einnahme von Kanne-Brottrunk waren ausgeprägt und statistisch signifikant. Eine randomisierte kontrollierte Studie wäre notwendig, um kausale Zusammenhänge beschreiben zu können.

Anwendung von Brottrunk

Ich empfehle 3 x täglich 50 ml Brottrunk pur oder verdünnt mit Wasser zu trinken. Zur Stabilisierung des Darmmilieus (siehe auch Symbioselenkung und Mikrobiologische Therapie), empfehle ich Brottrunk auch für die Zeit nach dem Fasten. Dann reicht täglich ein kleines Glas (50ml) zu den Mahlzeiten. Den Brottrunk gibt es unter der Bezeichnung Kanne Brottrunk in Reformhäusern, Drogerien oder Naturkostläden.

Wie man Brottrunk optimal während des Fastens und Heilfasten einsetzt, erfahren Sie in meiner Fasten Anleitung und im Heilfasten Plan.

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Beitragsbild: 123rf.com – PAPAN SAENKUTRUEANG

Als Praktiker der Naturheilkunde möchte Ich mit Ihnen mein Wissen über eine altbewährte Methode teilen: Bittersalz, auch als Magnesiumsulfat bekannt. Oft als drastisches Abführmittel eingesetzt, entfaltet es seine Wirksamkeit besonders beim Fasten und während Leberreinigungen. Erfahren Sie mehr über die Anwendung von Bittersalz, seine Dosierung und wie dieses natürliche Heilmittel nicht nur Darmproblemen entgegenwirkt, sondern auch in anderen Bereichen der Gesundheit seine Stärken entfalten kann.

Was ist Bittersalz?

Bittersalz (Magnesiumsulfat) wird immer noch sehr häufig und gerne als „drastisches“ Abführmittel eingesetzt. Am häufigsten wird es jedoch bei Fasten eingesetzt und zum Beispiel auch bei der sog. Leberreinigung.

Innerhalb der verschiedenen Salz-Gruppen wird in der Naturheilkunde das Bittersalz eher bei Störungen des Darmes zur Anwendung gebracht. Bei Störungen der Leber- und Galle kommt hingegen eher das Glaubersalz als Abführmittel in Frage.

Bittersalz erhalten Sie in jeder Apotheke. Die Apotheke wiegt ihnen gerne eine bestimmte Menge. Wenn Sie tatsächlich Bittersalz zu sich nehmen wollen, reichen 100g Bittersalz völlig aus. Dafür müssen Sie nur ungefähr 1.-€ zahlen.

Zubereitung von Bittersalz zum Abführen

Geben Sie ein bis drei gehäufte Teelöffel Bittersalz in ein Gals lauwarmes Wasser (ca. 200 – 300ml). Rühren Sie gut um und achten Sie ob sich die Kristalle gut auflösen. Beschleunigen Sie die gesamte Mischung mit dem Löffel etwas und trinken Sie am besten alles in einem Zug aus.

Achtung: Bittersalz ist nicht gerade Genuss. Am besten Sie halten ein weiteres Glas Wasser bereit, um den doch etwas „strengen“ Geschmack wegzuspülen.

Das Bittersalz beginnt je nach Dosierung, nach ca. 1 – 3 Stunden zu wirken. Die Lösung bindet im Darm durch Osmose Wasser, wodurch sich der Flüssigkeitsanteil im Darm stark erhöht. Durch diese Volumenerhöhung wird der Stuhldrang (Defäkationsreiz) ausgelöst. Je nachdem wie stark Sie dosiert haben, werden Sie einen mehr oder weniger starken Stuhldrang verspüren.

Oft wird generell das wesentlich besser schmeckende F.X. Passagesalz der Firma Wörwag empfohlen. Bittersalz ist auch der Hauptbestandteil des F.X. Passagesalzes. Das Passagesalz hat eine sehr gute Anleitung beiliegen, die die Einnhame genau erklärt.

