Übersäuerung
Übersäuerung des Körpers?
Was ist davon zu halten? Und: Ist das wichtig?
Wenn Sie im Internet zum Thema Übersäuerung und Säure-Basen-Haushalt suchen, können Sie lange lesen und sind
danach vermutlich verwirrter als zuvor.
von:René Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge
Denn Sie finden im wesentlichen zwei Meinungen:
1. Mit der üblichen Lebensweise in Industrienationen ist Ihnen die Übersäuerung praktisch garantiert. Man kann
deshalb davon ausgehen, dass der Säure-Basen-Haushalt (fast) der gesamten Bevölkerung entgleist ist.
2. Der Begriff der Übersäuerung wird nur im Umfeld der Pseudomedizin gebraucht und ist eine beliebte
Pseudodiagnose oder schlichte Verdachtsdiagnose, die von Hypothesen ausgeht. Eine Übersäuerung im Körper gibt es
nicht.
Und wenn es Ihnen so geht, wie den meisten meiner Patienten, dann fragen Sie sich sicher: Was stimmt den
nun?
Leider resignieren viele Interessierte und haken das Thema einfach ab, weil "Die" sich ja sich ja mal
wieder nicht einig sind. Ich schreibe "leider", weil ich das Thema Übersäuerung für relativ wichtig halte. Wichtig
für Ihre Gesundheit; und erst recht wichtig, wenn Sie Beschwerden und Krankheiten haben.
Übersäuerung - ein schwieriges Thema
Ich habe lange überlegt, wie dieses Thema aufbereitet werden kann, sodass es auch "Nicht-Mediziner" verstehen -
weil es eben eine wirklich wichtige Rolle für Ihre Gesundheit und bei vielen Krankheiten spielen kann.
Und so habe ich das Thema für Sie aufbereitet:
1. Welche Rolle spielt die Übersäuerung in der klinischen "Schulmedizin" und was Übersäuerung bedeutet, wenn Sie
sich mit Ihrem Arzt darüber unterhalten.
2. Das Thema Übersäuerung in der Naturheilkunde.
Und dann wären da noch ein paar Begriffe und Funktionen zu klären, was im Körper passiert.
Zunächst klären wir aber, was der ph-Wert ist und welche Bedeutung er für Ihre Gesundheit hat. Wenden wir uns
erst einmal dem Begriff der Übersäuerung zu.
Übersäuerung: Das Verhältnis von Säuren und Basen im Körper
Der Begriff Übersäuerung beschreibt ja schon den Tatbestand: es sind zu viele Säuren da. Es ist aber auch
möglich, dass zu wenige Basen da sind.
Es kommt also auf das richtige Verhältnis der Säuren und Basen an.
Das Verhältnis von Säuren und Basen wird durch den pH-Wert bestimmt. Der pH-Wert bezeichnet das Verhältnis von
Säuren und Basen in einer bestimmten Flüssigkeit:
- Der pH-Wert neutraler Lösungen beträgt 7
- Der Wert saurer Lösungen liegt unter 7
- Der Wert basischer Lösungen liegt über 7
Der pH-Wert des Blutes beispielsweise liegt bei 7,35 bis 7,45 und muss auch konstant in diesem Bereich bleiben.
Größere Abweichungen toleriert der Körper nicht - und wäre mit dem Leben auch nicht vereinbar.
Bleiben wir mal beim Beispiel Blut: Ist eine Übersäuerung des Blutes eingetreten, spricht man von einer Azidose.
Bei einer Azidose kann es zu Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand, Senkung der Kontraktionskraft
des Herzens, Dämpfung des Zentralnervensystems, Verwirrtheit, Muskelschwäche, bis hin zum Koma kommen.
Aus diesem Grund können Notärzte und Chirurgen mit dem Begriff der Übersäuerung mehr anfangen, als zum Beispiel
Ihr Hausarzt, weil es für diese Personengruppen zu deren täglicher Arbeit gehört.
Meine Erfahrung ist: wenn Sie die soeben beschriebenen Sachverhalte einem Mediziner
darlegen, dann bekommen Sie oft zur Antwort:
"Diese Arten einer Azidose treten nur sehr selten auf, dann aber mit schweren Schäden der Atmungsorgane
(respiratorische Azidose) oder des Stoffwechsels (metabolische Azidose)."
