Bauchfett wirkt wie ein Organ

Bauchfett sieht nicht nur nicht besonders gut aus, sondern scheint so gesundheitsschädlich zu sein wie es schlecht aussieht. Forscher von der Universität Maastricht konnten unlängst beweisen, dass Fettzellen im Bauch- und Nabelbereich wie ein eigenständiges Organ wirken. Dieses Extra-Organ ist in der Lage, mehr als 80 Proteine und Hormone zu bilden. Außerdem bildet es mehr als 20 Proteine und Substanzen, die bislang nicht bekannt waren.

Die Proteine bzw. Enzyme, die bekannt sind und von Fettzellen gebildet werden, sind Leptin und Adiponektin, die einen Einfluss auf das Hungergefühl haben und die Nahrungsaufnahme regulieren. Die Forscher vermuten nun, dass die unbekannten Substanzen schädliche Mechanismen ausüben könnten, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ansteigen lassen.

In die gleiche Richtung stößt eine Studie, die Anfang 2010 im Krankenhaus Sachsenhausen, Frankfurt/Main durchgeführt wurde. Hier wurden aufgrund von bariatrischer Chirurgie bei hochgradig adipösen Patienten eindrucksvolle Verbesserungen des Gesundheitsstatus beobachtet. Die Zahl der Hypertoniker unter den 284 Patienten konnte halbiert werden und die Diabetes Fälle sanken um fast 70 Prozent. Besonders ausgeprägt war der Effekt auf den Leberstatus.

Auch hier wird der gesundheitsverbessernde Effekt auf die durch die Operation erfolgte Reduzierung des Bauchfetts zurückgeführt. Allerdings warnen die Wissenschaftler, dass eine Operation alleine, ohne eine drastische Veränderung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, nur vorübergehende Verbesserung bringen kann. Danach würde es unweigerlich wieder zu einer Verschlechterung des Allgemeinstatus kommen.

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Datum: Mittwoch, 13. Oktober 2010
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7 Kommentare

  1. Bluthochdruck – Hypertonie | Energiemedizin & Gesundheit
    Dienstag, 9. Dezember 2014 12:33
    1

    […] Dabei ist neben dem Zuviel an Gewicht wichtig, wie das Fett am Körper verteilt ist. Vor allem Bauchfett gefährdet die Gesundheit. Egal, wie hoch das Körpergewicht ist, der Taillenumfang sollte bei […]

  2. 2

    Ich bin super super unzufrieden. Vergangene Woche war ich beim Kardiologen. Dem schilderte ich mein Problem und ich sagte ihm auch, dass ich zuviel an Gewicht habe, aber gar nicht viel esse. Kein Fleisch, ganz wenig Kohlehydrate, viel Obst und Gemüse und trotzdem innerhalb von 10 Jahren 20 kg zugenommen habe. Das Bauchfett ist enorm- Umfang 100. Das ist entschieden zuviel. Aber ich bekomme es nicht weg und hungern möchte ich nicht, aber effektiv die Ernährung umstellen. Alleine schaffe ich es nicht, deshalb brauche ich Unterstützung von einem Ernährungsberater oder ich gehe das Heilfasten an. Meine Tochter macht jetzt eine Stoffwechselkur, wo der Stoffwechsel zwei Tage mit 5000 kcal hochgefahren wird und dann runter, es scheint zu funktionieren, sie nimmt stetig ab.
    Was macht man richtig und vor allen Dingen wie macht man es? Ich gehe desweiteren davon aus, dass bei mir ein Enzym fehlt, weil ich schon als Kind die Veranlagung hatte Bauchfett zu produzieren, obwohl wir zuhause immer gesund gegessen haben. Viel Fisch, Obst, Gemüse ect.
    Wäre schön, ich bekäme mal einen kleinen Schubs.

  3. 3

    Bewegung !!!

  4. 4

    Das ist ja alles schön und gut – doch was sind die Ursachen?

    Ich weiß, dass Nebennierenschwäche oder -erschöpfung zu vermehrtem Bauchfett beiträgt. Hier ist regelmäßiges Essen wichtig, vor allem mit den richtigen Nahrungsmitteln. Heilfasten ist hier sicher nicht angebracht. Oder haben Sie hier andere Erkenntnisse und Erfahrungen?

  5. 5

    @Astrid Kraft… wenn deine Tochter so einen Erfolg mit der Kur hat, warum machst du sie denn nicht auch? Ich kenne die SWK nach Dr. Simeon… ? % wirst du auch Erfolg haben. LG

  6. 6

    … es sollte 100 % heißen ?
    Sobald dein Stoffwechsel wieder richtig arbeitet nimmst du auch ab

  7. 7

    @Astrid Kraft
    In Obst ist viel Fruktose, also Zucker bzw. Kohlenhydrate. Das würde ich schon mal reduzieren. Proteinanteil in der Nahrung steigern, Omega-3 Fettsäuren integrieren (Hanfsaat, Leinsaat – ich nehme Chiasamen, aber die verträgt nicht jeder), etwa 60g Mandeln (vorher gewässert). Die Saaten haben gesunde Fette, die vom Körper gebraucht werden und nicht dick machen. Gutes Magnesiumpräparat. Magnesium aktiviert mehr als 300 Enzyme. Enzyme regen den Stoffwechsel an. 2 Liter stilles Wasser am Tag trinken. 3 x die Woche Sport, am besten HIIT (bitte googeln)

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