Während des Fastens störten mich allerdings immer wieder die Zusatzstoffe im Passagesalz, sodass ich wieder zum „Original“ zurückgekehrt bin. Mittlerweile habe ich ein wohlschmeckenderes Rezept entwickelt, dass Sie unter dem Stichwort Glaubersalz Rezept finden. Dort können Sie auch Ihre Erfahrungen hinterlassen, die ich gerne hören würde.

„Verfeinerte“ Einnahmestrategien für Bittersalz und F.X. Passagesalz erhalten Sie in meiner Heilfasten Anleitung Klicken Sie hier für mehr Informationen. Hier erfahren Sie auch, warum die alleinige Einnahme von Bittersalz (ohne die richtige Vorbereitung) keine darmreinigende Wirkung hat.

Verwenden Sie Bittersalz bitte nicht als regelmäßiges Abführmittel, denn dafür ist es nicht geeignet. Wenn Sie unter Verstopfung leiden, sollten Sie andere Strategien anwenden.

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Kontraindikationen

Verwenden Sie Glaubersalz nicht als regelmäßiges Abführmittel, denn dafür ist es nicht geeignet.Wenn Sie unter Verstopfung leiden, sollten Sie andere Strategien anwenden.

Glaubersalz sollten Sie NICHT bei Kindern und bei Erwachsenen mit eingeschränkter Nierenfunktion verwenden, sowie bei: Darmverschluss, Darmstenosen, unklaren Bauchschmerzen, sowie bei Elektrolytstörungen und einer Hypermagnesiämie.

Bittersalz wird nach bisherigen Auffassungen in geringem Maß vom Darm aufgenommen.

Weitere Anwendungen von Bittersalz

Magnesium ist ein essentielles Spurenelement für den menschlichen Organismus, da es über 300 verschiedene enzymatische Prozesse reguliert und beeinflusst. Von daher hat Bittersalz neben dem Einsatz als Abführmittel eine Reihe weiterer medizinischer Anwendungen:

Bittersalz wird als Mittel der Wahl für eine Magnesiumsubstitution bei Magnesiummangel betrachtet. Für eine Dauersubstitution sind allerdings organische Magnesiumverbindungen wie zum Beispiel Magnesiumaspartat oder Magnesiumcitrat besser geeignet, da die Resorptionsraten besser sind als bei einer anorganischen Verbindung.

Bei Torsade-Arrhythmien ist Magnesiumsulfat Mittel der ersten Wahl in der Behandlung dieser potentiell Kammerflimmern auslösenden Arrhythmie. Die Applikation erfolgt allerdings über eine Infusion.
Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19351630

Magnesiumsulfat wird auch als Bronchodilatator bei schwerem Asthma eingesetzt, wenn Beta-Agonisten und Anticholinergika keinen ausreichenden Effekt zeitigen. Allerdings erfolgt die Applikation intravenös oder seit neuestem auch über Inhalationsgeräte.
Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16002955

Bittersalz kommt auch in der Volksmedizin für lokale Anwendungen in Betracht. Es ist in der Lage, auf Abszesse, Karbunkel, Furunkel, Pickel etc. aufgetragen, diese auszutrocknen und zu reduzieren. Magnesiumsulfat als Lösung ist wirksam gegen Akne und Hautverunreinigungen wie Mitesser etc., wenn es auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Zur Herstellung der Lösung oder einer „Creme“ versetzt man das Pulver mit mehr oder weniger viel Wasser.

Eine weitere überlieferte Anwendung aus der Volksmedizin: Ein warmes Bad in Bittersalz hilft Herpes-Symptome zu erleichtern.

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Das Rebasit Basenpulver wird vor allem als Mittel gegen Übersäuerungen verordnet, bzw. eingenommen.

Und in der Tat: Ich beobachte in der Praxis, dass immer mehr Menschen leiden unter einem unausgeglichenen Säure-Base-Haushalt. Da diese Fakten immer wieder mal wieder auch von „Experten“ bezweifelt werden, habe ich in meinem Beitrag „Übersäuerung – Mythen, Fakten und Wahrheiten“ ausführlich Stellung genommen.Die Folgen dieses Ungleichgewichts können sich in vielfältiger Weise bemerkbar machen: Nicht nur klassische Symptome wie Sodbrennen und saures Aufstoßen können dann auftreten, sondern auch Hautausschläge, Migräne oder Magenbeschwerden.