Merkwürdigerweise lese ich aber zum Beispiel im Deutschen Ärzteblatt 2005:
Störungen des Säure-Basen-Haushalts sind häufig, sie werden jedoch in der Praxis oft übersehen. [...]
Besonders bei Patienten mit Niereninsuffizienz, Diabetes, einer Leberzirrhose, einem Emphysem, Diarrhöen oder
chronischem Erbrechen sowie unter bestehender Diuretikatherapie ist an Störungen des Säure-Basen-Haushaltes zu
denken.
Quelle: Dtsch Arztebl 2005; 102: A
1896–1899 [Heft 26]
Ich stelle also erst einmal fest: Der Begriff der Übersäuerung ist kein Begriff der nur in
der "Pseudomedizin" gebraucht wird:
- Alleine in Deutschland rechnet man mit ca. 7,5 Millionen Diabetikern (Zuckerkranke).
Quelle: "Diabetes Atlas Second Edition Executive Summary", IDF 2006
(Weltdiabetesverband)
- Wir hatten laut Arzneiverordnungsreport 2008 ca. 5,5 Millionen Patienten die Diuretika einnahmen.
(vgl. http://www.springerlink.com/content/5358262k23147450/)
- Wir gehen von ca. 1 Million Patienten mit einem Lungenempysem aus
(vgl. Lungenärzte im Netz, www.lungenaerzte-im-netz.de)
- Dazu kommen dann noch die Patienten mit Durchfall. Alleine Morbus Crohn ca.
150.000 und 90.000 mit Colitis
Ulcerosa.
(vgl. DCCV.de)
- Und dann noch die Patienten mit Lebererkrankungen: ca. 6
bis 7 Millionen Patienten. Bei ca. 200.000 Neuerkrankungen an Leberzirrhose pro Jahr, können wir schätzen, dass
wir wenigstens eine Million Patienten mit Leberzirrhose in Deutschland haben.
Wir sprechen also von wenigstens 15 Millionen "Kranken" in Deutschland, für die das Thema Übersäuerung sicher
eine Bedeutung hat - jedenfalls nach der Einschätzung, wie ich sie im Ärzteblatt gelesen habe. Dabei stand im
Beitrag die Einschätzung "besonders". Also Erkrankungen bei denen "besonders" darauf zu achten sei: 15 Millionen
Patienten in Deutschland. Soviel also erst einmal zum Thema, wenn Sie irgendwo lesen (oder hören), dass dies alles
nur "Panikmache" oder "Geldmacherei" sei.
Ich gehe davon aus, dass das Thema für ca. 60-70% der Patienten mehr oder weniger relevant ist. Und diese
Patienten sind ja Menschen, die schon mit bestimmten Beschwerden und Erkrankungen in die Praxis kommen.
Definitionen einer Übersäuerung
Es gibt in der Schulmedizin im wesentlichen vier Definitionen, wenn von einer Azidose die Rede ist - und zwar
wenn:
- der pH-Wert des Blutes unter dem Normbereich liegt
- die Wasserstoffionenkonzentration des Blutes ansteigt (Pschyrembel)
- das Säure-Basen-Gleichgewicht durch ein Defizit an Hydrogenkarbonat oder den Anstieg des
Sauerstoff-Partialdrucks im Blut gestört ist (Buddecke 1994)
- es zu einer pathologischen Ansammlung von Säuren oder den Verlust von Basen im Körper kommt (Burckhardt und
Dudziak 1994)
Bisher haben wir ja "nur" über Definitionen gesprochen. Vielleicht interessiert Sie ja die Ursache einer
Übersäuerung...
Wie kann es denn zu einer Übersäuerung kommen?
Auch hier möchte ich mich erst einmal eng an klinische Gegebenheiten (Schulmedizin) halten.
