Heilfasten
 
Heilfasten: Kritik, Gefahren, Nebenwirkungen und Todesfälle beim Fasten

Ist Fasten gefährlich?

Es ist fast immer das Gleiche: In jedem Frühjahr gibt es zahlreiche Berichte zum Heilfasten und Fasten. Mal wird es "lobgepriesen", ein anderes mal wieder als ultimative Methode dargestellt um abzunehmen.

Andererseits hören Sie von "Autoritäten", dass Heilfasten gefährlich sei, zahlreiche Nebenwirkungen habe und auch mit dem Tod enden könne.

Leider sagen zu viele Personen und Autoritäten etwas zu einem Thema, mit dem diese sich offensichtlich nicht einmal annähernd beschäftigt haben.

Gleichzeitig werden dadurch viele Fastenwillige, die Heilfasten durchaus einmal ausprobieren möchten abgeschreckt.

In diesem Artikel gehe ich exemplarisch auf die Pressemitteilung eines Diät-Assistenten ein, der es eigentlich besser wissen sollte. Zuerst können Sie die "erschreckende" Pressemitteilung lesen, die ich dann im folgenden kommentiere. Dabei beziehe ich mich auf die entsprechenden wissenschaftlichen Studien, die eindeutig die Vorteile des Heilfastens beweisen.

Die Pressemitteilung "HEILFASTEN KANN TÖDLICH ENDEN!" stammt von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.

Hier die Pressemitteilung im Original:

 

Jedes Jahr stehen viele Todesfälle im Frühjahr im Zusammenhang mit Fasten, "Heilfasten", Nulldiäten oder anderen gefährlichen Crashdiäten, warnt heute Sven-David Müller-Nothmann von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Fasten führt neben Vitamin- und Mineralstoffmangelzuständen auch über den Proteinmangel zum Muskelabbau. Davon ist auch der Herzmuskel betroffen, was insbesondere bei Risikopatienten tödlich enden kann, berichtet Müller-Nothmann weiter.

Besonders gefährlich ist Fasten für Krebspatienten, Rekonvaleszente, Senioren und andere chronisch Kranke, betont Müller-Nothmann, der auch vor Fastenwandern oder Glaubersalzanwendung warnt.

Überhaupt nicht Fasten sollten Diabetiker oder akut Erkrankte und natürlich Schwangere und Stillende sowie psychisch kranke Menschen. Leider unterschätzen viele Menschen die Gefahren des (Heil-)Fastens.

Der Begriff "Heilfasten" klingt so gesund: Dabei ist er selbstgewählt und entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Mit Fasten kann niemand heilen!

Fasten ist sozusagen das Auspendeln der Ernährungsmedizin, mokiert sich Müller-Nothmann.

Während des (Heil-)Fastens greift der Organismus zur Deckung seines Proteinbedarfes auf das Muskelprotein zurück und baut es ab.

Von diesem Raubbau ist natürlich der Herzmuskel betroffen und so sind die fastenbedingten Herztodfälle zu erklären.

Jeder, der unter einer Herzkrankheit leidet, darf keinesfalls fasten. Der fastenbedingte Muskelabbau reduziert den Ruhe-Nüchtern-Umsatz und das führt zum Jo-Jo-Effekt. Vor diesem Hintergrund ist Fasten zur Gewichtsreduktion abzulehnen.

Langfristig macht Fasten dick und fördert zudem die Entstehung von Cellulite, formuliert Müller-Nothmann.

Fasten reduziert die Abwehrkraft des Organismus und Infektionskrankheiten finden in Fastenden leichte Opfer. Das ist besonders im Frühjahr dramatisch, da die Menschen von Grippe und Erkältungskrankheiten bedroht sind.

Besonders schädigend ist Fasten, wenn es mit Darmreinigung durch Glaubersalz kombiniert ist. Die Unwissenschaftlichkeit des Fastens zeigt sich im Entschlackungskult. "Schlacke" ist das Unwort der Ernährungswissenschaft, denn Schlacken fallen im menschlichen Organismus überhaupt nicht an.