Um einer Übersäuerung effektiv entgegenzusteuern, stehen diverse Basenpulver, wie zum Beispiel das Rebasit zur Verfügung, die nicht nur für einen basischen Effekt sorgen, sondern darüber hinaus auch Mineralstoffdefizite ausgleichen können.

Rebasit – Zusammensetzung und Inhaltsstoffe

Rebasit Pulver besteht aus insgesamt drei verschiedenen Citrat-Verbindungen; neben Calciumcitrat sind Kaliumcitrat und Natriumcitrat enthalten. Eine Tagesdosis des Pulvers liefert etwa 230mg Calcium, 1200mg Natrium und 440mg Kalium. Carbonathaltige Verbindungen, die für Basenmischungen typisch sind, fehlen vollständig. Ebenso sind auch keine zugesetzten Spurenelemente enthalten, zum Beispiel Zink oder Selen.

Wirkung

Rebasit Pulver wird aufgrund seiner säurepuffernden Wirkung vor allem als klassisches Entsäuerungsmittel verwendet. Wegen der citrathaltigen Verbindungen präsentiert sich das Produkt besonders hochwertig.

Im Vergleich zu Carbonaten weisen Citrate eine Reihe von Vorteilen auf; so sind sie nicht nur besser verträglich, weil sie unter weitgehender Umgehung des Magen-Darm-Traktes wirken, sondern sie werden vom Körper auch besser aufgenommen. Vor allem aber sorgen Citrate nicht für den klassischen Säure-Rebound – ein Effekt, der bei Carbonaten auftritt und sich durch eine vermehrte Säureproduktion nach der Einnahme des Entsäuerungsmittels äußert.

Nicht zuletzt weisen die Citrate aber auch eine besonders hohe Kapazität und Effizienz auf.

Rebasit-Pulver kann jedoch nicht nur als Entsäuerungsmittel verwendet werden; der Einsatz lohnt sich auch, wenn eine gezielte Zufuhr des Mineralstoffes Calcium erwünscht ist. Auf diese Weise kann man beispielsweise die Verhütung von Osteoporose effektiv unterstützen.

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Dosierungsempfehlungen

Um die Tagesdosis des Rebasit Pulvers zu erreichen, müssen von dem Produkt drei gestrichene Messlöffel eingenommen werden. Man löst das Pulver in mindestens einem Viertelliter Wasser oder Tee auf. Weil die Basenmischung über seinen sehr eigentümlichen Geschmack verfügt, hat es sich bewährt, möglichst viel Flüssigkeit zu verwenden. Die Mischung wird anschließend jeweils vor den Mahlzeiten über den Tag verteilt getrunken.

Bewertung und Fazit

Rebasit Pulver gehört für mich zu den hochwertigen Basenmischungen, das aufgrund der citrathaltigen Verbindungen besonders gut verträglich ist und über eine hohe Aufnahmekapazität verfügt.

Sehr gut geeignet ist das Präparat für Menschen, die gleichzeitig ihren Calciumhaushalt verbessern oder Osteoporose vorbeugen möchten.

Auch für Sportler könnte die Basenmischung interessant sein, da sie hohe Mengen an Kalium und Natrium liefern, die während des Trainings über den Schweiß verlorengehen. Allerdings sind der Basenmischung keine zusätzlichen Spurenelemente zugesetzt; wer also gleichzeitig etwas für sein Immunsystem tun möchte, muss zu diesem Zweck separate Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Weitere Basenmittel über die ich berichtet habe: Amaiva Qick Basic – Basica – Basocaps – Basosyx – Dr. Jacobs Basenpulver – Minerot Basenpulver – Pascoe Basentabs –  Altapharma Basenpulver – Jentschura BasenbadBasenpulver pur von DmBullrich Salz 

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Beitragsbild: 123rf.com – subbotina

Minerot Basenpulver

Falsche Ernährung, Stress und Umweltgifte – der Mensch ist heute zahlreichen schädlichen Einflüssen ausgesetzt. Dies kann auf Dauer auch den Körper krankmachen; so gehört beispielsweise die Übersäuerung zu den häufigen Zivilisationskrankheiten.