Da es sich beim Säure-Basen-Haushalt um ein Verhätnis von Säuren
und Basen handelt, kann dieses Verhältnis in verschiedenen Bereichen gestört sein:
- Erhöhung der Säuren durch verstärkte Aufnahme
- Erhöhung der Säuren durch verstärkte Bildung
- Erhöhung der Säuren durch verringerte Ausscheidung
- Erhöhung der Säuren durch verringerten Abbau
- Verminderung der Basen durch verringerte Aufnahme
- Verminderung der Basen durch verringerte Bildung
- Verminderung der Basen durch verstärkte Ausscheidung
- Verminderung der Basen durch verstärkten Abbau
Ich gehe aus Platzgründen in diesem Beitrag nicht auf die einzelnen Ursachen für jeden dieser 8 Punkte ein.
Diese finden Sie im Artikel: Ursachen einer Übersäuerung.
Wenden wir uns im folgenden dem Begriff der Übersäuerung zu, wie er von zahlreichen Naturheilkundigen gesehen
wird.
Der Begriff der Übersäuerung in der Naturheilkunde
Wenn im Bereich der Naturheilkunde der Begriff der Übersäuerung verwendet wird, dann gehen wir ebenfalls von
einer zeitweisen (latenten oder akuten) oder einer chronischen (dauerhaften) Übersäuerung aus.
In der Naturheilkunde gehen wir auch im allgemeinen davon aus, dass die Ausleitungsorgane (Niere, Lunge, Darm,
Haut, Leber), sowie weitere Stoffwechselprozesse und Organe durch dieses Ungleichgewicht belastet werden
können.
Wie kann es zu einem solchen Ungleichgewicht oder einer solchen chronischen Übersäuerung kommen?
Eine chronische Übersäuerung unseres Stoffwechsels kann viele
Ursachen haben, wie ich bereits weiter oben schrieb.
Wir sollten aber auch noch die Frage klären, warum diese Säuren im Körper gebunden werden
und NICHT ausgeschieden werden.
Fassen wir noch einmal zusammen: Die täglich anfallende Säuren werden auch täglich aus dem Organismus
ausgeschieden -- "NORMALERWEISE".
Die Ausscheidung und die Entstehung von sauren Stoffwechselendprodukten sind im gesunden Organismus nämlich
"normalerweise" im Gleichgewicht.
Die sauren Stoffwechselendprodukte (nennen wir diese im Folgenden einfach "Säuren"), gelangen zeitlich versetzt
zur Entstehung durch das Bindegewebe, Lymphe und Blut zu den Ausscheidungsorganen.
Dabei scheidet die Lunge vor allem die flüchtigen Säuren aus, die Nieren die fixen Säuren, während die
Leber als Entgiftungsorgan hauptsächlich ihre Rolle in
der Ammoniakentgiftung findet. Dabei werden Bikarbonat-Moleküle (Basen) verbraucht.
Sowohl das Blut als auch die Ausscheidungsorgane können innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nur eine bestimmte
Menge Säuren aufnehmen, abtransportieren und ausscheiden. Sie kennen dieses Phänomen: wenn sie viele Gäste zu
Hause haben, ist die Mülltonne schneller voll.
Damit während des Transports die Säuren keinen Schaden am Gewebe (zum Beispiel den Gefäßwänden anrichten),
verhindern bestimmte Puffer (v.a. das Bikarbonat), dass es zu Verschiebungen des Blut-pH-Wertes in den sauren
Bereich kommt.
Bevor die Säuren über das Blut transportiert werden können, spielt jedoch das Bindegewebe mit seinen
Proteoglykanen und Glykoproteinen eine besondere Rolle.
Die Bindegewebsmoleküle fungieren als "Ionenaustauscher". Diese sind nämlich in der Lage, Protonen vorübergehend
zu speichern. Auf diese Weise können die Säuren im Bindegewebe vorübergehend "geparkt" werden, bis das Blut bzw.
die Ausscheidungsorgane wieder ausreichend Kapazitäten frei haben. Der meist saure pH-Wert des Morgenurins zeigt
diesen Abtransport von „geparkten“ Säuren über die Nieren an.
Schwierig zu diagnostizieren: Intrazelluläre Übersäuerung
Oftmals hört man davon, dass überschüssige Säuren vom Blut in die Gewebe, vor allem ins
Bindegewebe übergehen. Das ist so allerdings nicht korrekt, denn Blut enthält zusätzlich zum Plasma auch
Zellen (und damit Gewebe), während Muskel-, Haut- und Nervengewebe ebenso aus extrazellulärer Flüssigkeit bestehen.