Hungern - und Fasten ist nichts anderes - ist nicht gesundheitsförderlich, sondern schädlich, betont Ernährungsexperte Müller-Nothmann.

Insgesamt ist Fasten vorwiegend aus kommerzieller Sicht für bestimmte Ärzte und Kliniken interessant.

Eine ernsthafte wissenschaftliche Auseinandersetzung gibt es nicht.

Aber Fasten ist ein Millionenmarkt.

Bezeichnend ist, dass noch nicht einmal Fastenkliniken in seriösen, international anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierte Studien vorweisen können.

Fasten mit Tee, (Mineral-)Wasser, Molke oder Säften bedeutet hungern und führt zu einer Unterversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie lebenswichtigen Fettsäuren und Aminosäuren, sofern die Fastenphase über einige Tage hinausgeht.

Eine Sonderform des Fastens ist die Magersucht, die über Wochen, Monate oder Jahre in 15 bis 20 Prozent der Fälle zum Tode führt.

Dabei nehmen Magersüchtige aber durchschnittlich mehr Nahrung auf als Fastende.

Dass nur Fastenkliniken, Fastenbuch-Autoren und Fastenärzte ihre Methode befürworten, ist bezeichnend.

Sinnvoller ist es, im Frühjahr zur dauerhaften Umsetzung guter Vorsätze einfache Regeln wie mehr Gemüse und Obst zu essen, zwei Liter (Mineral-)Wasser zu trinken oder zwei alkoholfreie Tage einzuhalten.

von: David Müller-Nothmann


 

Stellungnahme zum Artikel:

Das Heilfasten derart "niedergemacht" wird, ist nichts Neues.

Im folgenden nehme ich mir die einzelnen Punkte der Presseerklärung einmal vor, denn Sie werden (wenn Sie fasten wollen), damit unweigerlich das eine oder andere mal konfrontiert werden. Das ganze Thema kann jeden Laien stark verunsichern, vor allem, wenn die Aussagen von sog. "Autoritäten" kommen.

Beginnen wir einmal mit der Aussage:

"Jedes Jahr stehen viele Todesfälle im Frühjahr im Zusammenhang mit Fasten, "Heilfasten", Nulldiäten oder anderen gefährlichen Crashdiäten (...)"

Zunächst werden hier Fasten, Heilfasten, Nulldiät und Crash-Diät auf eine Ebene gestellt. Zwischen einer Diät und Fasten besteht aber ein erheblicher Unterschied:

"Eine Null-Diät ist nicht mit Fasten zu verwechseln. Zwar gibt es strenge Formen des Fastens, die der Null-Diät ähnlich sind oder sogar der Durchführung gleichen. Aber die Zielsetzung ist eine andere. Während bei der Null-Diät die Gewichtsreduktion die Hauptmotivation ist, so ist dies beim Fasten eher die Entschlackung oder auch ein religiöser bzw. spiritueller Hintergrund."
aus: Wikipedia

Todesfälle werden von Herrn Müller-Nothmann berichtet - Zahlen und Daten bleibt er schuldig. Ich musste schon etwas länger recherchieren, bis ich dokumentierte Todesfälle (während des Fastens) fand:

Ich fand diese Statistik in der Klinik von Buchinger in Überlingen, wo innerhalb der letzten 30 Jahre bei über 50.000 Patienten vier Patienten an akutem Herzversagen verstorben sind. Interessanterweise waren alle vier Patienten starke Raucher, die auch während des Fastens in der Klinik weiterrauchten. Der Statistik nach sind "nur" vier Todesfälle WÄHREND einer Therapie in einer Klinik innerhalb von 30 Jahren bei über 50.000 Patienten ein Beweis dafür, dass es sich hierbei um eine extrem sichere Therapie handelt.

Dem gegenüber stehen zum Beispiel jährlich 25.000 Todesfälle durch falsch ausgestellte Rezepte, wie die Apothekerkammer Nordrhein im Jahr 2004 berichtete. 5% der Klinikeinweisungen beruhen Schätzungen zufolge auf Medikamentennebenwirkungen.