Gegen die ungünstige Verschiebung der Säure-Basen-Haushalts des Körpers helfen neben dem Ausschalten schädlicher Einflüsse auch diverse Basenpulver, zum Beispiel Minerot (auch: Oetlinger Basenpulver).

Zusammensetzung

Wie jedes Basenpulver enthält Minerot unterschiedliche basische Bestandteile, die überschüssige Säuren im Körper neutralisieren. Hierzu gehören beispielsweise die Citrate, die im Minerot in großer Menge enthalten sind. Ein kleiner Anteil an Carbonaten ergänzt die puffernde Wirkung von Minerot. Als Mineralstoffe, die an die Citrate gebunden sind, enthält das Basenpulver Kalium, Calcium, Magnesium und Natrium.

Der Herstellungsprozess des Basenpulvers weist darüber hinaus einige Besonderheiten auf; so wird das Produkt von Hand gemischt und ohne Verwendung von Trennmitteln hergestellt. Außerdem wird auf jegliche Art von Bestrahlung und auf Gentechnik verzichtet.  [5] Die Mineralstoffe Calcium und Magnesium werden aus alten Lagerstätten gewonnen und sind garantiert frei von schädigenden Umweltgiften.

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Bewertung und Erfahrung

Minerot liefert die basischen Bestandteile als so genannte Citrate. Hierbei handelt es sich um eine im Zusammenhang mit dem Säure-Basen-Gleichgewicht besonders günstige Verbindungen, die sehr gut vertragen werden. Im Gegensatz zu den Carbonaten, die häufig in Basenpulvern enthalten sind, beeinflussen sie den pH-Wert des Magens nicht und können deshalb bedenkenlos auch mit den Mahlzeiten aufgenommen werden. Zudem entsteht bei der Verstoffwechselung von Citrat kein Kohlenstoffdioxid, das zu unangenehmem Aufstoßen führen kann.

In Minerot ist zwar zusätzlich eine geringer Anteil Natriumcarbonat enthalten, jedoch ist diese Menge nicht ausreichend, um die unangenehmen Begleiterscheinungen der Carbonate hervorzurufen.

Günstig wirkt sich bei der Zusammensetzung von Minerot auch das günstige Verhältnis von Calcium (knochenstärkend) und Magnesium (für Muskeln und Nerven) aus, das hier 2:1 beträgt und somit zu einer guten Aufnahme von allen Wirkstoffen führt.

Nicht zuletzt ist mittlerweile auch bekannt, dass der Mineralstoff Magnesium als Citratverbindung besonders gut vom Körper aufgenommen wird und deshalb für eine verbesserte Wirksamkeit sorgt.

Die Erfahrung zeigt, dass sich insbesondere die Kombination von Basenpulver und gesunder Ernährung langfristig positiv auf den Säure-Basen-Haushalt auswirkt. Insbesondere im Zusammenhang ist der Anwendung von citrathaltigen Produkten wie Minerot ist zusätzlich die sehr gute Verträglichkeit beobachtet worden, so dass die Patienten auch bereit waren, die Einnahme über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Ob die Besonderheiten beim Herstellungsprozess des Basenpulvers zu einer verbesserten Wirksamkeit führen oder anderweitig positive Effekte aufweisen, ist hingegen bislang nicht geklärt.

Weitere Basenmittel über die ich berichtet habe: Amaiva Qick Basic – Basica – Basocaps – Basosyx – Dr. Jacobs Basenpulver – ReabsitAltapharma BasenpulverPascoe Basentabs – Jentschura BasenbadBasenpulver pur von DmBullrich Salz

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