Heilfasten: Fragen und Berichte

Ist Fasten gefährlich für das Herz?

Bei der Frage, ob Fasten schädlich für das Herz sei, scheiden sich die Geister. Während einige Mediziner dies als nicht schädlich einstufen, warnen andere davor.

Das Fasten kann grundsätzlich so zusammengefasst werden, daß der Körper keine Nahrung mehr von aussen erhält.

Er braucht aber Energielieferanten, die er sich aus den Körperreserven halt, was ja auch erwünscht ist.

Tatsache ist, dass beim Fasten der Körper nach einigen Tagen durch das Umschalten auf den Fastenstoffwechsel weniger Energie verbraucht.

Dies senkt den Blutdruck und entlastet Kreislauf und Herz. Vor allem die Senkung des Blutdrucks ist ein Effekt, den ich bei vielen Patienten beobachten kann. Bei bestimmten Formen von Herzerkrankungen ist Fasten sogar angebracht und unbedingt empfehlenswert.

Es spräche also bei einer nur kurzen Fastendauer nichts dagegen, das seinem Herzen zuzumuten. Den Effekt, den das Fasten auslösen soll, wird am Anfang jedoch ins Gegenteil umgekehrt. Denn hier wird nicht das überflüssige Fett abgebaut, sondern zum Teil Eiweiße - und das sind auch Eiweiße aus Muskelgewebe. Erst später wird vollständig auf die Fettreserven zugegriffen.

Mehr dazu auch im Artikel: Ist Fasten gefährlich, weil Körpereiweiß verbraucht wird?

Bei einem längeren Fasten von mehr als drei Wochen könnte es passieren, dass auch der Herzmuskel angegriffen wird. 

Natürlich gibt es auch Arten des Fastens, die von vorneherein nur für körperlich vollkommen gesunde Menschen geeignet sind, wie zum Beispiel das reine Teefasten oder Wasserfasten.

Das modifizierte Heilfasten führt dem Körper Zusätze zu, welche den Eiweißabbau erheblich verringern.

In einer Veröffentlichung von 1984 werden lediglich nur Herzstillstände durch die monatelange Zufuhr von Proteingetränken aufgezeichnet - etwas, was mit Heilfasten nichts zu tun hat (vgl. van Itally: Cardiac Dysfunction in obese Dieters: a potentially lethal complication of rapid massive weight loss, in: American Journal of Clinical Nutrition, 39 (1984), S.695ff.).

Zum Heilfasten ist es dennoch wichtig zu wissen:

"Je weiter fortgeschritten die zerebralen bzw. koronaren Veränderungen am Patienten sind, desto leichter, kürzer und schonender muss das Fasten gestaltet werden."

Fazit: Grundsätzlich kann man sagen, dass kontrolliertes Heilfasten unter therapeutischer Aufsicht, den Körper entlastet und zur Verbesserung der Gesundheit führt. Herzpatienten sollten vor Beginn einer Fastenkur zusammen mit einem erfahrenen Fastentherapeuten entscheiden, wie eine Kur möglich und sinnvoll ist.

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