Prof. Dr. Jürgen Fröhlich, Direktor der Abteilung für klinische Pharmakologie an der medizinischen Hochschule in Hannover rechnete im Jahr 2003 anhand von Untersuchungen nach, dass die Todesfall-Rate durch Medikamenten-Nebenwirkungen "wesentlich höher" liegt, als bisher angenommen. Bisher ging man von 8.000 bis 16.000 Todesfälle pro Jahr durch Medikamente-Nebenwirkungen aus. Lesenswert dazu ist ein Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 10. September 2007: Leiden auf Rezept.

Natürlich ist es wichtig zu wissen was man tut. Ich halte es allerdings für extrem fragwürdig auf Todesfälle hinzuweisen, ohne konkrete Zahlen zu nennen und pauschal ein Heilverfahren zu diskreditieren und davor zu warnen.

Zum Heilfasten ist es dennoch wichtig zu wissen:

"Je weiter fortgeschritten die zerebralen bzw. koronaren Veränderungen am Patienten sind, desto leichter, kürzer und schonender muss das Fasten gestaltet werden."

Vor allem die Blutdruckwerte verbessern sich bei den allermeisten Fastenden während des Fastens.

Kommen wir zu der Behauptung:

"Fasten führt zu Vitamin- und Mineralstoffmangelzuständen..."

Mir vorliegende Untersuchungsergebnisse reichen für eine zuverlässige Beurteilung der Vitamin-Stoffwechsel-Bilanz im Fasten nicht aus.

Ich beziehe mich dabei auf folgende Literatur:

  • Hartmann, G. und R. Schmid: Pronlongiertes Fasten als Behandlungsform der Adipositas. aus: Deutsche Medizinische Wochenzeitschrift Nr. 37 von 1967 und
  • Wilhelmi-De Toledo, F.: Methodische Probleme bei der Beurteilung des Vitaminhaushalts im Fasten. Inaugurationsdissertation der Medizinischen Fakultät der Universität Basel aus dem Jahr 1990.

Meine Erfahrung bestätigt aber, dass eine wachsende Zahl chronisch kranker Patienten und sehr "erschöpfter" Patienten, schon mit einem gewissen Vitamin- und Mineralstoffmangel das Fasten beginnen wollen. Hier gebe ich in der Praxis bereits vor dem Fasten entsprechende Präparate.

Kommen wir zu den Risikogruppen:

"Besonders gefährlich ist Fasten für Krebspatienten, Rekonvaleszente, Senioren und andere chronisch Kranke, betont Müller-Nothmann, der auch vor Fastenwandern oder Glaubersalzanwendung warnt. Überhaupt nicht Fasten sollten Diabetiker oder akut Erkrankte und natürlich Schwangere und Stillende sowie psychisch kranke Menschen. Leider unterschätzen viele Menschen die Gefahren des (Heil-)Fastens."

Wenn ich mir so die Unbeschwertheit einiger Aussagen in diversen Foren im Internet zum Fasten ansehe, muss ich Herrn Müller-Nothmann in gewisser Weise Recht geben.

Natürlich dürfen bestimmte Risikogruppen nur modifizierte Varianten des Fastens oder gar kein Fasten durchführen. Ich habe auf dieser Seite dazu mehr geschrieben unter: Wer darf nicht Fasten? und unter Fasten bei Beschwerden und Krankheiten

Weiter zu dem Streitpunkt, ob Fasten überhaupt gesund sei:

"Der Begriff "Heilfasten" klingt so gesund: Dabei ist er selbstgewählt und entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Mit Fasten kann niemand heilen!"

Diesen Unsinn muss man an solchen beschreiben, weil unzählige Untersuchungen über die günstigen (und gesunden) Auswirkungen des Fastens existieren.