Die mit Nähr- und Schlackstoffen angereicherte Extrazellularflüssigkeit umfasst deshalb sowohl das Blutplasma als
auch die in den Spalträumen zwischen den Zellen befindliche Flüssigkeit, Drüsensekrete und Gelenkflüssigkeit.
Im Gegensatz dazu bezeichnen Wissenschaftler alle innerhalb der Zellen befindlichen Bestandteile als
intrazellulär. Es ist daher sinnvoll, zwischen intrazellulär und extrazellulär (statt zwischen Blut und Gewebe) zu
unterscheiden, wenn wir den Säurehaushalt untersuchen möchten. Einzig das kollagene Bindegewebe hat eine so hohe
Säure-Bindungskapazität, dass sich dort die extrazelluläre Flüssigkeit weitgehend verhält, als handle es sich um
den Intrazellularraum (IZR).
Messen Ärzte nun den pH-Wert des Blutes, weil sie eine Übersäuerung eines Patienten vermuten, so erhalten sie
immer nur die Werte des Extrazellularraums, während die H+-Ionen innerhalb der Zellen nicht erfasst werden können.
Dies wiederum führt oft zu Missdeutungen der Mediziner, wie es besonders gut am Beispiel von Kalium-Mangel im
Körper deutlich wird:
Wir benötigen Kalium, um das Membranpotential unserer Zellen zu regulieren. K+-Ionen sind daher innerhalb der
Zellen in etwa 30- bis 40-fach höherer Konzentration zu finden als im Extrazellularraum. Dieses
Konzentrationsgefälle sorgt dafür, dass das Ruhepotential von Nerven- und Muskelzellen aufrecht erhalten wird.
Leiden wir an Kaliummangel, so gleicht unser Körper dies durch die Aufnahme von H+-Ionen in die Zellen aus. Der
gemessene pH-Wert der extrazellulären Flüssigkeit zeigt dann aber eine Verschiebung in den alkalischen Bereich,
weshalb Mediziner in diesem Fall von einer durch Kaliummangel ausgelösten Alkalose sprechen. Dabei wird aber
vergessen, dass sich im IZR plötzlich viel mehr Wasserstoff-Ionen befinden, weshalb es sich im Grunde um eine
intrazelluläre Azidose handelt.
Doch nicht nur die Ärzte können diese Azidose mit ihren pH-Metern nicht erfassen, auch die Niere reguliert
lediglich den Ionenhaushalt des Extrazellularraums. Die überschüssige Säure wird also nicht mit dem Urin
ausgeschieden. Stattdessen wird auch dieser durch Kaliummangel alkalisch.
1974 bewiesen Wissenschaftler dieses Phänomen und zeigten, dass sich die Säuren bei Kaliummangel im Körper
„verstecken“ (Burnell J. M. et al.: Metabolic acidosis accompanying potassium deprivation; Am J Physiol; 1974;
227(2); S. 329-33). Sie fütterten Hunde mit einer kaliumfreien Kost, woraufhin vermehrt die Base Hydrogencarbonat
(HCO3) ausgeschieden wurde. Der Urin wurde dadurch basisch, im Blutplasma hingegen sank die Konzentration von
HCO3. Erhalten die Tiere anschließend wieder Kalium mit dem Futter, so sinkt der pH-Wert des Urins stark in den
sauren Bereich ab. Hieraus lässt sich klar schließen, dass die Säuren im Körper (im IZR) gebunden sind, durch
Kaliumzufuhr aber entfernt werden können. Kalium spielt daher bei der Entsäuerung
eine entscheidende Rolle.
Durch permanente Bindung von sauren Stoffwechselendprodukten an die polaren Seitenketten der Bindegewebsmoleküle
ändern sich die Wasserbindungsfähigkeit und die Transporteigenschaften für fast sämtliche Nährstoffe im
Interstitium (Zwischenzellgewebe).
Das Bindegewebe "quillt" förmlich auf und wird durch die folgende mangelhafte Nähr- und Sauerstoffversorgung,
sowie durch die immer weiter zunehmende Verschlackung mehr und mehr geschädigt.