Ich empfehle Herrn Müller-Nothmann einige dieser Studien:

Aly, K.O., R.Sörbris, P. Nilsson-Ehle, B.G Petersson, P.A. Öckermann: Vegetarian Fasting of obese Patients: A clinical and chemical Evaluation. Scand. J. Gastroenterol. 17 (1982) 417-424

Ball, M.F., J.J. Canary L.h. Kyle: Comparison of the effects of caloric restriction and total starvation on body composition in Obesity. Ann. Int. (July 1967) 60

Blondheim, S. H., N. A. Kaufmann, M. Stein: Comparison of Fasting and 800-1000 caloric Diet in Treatment of Obesity. Lancet (January 30 1965) 250

Blümel, P.M., Jugmann: Untersuchung über Blutveränderungen bei absoluter befristeter Nahrungskarenz. Med. Welt 37 (1969) 2004

Bock, H.E., E. Lebsanft: Vergleichende Untersuchungen über den Wert des Saftfastens, der "kochsalzfreien" und der kochsalzhaltigen Kostformen bei der Behandlung des essentiellen, roten, Hochdrucks. Arch. f. Krl. f. Bd. X. H. 6-7 (1942) 210

Buchinger, O. jun.: Heilfasten zur Steigerung der Abwehrkräfte. Phys. Med. Rehab. 9 (1972) 267

Conradi, E.: Untersuchungen üder das Verhalten des Citronensäurespiegels bei therapeutischem Fasten. Med. Ernährung 10 (1963) 236

Ditschuneit, H.: Der Stoffwechsel bei Fettsucht und bei kompletten Fasten. Med. u. Ernährung 8 (1971) 169

Ditschuneit, H. H., J. G. Wechsler, H. Wenzel, H. Ditschuneit: Das proteinsubstituierte Fasten. Der informierte Arzt, Zschr. f. moderner Therapie und Fortbildung 16 (1980) 3-11

Eisenberg, W.: Blutdruck und Fasten. Hippokrates 16 (1935) 5-7

Eisenberg, W.: Zur Behandlung des primären chronischen Gelenkrheumatismus durch Fasten. Hippokrates 21 (1956) 688

Fahrner, H. A.: Elektrokardiographische Verlaufsbeobachtung bei Heilfasten. Heilkunst 3 (1964) 1

Friebe, R.: Veränderungen der enteralen Bakterienflora im Fasten nach nach F.X. Mayr. Vortr. anl. der 4. Überlinger Stoffwechseltagung 1989

Goldstein, J.: Triumph over disease by fasting and natural diet. Arco, New York 1977

Jungmann, H.: Verlaufsbeobachtungen bei Fastenkuren. Arch. phys. Therapie 19 (1967) 437

Kofler, B.: Über Form und Größenveränderung des Herzens im Fasten. Hippokrates 11 (1960) 373

Krauss, H.: Fasten als Heilmittel. Ernährung und Diät. VEB G. Thieme, Leibzig 1960, S.130

Krauss, H.: Untersuchungen üder den Eiweißhaushalt bei therapeutischem Fasten, Arch. f. phys. Th. 2 (1964) 109, VEB G. Thieme, Leibzig

Kuhn, Ch.: Fasten - eine ganzheitliche Therapie bei kardiovaskulären Risikofaktoren und Krankheiten. Z. Allg. - Med. 63 (1987) 437-440

Das alles sind keine "esoterischen" Hirngespinste, sondern physiologische Tatsachen.

Ich könnte auch anführen, dass ich 1996 aus der Uni-Klinik Kiel (und von mehreren Ärzten) entlassen wurde, mit der Aussage: "Da können wir nichts mehr für Sie tun...."

Heilfasten konnte es.

 

Weiter in der Presseerklärung:

Während des (Heil-)Fastens greift der Organismus zur Deckung seines Proteinbedarfes auf das Muskelprotein zurück und baut es ab.

Beim Fasten werden zwar auch Eiweiße abgebaut, aber durch den Fastenstoffwechsel werden nicht nur die Eiweiße der Muskulatur herangezogen, sondern vor allem auch die funktionsuntüchtigen Eiweißreste und Komplexe, die zum Beispiel im Bindegewebe abgelagert sind (Orangenhaut!).

So werden Eiweiße mit zu vielen Zuckerresten langsam abgebaut, die den Stoffwechsel stark behindern können.

Durch bestimmte Massnahmen im Rahmen eines modifizierten Fasten kann der Muskeleiweißverlust sogar auf ein Minimum reduziert werden.

Von diesem Raubbau ist natürlich der Herzmuskel betroffen und so sind die fastenbedingten Herztodfälle zu erklären.

Todesfälle? Dazu hätte ich gerne von Herrn Müller Northman die Quellen (siehe oben). Mehr dazu auch in meinem Beitrag auf die Frage: Ist Fasten gefährlich für das Herz?

Der fastenbedingte Muskelabbau reduziert den Ruhe-Nüchtern-Umsatz und das führt zum Jo-Jo-Effekt. Vor diesem Hintergrund ist Fasten zur Gewichtsreduktion abzulehnen.

Stimmt. Fasten ist deshalb nicht zum Abnehmen geeignet. Es kann aber als Einstieg in ein verändertes Ernährungsverhalten dienen; dann sollte es allerdings mit einer grundsätzlichen Ernährungsumstellung kombiniert werden.

Langfristig macht Fasten dick und fördert zudem die Entstehung von Cellulite, formuliert Müller-Nothmann.

Sehr geehrter Herr Müller Nothmann: Bitte beschäftigen Sie sich nochmals mit der Pathophysiologie der Cellulitis und den Gewebsveränderungen die damit einhergehen. Offensichtlich verfügen Sie leider über keinerlei Erfahrung mit Fastenden. Neuere Studien zum Fasten bzgl. Abnehmen zeigen zudem, dass Teilnehmer durchaus dauerhaft und erfolgreich durch fasten abnehmen können.

Fasten reduziert die Abwehrkraft des Organismus und Infektionskrankheiten finden in Fastenden leichte Opfer. Das ist besonders im Frühjahr dramatisch, da die Menschen von Grippe und Erkältungskrankheiten bedroht sind.

Tut mir leid - schon wieder falsch. Fasten entlastet das Darm Immunsystem und stärkt dadurch den Organismus gegen Infektionskrankheiten.

Lesen Sie doch bitte mal hier:

  • Beckmann G, Rüffer A: Immunologie des Darms. In: Mikroökologie des Darmes. Schlütersche, Hannover, 2000
  • Yasui H, Kiyoshima J, Hori T: Reduction of influenza virus titer and protection against influenza virus infection in infant mice fed Lactobacillus casei Shirota. Clin. Diag. Lab. Immunol. 2004; 11 (4): 675-679
  • Rechkemmer G: Beeinflussung der Darmflora durch Ernährung. In: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.): Ernährungsbericht 2000

Mehr dazu auch im Beitrag: Fasten bei Fieber und fieberhaften Erkrankungen.

Besonders schädigend ist Fasten, wenn es mit Darmreinigung durch Glaubersalz kombiniert ist. Die Unwissenschaftlichkeit des Fastens zeigt sich im Entschlackungskult. "Schlacke" ist das Unwort der Ernährungswissenschaft, denn Schlacken fallen im menschlichen Organismus überhaupt nicht an.

Ja, das Thema mit der "Schlacke" und der "Entgiftung"... Nur wenige denken die Gedanken zu Ende, um zu verstehen, um was es wirklich geht.

Dazu habe ich mehrere Artikel geschrieben, die Sie unter den Stichworten Entschlackung und Übersäuerung finden.

Und die wesentlichen Fakten zur Histologie und Pathophysiologie: Der Pischinger Raum - bzw. Die Grundregulation nach Pischinger

Bezeichnend ist, dass noch nicht einmal Fastenkliniken in seriösen, international anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierte Studien vorweisen können.

Tut mir leid das so zu schreiben... aber das ist IRREFÜHRUNG der Leser. Literatur: siehe oben. Dies Literaturliste läßt sich beliebig fortführen.

Eine Sonderform des Fastens ist die Magersucht, die über Wochen, Monate oder Jahre in 15 bis 20 Prozent der Fälle zum Tode führt.