Oftmals wird im Volksmund dieser Prozess auch unter dem Begriff der Verschlackung
benannt. Bezieht sich die "Ablagerung"vor allem auf das Bindegewebe, spricht man auch von Orangenhaut oder Cellulitis. Die Umkehr dieser Verschlackung nennt man
folglich übrigens "Entschlackung".
Dies ist ein schleichender Prozess, der sich über viele Jahre hinziehen kann und sich in zahlreichen Symptomen
äußern kann:
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- Antriebsschwäche
- Konzentrationsstörungen
- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen
- Nervenschmerzen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- verschiedene Formen von Rheuma
- verschiedene Formen einer Allergie
- unspezifische Entzündungen
- häufige Erkältungen
- Bindehautentzündungen
- und viele andere mehr.
Kritiker weisen manchmal darauf hin, dass Naturheilkundler eben diese "Übersäuerung" als Grund aller Krankheiten
ansähen. Ich kann Ihnen dazu nur meine Meinung darlegen:
Diese Säure-Basen-Gleichgewicht mit dem Thema Übersäuerung spielt eine Rolle bei fast allen Krankheiten.
Die Betonung liegt auf "spielt eine Rolle". Ob wir die Übersäuerung dabei als Ursache für Erkrankungen ansehen
können, kann ich nicht mit Sicherheit beantworten.
In der obigen Aufzählung habe ich übrigens eine wichtige Erkrankung vergessen, vor der viele Menschen am meisten
Angst haben: Krebs. Der pH-Wert außerhalb von Krebszellen liegt im Tumorbereich niedriger als im umgebenden
gesunden Gewebe. In der Krebszelle selbst liegt er sogar noch etwas tiefer.
Dies stellte übrigens der Nobelpreisträger Prof. Otto Heinrich Warburg fest. Bereits in den 1920er Jahren konnte
Warburg nachweisen, dass bei Krebszellen keine normale Zellatmung stattfindet. Stattdessen liegt ein Stoffwechsel
vor, der in gesunden Körperzellen nur bei Sauerstoffmangel, also unter anaeroben Bedingungen, auftritt. Im Jahr
1931 erhielt Warburg für diese Entdeckung (der Zytochromoxidase und die Beschreibung der Atmungskette und der
Zellatmung) den Nobelpreis. Eigentlich meinte Warburg, der Krebsentstehung auf der Spur zu sein. Krebszellen
umgehen die Zellatmung übrigens auch dann, wenn ihnen genügend Sauerstoff zur Verfügung steht - und: setzen
vermehrt Milchsäure frei. Eine Übersäuerung des umgebenden Zellgewebes setzt ein.
TIPP: Im Beitrag Candida Albicans und Krebs ist der Verweis zu einem Video, das den italienischen
Arzt Dr. Simoncini zeigt, der mit Bicarbonat (einer Base) Tumore behandelt.
Aus naturheilkundlicher Sicht könnten wir Krebszellen als eine Art erweiterter "Mülleimer" betrachten, in dem
die Säurevalenzen der chronischen Übersäuerung abgelegt werden.
Aber Achtung! Ich unterstütze nicht die These, dass man Krebserkrankungen nur durch eine
Regulierung des Säure-Basen-Haushalts therapieren könnte. Ich halte
es aber für notwendig dem Säure-Basen-Haushalt eine angemessene Beachtung zu schenken.
Warum die meisten Erkrankungen erst im fortgeschrittenen Lebensalter
auftreten
Mit zunehmendem Alter ergben sich zahlreiche Faktoren, warum es vermehrt zu Erkrankungen kommt. Ich beschränke
mich in diesem Artikel im wesentlichen weiterhin auf das Thema Übersäuerung und den Säure-Basen-Haushalt.
Mit dem Alter nimmt zum Beispiel die Fähigkeit der Niere ab Protonen auszuscheiden. Als Folge daraus kommt es zu
einem Absinken des Blut-pH-Wertes, sowie der Bikarbonat-Konzentration des Blutes. Daraus resultiert eine
verminderte Pufferwirkung, weshalb Protonen nicht mehr so gut über die Niere ausgeschieden werden können.