Heilfasten mit Magersucht in einem Atemzug zu nennen ist völlig unzutreffend. Fastenden wird Angst gemacht und Herr Müller-Nothmann versucht, diese in die Ecke der Magersüchtigen zu stellen. Natürlich dürfen (sollten) Magersüchtige NICHT fasten. Heilfasten ist Gesundheitsvorsorge. Magersucht ist eine Krankheit.

Dass nur Fastenkliniken, Fastenbuch-Autoren und Fastenärzte ihre Methode befürworten, ist bezeichnend.

... und Chirurgen eine Operation, Akupunkteure Akupunktur, ein Mercedes Händler Mercedes...

Sinnvoller ist es, im Frühjahr zur dauerhaften Umsetzung guter Vorsätze einfache Regeln wie mehr Gemüse und Obst zu essen, zwei Liter (Mineral-)Wasser zu trinken oder zwei alkoholfreie Tage einzuhalten.

Das ist endlich mal eine Aussage mit Hand und Fuss - aber es ist nicht sinnvoller, sondern auch sinnvoll.

Eine persönliche Anmerkung sei mir noch gestattet:

Ich dachte zuweilen, dass diese Pressemitteilung vielleicht gar nicht von Herrn Müller-Nothmann verfasst worden sei, sondern "nur" von ihm in Auftrag gegeben worden ist. Ich dachte: "Vielleicht hat er sie nicht gelesen, sonst hätte er einige Passagen dieser undifferenzierten Aussagen geglättet...".

Nun: Seit dem Januar 2008 weiß ich es genauer, als ich ein Interview in der Online-Ausgabe von der Zeit las.

Weitere Informationen dazu finden Sie in meinem Blog-Beitrag: Heilfasten macht krank und tot - oder "Tod durch Fasten?"

Informieren Sie sich auf dieser Webseite und sehen Sie sich bitte auch meine Heilfasten-Anleitung an.

Ich erkläre in der Anleitung genau welche Vorgänge sich im Körper abspielen.

Bitte informieren Sie sich umfassend, denn es geht um IHRE Gesundheit.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute!

P.S.: weitereführende Fragen und Themen finden Sie unter anderem unter:

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Für die kostenlose Informations-Serie: "Vitalität Pur Durch Heilfasten: Sieben Dinge die Sie unbedingt wissen müssen, bevor Sie Fasten," geben Sie hier unten einfach Ihre eMail und Ihren Vornamen ein:

 
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    Berichte mit Aussagen und Verweisen zum Heilfasten von Heilpraktiker Gräber erschienen u.a. in der:

    Heilpraktiker Gräber im Interview im ARD Buffet - dem Magazin zur TV Sendung

    Heilpraktiker Gräber in der Fernsehzeitschrift Funk Uhr...

    In der Fernesehzeitschrift GONG

    Im Wellness-Magazin Wohl&Fühlen

    In der Fachzeitschrift YOGA Aktuell




    Leser der Fastenanleitung schrieben:

    "Herzlichen Dank für die Heilfastenanleitung. Ich bin begeistert von Ihren Ausführungen, sehr informativ und die Zusammenhänge sind sehr gut erläutert. [...]" Christina Jander


    "Ich fühle mich topfit und das hängt wohl auch mit der Art und Weise zusammen, die durch die sehr gute Anleitung an den Fastenwilligen herangetragen wird. [...] Izet Porrmann


    "Ich finde du hast Heilfasten wirklich super erklärt ganz speziell: "Tagesablauf", "Was geschieht mit mir?" und deine Links sind Klasse." Heiner Mosbacher


    "Ich möchte mich herzlich für die tolle Fastenanleitung bei Ihnen bedanken! Das war ganz toll, vor allem die vielen, sehr nützlichen Links habe ich sehr zu schätzen gewußt. Auch die Kapitel über die Unterstützung der Ausleitungsorgane und die detailierte Erklärung des Säure-Basen-Haushalt waren wirklich von großem Nutzen für mich. (Darauf wird selbst im Buchinger Fastenbuch nicht eingegangen und die sollten es doch wirklich wissen, oder?) [...]" Frau Kaja Gervers

     
     
     

     

     

     

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