Ursachen der Übersäuerung
Mangelnde Bewegung insbesondere an der "frischen Luft" führt zu einer verminderten Durchblutung und
Sauerstoffversorgung im Gewebe, wohingegen zuviel Bewegung (z.B. Leistungssport) ebenfalls zu lokaler Übersäuerung
durch das Laktat (Milchsäure) führt. Es kommt also (wie fast wie immer im Leben), auf das rechte Maß an...
Weitere Ursachen sind: Stress, akute und chronische Krankheiten die zusätzlich das System negativ
beeinträchtigen und natürlich die Ernährung. Mehr dazu lesen Sie im Artikel "Basische Ernährung", bzw. "Ernährung und Übersäuerung".
Die vermehrte Aufnahme von säurebildenden Nahrungsmitteln wie Fleisch, Wurst, Käse, Eier, Zucker, Kaffee oder
Alkohol erscheint in diesem Zusammenhang in einem ganz anderen Licht.
Unterschätzen Sie nicht den Faktor "negativer" Stress. Negativer Stress führt zu bestimmten Hormonausschüttungen
und Regulationen im Körper, die als Folge davon auch den Säure-Basen-Haushalt beeinflussen.
Was ist zu tun?
Auf dieser Webseite finden Sie zahlreiche Tipps und Anregungen, was Sie tun können um Ihren Körper zu entsäuern,
wie zum Beispiel im Artikel: Entsäuerung.
Eine umfassende Möglichkeit ist das Heilfasten. Und obwohl es
richtig ist, dass im Heilfasten zusätzliche Säurelasten anfallen, wird dabei zum Beispiel im Bindegewebe "so
richtig aufgeräumt".
Wie man jedoch Heilfasten durchführt um tatsächlich möglichst viele der abgelagerten Valenzen und Endprodukte
UND der Giftkomplexe auszuscheiden, beschreibe ich in meiner ausführlichen Heilfasten-Anleitung. Diese Strategie
habe ich bisher noch in keinem Heilfastenbuch gelesen oder gefunden. Die Heilfasten-Anleitung können Sie hier
bestellen.
Wenn Sie den Artikel zur Übersäuerung bis hierher gelesen haben, haben Sie in etwa ein Ahnung davon, warum es
beim Heilfasten gehen kann. Jedenfalls spielen Themen wie Abnehmen etc. nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Wenn Sie sich erst einmal mehr mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen die kostenlosen
Informationen zum Heilfasten anzufordern. Dies können Sie ganz
einfach, indem Sie hier unten Ihren Namen und Ihre e-mail Adresse eintragen:
Für die kostenlose Informations-Serie: "Vitalität Pur Durch
Heilfasten: Sieben Dinge die Sie unbedingt wissen müssen, bevor Sie
Fasten," geben Sie hier unten einfach Ihre eMail und Ihren Vornamen
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Lesen Sie auch einmal was Frau Gervers zur Fastenanleitung geschrieben
hat...
HEILFASTEN ERFAHRUNG VON
KATJA GERVERS |
|
"Auch die Kapitel über die Unterstützung der
Ausleitungsorgane und die detailierte Erklärung des Säure-Basen-Haushaltes waren wirklich von
großem Nutzen für mich. (Darauf wird selbst im Buchinger Fastenbuch nicht eingegangen und die
sollten es doch wirklich wissen, oder?)"
Ich möchte mich herzlich für die tolle Fastenanleitung bei Ihnen
bedanken!!!
Das war ganz toll, vor allem die vielen sehr nützlichen Links habe ich
sehr zu schätzen gewußt.
Auch die Kapitel über die Unterstützung der Ausleitungsorgane und die
detailierte Erklärung des Säure-Basen-Haushaltes waren wirklich von großem Nutzen für mich.
(Darauf wird selbst im Buchinger Fastenbuch nicht eingegangen und die sollten es doch
wirklich wissen, oder?)
Jetzt nach dem Fasten achte ich sehr auf ausgeglichene
Säure-Basen-Ernährung, daher freue ich mich, auch weiterhin von Ihnen zu hören.
Liebe Grüße aus Düsseldorf sendet
Katja Gervers
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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert
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